Zur Wahrscheinlichkeit gehört auch, daß das Unwahrscheinliche eintreten kann! (Aristoteles 384 – 322 v. Chr)

Am vergangenen Freitag hat sich dieses Zitat von Aristoteles mal wieder bewahrheitet. Ich saß beim Kunden über einer Präsentation als plötzlich eine Vielzahl an Fahrzeugen der Feuerwehr und Polizei die Straßen vor den Gebäuden versperrten. Am Feuerseeplatz in Stuttgart West wurde die mobile Einsatzleitzentrale der Feuerwehr aufgebaut und Strassen abgesperrt. Weiterlesen…

Wie das Unternehmen Wiedemann die Evakuierung eines Werks nach einer Bombendrohung bewältigte

Am Donnerstag nachmittag 7. August ging bei der Telefonzentrale der Firma Wiedemann in Sarstedt ein anonymer Anruf ein. In einer Lagerhalle des Fachlieferanten für Industrie- und Haustechnik mit 1.200 Mitarbeitern würde seit mehreren Tagen eine Bombe liegen. Das Unternehmen ließ daraufhin das Gelände räumen. Die Polizei suchte stundenlang mit Spezialhunden das Gelände ab. Auch der Lieferverkehr der umliegenden Firmen wurde von der Evakuierung unterbrochen. Gegen 17:35 Uhr gab es dann Entwarnung. Rund 250 Mitarbeiter waren von der Räumung betroffen. Wiedemann hat über die Homepage und soziale Medien wie zum Beispiel twitter zeitnah die “interested parties” über die Situation informiert und konnte Dank einer schnellen Reaktion alle Kunden ohne Verzögerung beliefern.

Im nachfolgenden Interview schildert der Geschäftsführer von Wiedemann Herr Soulier gegenüber BCM-News den Ablauf nach der Bombendrohung, die getroffene Notfallvorsorge für derartige Ereignisse sowie die Krisenkommunikation mit der Rolle der verschiedenen Kommunikationskanäle.  Weiterlesen…

So schnell kann es gehen

Am vergangenen Donnerstag nachmittag ging bei der Telefonzentrale der Firma Wiedemann in Sarstedt ein anonymer Anruf ein. In einer Lagerhalle des Fachlieferanten für Industrie- und Haustechnik mit 1.200 Mitarbeitern würde seit mehreren Tagen eine Bombe liegen. Das Unternehmen ließ daraufhin das Gelände räumen. Die Polizei suchte stundenlang mit Spezialhunden das Gelände ab. Auch der Lieferverkehr der umliegenden Firmen wurde von der Evakuierung unterbrochen. Gegen 17:35 Uhr gab es dann Entwarnung. Rund 250 Mitarbeiter waren von der Räumung betroffen. Die Mitarbeiter wurden nach Hause geschickt.  Wiedemann verfüge über Notfallpläne für solche Ereignisse, so das Unternehmen, wie die HAZ berichtete. Das Unternehmen hatte Glück im Unglück. Alle Aufträge konnten wie geplant erfolgen, twitterte das Unternehmen nach der bösen Überraschung.

Quelle: Wiedemann
Quelle: Wiedemann

 

Bei der Firma Wiedemann ist alles gut ausgegangen. Die Kunden sind trotz des Zwischenfalls bedient worden. Die Kommunikation scheint gut funktioniert zu haben. Und es gab Notfallpläne, die durch die Situation geleitet haben. Ein böser Scherz, ein verärgerter (Ex-) Mitarbeiter und schon steht eine minutiös geplante Produktion für mehrere Stunden still. Es muss noch nicht einmal das Unternehmen selbst betreffen. Auch ein Zwischenfall beim benachbarten Unternehmen kann den eigenen Betrieb lahmlegen.

Wer denkt, in solch einer Situation durch Improvisieren die Lage schon in den Griff zu bekommen, unterschätzt die Komplexität dieser eigentlich einfachen Lage. Das Gelände muss schnell evakuiert werden, Informationsbedürfnisse von Presse und Medien, Kunden, Nachbarunternehmen sowie anderen “interested parties” sind schnell zu befriedigen. Schnell sind hier Minuten, nicht Stunden. Stehen dringende Kundenaufträge mit hohen Konventionalstrafen an? Kann aus anderen Werken oder Lagern beliefert werden? Muss die Versicherung informiert werden? Wer hält den laufenden Kontakt zur Polizei? Was wenn tatsächlich eine Bombe gefunden wird und diese entschärft werden muss?

