SAP und Infineon evakuieren Mitarbeiter aus Tokio

In Tokio ging das Geschäftsleben bislang weitgehend normal weiter. Die AKW und das vom Tsunami betroffene Gebiet liegen 150 Kilometer nördlich von Tokio. Mit der Eskalation der Lage in den AKWs und dem Austritt radioaktiver Strahlungen, die wegen der gedrehten Windrichtung jetzt auch Tokio erreicht, ändert sich aber die Lage in Tokio. Familien bringen ihre Frauen und Kinder mit dem Schnellzug in den Süden des Landes und auch erste große Unternehmen evakuieren ihre Mitarbeiter aus Tokio. Hierzu zählen nach einem Bericht der FR auch die Unternehmen SAP und Infineon.

Auswirkungen des Erdbebens auf die Produktion großer japanischer Unternehmen

AlertNet hat eine Zusammenstellung der Auswirkungen der Umweltkatastrophen in Japan auf die Produktion großer japanischer Unternehmen veröffentlicht. Insbesondere große Elektronik- und Automobilunternehmen sind von tagelangen Produktionsausfällen betroffen. Kleine und mittelständische Unternehmen sind in der Aufstellung nicht genannt, doch dürften viele ihre komplette Existenz in der Katastrophe verloren haben.

Die Abkehr von der Eintrittswahrscheinlichkeit in der Politik

Im Business Continuity Management sollte es die Grundregel sein: nicht die statistische Eintrittswahrscheinlichkeit  oder gar die Häufigkeit des Eintritts eines Risikos ist entscheidend für die Notwendigkeit einer Notfallvorsorge für das Risiko, sondern die Tatsache, ob dieses Risiko eintreten kann (und nicht wann!) und vor allem mit welchen Folgen der Eintritt dieses Risikos verbunden ist. Diese Erkenntnis scheint jetzt auch endlich in der Politik angekommen zu sein. AKW´s sollen jetzt abgeschaltet werden, weil zum Beispiel ein Flugzeuge darauf stürzen kann - und nicht weiterbetrieben werden, weil die Wahrscheinlichkeit für einen Flugzeugabsturz auf ein AKW so gering sei. Das ist tatsächlich ein radikales Umdenken, ganz im Sinne des BCM.

Google startet Crisis Response Seite für Japan

Google liefert mit dem Person Finder bereits ein Werkzeug für das Katastrophenmanagement. Jetzt ist Google noch einen Schritt weiter gegangen und hat auf der Google Crisis Response Seite zentrale Informationen über die Lage in Japan zusammengestellt. Hierzu gehören aktuelle Informationen zum Status der öffentlichen Verkehrsmittel, geplante Stromunterbrechungen, Karten und aktuelle News.

Zahlreiche japanische Unternehmen stoppen ihre Produktion

Zahlreiche japanische Unternehmen haben angekündigt ihre Produktion für mehrere Tage zu unterbrechen. Hierzu gehören die Automobilunternehmen Toyota und Honda Motor sowie Sony und Toshiba für einige Werke.

Die Produktionsunterbrechungen erfolgen auf Grund von Zerstörungen, Stromausfällen und Störungen in der Zulieferkette. Aber insbesondere auch als Sicherheitsvorkehrung und Rücksichtnahme für die Angestellten und ihre Familien. Denn noch immer sind zehntausende Menschen vermisst und viele Menschen haben alles verloren.

Pflichtbewusst haben sich viele Japaner dennoch wieder auf den Weg zur Arbeit gemacht. Ohne die ausgeprägte Disziplin und Ruhe dieser Menschen würde das Land im Chaos versinken.

BCM-News gedenkt der Opfer dieser Tragödie.

Die Bilder aus Japan werden uns nicht mehr loslassen. Und das ist gut so.

Japan nach dem Beben - aktuelle News im BCM-Newsticker

Die Ereignisse in Japan überschlagen sich. Mehrere Katastrophen kommen zeitgleich zusammen: das schwere Beben, ein gewaltiger Tsunami und die Havarie mehrerer AKWs.

Bei einem zweiten Reaktor ist die Kühlung ausgefallen. Ein Sprecher räumt ein, dass eine Kernschmelze eingetreten sein kann. Menschen werden auf Radiaktivität gestestet und evakuiert.

Tote werden in dne Küstengebieten zu Hunderten gefunden. Ganze Züge sind verschwunden. Über 10.000 Menschen sind noch vermisst. Viele Menschen sind obdachlos und ohne Wasserversorgung. Die internationalen Einsatzkräfte können allerdings wegen der Gefährdung durch die Strahlung nicht eingesetzt werden.

Aktuelle Meldungen zur Lage erhalten Sie im BCM-Newsticker oder im Twitter von bcm-news.

Akuelle News, Bilder und Videos gibt es bei AlertNet.

Sicherheitsstandards deutscher AKWs wird überprüft

Nach der Havarie des AKW Fukushima in Japan hat Bundeskanzlerin Merkel eine Überprüfung der deutschen Kernkraftwerke angekündigt. Die Umstände der Havarie des AKW machen eine genaue Analyse der Abläufe unbedingt notwendig. Japan ist ein hochentwickeltes Land mit umfangreichen Erfahrungen im Betrieb von Kernkraftwerken. Die Risiken durch Erdbeben sind in Japan allgegenwärtig und die AKW auf die Risiken eines schweren Bebens ausgelegt. Auch die Zusammenhänge von Erdbeben und Tsunami sind bekannt. Das AKW Fukushima liegt direkt an der Küste und sollte daher gegen Tsunami gesichert sein. Die Frage, wie in einem so hochentwickelten Land mit einem derart ausgeprägten Risiko- und Sicherheitsbewusstsein eine solche schwere Havarie geschehen konnte, wird die Experten noch intensiv beschäftigen, wenn die schlimmen Folgen überstanden sind. Auch für das Business Continuity Management müssen wir unsere Lehren aus diesem Ereignis ziehen. Risikobewusstsein, fachliche und technische Kompetenzen sowie finanzielle Ausstattung sind offensichtlich notwendige aber nicht hinreichende Voraussetzungen.

Kernschmelze im AKW Fukushima 1 bestätigt

Nach aktuellen Medienberichten wurde eine Kernschmelze im AKW Fukushima 1 in Japan bestätigt. Wenn sich diese Meldungen bestätigen ist in Japan der GAU eingetreten.Die japanischen Behörden und Medien versuchen die Bevölkerung mit Aussagen zu beruhigen , dass für die Menschen ausserhalb des Evakuierungsradius keine Gefahr besteht. Bislang sind über 50.000 Menschen evakuiert worden. Eine Massenpanik von Millionen Menschen soll verhindert werden.

Aktuelle Informationen zur Situation in Japan

AlertNet informiert aktuell im Liveblog über die Situation in Japan. Die Lage ist dramatisch. Eine Kernschmelze im schwer beschädigten Atomkraftwerk scheint unmittelbar bevorzustehen, nachdem eine schwere Explosion Gebäudeteile zerstört hat und Radioaktivität austritt. Der Evakuierungsraum um die Anlage wurde auf 20 km ausgedehnt.

Ursache der Havarie des Atomkraftwerks ist der schwere Tsunami in Folge des Erdbebens, der die Notstromgeneratoren der Anlage zerstört hat.

Japan hat sich druch das Erdbeben um 2,4 Meter verschoben nach Angaben des U.S. Geological Survey!