Allianz setzt die Verbriefung von Katastrophenrisiken fort

SturmDie erste Sturm-Katastrophen-Anleihe ist mit zwei Tranchen von 200 Millionen Euro am Markt verbrieft worden. In der Anleihe sind Sturmrisiken in Deutschland, Belgien, Frankreich, Großbritannien, Irland, Niederlande und Österreich verbrieft worden.

Experten rechnen mit steigenden Risiken und Schäden durch Stürme wie sie in der jüngsten Vergangenheit durch Lothar oder Kyrill angerichtet wurden.

Sowohl die Anzahl der schweren Stürme als auch die durch die Stürme angerichteten Schäden nehmen durch den Klimawandel zu.

Neu: Alert Map – weltweite Incident Infos laufend aktualisiert

Über den Link “Alert Map” im Bereichs Links “BCM Resourcen” dieser Seite erhalten Sie Zugang zu dem ungarischen “Emergency and Disaster Information Service”.

Dieser enthält – laufend aktualisiert – Informationen über Incidents in der ganzen Welt. Von kleineren Unfällen, Epidemien bis zu Vulkanausbrüchen.

Heute ist beispielsweise ein Großfeuer im Großraum London ausgebrochen. Der Informationsdienst enthält bereits mehrere Lageberichte zu Ausmaß und Schäden des Brands.

Disaster Recovery Pläne werden zu selten getestet

Standardzu diesem Schluss kommt der Bericht von Symantec “Disaster Recovery Research 2007” den das cio Magazin zitiert.

Nach dieser weltweit durchgeführten Studie mit 900 IT Managern von Großunternehmen werden die IT Diaster Recovery Pläne zwar überwiegend jedes halbe Jahr bis Jahr getestet, doch gaben 48 Prozent der Befragten an, dass die Tests wegen Problemen mit Technologien, Personen oder Prozessen fehlschlugen.

Dabei musste bereits jeder zweite Betrieb in der Vergangenheit auf die Notfallpläne zurückgreifen.

Quelle: cio

Große Pandemie Übung in Deutschland

CommandcenterBund und Länder bereiten derzeit eine große Pandemie Übung vor.

Der Strategie-Übung „Lükex 07“ (Länder Übergreifende Krisenmanagementübung (EXercise) liegt ein Szenario zugrunde, bei dem 27 Millionen Deutsche – ein Drittel der Bevölkerung – an Grippe erkranken. Im Laufe einer achtwöchigen Pandemie werden dem Szenario zufolge etwa 360 000 Kinder, Frauen und Männer in Kliniken eingeliefert, insgesamt 100 000 Deutsche sterben.

Die Übung wird am 7. und 8. November stattfinden.

Mehr Informationen zu der Übung gibt es auf der Homepage des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe.

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Webbasierte Gefährdungskarten für Deutschland

Mit dem RiskExplorer Germany bietet das CEDIM (Center for Disaster Management and Risk Reduction Technology (CEDIM) der Universität Karlsruhe (TH) und des Geoforschungszentrums (GFZ) Potsdam) ein webbassiertes Kartenwerk an, das die Gefährdungslage durch Naturkatastrophen in Deutschland aufzeigt.

CEDIM wurde im Dezember 2002 gegründet und wird durch das Geoforschungszentrum (GFZ) Potsdam und die Universität Karlsruhe finanziert. In den einzelnen Projekten arbeiten über 50 Wissenschaftler aus mehr als 20 Instituten beider Einrichtungen.

Jedes zweite deutsche Unternehmen hat keinen Notfallplan

Deutsche Unternehmen sind zu vertrauensseelig, wenn es um die Vorbereitung für eventuelle Katastrophen oder Notfälle geht. Gerade einmal 50 Prozent sind organisatorisch beispielsweise auf einen Hackerangriff vorbereitet und haben einen entsprechenden Notfallplan. Zu diesem Ergebnis kommt die von Mummert in Zusammenarbeit mit dem F.A.Z.-Institut unter 119 Fach- und Führungskräften deutscher Unternehmen online durchgeführte Studie “Managementkompass Sicherheitsstrategien”.

Quelle: heise online

EU Komission stellt Entwurf für Solvency II für Versicherer vor

Analog Basel II bei den Finanzdienstleistern wird Solvency II bei den Versicherern das Risikomanagement grundlegend verändern und stärken.

Die Anforderungen an die Kapitalausstattung hängen mit der Umsetzung von Solvency II vom Risikoprofil der Versicherer ab.

Neben der quantitatven Festlegung der Kapitalausstattung (Säule I) wird das interne Risikomanagement geregelt (Säule II) und die Offenlegung sowie Marktdisziplin (Säule III).

Einen Überblick über die Neuregelungen gibt der Artikel in der ftd.

Der bewusste Umgang mit den Risiken. Artikel in der ftd.

Berliner Klinik übt den Notfall

Die Ärzte eines Berliner Klinikums proben die Dekontamination von Personen, die Opfer eines Giftgasanschlages wurden. Das Szenario wurde von Wissenschaftlern des Robert Koch Institutes erarbeitet. Bei der Übung wurden Erfahrungen aus dem Giftgasanschlag der Aum-Sekte in Tokio vor zwölf Jahren verarbeitet. Dort hatten Betroffene selbständig Krankenhäuser aufgesucht und hatten damit zu einer schnellen Verbreitung beigetragen. Das Konzept sieht daher vor, dass sich Kliniken selbst sehr schnell schützen. Dies gelingt nur durch regelmäßige Notfallübungen.

Artikel im Handelsblatt am 19.06.2007

Risiken als Innovationskraft

Risiko und Chance gehören zusammen wie Yin und Yang. Die Notwendigkeit auch existentielle Risiken beherrschbar zu machen führt zu Innovation.
Dabei werden die Risiken durch Menschen jedoch systematisch falsch eingeschätzt: kleine Wahrscheinlichkeiten werden überschätzt, große unterschätzt. Warum würden die Menschen sonst in Massen Lotto spielen? Zum anderen werden Verluste weit intensiver wahrgenommen als ein Gewinn in derselben Höhe. Mit ein Grund für irrationale Entscheidungen am Aktienmarkt.
Interessanter Artikel von Thomas Straubharr (Präsident des Hamburgischen Welt-Wirtschafts-Instituts HWWI) in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung vom 22.04.2007.