Schweres Erdbeben der Stärke 7,9 erschüttert Japan, Tsunami-Warnung

In Japans Hauptstadt Tokio löste das schwere Beben Panik aus. Es wurde eine Tsunami-Warnung ausgegeben.

Der Flughafen von Tokio soll geschlossen worden sein, nach aktuellen Twitter-Meldungen aus Japan.
Update:
Das Erdbeben wurde auf 8,9 hochgestuft. Der Tsunami hat schwere Schäden angerichtet. Es gab Verletzte. Flugzeuge sind zur Aufklärung der Lage in Marsch gesetzt worden.

Aktuelle Informationen im BCM-Newsticker.

Eilmeldung: Lokführer bestreiken ab Mittwochabend den Güter- und Personenverkehr

[Update]

Auch der Personenverkehr soll bestreikt werden. [End Update]

Die Lokführergewerkschaft GDL hat die Lokführer aufgefordert, ab Mittwochabend 20:00 Uhr bis Donnerstag 10:00 Uhr bundesweit den Güterverkehr zu bestreiken.

Damit hat die GDL die Ankündigung wahrgemacht, den Schwerpunkt der Streiks zunächst auf den Güterverkehr zu legen.

Uni Kiel verliert Katastrophenforschungsstelle

Das Hochschul-Institut "Katastrophenforschungsstelle (KFS)" an der Uni Kiel hat sich wissenschaftlich mit Katastrophen wie Pandemien,  Massenpaniken und den Klimafolgen beschäftigt. Jetzt kann sich die Uni dieses Institut nicht mehr leisten und hat die Uni-Stelle gestrichen.

Die gute Nachricht ist, dass sich bereits sechs Universitäten um die Fachexpertise bemühen. Die Unis in Siegen, Freiburg und TU Berlin sind in der engeren Auswahl.

Das Thema ist aktueller denn je. Schade, dass die Uni Kiel dies (noch) nicht erkannt hat.

Bundestag nach mehr als elf Stunden wieder "unter Strom"

Vattenfall konnte mittlerweile die durch Bauarbeiten verursachte  Stromunterbrechung reparieren, die den Bundestag und das Bundeskanzleramt mehr als elf Stunden vom normalen Stromnetz getrennt hatte. Im Gegensatz zum Bundeskanzleramt, das mit einer umfangreichen Notstromversorgung ausgestattet ist, war der Bundestag bis auf eine Notversorgung stromlos. Nachdem die Computer ausgefallen waren und die Toiletten nicht mehr genutzt werden durften, haben viele Abgeordnete und Angestellte vorgezogenen Feierabend.

"Aber wir haben doch Notstrom ...?!"

Für viele Abgeordnete in Berlin hat der heutige Tag einige unangenehme Überraschungen gebracht. Der vielzitierte gemeine "Baggerbiß" hat den Bundestag über viele Stunden stromlos gemacht. Manchen Abgeordneten ist erst jetzt bewusst geworden, dass der Bundestag nicht über eine umfängliche Notstromversorgung verfügt - im Gegensatz zum Bundeskanzleramt - und das selbst die Toiletten ohne Strom nicht funktionieren.

Dieses Aha-Erlebnis der Abgeordneten droht auch vielen Vorständen, Geschäftsführern und Mitarbeitern in Unternehmen und Organisationen bei einem Stromausfall. Denn ein Diesel im Keller oder auf dem Dach bedeutet nicht gleichermassen Strom für alle Verbraucher bei Ausfall des Netzes. Oftmals werden durch die Netzersatzanlage nur die zwingend notwendigen Verbraucher mit Strom bedient. Hierzu gehören dann die Notbeleuchtung, die Sprinkleranlage, Aufzüge und elektrische Türen. Strom und Licht  für die Arbeitsplätze oder gar für alle Arbeitsplätze gehört oftmals nicht zum Standard, da hierzu wesentlich leistungsfähigere Anlagen und eine entsprechende Verkabelung notwendig ist. Auch farbige Steckdosen vermitteln manchmal nur den Anschein einer Sonderfunktion. Durch zahlreiche Umzüge und Umbauten ist oftmals nur die Farbe übrig geblieben, nicht aber die ursprüngliche Sonderfunktion der Dose. Ist dies noch der Fall, konterkariert dann der angeschlossene "lebensnotwendige" Kaffevollautomat die gut gemeinte Notversorgung.

BSi ist neuer Premium-Sponsor der bcm-news

Die bcm-news freuen sich, mit BSI einen zweiten hochkarätigen Premium-Sponsor der Webseite begrüßen zu dürfen. British Standards (BSi) ist global führender Anbieter von Managementsystem-Zertifizierungen. BSi ist Herausgeber des weltweit führenden BCM-Standards BS 25999 und zertifiziert Business Continuity Management Systeme nach der Spezifikation BS 25999-2.

Vielen Dank für die Unterstützung!

Stromausfall im Bundestag legt Abgeordnete lahm [Update]

[Update]

Auslöser des Stromausfalls ist eine Baufirma, die bei Erdarbeiten gegen 9 Uhr drei Stromkabel in Berlin-Mitte beschädigt hat (der berüchtigte "Baggerbiß"). Die Zehn-Kilovolt-Kabel in drei Meter Tiefe dienen der Stromversorgung des Bundestages und des Bundeskanzleramtes. Das Kanzleramt ist von dem Stromausfall nicht betroffen, denn es verfügt, anders als der Bundestag, über eine Netzersatzanlage / Notstromversorgung.

