Schwerer Terroranschlag an einem wichtigen deutschen Produktionsstandort in Indien

Bei einem schweren Terroranschlag auf das Szene-Café "German Bakery" im indischen Une sind am Samstag mindestens neun Menschen ums Leben gekommen. Das Café wird zwar nicht, wie der Name vermuten lässt, von Deutschen betrieben, doch ist es bei Ausländern beliebt. Une ist in Deutschland vor allem  wegen des Ashram des indischen Gurus Baghwan bekannt, doch ist Une mittlerweile zu einem der wichtigsten Produktionsstandorte deutscher Unternehmen in Indien geworden. Pune, 120 km von der Metropole Mumbai entfernt,  ist Partnerstadt von Bremen und mittlerweile fest in deutscher Hand. VW hat für eine halbe Milliarde Euro eine Fertigung in Pune erstellt. Zulieferer wie Bosch und ZF Friedrichshafen haben sich ebenfalls in Pune angesiedelt. Insgesamt sollen sich rund 250 Unternehmen, darunter viele Mittelständler, in Pune niedergelassen haben. Insofern hat dieser schwerste Anschlag in Indien seit dem Bombenanschlag von Bombay im November 2008, bei dem 166 Menschen getötet wurden, auch eine wirtschaftliche Dimension. Zumindest für die dort ansässigen Unternehmen und deren Kunden.

Informationen zum Business in Pune gibt es beim Indo-German Chamber of Commerce.

Notfallplan von Eurostar war "mangelhaft"

Kurz vor Weihnachten waren fünf Eurostar-Züge mit rund 2.500 Fahrgästen im Tunnel unter dem Ärmelkanal steckengeblieben. Die gestrandeten Passagiere mussten bis zu fünf Stunden im Dunkeln und ohne Essen auf Hilfe warten. Drei Tage lang musste der Zugverkehr komplett eingestellt werden. Ursache des Ausfalls war in die Züge eingedrungener Schnee, der im Tunnel schmolz und die Elektrik ausser Kraft setzte.

Die eingesetzte Untersuchungskommission hat nun in London ihren Bericht vorgelegt. Eurostar wird in diesem Bericht ein mangelhaftes Notfallmanagement bescheinigt. Eurostar hätte keinen Notfallplan gehabt, wie die gestrandeten Passagieren schnell aus ihrer Notlage befreit werden können. Zudem seien die Züge nicht ausreichend auf den Schneefall vorbereitet gewesen.

Die Betreibergesellschaft will jetzt fast 40 Millionen Euro für Verbesserungsmaßnahmen ausgeben. Insbesondere Vorsorgemaßnahmen für die Evakuierung und Rettung von Passagieren und die Kommunikation im Notfall stehen neben den technischen Maßnahmen im Vordergund.

Warum muß erst etwas Schlimmes passieren und der Ruf ruiniert werden, bevor in die Sicherheit und Notfallvorsorge investiert wird? Insbesondere wenn das Leben und die Gesundheit vieler Menschen auf dem Spiel steht!

Auch das Notfallmanagement der Bahn war beim ICE-Unglück im Landgrafentunnel im April 2008 schwer in der Kritik.

Ich bin jede Woche mit dem Zug unterwegs. Leider hatte ich nie das beruhigende Gefühl dass die Zugbegleiter neben Fahrkartenkontrolle und  Service auch für die Sicherheit im Zug verantwortlich - und vor allem hierfür auch trainiert sind. Im Flugzeug sieht dies ganz anders aus, obwohl das Risiko hier nicht höher ist als im Zug. Lassen wir uns hier von einer subjektiven Risikowahrnehmung täuschen?

1 Million Euro Schaden nach Großbrand in einer ehemaligen Möbelfabrik

Petershagen (ots) - Zu einem Großbrand der Fertigungshalle einer ehemaligen Möbelfirma in Petershagen (Kreis Minden-Lübbecke) kam es am Donnerstag in den frühen Morgenstunden. Bei dem Feuer wurde niemand verletzt, allerdings entstand nach ersten Schätzungen der Polizei ein Schaden von einer Million Euro. Die Ursache für den Brand ist noch unklar.

Anwohner am Alten Postweg im Ortsteil Ovenstädt hatte den Brand bemerkt und gegen 4.10 Uhr die Rettungskräfte alarmiert. Ein Großaufgebot der Feuerwehr sowie mehrere Streifenwagen rückten daraufhin aus. In der etwa 10.000 Quadratmeter großen Halle lagerten unter anderem Kunststoffgranulat, Lösungsmittel sowie hunderte von Spraydosen. Die Flammen fanden so reichlich Nahrung und bereiten sich schnell über das ganze Gebäude aus. Die enorme Hitze sorgte dafür, dass die Spraydosen explodierten und in die Umgebung geschleudert wurden. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr wurden dadurch gefährdet, jedoch nicht verletzt. Während der Löscharbeiten stürzte das Dach der Halle ein. Später musste die Feuerwehr einige Außenwände kontrolliert zum Einsturz bringen.

Stundenlang zog eine riesige dunkle Rauchwolke in Richtung Westen. Autofahrer auf der nahe liegenden Bundesstraße 61 spürten in ihren Fahrzeugen den Qualm. Die Polizei sperrte den Einsatzort weiträumig ab.

