Unternehmen holen Mitarbeiter aus Libyen zurück

Die Lage in Libyen eskaliert. Obwohl es kaum direkte Medienberichte aus dem Land gibt und das Internet nur eingeschränkt verfügbar ist, kommen immer bedrückendere Nachrichten aus dem Land. Außenminister Guido Westerwelle hat vor Reisen in das Land gewarnt und alle Bundesbürger, die sich noch in Libyen aufhalten, zur Ausreise aufgefordert. Von den ersten Unternehmen wird bekannt, dass sie Rückholaktionen ihrer Mitarbeiter aus Libyen durchführen. Hierzu gehören die deutschen Unternehmen Siemens, RWE, BASF, Wintershall und Bilfinger Berger. Die Lage stellt sich in Libyen etwas anders dar als in den anderen nordafrikanischen Staaten, in denen in jüngster Zeit Unruhen ausgebrochen sind. Die Erdöl- und Erdgasexploration und -produktion erfolgt in Form internationaler Joint Ventures mit der verstaatlichten Erdöl- und Erdgasindustrie des Landes. Ausländische Experten  unterstützen insbesondere bei der Exploration neuer Vorkommen, aber auch bei der Förderung von Erdöl und Erdgas. Libyen hat einen Anteil von zwei Prozent der weltweiten Ölförderung, ist jedoch Deutschlands drittgrößter Lieferant von Erdöl. Italien erhält Erdgas über eine Pipeline aus Libyen. Die Angst vor Lieferausfällen führt bereits zu einem starken Anstieg des Ölpreises und hat damit unmittelbare Auswirkungen auf die internationale Wirtschaft.

2 Responses

  1. Webdesigner

    Es ist unmöglich was da passiert, kann die Regierung nicht auf harmlose Art diese Menge von Menschen beruhigen… Wenn es jetzt 200 Tode sind, was passiert in 1 Woche? Mann kann doch nicht so brutal sein und mit Flügzeugen auf die Menschen schießen…

  2. ebook

    Die EU ist empört über das brutale Vorgehen Libyens gegen Demonstranten. In Tripolis haben Regime Gegner eine Polizeiwache und ein Regierungsgebäude in Brand gesetzt. Tja und dann, will die Europäische Union dann die ganzen Flüchtlinge aufnehmen? Ich glaube nicht. Ganz Nordafrika gerät langsam im Brand und unsere gewählten Politiker haben keine Rezepte. Schon ärmlich. Aber sind wir mal ehrlich, wer von uns will denn auf Euros verzichten um die armen Menschen in Nordafrika zu unterstützen. Wohl niemand.

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