Gut, wenn eine solche Lage bereits in einem Planspiel im Rahmen des Krisenmanagements vorher schon einmal durchgespielt wurde, Krisen- und Notfallpläne existieren und alle Mitarbeiter ihrer Rolle bewusst sind und professionell vorgehen.

Be prepared …

Neu in der Marktübesicht BCM-Tools: PreVision

Das BCM-Tool PreVision von Eisenburg Solutions unterscheidet sich in seiner Zielrichtung von den klassischen BCM-Tools. PreVision unterstützt vor allem internationale Mandanten bei der Risikoanalyse und der Erstellung von Evakuierungs- und Notfallplänen. In jüngster Zeit standen viele Unternehmen mit Standorten im nordafrikanischen Raum und anderen Krisengebieten vor der Herausforderung ihre Mitarbeiter schnell in sichere Gebiete evakuieren zu müssen als die Lage vor Ort schnell eskalierte. Elementar ist in diesen Situationen ein einsatzfähiger Notfallplan für die einzelnen Phasen der Evakuierung. Dieser muss auch den relevanten Mitarbeitern bekannt sein, bevor sie in kritische Regionen entsandt werden. PreVision unterstützt bei der Risikoanalyse und bei der Erstellung von Notfallplänen auf der Basis bewährter Templates. Powerpoints zum Training der Mitarbeiter werden aus dem Tool automatisch erzeugt. Ziel des Tools ist es, Unternehmen mit geringem (Beratungs-) Aufwand zu einem funktionsfähigen Notfallplan zu führen.

Flughafen Düsseldorf wegen verdächtigem Gepäckstück evakuiert

Der Flughafen Düsseldorf wurde heute Abend gegen 17:45 Uhr komplett wegen eines verdächtigen Gepäckstücks evakuiert. Während die Überprüfung herrenloser Gepäckstücke normalerweise innerhalb von 30 Minuten abgeschlossen sind, wurden in diesem Fall wesentlich umfangreichere Maßnahmen getroffen. Es starten und landen keine Maschinen mehr. Fluggäste und am Flughafen Beschäftigte mussten alle den Flughafen verlassen. Evakuierungswege aus dem Flughafen wurden freigehalten, Autobahnabfahrten zum Flughafen aus diesem Grund gesperrt. Passagiere haben große Schwierigkeiten vom Flughafen wegzukommen, da Buslinien den Flughafen nicht mehr anfahren. Es herrschen zum Teil chaotische Zustände. Das Gepäckstück wurde im Abflugterminal bei Lufthansa gefunden und enthält ein Eisenrohr.

Um 20:30 Uhr wurde die Evakuierung aufgehoben. Der Koffer wurde mittels Wasserstrahl gesprengt. Er enthielt keinen Sprengstoff, sondern Drogen. Angestellte und Passagiere konnten auf den Flughafen zurückkehren. Rund 70 Flüge sind während der dreistündigen Evakuierung des Flughafens ausgefallen. Ein Teil der Passagiere konnten vom nahegelegenen Flughafen Köln-Bonn starten. Für die anderen Passagiere endete die Reise in Düsseldorf oder begann erst gar nicht. In Düsseldorf war gestern abend kein Zimmer mehr zu bekommen. Das Leid des einen …

9.000 Menschen wurden heute in Potsdam wegen einer Bombenentschärfung evakuiert

9.000 Menschen, zahlreiche Schulen, der Hauptbahnhof, die Stadtverwaltung und Ministerien sind von der Evakuierung betroffen. Auch die Kabinettsitzung muß außerhalb des Sperrkreis verlegt werden. Der 250-Kilogramm-Blindgänger wurde in der vergangenen Woche entdeckt. Eine Sprengung vor Ort ist zu gefährlich, daher wird der Blindgänger entschärft. Die Entschärfung soll bis 10:00 Uhr abgeschlossen sein.