Die Brandermittler der Mindener Kripo suchten im Laufe des Vormittages den Brandort auf. Allerdings konnten sie den eigentlichen Brandherd auf Grund der enormen Hitze und den noch andauernden Löscharbeiten nicht betreten. Am Freitag sollen dann mit Unterstützung eines Sachverständigen die Untersuchungen fortgeführt werden. Durch die Experten des Kreisumweltamtes sowie der Detmolder Bezirksregierung werden die entsprechenden Untersuchungen zu den möglicherweise ausgetretenen Schadstoffen vorgenommen. Mehrere Firmen hatten in der Vergangenheit Räumlichkeiten in der alten Möbelfabrik angepachtet.

Quelle: Pressemappe, Polizei Minden-Lübbecke

Ministerien und Behörden in Washington geschlossen

Angesichts der Schneemassen von bis zu einem Meter Neuschnee innerhalb von Stunden, bleiben die Behörden und Ministerien an diesem Montag geschlossen. Dies gilt auch für zahlreiche Schulen in der Region. Zehntausende von Häusern sind zudem ohne Strom, nach dem Stromleitungen unter der Schneelast gebrochen sind oder umfallende Bäume die Leitungen beschädigt haben. Der Flugverkehr ist an den Flughäfen  in dieser Region stark eingeschränkt. Die Wettervorhersage kündigt mittlerweile eine neue Wetterfront mit Neuschnee an.

Schnee-Notstand an der US Ostküste

Über die Ostküste der USA ziehen derzeit die heftigsten Schneestürme der vergangenen Jahre. Im Großraum Washington kommt das öffentliche Leben zum Erliegen. In der gesamten Region wurden Flüge abgesagt und Schulen geschlossen. Mitarbeiter im öffentlichen Dienst in Washington wurden vorzeitig ins Wochenende entlassen. Erwartet werden für Washington und Umgebung mehr als 80 Zentimeter Schnee und starker Wind mit Geschwindigkeiten bis zu 64 Kilometer pro Stunde. Der Rekordschnee von 1922, als in der US-Hauptstadt 71 Zentimeter Schneefielen, könnte gebrochen werden.  In mehr als 120.000 Wohnungen in Washington und Umgebung fiel der Strom wegen auf Stromleitungen gestürzter Bäume aus. Die Bundesstaaten Virginia und Maryland sowie der District of Columbia mit dem Stadtgebiet Washington riefen den Notstand aus, um staatliche Sonderhilfen wie den Einsatz der Nationalgarde zu ermöglichen.

Berichte von AP und Spiegel online.

Weitgehender Ausfall des ÖPNV im Rhein-Main-Gebiet am Freitag

Morgen werden in Frankfurt voraussichtlich weder U-Bahnen noch Straßenbahnen fahren. Die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes legen ihre Arbeit nieder. Die Gewerkschaft verdi hat für Freitag zu einem ganztägigen Streik aufgerufen. Die Verkehrsgesellschaft Frankfurt warnt die Fahrgäste vor einem weitgehenden Ausfall des öffentlichen Personennahverkehrs ÖPNV. Die von der deutschen Bahn betriebenen S-Bahnen und Regionalzüge werden fahren.

Vielleicht ein Grund für den einen oder anderen Frankfurter das Wochenende mit einem Gleit- oder Urlaubstag etwas früher einzuläuten. Bestreikt wurden auch Krankenhäuser, so daß Operationen verschoben werden mussten. Die Patientenversorgung war in den Häusern aber jederzeit zum Beispiel durch Vertretungen sichergestellt.

Ich bin morgen auf die S-Bahn in Frankfurt angewiesen. Drückt mir die Daumen. Voll wirds sicherlich werden.

Erfolgreicher Hackerangriff auf Emissionshandel

Wie die FAZ in ihrer heutigen Ausgabe berichtet, kam es am vergangenen Donnerstag zu einem groß angelegten Hackerangriff auf das amtliche Register für den Emissionshandel. Die Hacker hatten bei dem erfolgreichen Angriff die Zugangsdaten zahlreicher Unternehmen erbeutet. Die Hacker hätten so Emissionsrechte gestohlen und weiterverkauft. Die Deutsche Emissionshandelsstelle habe daraufhin am Freitag den Betrieb eingestellt.

Siehe auch Berichte auf n-tv und spiegel online.

Großbrand in Willenhofen richtet zwei Millionen Euro Schaden an

Ein Großfeuer hat am Sonntagabend in Willenhofen einen Schaden von rund zwei Millionen Euro angerichtet. Laut Polizei sind das Bürogebäude und die Produktionshalle für Holzhäuser einer Firma den Flammen zum Opfer gefallen.

Zur Feststellung der Brandursache haben die Ermittler des Fachkommissariats der Kripo Regensburg am Montag ihre Arbeit aufgenommen. Nach dem bisherigen Erkenntnisstand dürfte ein technischer Defekt, ausgehend vom abgeschlossenen Serverraum im 1. Stock des Bürogebäudes in Betracht kommen. Anhaltspunkte für eine Brandstiftung gibt es nicht.

Quelle: Mittelbayerische