Sicherheits-Berater vorĂŒbergehend offen verfĂŒgbar

Der Sicherheits-Berater ist das fĂŒhrende Fachmagazin fĂŒr die Sicherheitsthemen.

Um die Inhalte auch wĂ€hrend der Coronavirus-Epidemie verfĂŒgbar zu machen, haben sich die Herausgeber dazu entschlossen, die Inhalte des Archivs ab 06/2020 offen zugĂ€nglich zu machen.

Ein tolles Angebot und ein Anreiz fĂŒr Interessierte die Ă€ußerst wertvollen BeitrĂ€ge kennenzulernen und ein Abo abzuschließen, wenn wir wieder ins normale Leben zurĂŒckgekehrt sind. FĂŒr die Abonnenten ist hierdurch ein unterbrechungsfreier Zugang auf die Inhalte gewĂ€hrleistet.

Denn insbesondere auch wÀhrend der Pandemie muss die Sicherheit in den Unternehmen und Organisationen gewÀhrleistet werden.

Vielen Dank an die Macher des Sicherheits-Berater.

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Coronavirus-Epidemie zeigt die SchwÀchen in der Notfallvorsorge kritischer Infrastrukturen auf

Die Coronavirus-Epidemie zerstört aktuell weltweite Lieferketten, wie es kein Ereignis zuvor in der Lage war zu tun. Lieferketten waren in der Vergangenheit meist durch rĂ€umlich begrenzte Ereignisse wie Naturkatastrophen in Form von Erdbeben, Überschwemmungen, StĂŒrmen etc. unterbrochen. Die Liefer-Unterbrechungen waren rĂ€umlich und zeitlich begrenzt und konnten auch schnell wieder aufgeholt werden. Im Gegensatz hierzu zerstört die Coronavirus-Epidemie gerade zeitgleich weltweite Lieferketten und -beziehungen. Lieferanten, Transportwege per Schiff und Flugzeug fallen aus. Leere Container stapeln sich in Asien und fehlen dafĂŒr in den anderen Regionen.  Angebot und Nachfrage nach Produkten haben sich radikal verĂ€ndert. KFZ-AbsatzmĂ€rkte sind in China nahezu komplett zusammengebrochen, dafĂŒr gibt es auf der anderen Seite EngpĂ€sse bei der Lieferung von SchutzausrĂŒstungen fĂŒr Ärzte und Kliniken.  Schutzmasken, -brillen und -anzĂŒge kommen fast ausschließlich von Herstellern in China. Die wenigen europĂ€ischen Hersteller, zum Beispiel in Italien, arbeiten an der KapazitĂ€tsgrenze. Vorprodukte von Medikamenten und Generika werden vorwiegend in China und Indien hergestellt. Beide LĂ€nder haben auf Grund des eigenen hohen Bedarfs an diesen kritischen Produkten die Ausfuhr untersagt und kaufen sogar Produkte aus dem Ausland ein. Dies fĂŒhrt derzeit zu einer Verknappung dieser fĂŒr das Gesundheitswesen  existentieller Produkte. VerschĂ€rft wird die Lage durch HamsterkĂ€ufe von Privatpersonen und gar Diebstahl von BehĂ€ltern mit Desinfektionsmitteln in KrankenhĂ€usern. Große Lieferanten von SchutzausrĂŒstungen fĂŒr den medizinischen Bedarf fĂŒrchten, in den kommenden Wochen nicht mehr lieferfĂ€hig zu sein, da alle VorrĂ€te abverkauft sind und aus China keine Ware mehr nachkommt. FĂŒr Lebensmittel gibt es eine staatlich geregelte Notfallbevorratung, wie auch fĂŒr Treibstoffe. Die Coronavirus-Epidemie lehrt, dass in der Vorsorge fĂŒr NotfĂ€lle und Krisen ganzheitlicher gedacht und gehandelt werden muss. Privathaushalte haben offensichtlich aktuell gelernt, dass ein Notvorrat zu Hause eine gute Vorsorge darstellt, nachdem das BBK bei der Vorstellung der Empfehlungen hierfĂŒr damals vorwiegend Lacher und Spott geerntet hatte. Unternehmen haben aus der aktuellen Situation gelernt, dass Single-Sourcing erhebliche Risiken beinhaltet, die auch tatsĂ€chlich einmal eintreten können und nicht nur theoretischer Natur sind. FĂŒr kritische Infrastrukturen gibt es in KRITIS mittlerweile strenge gesetzliche und regulatorische Vorgaben fĂŒr das Risikomanagement und die Notfallvorsorge. Die kritischen weltweiten Lieferketten sind in dieser Betrachtung offensichtlich bisher zu kurz gekommen. Aus Schaden sollten wir klug werden. Unternehmen sollten die Risiken in ihren Lieferketten besser analysieren und absichern, auch wenn es kurzfristig Geld kostet. FĂŒr die kritischen Infrastrukturen wie das Gesundheitswesen darf ein Engpass an SchutzausrĂŒstung sowie Medikamenten und deren Vorprodukte nicht eintreten. Hier sind gesetzliche Regelungen erforderlich, um eine Grundversorgung im Falle von Epidemien und Pandemien sicherstellen zu können.

