Bundeswehrkrankenhaus Ulm nach Bombendrohung evakuiert

Nach einer Bombendrohung, wurde eines der grĂ¶ĂŸten BundeswehrkrankenhĂ€user mit 55o Betten fĂŒr Soldaten und Zivilisten sowie 1200 Angestellten vollstĂ€ndig gerĂ€umt. Die Bombendrohung ging bei der Neu-Ulmer Zeitung ein. Das GebĂ€ude wurde daraufhin gerĂ€umt, da ein terroristischer Hintergrund nicht ausgeschlossen werden konnte. Das Krankenhaus betreut auch in Afghanistan eingesetzte deutsche Soldaten. Die Patienten wurden in umliegende Kliniken verlegt. Die Verlegung erolgte durch die Bundeswehr mit UnterstĂŒtzung weiterer Rettungswagen aus der Region.

Quelle: Spiegel online

Je besser es den Unternehmen geht, desto teurer werden auch die Schäden

sagt Achim Hillgraf, Deutschland-GeschĂ€ftsfĂŒhrer des Industrieversicherers FM Global.

Vor dem Anspringen der Konjunktur konnten Unternehmen eher auf ungenutzte KapazitĂ€ten zurĂŒckgreifen. Wenn die Produktionsanlagen komplett ausgelastet sind, geht das nicht.

Im Katastrophenfall ist der reine Sachschaden meistens das kleinere Problem. Kritischer ist der Betriebsstillstand. Unternehmen können zwar fortlaufende Kosten und entgangene Gewinne mit einer Betriebsunterbrechungsversicherung abdecken. Sie können sich aber nicht dagegen versichern, dass aufgrund von Lieferschwierigkeiten Kunden abspringen oder die Firma ihren guten Ruf verliert.

“Ein Großschaden fĂŒhrt bei vielen Unternehmen zu einer signifikanten Verschlechterung ihrer WettbewerbsfĂ€higkeit”, sagt Hillgraf. “Bei Aktiengesellschaften kann es negative Auswirkungen auf den Aktienkurs geben.”

Hans Kahlbrock von der Gossler, Gobert & Wolters Gruppe (Versicherungsmakler und Risikomanager vor allem fĂŒr mittelstĂ€ndische Unternehmen) schĂ€tzt, dass 85 Prozent der gesamten Gefahren, denen ein Unternehmen ausgesetzt ist, nicht versicherbar sind.

GĂŒnter Schlicht, GeschĂ€ftsfĂŒhrer des Deutschen Versicherungs-Schutzverbands (DVS), bestĂ€tigt, dass gutes Risikomanagement zunehmend auch bei den PrĂ€mien fĂŒr VertrĂ€ge berĂŒcksichtigt wird.

Quelle: Artikel in der ftd

Land Hessen ist auf die Vogelgrippe vorbereitet

RenĂ© Gottschalk, Leiter des Frankfurter Gesundheitsamts, rechnet damit, dass der Erreger H5N1 in den nĂ€chsten Wochen Hessen erreicht. Die Gefahr, dass sich Menschen infizieren könnten, schĂ€tzt der Experte als sehr gering ein. Seit 2003 haben sich weltweit 317 Menschen angesteckt. Ausschliesslich Menschen aus armen und mangelernĂ€hrten Bevölkerungsschichten, die mit infiziertem GeflĂŒgel auf engstem Raum gelebt hĂ€tten. Alle Experten gingen allerdings davon aus, dass aufgrund von Mutationen zu einem Zeitpunkt X ein von Mensch zu Mensch ĂŒbertragbares, hoch ansteckendes “Super-Virus” entstehen werde.

FĂŒr den Krisenfall hat das Land Hessen rund 13,7 Millionen Euro in die Anschaffung von Tamiflu investiert. Die 1,23 Millionen Therapieeinheiten reichten fĂŒr 20 Prozent der hessischen Bevölkerung. Vor einer prophylaktischen Einnahme von Tamiflu wird wegen der hohen Nebenwirkungen dringend gewarnt. Neben Übelkeit und Erbrechen wird offensichtlich die Selbstmordgefahr erhöht. Dies zeigen Erfahrungen aus Japan, wo sich Kinder vor den Zug geworfen hĂ€tten oder vom Balkon gesprungen seien, die prophylaktisch mit Tamiflu behandelt wurden.

