Ausfall des Mobilfunkproviders O2 in London wegen Diebstahls

Der Mobilfunkprovider O2 kämpft in London derzeit mit einem massiven Ausfall der Services. Im Norden und Osten von London, sowie in Sussex und Kent istdas Mobilfunknetz ausgefallen. Wie sich jetzt herausstellte, war die Ursache hierfür ein Einbruch in einen unbemannten Hub des Providers. Die Einbrecher stahlen Netzwerkausrüstung was den Zusammenbruch des Netzes zur Folge hatte. Vodafone war im Februar bereits Opfer eines vergleichbaren Diebstahls mit Netzwerkausfällen. Hinter den Einbrüchen werden Auftragsdiebstähle von Profis vermutet.

[The Register]

Workshop "Management von Informationssicherheit kritischer Infrastrukturen"

Am 10. Juni findet in Frankfurt der Workshop der GI-Fachgruppe Management von Informationssicherheit (SECMGT) statt. Das Treffen widemt sich dem Thema "Management von Informationssicherheit kritischer Infrastrukturen". Dabei steht der konkrete Umgang mit sowohl logistischen, als auch technischen Herausforderungen besonders schützenswerter Infrastrukturen unter Berücksichtigung der aktuellen Gefährdungslage im Vordergrund. Die Teilnahme ist kostenlos und auch für Nicht-GI-Mitglieder möglich. Es wird jedoch um eine formlose Anmeldung an anmeldung@secmgt.de bis zum 31. Mai gebeten.

Details zur Veranstaltung erhalten Sie auf der Homepage der GI-Fachgruppe.

Die Veranstaltung finden sie auch im BCM-Kalender der bcm-news.

TEPCO ändert das Vorgehen, nicht aber den Terminplan

TEPCO musste das Vorgehen zum Herunterfahren des AKW Fukushima Daiichi ändern, nachdem ein Leck in der inneren Schutzhülle des Reaktors gefunden wurde. Nach wie vor hält TEPCO jedoch an dem ursprünglichen Terminplan fest, den cold shutdown des havarierten AKW bis Januar 2012 zu erreichen. Die Kühlung des Reaktorkerns soll jetzt durch die Zirkulation des vorhanden Wassers erfolgen, satt Zuführung des Kühlwassers von aussen.

Die UN-Atomenergiebehörde IAEA wird in der kommenden Woche eine Expertengruppe nach Japan entsenden, um die Sicherheit nach dem Nuklearunfall zu überprüfen und sich mit den japanischen Behörden auszutauschen.

Neun Opfer in Christchurch für tot erklärt

Neun Opfer des schweren Erbebens in Christchurch wurden jetzt für tot erklärt. Damit steigt die Zahl der Opfer des Bebens auf 181. Weder mittels Fingerabdrücken, Zahnvergleichen noch DNA-Analysen konnten die neun Opfer zweifelsfrei identifiziert werden. Es handelt sich um sechs Frauen und drei Männer aus China, den Philippinen, Peru und Russland. Sie befanden sich während des Bebens im Gebäude des Fernsehsenders CTV, das vollständig zerstört wurde. Die Mobiltelefone dieser Opfer wurden seit dem Beben nicht mehr genutzt und es gab keine Bewegungen auf den Bankkonten mehr. Auch die Ausweise der Opfer wurden nicht nicht mehr eingesetzt. Die Namen der Opfer wurden von den Behörden bekanntgegeben.

Flight data recorder und cockpit recorder der AF 447 sind lesbar

Experten konnten die Daten des flight recorders und die letzten zwei Stunden der Aufzeichnungen aus dem Cockpit der AF 447 wiederherstellen. Beide Aufnahmegeräte wurden zwei Jahre nach dem bisher unaufgeklärten Flugzeugabsturz aus nahezu 4.000 Meter Wassertiefe mit Hilfe von Tauchrobotern geborgen. 228 Menschen waren bei dem Absturz ums Leben gekommen. Jetzt besteht die Chance, die Ursache des Absturzes endgültig aufzuklären. In Verdacht gekommen waren die Geschwindigkeitsmesser der Maschine, doch konnte dies bislang nicht nachgewiesen werden. Die Untersuchung der Aufzeichnungsgeräte wird noch mehrere Wochen in Anspruch nehmen. Eine der zeitaufwändigsten und teuersten Such- und Bergeaktionen geht damit einem Ende zu. Doch werden in der Luftfahrt keine Kosten und Mühen gescheut, um Unglücksursachen zu identifizieren. Neben haftungs- und versicherungsrechtlichen Motiven geht es aber auch in erster Linie darum, weitere Unfälle mit gleicher Ursache zu verhindern.