Corona-Virus: Links zu wichtigen Informationsquellen

Bei der aktuellen Lage ist es besonders wichtig, die aktuellen Informationen zum Stand der Ausbreitung der Epidemie, den Vorsorgemaßnahmen sowie Maßnahmen bei Betroffenheit zu haben.

Es sollte hierbei Wert auf seriöse und sachkundige Quellen zu legen. Daher hier eine kleine Zusammenstellung.

Sollten Sie weitere hilfreiche Links haben, ergĂ€nze ich diese Sammlung gerne. Weiterlesen…

Corona-Virus: einfache und wirkungsvolle Maßnahmen zum Infektionsschutz

Aus Gelassenheit wurde Risikobewusstsein und Besorgnis, stellenweise auch Panik, nachdem es zunehmend zu InfektionsfÀllen in Deutschland kommt und sich das Virus SARS-CoV-2 schnell international verbreitet. Zu Panik besteht allerdings keinerlei Anlass.

Die Auswirkungen auf die Weltwirtschaft sind derzeit bedeutend stÀrker als die gesundheitlichen Folgen.

Die Maßnahmen, die jeder Einzelne im privaten und beruflichen Umfeld treffen kann sind so einfach wie wirkungsvoll:

  • Handhygiene: richtig und oft HĂ€ndewaschen
  • Nicht mit den HĂ€nden ins Gesicht greifen
  • Von anderen Personen weg in die Achseln husten und nießen
  • Menschenansammlungen meiden
  • Bei Symptomen den Arzt kontaktieren
  • Nicht mit Krankheitssymptomen zur Arbeit gehen und Kontakt mit anderen Menschen meiden.

Empfehlungen hierzu finden sich auf der Seite www.infektionsschutz.de

Atemschutzmasken und Handschuhe werden fĂŒr gesunde Menschen ĂŒbrigens nicht empfohlen!

Unternehmen sollten

  • Mitarbeitern Desinfektionsmittel zur VerfĂŒgung stellen (Spender auf den Toiletten)
  • auf Maßnahmen zur richtigen Handhygiene hinweisen (zum Beispiel durch AushĂ€nge und im Intranet)
  • Reinigungszyklus erhöhen und geeignete Reinigungsmittel verwenden (insbesondere KontaktflĂ€chen wie TĂŒrgriffe, Toiletten, AufzĂŒge)
  • GrĂ¶ĂŸere Veranstaltungen absagen oder verlegen
  • Telefon- und Videokonferenzen nutzen
  • Reisen von Mitarbeitern in besonders gefĂ€hrdete Gebiete verschieben
  • RĂŒckkehrer aus besonders gefĂ€hrdeten Gebieten auf  besondere Achtsamkeit verpflichten und ggf. zwei Wochen von zu Hause arbeiten lassen.

be prepared

Warum klassische PandemieplÀne zu kurz greifen

Die aktuelle Coronavirus-Epidemie rĂŒckt die Pandemieplanungen vieler Unternehmen wieder ins Blickfeld, nachdem es mehrere Jahre ruhig um das Pandemie-Szenario geworden ist.

Bereits bei den vergangenen Epidemien und Pandemien, wie zum Beispiel der Vogelgrippe und SARS, wurden PandemieplĂ€ne als Vorsorgemaßnahmen erstellt. Im Fokus dieser PandemieplĂ€ne steht meist der Schutz der eigenen Mitarbeiter sowie der Umgang mit PersonalausfĂ€llen in kritischen GeschĂ€ftsprozessen. Auch die Bereitstellung von Desinfektionsmitteln fĂŒr die Handhygiene und gegebenfalls die Bevorratung von Schutzmasken gehört zum Vorsorgeprogramm gegen Ansteckungen der Mitarbeiter.

Dass diese Sichtweise auf eine Epidemie- /Pandemievorsorge deutlich zu kurz greift zeigt die aktuelle Coronavirus-Epidemie. Weiterlesen…

Anforderungen an die normengerechte Identifikation der rechtlichen und regulatorischen Anforderungen an das BCM

Christian ZĂ€nker, unser Normen-Experte, hat sich wieder einmal in die Tiefen des ISO 22301 vorgearbeitet und sehr interessante Erkenntnisse hinsichtlich der normengerechten Identifikation der rechtlichen und regulatorischen Anforderungen an das BCM herausgearbeitet. Da sind sicherlich in vielen Organisationen noch Hausaufgaben zu erledigen, bis dieser Prozess idealtypisch ablĂ€uft. Zumal auch hier wieder viele Disziplinen gut verzahnt ineinandergreifen mĂŒssen. Weiterlesen…

