Gartner Studie zu BCM und Disaster Recovery

StandardDas cio Magazin zitiert eine Gartner Studie (“2007 BCM Survey Results”) zum Stand des BCM und Disaster Recovery. Befragt wurden 359 CIOS aus den USA, Kanada und Großbritannien. Hauptkritikpunkt der Studie ist dass die Unternehmen mit zu kurzen Ausfallzeiten rechnen. 60 Prozent der befragten Unternehmen sorgen nur fĂŒr eine Ausfallzeit von sieben Tagen vor. Gartner sieht jedoch eine Vorsorge fĂŒr 30 Tage als Mindestanforderung. Zudem empfiehlt Gartner den Unternehmen die DurchfĂŒhrung einer Business Impact Analyse. FĂŒr die Umsetzung des Krisenmanagements in Form von KrisenstĂ€ben wird den Unternehmen ein guter Umsetzungsgrad bescheinigt.

Diese Studienergebnisse gelten allerdings nur fĂŒr den angelsĂ€chsischen Bereich, der eine lĂ€ngere Tradition in der Umsetzung von BCM und DR besitzt.

Ausfall eines Lieferanten fĂŒhrt zu Produktionsstop bei Chrysler

LieferantDer Ausfall eines zentralen Lieferanten fĂŒr Plastikteile des amerikanischen Autobauers Chrysler hat zu ersten ProduktionsausfĂ€llen in den USA gefĂŒhrt. Der US-Hersteller Plastech Engineered Products hat GlĂ€ubigerschutz nach Chapter 11 beantragt. Zuvor hatte Chrysler den Vertrag mit dem Lieferanten gekĂŒndigt. Bis Ende der Woche könnten laut Angaben einer Untenehmenssprecherin alle 14 nordamerikanischen Fabriken von einem Produktionsstop betroffen sein. Der Ausfall in dieser Woche soll Chrysler bereits 225 Mio US-Dollar gekostet haben. Chrysler fordert nun von dem Lieferanten wichtige Werkzeuge zur Produktion der dringend benötigten Teile.

Stromausfall legt Karlsruhe und Teile des 1und1 Rechenzentrums lahm

Karlsruhe_StromausfallEin Stromausfall hat am vergangenen Mittwoch die Karlsruher Innenstadt fĂŒr eineinhalb Stunden lahmgelegt. Der totale Stromausfall begann um 17:35. Das Licht fiel in der gesamten Innenstadt aus, die Straßenbahnen blieben stehen, Ampeln fielen aus. GlĂŒcklich, wer fĂŒr StromausfĂ€lle vorgesorgt hat und ĂŒber Notstromaggregate verfĂŒgt, wie dies im stĂ€dtischen Klinikum selbstverstĂ€ndlich der Fall ist. 140.000 Haushalte, viele GeschĂ€fte und Unternehmen sowie Industrieanlagen waren allerdings ohne Strom.

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Run auf Tamiflu beendet

tamifluDer Run auf das Grippemittel Tamiflu, das auch bei einer H5N1-Pandemie zum Schutz vor Infektionen eingesetzt werden kann ist vorĂŒber. Der schweizer Hersteller Roche erwartet fĂŒr das Medikament 2008 nur noch einen Umsatz von 300 Millionen Franken gegenĂŒber 2 Mrd. Franken in 2007. In diesen Zahlen zeigt sich, daß viele Regierungen, Behörden und Unternehmen ihre VorrĂ€te aufgebaut haben. Dieser Effekt hatte sich bereits Ende 2007 abgezeichnet und wird nun durch die aktuelle Veröffentlichung der Jahreszahlen von Roche bestĂ€tigt.

Da hat es auch nicht geholfen, daß der Autor dieses Beitrags anlĂ€sslich einer Grippeinfektion Ende vergangenen Jahres Tamiflu im Selbstversuch getestet hat (Es war keine Vogelgrippe!).

