WHO erklĂ€rt Schweinegrippe zur Pandemie – was bedeutet dies fĂŒr Unternehmen konkret?

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat heute fĂŒr die Schweinegrippe die Pandemie ausgerufen. Zuvor hatte sich WHO Generaldirektorin Chan in einem Notfallausschuss mit Experten beraten. Es ist das erste Mal seit 41 Jahren, dass die WHO die höchste Pandemiestufe sechs ausruft. Die letzte Pandemie war die Hongkong-Grippe 1968. Weiterlesen…

Betriebsarzt der WestLB mit H1N1-Virus infiziert

Wenn man dem Bericht in der wiwo.de Glauben schenken darf, hat sich bei der WestLB ausgerechnet der Betriebsarzt mit dem H1N1-Virus infiziert. Ohne dass allerdings Grippe-Symptome bei ihm aufgetreten sind und jetzt offenbar die Angst vor einer Ansteckung mit dem Virus in der Bank grassiert. Da der Betriebsarzt aber keine Krankheits-Symptome aufwies, blieb statt einer Krankmeldung nur die Beurlaubung, um die Ansteckung von Patienten und Kollegen zu vermeiden. Neben dem Betriebsarzt hat sich laut diesem Artikel eine weitere WestLB-Mitarbeiterin bei einem New York-Aufenthalt mit dem Virus infiziert.

Mit einem ordentlichen Schuß Ironie gewĂŒrzt werden in diesem Beitrag die (empfohlenen und ĂŒblichen!) Vorsorgemaßnahmen zur Mund- und Handhygiene in den Kontext der desolaten wirtschaftlichen Situation der Bank gestellt.

Lesenswert! Wer den Schaden hat …

H1N1 Status vom 17. Mai (Updated)

Die Schweinegrippe  / H1N1 breitet sich weltweit weiter aus. 39 LÀnder haben mittlerweile 8480 FÀlle von Infektionen mit der Schweinegrippe gemeldet. In Deutschland sind es 14 FÀlle.

TodesfÀlle wurden aus Mexiko (2895 Infektionen / 66 TodesfÀlle), USA (4714 / 4), Kanada (496 / 1) und Costa Rica (9 / 1) gemeldet.

Neue InfektionsfÀlle wurden heute aus Chile und Indien gemeldet.

In New York wurden laut Presseberichten drei Schulen geschlossen, nachdem ein Lehrer an der Schweinegrippe erkrankt ist und unter den SchĂŒlern eine gehĂ€ufte Anzahl an Grippeerkrankungen auftrat.

WHO Pandemiestufe: 5 (widespread human infection)

Die grĂ¶ĂŸten BefĂŒrchtungen einer weltweiten Pandemie sind bislang nicht eingetreten. Trotzdem warnen Experten vor einer weiteren Welle  mit einem möglicherweise mutierten gefĂ€hrlicheren Virus.

Update: Situation in Deutschland (Quelle RKI)

Insgesamt sind neun ErkrankungsfĂ€lle aus Mexiko und ein Fall aus den USA eingeschleppt worden (die beiden Staaten mit den weitaus meisten FĂ€llen). Vier Übertragungen sind in Deutschland aufgetreten. Die 14 FĂ€lle verteilen sich auf die BundeslĂ€nder Bayern (7), Brandenburg (2), Sachsen-Anhalt (4) und Hamburg (1). Die ersten drei FĂ€lle waren am 29.4.2009 bestĂ€tigt worden. Alle Erkrankungen in Deutschland sind bisher mild verlaufen.

Schweinegrippe – kurz und bĂŒndig erklĂ€rt

Unternehmen und Behörden stehen im Moment vor der Herausforderung, ihre Mitarbeiter ĂŒber die Schweinegrippe zu informieren – ohne jedoch zugleich Unruhe oder gar Panik zu erzeugen.

Die FAZ hat in ihrem Online-Auftritt faz.net jetzt eine kurze und prĂ€gnante Information zur Schweinegrippe veröffentlicht “Die Schweinegrippe – Antworten auf die wichtigsten Fragen”. Unaufgeregt und unspektakulĂ€r gibt die Seite Hinweise auf die Entstehung und Symptome des H1N1-Virus, insbesondere aber auch Empfehlungen, wie sich durch einfache Mund- und Handhygiene eine Infektion vermeiden lĂ€sst.

Diese Regeln gelten natĂŒrlich nicht nur fĂŒr die Schweinegrippe, sondern zum Beispiel auch fĂŒr die regelmĂ€ĂŸig wiederkehrende Influenza-Welle, an der jĂ€hrlich 15.000 bis 20.000 Menschen in Deutschland sterben.

Zum Thema Mitarbeiter-Kommunikation lĂ€uft bei bcm-news noch bis Ende dieser Woche die Umfrage zur Mitarbeiter-Kommunikation der Unternehmen ĂŒber die Schweinegrippe.

Umfrage: Wie reagieren Sie in der internen Kommunikation auf die aktuelle Lage bei der Schweinegrippe?

Die aktuelle Lage bei der Schweinegrippe / H1N1 ist schwierig zu beurteilen. Auf der einen Seite verbreitet sich der Virus sehr rasch ĂŒber den Globus. Auf der anderen Seite erholt sich die Mehrzahl der Betroffenen offensichtlich sehr rasch wieder nach einer Infektion. Die Weltgesundheitsorganisation hat in rascher Folge die Pandemie-Alarmstufe von “3” auf “5” hochgesetzt. Eine weitere Anhebung auf die Stufe “6”, die gleichbedeutend mit dem Feststellen einer Pandemie ist, ist in den kommenden Tagen möglich. Die Bundesregierung versucht Unruhe und Panik zu vermeiden. Der Bund sei auf die Lage gut vorbereitet und Vorsorge sei getroffen. Grundlage hierfĂŒr ist unter anderem der nationale Pandemieplan des Bundes und die PandemieplĂ€ne der LĂ€nder.

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