Der hessische Pandemieplan kann unter www.sozialministerium.hessen.de abgerufen werden.

Quelle: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung vom 15.07.2007

SAP Vorstand Kagermann stellt sich den Vorwürfen

Eine Kommunikationspolitik, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnte. Auf der einen Seite Vattenfall mit einer Kommunikationspolitik a la “Bulldozer”, die zum Ende der KernkraftaktivitĂ€ten in Deutschland fĂŒhren kann, auf er anderen Seite der öffentliche Umgang von SAP mit den VorwĂŒrfen. Beiden Unternehmen wird vorgeworfen gegen gesetzliche Bestimmungen verstossen zu haben. Bei SAP ist es das Tochterunternehmen Tomorrow Now das illegal Daten beim Wettbewerber Oracle heruntergeladen hat.

SAP Vorstand Kagermann hat nun in einem Interview in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung zu den VorwĂŒrfen Stellung genommen.

“Ich bitte hier um eine faire Beurteilung. Zum einen ist nicht bewiesen, ob und welcher Schaden fĂŒr Oracle entstanden ist. Zum Zweiten erwarte ich, nicht von vornherein böse Absicht zu unterstellen. Ich gehe bisher davon aus, dass einzelne Mitarbeiter Fehler gemacht haben. Das ist bedauerlich und Ă€rgerlich. Wir verfolgen VerstĂ¶ĂŸe gegen Gesetze und gegen unsere internen Unternehmensrichtlinien konsequent” so Henning Kagermann in der FAS vom 15.07.2007.

Dies ist Schadensbegrenzung auf höchstem Niveau. Vattenfall wĂŒrde gut daran tun, sich hieran ein Beispiel zu nehmen.

Citibank baut größtes Rechenzentrum ausserhalb USA in Frankfurt

Die hervorragende Energie- und Dateninfrastruktur sowie die hohen Sicherheitsstandards haben den Ausschlag fĂŒr den Standort Frankfurt gegeben. Die deutschen alternativen Standorte sind aus SicherheitsgrĂŒnden weggefallen: Hamburg wegen Überschwemmungsgefahr und DĂŒsseldorf wegen eines erhöhten Erdbebenrisikos.

Das neue Rechenzentrum fĂŒr 170 Millionen Euro wird im Stadtteil Nieder-Eschbach gebaut. Es wird 4.000 Server beherbergen, die von 40 Mitarbeitern betrieben werden. Das Rechenzentrum soll durch ein speziell entwickeltes KĂŒhlsystem mit einer Aufbereitung des Brauchwassers und durch Verwendung heimischen Holzes besonderen Wert auf Ökologie legen.

Quelle: FAZ

Vattenfall hat den Reputations GAU

Die StörfĂ€lle in den Atomkraftwerken KrĂŒmmel und BrunsbĂŒttel werden fĂŒr den Energiekonzern Vattenfall zum Fluch. Die Informationspolitik war so schlecht, dass nun die Betriebserlaubnis in Gefahr ist. Vattenfall hat die Macht der Brand-Bilder schlicht unterschĂ€tzt.

Artikel in der Welt.

Update (13.07.2007):

Die Polizei hat auf Anordnung der Staatsanwaltschaft LĂŒbeck das stillgelegte Atomkraftwerk KrĂŒmmel an der Elbe in Schleswig-Holstein durchsucht.

Der schleswig-holsteinische Justizministers Uwe Döring erklĂ€rte, Vattenfall habe trotz der Zusage, die Öffentlichkeit umfassend und umgehend zu informieren, der Staatsanwaltschaft die Einsicht in die DienstplĂ€ne verweigert. Das sei „nicht akzeptabel“. Das Kraftwerk KrĂŒmmel steht seit einem Brand am 28. Juni still. Seitdem wurden zahlreiche weitere Pannen dort bekannt.

Update (15.07.2007):

Die StĂŒhle hoher Vattenfall-Manager wackeln. Nach den ZwischenfĂ€llen in KrĂŒmmel und BrunsbĂŒttel plant der Stromkonzern laut einem Zeitungsbericht personelle Konsequenzen.

Update (16.07.2007):

Der Energiekonzern hat im Internet einen umfangreichen Bericht zur Pannenserie im Meiler östlich von Hamburg veröffentlicht – und den Chef der deutschen Atomsparte seines Amtes enthoben.