Quelle: Handelsblatt

Indien ohne Internet

KabelDie BeschĂ€digung eines Unterseekabels vor der Ă€gyptischen MittelmeerkĂŒste hat zum kompletten Ausfall des Internets in einigen arabischen LĂ€ndern und massiven Bandbreitenverlusten von 50 – 60 Prozent in Indien gefĂŒhrt.

In Ägypten sind sind rund 70 Prozent der Netzkunden betroffen, in Saudi-Arabien bleiben rund 50 Prozent der AnschlĂŒsse ohne Verbindung. Wirtschaftlich schwer getroffen von diesem Schaden sind die indischen IT-Unternehmen und Call-Center, die auf die Datenleitungen angewiesen sind. Indirekt hiervon betroffen sind auch zahlreiche europĂ€ische und amerikanische Unternehmen, die Entwicklung und Betrieb von Software sowie Call-Center Dienstleistungen im Offshoring nach Indien ausgelagert haben. So sind beispielsweise große Teile des telefonischen Kundendienstes des Computerherstellers DELL nach Indien ausgelagert.

Die fehlende Leitung kann zwar ĂŒber andere Glasfaserkabelverbindungen ĂŒberbrĂŒckt werden, doch fehlen in der Summe die LeitungskapazitĂ€ten. Die Reparatur der Seeleitung kann mehrere Wochen dauern.

Update:

heise meldet erste Ursachen fĂŒr die Unterbrechung der Internetverbindungen.

Technology Review zu den technischen HintergrĂŒnden.

Lage in China spitzt sich zu

Flagge_ChinaVor Kurzem berichtete bcm-news ĂŒber die angespannte Energiesituation in China. Nun scheint sich die Situation in China massiv zuzuspitzen. Zu der ohnehin angespannten Situation in der Energieversorgung kommen die stĂ€rksten SchneefĂ€lle seit Jahrzehnten. 17 Provinzen melden lang andauernde StromausfĂ€lle, der Verkehr kommt zum Erliegen, FlughĂ€fen werden geschlossen, Schiffe können nicht entladen werden und die Teuerungsrate steigt auf neue Rekordhöhen.

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Stromnotstand in SĂŒdafrika legt Goldminen lahm

MineDer Stromnotstand in SĂŒdafrika (bcm-news berichtete) hat jetzt die drei grĂ¶ĂŸten Goldproduzenten zum Produktionsstop gezwungen. AngloGold, Harmony und Gold Fields Ltd. haben in einigen ihrer Minen die Förderung unterbrochen, um die Arbeiter in den unterirdischen Stollen durch die StromausfĂ€lle nicht zu gefĂ€hrden. Von den Produktionsstopps sind ca. 30.000 Arbeiter betroffen.

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Fiducia Rechenzentrum nach ISO 27001 zertifiziert

RZDer grĂ¶ĂŸte IT-Dienstleister des genossenschaftlichen Finanzverbunds hat seine Rechenzentrumsservices nach dem Standard ISO 27001 zertifizieren lassen. Das Zertifikat wurde von der DQS GmbH vergeben und hat eine GĂŒltigkeit von drei Jahren. Es muß jĂ€hrlich erneut ĂŒberprĂŒft werden und nach Ablauf der drei Jahre vollstĂ€ndig erneuert werden.

Die Zertifizierung erleichtert den angeschlossenen Volks- und Raiffeisenbanken die Umsetzung der gesetztlichen und aufsichtsrechtlichen Mindestanforderungen an das Risikomanagement. Das Rechenzentrum erspart sich zudem durch die Zertifizierung mehrfache EinzelprĂŒfungen durch die Kunden.

Grippe-Welle in Ungarn

GrippevirusUngarn hat eine Grippe-Welle (Influenza) erfasst. In den letzten beiden Tagen wurden 50.000 Menschen mit dem Grippe-Virus infiziert, so der Leiter des nationalen Epidemie-Zentrums. Die Grippe-Welle umfasst das gesamte Land bis auf wenige nördliche Regionen. Zur BekÀmpfung der Grippe wurden in Apotheken 200.000 Einheiten Impfstoff deponiert und 30.000 Einheiten an HausÀrzte ausgegeben.