Antrag im Bundestag zur Flexibilisierung der Nationalen Pandemiepläne von Bündnis 90 / Die Grünen

Bündnis  90 / Die Grünen haben am 16. November einen Antrag im deutschen Bundestag zur Flexibilisierung der Pandemieplanung eingebracht:

Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hat sich dafür ausgesprochen, die nationalen Pandemiepläne, also die Pläne zum Umgang mit der länder- und kontinenteübergreifenden Ausbreitung einer Krankheit, so zu flexibilisieren, dass eine angepasste Reaktion je nach Ausbreitung und Gefährlichkeit des Erregers möglich ist. In einem Antrag (17/3544) fordert die Fraktion, die Bundesregierung solle sich bei der Weltgesundheitsorganisation (WHO) dafür einsetzen, dass deren Pandemie-Warnstufen zukünftig auch die Gefährlichkeit des Erregers beziehungsweise die Schwere der ausgelösten Erkrankung berücksichtigt. Ferner müssten die Produktion und der Kauf von Impfstoffen von den Pandemie-Warnstufen der WHO abgekoppelt werden. Beim Kauf von Pandemie-Impfstoffen müssten zudem mit allen Anbietern Verhandlungen geführt werden. Kaufentscheidungen seien ausschließlich von objektiv und sachbezogenen Kriterien (Wirksamkeit und Nebenwirkungen der Impfstoffe, zugesagte Liefertermine, Preis) abhängig zu machen.

Die Fraktion begründet ihre Initiative unter anderem damit, die sogenannte Schweinegrippe-Pandemie habe deutliche Defizite in der nationalen Pandemie-Planung erkennen lassen. Die Pläne gingen von einem Worst-Case-Szenario aus und ließen ein flexibles Reagieren je nach Gefährlichkeit des Erregers gar nicht zu. Besonderer Handlungsbedarf bestehe im Hinblick auf die nationale Beschaffung von Pandemie-Impfstoffen. Dabei habe es sich als ”kontraproduktiv“ erwiesen, nur mit wenigen Impfstoff-Herstellern zu verhandeln.

Ende April 2009 hatte die WHO laut Antrag eine Pandemiewarnung herausgegeben, weil in Mexiko ein neuer Influenza-Typus aufgetreten war, der insbesondere bei jungen Leuten häufig mit atypischen Lungenentzündungen einherging. Nachdem der Erreger innerhalb weniger Wochen auch in anderen Ländern aufgetreten war, habe sich die WHO Anfang Juni entschlossen, die höchste Alarmstufe auszurufen.

Quelle: Deutscher Bundestag

Gartner: Business Continuity weltweit größter Treiber für strategischen Wandel von Rechenzentren

Gartner hat in einer weltweiten Studie untersucht, welche Probleme und Trends die nahe Zukunft von Rechenzentren prägen. "Business Continuity und Nutzbarkeit ist in jedem zweiten Rechenzentrum Treiber für strategischen Wandel und behält damit die Spitzenposition", zitiert cio.de die Gartner-Studie. Besonders ausgeprägt sei diese Prioritätensetzung in Australien, weniger in China, Deutschland und der Gesundheitsbranche.

Weitere Treiber sind Initiativen zur Kostenkontrolle sowie die Verbesserung von Service Levels und Zufriedenheit der User.

Top-Herausforderungen für Rechenzentren sind laut Gartner die steigende Datenflut, System-Performance und Skalierbarkeit, Netzwerküberlasung und Konnektivität, Energie-, Kühlungs- und Raumkosten sowie Managementfragen im Rechenzentrum.

Entwicklungshilfe gesucht!

Die Online-Marktübersicht BCM-Tools erfreut sich großer Beliebtheit bei den Lesern. Grund genug, über eine Weiterentwicklung nachzudenken. Derzeit basiert die Marktübersicht auf einer Webdatabase meines Providers (MySQL). Die Möglichkeiten der Datenbank hinsichtlich Felder, Funktionaliät und Oberfläche sind ausgereizt. Sollte sich unter den Lesern jemand finden, der zum Jahreswechsel noch Engagement, Zeit, Kreativität und Entwicklerkapazitäten hat, die Marktübersicht auf modernere Beine zu stellen, dann bitte melden bei admin@bcm-news.de.

