British Standards veröffentlicht Draft des BS 25777

British Standards (BSi) hat den ersten Draft des neuen Standards BS 25777 “Code of practice for information and communications technology continuity” veröffentlicht.
Kommentierungen zu dem Draft können bis zum 17. Oktober 2008 beim BSi eingereicht werden.

Der neue Standard beinhaltet die folgenden Punkte:

  1. Scope
  2. Terms and definitions
  3. ICT continuity programme management
  4. Understanding the ICT requirements for business continuity
  5. Determining ICT continuity strategies
  6. Developing and implementing ICT responses
  7. Exercising and testing
  8. Maintenance, review and improvement

Der Draft kann gegen kostenpflichtig beim BSi heruntergeladen werden (25 Euro für Nicht-Mitglieder). Alternativ kann der Draft nach Registrierung unter diesem Link eingesehen werden.

Tokios Börsenchefs zahlen für Pannen

Die Manager der Tokioter Börse tun Buße für eine Pannenserie des Handelssystems an Asiens größter Börse.

Der Chairman Taizo Nishimuro und der President Atsushi Saito werden für einen Monat auf 30 Prozent ihres Gehalts verzichten, zwei weitere auf 20 Prozent, so eine offizielle Verlautbarung der Börse.

Am 22. Juli kam es aufgrund eines Fehlers beim Upgrade eines Programms zu einer mehrstündigen Unterbrechung im Anleihehandel. Ein ähnlicher Fehler hatte im Februar zur Einstellung des Handels mit Topix Index Futures geführt.

(Quelle: ftd Deutschland)

Frustrierter Admin kapert das Netzwerk von San Francisco

Ein Mitarbeiter der Stadtverwaltung von San Francisco hat das neue optische Glasfasernetz der Stadt in seine Gewalt gebracht. Der Administrator konnte alle anderen Mitarbeiter und Administratoren vom Netz nehmen und die volle Kontrolle über das Glasfasernetz erhalten. Das WAN vernetzt Gebäude in der ganzen Stadt, rund 60 Prozent des kommunalen Netzverkehrs werden darüber geleitet.

Der “Cyber-Geiselnehmer” wurde mittlerweile ermittelt und dingfest gemacht. Doch leider rückt er das Paßwort nicht heraus, so daß die Stadt weiterhin keinen Zugriff auf das Netz hat.

(Quelle: www.silicon.de, pcwelt, heise)

Misslungene Datensicherung führt zu Flugausfällen bei der Lufthansa

Eine fehlgeschlagene Datensicherung hat offenbar zu massiven Dateninkonsistenzen in den Systemen der Lufthansa geführt. Als Folge konnten die Ladelisten mit den Platzbuchungen, Passagier- und Gepäckdaten nicht erstellt werden. Betroffen sind vor allem die Nordatlantikflüge von Frankfurt am Main und München, da die Datenmengen hier besonders groß sind. Einige Flüge konnten am Sonntag früh erst mit Verspätung starten, acht Flüge sollen ganz ausgefallen sein.

Quelle: manager magazin, heise

Update:

Am Sonntag nachmittag um 15:30 war der Fehler behoben. Zahlreiche Passagiere mussten mit Verspätungen kämpfen, acht Flüge sind der Computerpanne komplett zum Opfer gefallen. Die Mitarbeiter am Check-In mussten mit händischen Listen die Passagiere und das Gepäck im Notbetrieb abfertigen.

Erneut Unterseekabel beschädigt – Datenverbindung in USA beeinträchtigt

Laut einer Meldung von heise ist erneut ein Unterseekabel beschädigt. Das betroffene Kabel TAT-14 verbindet als Ring die USA mit Dänemark, Deutschland, Holland und Frankreich. Wetterbedingt kann derzeit kein Reperaturschiff an die Schadensstelle nach Calais auslaufen, daher wird es möglicherweise noch bis zu einer Woche dauern, bis der Schaden behoben ist.

Bereits vor Kurzem hat es durch eine Beschädigung eines Unterseekabels massive Behinderung im Datenverkehr von Ägypten und Indien gegeben.