25.000 Anwohner in Hannover wegen Bombenräumung evakuiert

Im Norden Hannovers müssen heute 25.000 Anwohner ihre Häuser und Wohnungen wegen einer Bombenentschärfung räumen. Es ist die größte Bombenräumung der Stadtgeschichte. Auch die Bewohner von Alten- und Seniorenheimen sind von der Evakuierung betroffen. Rund 1.000 Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr sind im Einsatz.

Im Liveticker der HAZ können Sie sich auf dem Laufenden halten.

Bombenentschärfung: weite Teile der City von Duisburg werden heute Sperrgebiet

Ab 10 Uhr werden Teile der City Duisburgs wegen einer Bombenentschärfung evakuiert. Über 16.000 Anwohner sind betroffen, ein Teil davon wird evakuiert. In der Sperrzone ist auch der Bahnhof , eine Autobahn sowie zahlreiche Läden und Unternehmen in der City Duisburgs. Hierzu gehört auch das Targobank-Hochhaus. Es wird mit einem Verkehrschaos gerechnet, da weite Teile der Innenstadt und der Verkehr betroffen sind.

Weitere Informationen in diesem Artikel:

derwesten.de

8.000 Oldenburger werden nach Bombenfund evakuiert

Bei den Bauarbeiten auf  dem Gelände der Weser-Ems-Halle wurde eine Fliegerbombe aus dem zweiten Weltkrieg gefunden. Am Sonntag wird der Kampfmittelräumdienst die Bombe entschärfen. Rund 8.000 Oldenburger im Umkreis von 1.000 Meter um den Fundort müssen dann evakuiert werden. Die Polizei wird die Räumung überwachen. Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite der Stadt Oldenburg.

Fukushima: Japans Regierung plante die Evakuierung von Tokio

Die japanische Regierung räumt inzwischen ein, dass es einen geheimen Plan für die Evakuierung der 36-Millionen-Metropole Tokios gab. Im schlimmsten Szenario wären die Menschen in einem Radius von 170 Kilometern um die havarierten Reaktoren zwangsevakuiert worden. Für einen Radius von 250 Kilometern wäre zu einer Evakuierung geraten worden. Dieses Schreckensszenario wäre nach einer Explosion des Reaktors 1 und einer Kernschmelze im Abklingbecken des Reaktors 4 wegen des Ausfalls der Kühlung Realität geworden. Der Plan wurde geheim gehalten, um eine Panik in der Bevölkerung zu verhindern. In Tokio war die Verunsicherung über die tatsächliche Lage und die Verärgerung über die schlechte Informationspolitik der Regierung groß. Doch nur wenige der Bewohner der Metropole haben die Stadt tatsächlich verlassen. Frauen und Kinder wurden per Bahn und Flugzeug in den Süden verfrachtet, doch das Arbeitsleben in Tokio ging weiter. Für die wenigen Japaner und die vielen ausländischen Mitarbeiter, die sich in Sicherheit gebracht haben, gab es dann zum Teil größere Akzeptanzprobleme bei der Rückkehr. Schliesslich war man in der Not auch ohne sie ausgekommen. Die Katastrophe wird Japan noch lange beschäftigen. Immer wieder tauchen radioaktive belastete Nahrungsmittel auf. Die Bewohner können noch nicht in die Sperrgebiete zurückkehren. Die Reisernte muss mit Planen vor Radioaktivität geschützt werden. Die japanische Regierung hat jetzt die Laufzeit von AKW auf 40 Jahre begrenzt. Fukushima wäre unter diese Regelung gefallen und einige andere Meiler werden in den nächsten Jahren stillgelegt werden müssen.  TEPCO droht die Verstaatlichung. Der fahrlässige Umgang mit Risiken rächt sich jetzt für die gesamte Industrie.

In den Niederlanden werden 800 Menschen wegen eines drohenden Deichbruchs evakuiert

Im Norden der Niederlande in der Region Groningen droht nach tagelangen Regenfällen ein Deich zu brechen. 800 Menschen werden daher aktuell von der Armee und Polizei evakuiert. Auch die Evakuierung tausender Rinder wird vorbereitet. Der lecke Deich wird mit Sandsäcken gesichert und aus der Luft von Kampfjets überwacht.

[reuters]