Treffen des bci Regionalforum Mitte am 31. Mai bei Interxion

Am 31. Mai 18:00 Uhr ist das bci Regionalforum Mitte zu Gast bei Interxion.

Thema dieser Veranstaltung:

World Wide Connectivity in Krisenzeiten – Betrachtungen aus erster Hand

Impulsvortrag: "Kritische Gedanken zur weltweiten Konnektivität bei nationalen oder regionalen Störungen"

von Murat Turgut, Senior Account Manager bei InterXion.

Anmeldung: doodle

Das bci Regionalforum Mitte ist offen für alle Interessierte. Melden Sie sich einfach zu dem Termin über den Anmeldelink an. Informationen zum Regionalforum erhalten Sie über bci-rfm@bcm-net.de

MSC Opera nach Stromausfall in Seenot

Das Kreuzfahrtschiff MSC Opera treibt nach einem Stromausfall manövrierunfähig auf der Ostsee. Das Schiff hat 1.800 Passagiere und 200 Besatzungsmitglieder an Bord. Für die Menschen an Bord besteht keine akute Gefahr.

Wie man sieht kann auch auf einem Schiff der Strom ausfallen. Es ist hier wohl nicht der berüchtigte Baggerbiß, sondern ein Ausfall der Stromgeneratoren oder Schiffsdiesel.

[focus]

Ebola in Uganda ausgebrochen

Bei Ebola denkt man sofort an Epidemie und Tod. Die nach einem Fluss in der Demokratischen Republik Kongo benannte Krankheit ist hoch ansteckend und führt in den meisten Fällen zum Tod. Die WHO hat jetzt einen Ebola-Fall in Uganda bestätigt. Ein zwölfjähriges Mädchen ist in der vergangenen Woche an dem Erreger gestorben. Sofort wurden Familienangehörige, behandelnde Ärzte und Krankenschwestern in Quarantäne genommen. Im Krankenhaus von Bombo wurde eine Quarantänestation eingerichtet, um weitere Erkrankte aufnehmen zu können.

[Ärzte Zeitung]

Stark erhöhte Radioaktivität in Tokio gemessen

Wie der RSOE Information and Diaster Information Service berichtet, wurden in der japanischen Hauptstadt Tokio in zwei Ortsteilen erhöhte Radiaktivität gemessen, die die Messwerte in der Nähe von Fukushima überschreiten:

"Moving on to the latest developments in Japan's ongoing nuclear crisis highly radioactive substances were detected in parts of Tokyo. Japan's Asahi Shimbun reports about 3,200 and nearly 2-thousand becquerels of radioactive cesium per kilogram were found in the soil of Tokyo districts of Koto and Chiyoda, respectively, from testing conducted between April 10th and the 20th. This amount is higher than what was found in the prefectures near the Fukushima plant and experts warn that other areas may be subject to radiation contamination as clusters of clouds containing radioactive material remain in the atmosphere."

Wie GM aus dem War Room die Supply Chain nach der Katastrophe von Japan steuert

Die Katastrophe von Japan, als am 11. März die Erde mit Stärke 9 bebte und ein Tsunami mit 15 Meter-Wellen über das Land hereinbrach, hat einschneidende Wirkungen auf die internationalen Lieferketten. Insbesondere die internationale Automobilindustrie ist von den Unterbrechungen der Lieferketten aus Japan betroffen. Doch welche Teile und welche Lieferanten von diesen Lieferausfällen betroffen sind, ist in diesen komplexen Lieferbeziehungen nur schwer zu identifizieren. Denn nicht nur direkte Lieferungen sind betroffen, sondern auch Lieferungen für Vorprodukte an Lieferanten, deren Lieferketten für die Automobilhersteller aber nicht transparent sind. Die Automobilhersteller gründeten Krisenstäbe, deren Aufgabe es war, die kritischen Teile zu identifizieren und alternative Lieferanten ausfindig zu machen. Wie General Motors diese herausfordernde Aufgabe mit hunderten von Spezialisten aus dem War Room heraus bewältigt, beschreibt dieser Artikel in der New York Times. Es bestanden zwar Notfallpläne, doch ein Zusammenbruch der Supply Chain in diesem Ausmaß war durch keinen Notfallplan abgedeckt. Krisenmanagement mit Beteiligung der Fachspezialisten war also angesagt.