Die Polizei hat die Mitarbeiter im Bundestag aufgefordert, die Benutzung der Toiletten zu unterlassen, denn auch diese hängen an stromversorgten Pumpanlagen.

Bis zum Nachmittag will der Versorger Vattenfall die Stromversorgung wiederhergestellt haben.

[Ende Update]

Die Arbeit des Bundestages ist durch einen weiträumigen Stromausfall lahmgelegt worden. Betroffen sind nach Angaben einer Sprecherin der Reichstag sowie alle Verwaltungsgebäude des Parlaments im Berliner Regierungsviertel.

Quelle: n-tv

Eilmeldung: Lokführer stimmen für Streik

Kunden der Bahnen müssen sich auf umfangreiche Behinderungen im Bahnverkehr einstellen. Die in der GDL organisierten Lokführer haben sich mit großer Mehrheit für einen unbefristeten Streik ausgesprochen. Neben dem Personenverkehr soll jetzt der Güterverkehr getroffen werden.

Der Deutsche Industrie- und Handelkammertag (DIHK) warnte bereits vor Produktionsstörungen auf Grund von Streiks im Güterverkehr.

Hacker dringen in Rechner des französischen Finanzministeriums ein

Nachdem vor Kurzem bereits bekannt wurde, dass Hacker in die Rechner der kanadischen Regierung eingedrungen sind, wurde jetzt ein erfolgreicher Angriff auf Computer des französischen Finanzministeriums gemeldet. Unbekannte drangen im Dezember in rund hundert Computer des Ministerium sein, wie der Haushaltsminister François Baroin mitteilte. Die Hacker interessierten sich für Informationen über die G-20 Gruppe der führenden Industrie- und Schwellenländer. Die Urheber des Angriffs konnten noch nicht ermittelt werden. Spuren führen wiederum zur Rechnern in China, das auch bereits bei den kanadischen Hackerangriffen im Spiel war.

Wer soll die Entscheidungen in einer Krise treffen?

Die Fragestellung wie Entscheidungen über und in einer Krise getroffen werden ist ein Dauerthema im BCM und Krisenmanagement. Es gibt die unterschiedlichsten Sichtweisen darauf. Soll es einen Entscheider geben, der auf Basis der Beratungen der Mitglieder des Krisenstabs die Entscheidungen über das Vorliegen einer Krise und die Maßnahmen trifft? Oder sollen die Entscheidungen als Gruppe getroffen werden, gegebenenfalls mit einem Abstimmprozess? Für beide Entscheidungsmodelle gibt es gute Argumente. Das Modell des alleinigen Entscheiders bietet die Voraussetzungen für schnell Entscheidungsfindungen, abhängig von der Person des Entscheiders. Es wird keine Zeit durch Debatten und Abstimmverfahren verloren. Auf der anderen Seite bürdet es dem Entscheider ein sehr hohes Maß an Verantwortung auf. Viele professionelle Krisenstäbe bei Polizei und Feuerwehren arbeiten nach diesem Prinzip.

Das Vorgehen, Entscheidungen in einer Gruppe, also zum Beispiel als abgestimmtes Ergebnis des Krisenstabs, zu treffen, ist stark konsensorientiert. Die Verantwortung wird auf mehrere Schultern gelegt. Nicht ein Einzelner kann bei Fehlentscheidungen als "Sündenbock" herhalten müssen. Auf der anderen Seite kosten Abstimmungen Zeit und das Verfahren muß in der Geschäftsordnung des Krisenstabs festgelegt und dokumentiert sein.

Dennis Hamilton FBCI vertritt in seiner sehr lesenswerten  Artikelserie in BCMNOW die These, dass das Entscheidungsverfahren professioneller Krisenmanagementorganisationen nicht auf normale Unternehmen und Organisationen übertragen werden sollte. Unter der Überschrift  ‘Can The Majority Be Wrong?’ empfiehlt er für Organisationen, die keine speziellen Krisenmanagementorganisationen sind (Bsp. BOS - Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben), die Entscheidungen als Gruppenentscheidungen auf Basis des Mehrheitsprinzips zu treffen.

Diese Meinung teilt bestimmt nicht jeder Leser. Hier daher eine kleine Umfrage zu dieser Fragestellung:


BCM NOW ist ein englischsprachiges BCM-Magazin, das Sie kostenfrei abonnieren können.

Heute wieder Warnstreiks der Lokführer - Shuttle Service zur Cebit

Heute ist wieder Streiktag bei der Bahn. Zwischen 8:30 und 11:30 hat die GDL die Lokführer bundesweit zum Warnstreik aufgerufen. Besonders betroffen sind die Berufspendler und die Messe Cebit. Der Messeveranstalter hat mit einem Shuttle-Service auf den Streik reagiert. Von den Flughäfen in Frankfurt, Düsseldorf und Hamburg fahren Busse zur Messe. Informationen zu diesemService gibt es auf einer Webseite der Cebit.

Eröffnung der ägyptischen Börse erneut verschoben

Die Börse in Kairo bleibt überraschenderweise weiter geschlossen. Die Börsenaufsicht begründet dies damit, dass zunächst die Liste der korrupten Ex-Funktionäre aktualisiert werden soll und kleine Unternehmen noch die Chance erhalten sollen, Kompensationszahlungen für erlittene Verluste zu kassieren. Die Börse ist seit dem 30. Januar geschlossen. Die Wiedereröffnung wurde mehrfach angekündigt und dann wieder verschoben.