Jedes zweite deutsche Unternehmen hat keinen Notfallplan

Deutsche Unternehmen sind zu vertrauensseelig, wenn es um die Vorbereitung fĂŒr eventuelle Katastrophen oder NotfĂ€lle geht. Gerade einmal 50 Prozent sind organisatorisch beispielsweise auf einen Hackerangriff vorbereitet und haben einen entsprechenden Notfallplan. Zu diesem Ergebnis kommt die von Mummert in Zusammenarbeit mit dem F.A.Z.-Institut unter 119 Fach- und FĂŒhrungskrĂ€ften deutscher Unternehmen online durchgefĂŒhrte Studie “Managementkompass Sicherheitsstrategien”.

Quelle: heise online

17th World Conference on Disaster Management

Vom 8. bis 11. Juli fand in Toronto die World Conference on Disaster Management statt. Zahlreiche VortrĂ€ge rund um die Themen Business Contiunity Management und Disaster Management sowie eine Ausstellung mit Softwareanbietern bis zu Notfallnahrung machten die Konferenz zu einer spannenden Veranstaltung. Die weltweit fĂŒhrenden Experten zu diesem Thema einmal persönlich zu erleben ist beeindruckend. Weiterlesen…

EU Komission stellt Entwurf fĂŒr Solvency II fĂŒr Versicherer vor

Analog Basel II bei den Finanzdienstleistern wird Solvency II bei den Versicherern das Risikomanagement grundlegend verÀndern und stÀrken.

Die Anforderungen an die Kapitalausstattung hÀngen mit der Umsetzung von Solvency II vom Risikoprofil der Versicherer ab.

Neben der quantitatven Festlegung der Kapitalausstattung (SĂ€ule I) wird das interne Risikomanagement geregelt (SĂ€ule II) und die Offenlegung sowie Marktdisziplin (SĂ€ule III).

Einen Überblick ĂŒber die Neuregelungen gibt der Artikel in der ftd.

Der bewusste Umgang mit den Risiken. Artikel in der ftd.

IT Grundschutzkataloge zukünftig mit Notfallmanagement

Am 2. Juli 2007 fand in Berlin der IT Grundschutztag des BSI (Bundesamt fĂŒr Sicherheit in der Informationstechnik – nicht zu verwechseln mit dem britischen BSi) statt. Vorgestellt wurde der neue Baustein Notfallmanagement. Das Notfallmanagement soll zum neuen Standard BS 100-4 werden. Inhaltliche Grundlage ist der britische Standard fĂŒr Notfallmanagement BS 25999-1. Der zweite Teil des britischen Standards 25999-2 (Zertifizierung) befindet sich gerade in der Anhörungsphase. Daher wurde der neue Notfallmanagementstandard des Bundesamtes fĂŒr Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) auf der Veranstaltung noch nicht veröffentlicht, um den BS 25999-2 noch berĂŒcksichtigen zu können. Mit einer Veröffentlichung ist gegen Ende des Jahres 2007 zu rechnen.

Wer nicht solange warten kann / möchte sollte direkt auf den britischen Standard BS 25999 zurĂŒckgreifen.

Homepage des BSI

Klinikum Fulda: erst Salmonellen, jetzt Legionellen

Im Trinkwasser der Klinik wurden bei einer Routine-Kontrolle Bakterien der LegionÀrskrankheit entdeckt. Erst im Mai kam es zu TodesfÀllen in der Klinik auf Grund von Salmonellen.

Die nachfolgende Schließung der KĂŒche und der damit verbundene Stillstand des Wassers in den Leitungen haben jetzt offensichtlich zu der Infektion mit Legionellen gefĂŒhrt. Die Bakterien können die LegionĂ€rskrankheit, eine schwere Form von LungenentzĂŒndung, hervorrufen.

Nach SchÀtzungen des Robert Koch-Instituts in Berlin erkranken jÀhrlich rund 6000 Menschen in Deutschland an der LegionÀrskrankheit.

Update (13.07.2007):

Der Vorstandsvorsitzende des Fuldaer Klinikums, Claus-Dieter Schad, hat sein Amt niedergelegt. Damit ĂŒbernahm er die Verantwortung dafĂŒr, dass das Legionellenvorkommen im Wasser zu spĂ€t an das Kreisgesundheitsamt gemeldet worden war.