Ausflugsschiff auf dem Rhein wegen Norovirus unter Quarantäne

Ein Ausflugsschiff mit einer englischen Reisegruppe wurde in der vergangenen Woche wegen des Ausbruchs des hochansteckenden Norovirus unter Quarantäne genommen.

Wegen der Ansteckungsgefahr durften Passagiere das Schiff nach dem ausserplanmäßigen Stopp bei Boppard nicht verlassen. Ein Teil der infizierten Passagiere wurden in Krankenhäusern behandelt, weitere Passagiere an Bord vom DRK. Das Schiff wurde gründlich desinfiziert und konnte mittlerweile seine Weiterreise antreten.

Mehrfach bereits hatte bcm-news über Norovirus-Fälle berichtet. Mehrmals gab es bereits massive Virus-Erkrankungen auf Kreuzfahrtschiffen und Kliniken.

Auch in Unternehmen kann der Ausbruch des Norovirus in kurzer Zeit den Geschäftsbetrieb massiv beeinträchtigen. Neben dem Ausfall zahlreicher Mitarbeiter innerhalb kurzer Zeit aufgrund der hohen Ansteckungsrate sind umfangreiche Desinfektionsmaßnahmen zur Eindämmung der Verbreitung notwendig.

Wie im Falle von Pandemien sind einfache Maßnahmen zur Hand- und Toilettenhygiene Erfolgsfaktoren zur Vorbeugung und Eindämmung von Infektionen.

One Response

  1. Dipl.-Ing. Wilfried Soddemann

    Noroviren-Alarm: Trinkwasser macht krank!

    Norovirus-Infektionen werden durch Fäkalien entweder in Lebensmitteln oder im Trinkwasser ausgelöst. In allen Gewässern kommen Viren vor. Unsere veralteten Wasserwerke können Viren regelmäßig nicht filtern. Noroviren bleiben in kälterem Wasser länger ansteckend als in wärmerem Wasser. Die Norovirus-Infektionen folgen dem Verlauf der Kälte in den Wasserleitungen. Lebensmittel haben das ganze Jahr über die gleiche Temperatur. Das Trinkwasser nicht. Es hat sein Temperaturminimum im Februar. Also muss Trinkwasser die Norovirusinfektionen auslösen, bevor sie sich insbesondere in Gemeinschaftseinrichtungen ausbreiten können. Die Ultrafiltration kann Viren aus dem Trinkwasser filtern. Dabei entstehen zusätzliche Kosten von nur 0,50 € je Person und Monat. Eine vorsorgende Gesundheitspolitik muss Infektionsketten durchbrechen. Die Ultrafiltration würde die Kosten im Gesundheitswesen, die Lohnnebenkosten und die Ausfallzeiten am Arbeitsplatz reduzieren, auch bei anderen durch Trinkwasser übertragenen Infektionen. Auch die H5N1-Vogelgrippe kann mit dem Trinkwasser übertragen werden. Eine epidemiologische Analyse kommt zu dem Ergebnis, dass mit hoher Wahrscheinlichkeit sogar die saisonale Influenza durch das Trinkwasser ausgelöst wird.

    Dipl.-Ing. Wilfried Soddemann, Vorstand des Bundesverbandes Bürgerinitiativen Umweltschutz e.V.
    soddemann-aachen@t-online.de
    http://www.dugi-ev.de/nrhz_SOD_TW_HOEHN_20080924.pdf
    http://www.springerlink.com/content/x6138263qn388085/
    http://www.dugi-ev.de/umg%202_2006-Maunula.pdf
    http://www.dugi-ev.de/dbu_workshop_20081004.pdf
    http://www.dugi-ev.de/umg%202_2006-Soddemann.pdf
    http://www.dugi-ev.de/information.html

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