Unbekannte setzen Deutsche Bank Türme in Frankfurt unter Wasser

Die beiden markanten Türme der Deutschen Bank in Frankfurt, im Volksmund auch "Soll und Haben" genannt, wurden von Unbekannten unter Wasser gesetzt. Die Türme befinden sich seit drei Jahren in Renovierung. Die ersten Mitarbeiter sollten im November wieder in die Türme ziehen. Die unbekannten Täter haben in den beiden Türmen Wasserhydranten aufgedreht. In einem Turm lief das Wasser vom neunten,im anderen Turm vom sechsten Stock in das Erdgeschoß. Der Schaden wurde vom Sicherheitsdienst am Samstag bemerkt.

Quelle: Spiegel

Bild: M. Hämmerle

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In eigener Sache: dies ist Artikel Nr. 1.111

Durchschnittlich 14 Stunden IT-Ausfall pro Jahr

Auf das Jahr gesehen haben deutsche Unternehmen eine durchschnittliche Ausfallzeit von 14 Stunden für kritische IT-Systeme. Der durchschnittliche Schaden beträgt laut Angaben der 202 befragten deutschen IT-Chefs rund 400.000 Euro. Dies ist das Ergebnis einer Studie von ca Technologies, über die das cio-Magazin berichtet.

Der Gesamtschaden beläuft sich nach diesen Berechnungen für Deutschland auf vier Milliarden Euro, europaweit sind dies sogar 17 Milliarden Euro. Bei den Schäden nimmt Deutschland in Europa eine Spitzenposition nach Frankreich ein.

Die längsten Ausfälle haben Unternehmen des öffentlichen Sektors, die geringsten Systemausfälle sind in der Industrie. Deutsche Unternehmen erleiden durchschnittlich zwei IT-Ausfälle pro Jahr.

Link zur vollständigen Studie von ca

Auch Singapore Airlines legt A380er wegen Triebwerksproblemen still

Auch die zweite Fluglinie, die Trent 900-Triebwerke von Rolls Royce bei ihren Airbus A380 einsetzt, berichtet jetzt über Probleme mit Öl-Leckagen an den Triebwerken. Drei der 380er aus der Flotte müssen daher aus dem Verkehr gezogen  und in Singapur mit neuen Triebwerken ausgestattet werden. Die dritte Fluglinie, die die Trent 900-Triebwerke von Rolls Royce im A380 einsetzt ist Lufthansa. LH hat nach Tests aber noch nicht über Probleme berichtet. Die anderen Fluggesellschaften statten ihre A380 mit Triebwerken von Pratt&Whitney aus.

Quelle: Guardian

Computerpanne führt zu massiven Störungen bei der Berliner U-Bahn

Eine Computerpanne hat am Montag massiv den Berliner U-Bahn-Verkehr behindert. Die Zugführer können seit den Mittagsstunden praktisch nur auf Sicht fahren, da die elektronischen Signalanlagen ausgefallen sind. Sie müssen sich für jeden Streckenabschnitt über Funk die Freigabe der Leitstelle einholen, wie die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) mitteilten. Betroffen sind alle U-Bahnlinien. Es kommt überall in den Tunneln zu Verspätungen. Der Grund für die Rechnerstörung, in dessen Folge sämtliche Stellwerke ausfielen, ist noch unklar. Wann wieder mit einer Normalisierung des Zugverkehrs zu rechnen ist, blieb am Nachmittag ebenfalls offen.

Quelle: dpa

Quantas findet Öllecks in 380er-Triebwerken - alle 380er grounded

Die australische Fluglinie Quantas hat nach dem Zwischenfall bei dem der Ausfall eines Triebwerks einen Airbus A380 zu einer Sicherheitslandung gezwungen hatte, die Triebwerke der anderen 380er untersucht und Öllecks an drei Trent 900-Triebwerken entdeckt. Es sei bei den Tests Öl gefunden worden, wo es nicht hingehöre.
Auf Grund dieser negativen Testergebnisse hat sich Quantas dazu entschlossen alle sechs 380er der Flotte am Boden zu lassen. Interessant wird sein, wie die anderen Luftfahrtgesellschaften jetzt mit ihrer 380er Flotte umgehen, die mit den baugleichen Trent 900-Triebwerken ausgestattet sind. Neben Quantas sind die 380er von Singapore Airlines und Lufthansa mit den Rolls Royce Triebwerken betückt - insgesamt 20 Maschinen. Air France und Emirates haben ihre 380er mit den Triebwerken des Wettbewerbers Pratt & Whitney ausgestattet.

Der Zwischenfall der Quantas-Machine hat für so viel Medienecho gesorgt, dass bei der Entscheidung über den Einsatz, neben den ohnehin in der Luftfahrt üblichen Checks, auch mögliche Ängste von Passagieren eine Rolle spielen dürfte. Für Airbus und Rolls Royce steht jetzt viel auf dem Spiel.