3. Fachkonferenz des IBCRM e.V. vom 4. bis 5. MĂ€rz 2020 in Frankfurt am Main

Nassim Nicholas Taleb prĂ€gte als Finanzmathematiker und Forscher fĂŒr Zufallsereignisse den Begriff „Black Swan”. Gemeint damit ist ein Ereignis, das selten und höchst unwahrscheinlich ist. Taleb beschĂ€ftigte sich dabei mit den hĂ€ufig extremen Konsequenzen dieser Ereignisse sowie der menschlichen Eigenschaft, im Nachhinein einfache und verstĂ€ndliche ErklĂ€rungen dafĂŒr zu finden. Die 3. Fachkonferenz des IBCRM e.V. vom 4. bis 5. MĂ€rz 2020 in Frankfurt a.M. bietet eine Plattform, um den Einfluss des schwarzen Schwans auf die unternehmerische Resilienz zu diskutieren. Weiterlesen…

Business Continuity Awareness Week 2019 ist gestartet

Auch dieses Jahr steht wieder eine Woche das Thema “Awareness” im Fokus der Business Continuity Awareness Week 2019 vom 13. bis 17. Mai 2019.

Unter dem Leitmotiv “Investing in Resilience” bietet das Business Continuity Institute BCI auf der Webseite www.bcaw2019.com ein umfangreiches und kostenfreies Angebot mit BCM-Postern zum Download und einem sehr umfangreichen Webinar-Programm. Jeden Tag in der BCAW 2019 gibt es mehrere Webinare  rund um den Themenbereich Resilience.

FĂŒr Business Continuity Manager und BCM-Interessierte gibt es also diese Woche ordentlich etwas auf die Ohren.

Der berĂŒhmt-berĂŒchtigte “Baggerbiß” hat in Berlin zugeschlagen

Bei Bauarbeiten an einer BrĂŒcke ist in Berlin am Dienstag  gegen 14 Uhr eine 110kv-Stromleitung bei einer Horizontalbohrung durch das Bauunternehmen beschĂ€digt worden. Rund 30.000 Haushalte und 2.000 Gewerbebetriebe sowie ein Krankenhaus sind derzeit von der Stromversorgung abgeschnitten. Hinzu kommt der durch den Stromausfall verursachte Ausfall von Blockheizkraftwerken. 5.000 Haushalte haben in der Folge weder Strom noch WĂ€rme. Auch Mobilfunk und Festnetzverbindungen sind von dem Ausfall betroffen. Zahlreiche Ampelanlagen sind ausgefallen und mehrere Straßenbahnlinien waren unterbrochen. Schulen und Kitas bleiben geschlossen. Mit einer Wiederherstellung der Versorgung wird vom Versorger Vattenfall nicht vor Mittwoch Nachmittag gerechnet. Polizei und Feuerwehren sind in den betroffenen Stadtgebieten  in erhöhter Alarmbereitschaft und mit Wachen vor Ort. Bewohner wurden mittels Lautsprecher ĂŒber die aktuelle Lage informiert.

Der Stromversorger Vattenfall sieht sich in diesem Fall selbst als GeschĂ€digter. Vattenfall zahlt an die betroffenen Kunden einen Pauschalbetrag von 20 Euro im Rahmen ihres Serviceversprechens. GeschĂ€digte mĂŒssen ihren entstandenen Schaden, wie zum Beispiel aufgetautes Gefriergut, gegenĂŒber dem Schadensverursacher, also dem Bauunternehmen geltend machen. Aber erst muss zunĂ€chst einmal der Strom wiederkommen. Hierzu hat Vattenfall mit mehreren Bauteams die ganze Nacht die Leitungen freigelegt und verbindet die durchtrennten Leitungen wieder. Da es sich um eine Mittelspannungserdleitung handelt, ist hierbei sehr sorgfĂ€ltiges Arbeiten erforderlich.

Gut fĂŒr eine solche Lage immer Taschenlampen und Kerzen im Haus zu haben. Eine geladene Powerbank fĂŒr das Smartphone  ist hilfreich wenn zumindest Mobilfunk noch funktioniert und das Netz nicht ĂŒberlastet ist.

Die BCM-Prozesslandkarte zur Navigation durch die BCM-Implementierung

In meiner Werkstatt ensteht gerade die BCM-Prozesslandkarte mit Prozessteckbriefen zu den einzelnen Prozessschritten fĂŒr die Implementierung und den Betrieb eines BCM(S)

Die BCM Prozesslandkarte erstelle ich in MS Visio, die Prozesssteckbriefe in Word. Da ich kein Held in Visio bin, habe ich mir professionelle UnterstĂŒtzung geholt. Der”Visio-Guru” Dr, RenĂ© Martin, bekannt durch seine Visio-HandbĂŒcher, hat mir in einem eintĂ€gigen Workshop das wichtigste Visio-Handwerkzeug beigebracht und selbst fĂŒr knifflige Herausforderungen eine praktische Lösung gefunden. Die BCM-Prozesslandkarte wird es als Webseite (www.bcm-prozesslandkarte.de) und interaktives pdf geben. Alleine die Arbeit daran macht große Freude und erste Pilotkunden waren begeistert vom ersten Zwischenergebnis.