Für viele Zulieferteile wurden mittlerweile alternative Lieferanten auf der ganzen Welt identifiziert, die ihre Produktion in der Zwischenzeit aufgestockt haben. Doch noch immer fehlen einzelne Bauteile, so dass bestimmte Ausstattungen oder Farben nicht angeboten werden können. Es wird noch einige Zeit dauern, bis sich die Lage vollständig normalisiert hat.

Auch die japanischen Automobilhersteller Honda, Nissan und Toyota kämpfen weiterhin mit Engpässen bei Elektronik, Farben und Gummiteilen. Mit einer Normalisierung der Produktion wird bis zum Jahresende gerechnet.

[n-tv]

Waren die Tsunami-Risiken in Japan bekannt?

Bislang vertreten TEPCO und die japanische Regierung den Standpunkt, dass eine neun Meter hohe Tsunami-Welle ausserhalb der zu erwartenden Risiken war. Nun tauchen jedoch Dokumente der Japan Nuclear Energy Safety Organisation vom Dezember auf, die die Folgen von Tsunamis zwischen 3 und 23 Metern Höhe analysieren:

"Our analysis shows that a tsunami of a certain height (some 7 metres in the absence of a seawall and some 15 metres if one were present) or higher would have almost a 100 percent chance of damaging the reactor core...,".

"We presume a tsunami of at least 7 metres would destroy the functions of a seawater pump and that of at least 15 metres would destroy outside equipment such as an electrical transformer."

Wenn die Risiken den japanischen Atomaufsichtsbehörden vorher bekannt waren, handelt es sich hier um kapitale Unterlassungen in der Notfallvorsorge und nicht um den Eintritt vorher unbekannter "Restrisiken", wie aktuell argumentiert wird. Im Klartext: Versagen des Betreibers und der Aufsichtsbehörden im Risikomanagement. Die Anlage von Fukushima war lediglich gegen eine sechs Meter hohe Tsunami-Welle geschützt.

Eine Studie des technischen Verbands der deutschen Kraftwerksbetreiber, VGB PowerTech, hat zudem auf Basis der Auswertung historischer Daten ergeben, dass in Japan im Schnitt alle 36 Jahre eine über zehn Meter hohe Flutwelle zu erwarten ist.

Währenddessen muss TEPCO die ursprüngliche Vorgehensweise zur Stabilisierung des Reaktors Nr. 1 von Fukushima Daiichi ändern, nachdem ein Loch im Reaktormantel entdeckt wurde, aus dem massiv radioaktiv verseuchtes Wasser austritt. Die Planungen von TEPCO zur Stabilisierung des AKW scheinen vor dem Hintergrund immer neuer Erkenntnisse über die eingetretenen Schäden mehr als fraglich. Bilder der Roboter und erste Erkenntnisse aus Begehungen zeigen, dass die Schäden noch weit über dem Erwarteten liegen. Mittlerweile kam es zu einem dritten Todesfall seit Beginn der Rettungsarbeiten in Fukushima.

Am kommenden Dienstag will TEPCO einen Bericht über den aktuellen Status vorlegen.

Weitere 7.800 Bewohner wurden im Nordwesten von Fukushima evakuiert. Diese Zone ist ausserhalb der 30-km Evakuierungszone, war jedoch von der radioaktiven Wolke direkt nach dem Nuklearunfall betroffen.

 

ISO Standard 22301 für BCM ist auf gutem Weg

Der weitere zeitliche Ablauf des neuen ISO-Standard für BCM ISO 22301 war maßgeblich vom Approval des Technischen Kommittee TC 223 nach der Kommentierungsrunde abhängig. Das TC 223 hat jetzt per Abstimmung für den aktuellen Draft gestimmt. Eine zweite Kommentierungsrunde ist daher nicht notwendig. Die Änderungen werden im Mai 2011 in die Fassung eingearbeitet und im August 2011 kann mit dem final Draft FDIS gerechnet werden. Die einzelnen Stages, die ein neuer ISO-Standard durchlaufen muss, sind hier von ISO dokumentiert. Die Geschwindigkeit, mit der der neue ISO-Standard auf Kurs ist, lässt laut Insidern darauf schliessen, dass der ISO-Standard den BS 25999-2 ersetzen wird.

Ich habe in einer eigenen Grafik die Steps des zukünftigen ISO-Standards für BCM ISO 22301 aufgezeigt:

ISO 22301 Roadmap (by M. Haemmerle)
ISO 22301 Roadmap (Grafik: M. Haemmerle)