Schwere Vorwürfe gegen die Bahn nach Tunnel-Unglück des ICE

Nach ersten Auswertungen der Einsatzprotokolle des ICE-Unglücks am 26. April, bei dem ein ICE im Landrückentunnel in eine Schafherde gerast war, gibt es schwere Vorwürfe gegen das Einsatzmanagement der Bahn. Der Landrat des Main-Kinzig-Kreises, Erich Pipa, und der Bürgermeister von Sinntal, Carsten Ullrich, üben Kritik an der langen Wartezeit der schnell bereitsgestellten Rettungskräfte auf einen Rettungszug der Bahn. Dieser hatte fast drei Stunden bis zur Bereitstellung benötigt, bis die Rettungskräfte mit diesem Zug vom Südportal in den Tunnel einfahren konnten. Der Zug musste erst von Würzburg angefahren werden. Vor allem aber sei dieses Schwachstelle seit einer Übung im Jahre 2003 bekannt gewesen. Die Feuerwehren erwarten nun finanzielle Unterstützung von der Bahn für die Anschaffung von speziellem Rettunsgerät.

Quelle: faz.net

Mehr als 8.000 Banker üben in Frankfurt den Notfall

Um 13:55 wurde am heutigen Mittwoch im Bankenviertel in Frankfurt Alarm ausgelöst. Über 8.000 Banker aus neun Hochhäuser verliessen ihren Arbeitsplatz und sammelten sich in der Taunusanlage. Für einige der Banker eine anstrengende Leibesübung, denn die Gebäuderäumungen erfolgten über die Treppen, auf denen bis zu 1.000 Stufen zu bewältigen waren. Szenario dieser Simulation war der Fund einer Fliegerbombe mit anschliessender Räumung der betroffenen Gebäude. Getestet wurde, wie lange die Räumung der Gebäude dauert und ob auf dem vorgesehenen Sammelplatz “Taunusanlage” ausreichend Platz für 10.000 Menschen ist. Eine derartige Übung wurde in Frankfurt erstmalig durchgeführt. Vorbild war eine vergleichbare Übung in London.

An der Übung haben unter anderem die Commerzbank, Deutsche Bank, Dresdner Bank, Europäische Zentralbank und Bundesbank teilgenommen. Die Polizei sperrte den Verkehr in der Innenstadt.

Der ehemalige Ausweichsitz der Bundesregierungen

Die Konzeption, Einrichtung und der Betrieb von Ausweichstandorten für geschäftskritische Arbeitsplätze und IT-Systeme gehört zu den schwierigsten und teuersten Investitionen bei der Implementierung eines BCM.

Natürlich benötigt auch die Regierung und die Ministerien Ausweichlokationen für den Krisenfall.

Wenn es um den “Ausweichsitz der Verfassungsorgane der Bundesrepublik Deutschland in der Krise und Krieg” geht, darf es ruhig auch ein bisschen aufwändiger und teurer werden.

Weiterlesen…