Viele Tote und Verletzte nach schwerem Erdbeben in Neuseeland [update]

Erdbebenschäden Christchurch NZ 02-22-2011

Ein Erdbeben der Stärke 6,3 hat Christchurch in Neuseeland verwüstet und für viele Verletzte und Tote gesorgt. Aktuelle Meldungen aus der chaotischen Situation in der Stadt sprechen gar von 65 Toten.Gebäude snd zusammengestürzt und haben Menschen unter sich begraben. Die Menschen sprechen bereits vom "schwärzesten Tag Neuseelands".

Christchurch hat den Notstand ausgerufen. Bob Parker, Bürgermeister von Christchurch: "What the picture will be in the morning, God only knows".

Bob Parker said that this quake "is absolutely all about the people" as opposed to the September 4 one where the focus turned quickly to buildings and property. He said the trauma can be measured by the number of people now leaving the city (Quelle: TVNZ).

Aktuelle Bilder von der Katastrophe: TVNZ, BBC News

Laufende Updates der Situation in Neuseeland gibt es bei TVNZ.

AlertNet hat eine Aufstellung der schwersten Erdbeben auf Neuseeland veröffentlicht.

Von Google ist wieder der Person Finder im Einsatz.

Dienstag 22. Februar (GMT):

  • Mindestens 65 Tote wurden bestätigt. Rettungskräfte aus dem ganzen Land eilen nach Christchurch um zu helfen. Auch aus Australien kommen mittlerweile Einsatzkräfte zu Hilfe
  • Die Stromversorgung in Christchurch ist unterbrochen. Die Telefon- und Mobilfunkverbindungen stehen ebenfalls nicht zur Verfügung. Mit Notstromgeneratoren werden die wichtigsten Einsatzorte versorgt. Der Zugang zur Stadt wurde abgeriegelt
  • Die Temperaturen betragen aktuell nur 12 Grad Celsius und es hat begonnen zu regnen. Extrem schwierige Bedingungen für die zahlreichen obdachlosen Menschen
  • Das Erdbeben hat den Abbruch von 30Millionen Tonnen Eis des Tasman Gletscher in den Terminal Lake verursacht. 3,5 Meter hohe Wellen im See waren die Folge
  • Der internationale Flughafen bleibt zunächst geschlossen. Ausschliesslich emergency flights dürfen starten und landen
  • Die Telecom NZ hat 280 öffentliche Telefone für kostenlose Gespräche ins In- und Ausland sowie Mobilfunknetze freigeschaltet
  • Die internationale Rufnummer für Auskünfte an Angehörige ist +64 7 850 2199.
  • Laufend Nachbeben in der Region bis zur Stärke 4,0
  • Die Rettungsarbeiten zur Bergung Verschütteter läuft die ganze Nacht durch (GMT + 13:00)
  • Es wird noch mehrere Tage dauern, bis die Stromversorgung komplett wiederhergestellt ist
  • Die Schulen bleiben vorerst geschlossen
  • Die Wasserversorgung ist gestört durch ausgefallene Pumpen und zerstörte Wasserreservoirs
  • Die Rettungskräfte haben unter Flutlicht die ganze Nacht durchgearbeitet und weitere Menschen aus den eingestürzten Gebäuden retten können
  • Eine große Zahl an Menschen wird aber noch in den eingestürzten Gebäuden vermutet. Die genaue Zahl der Vermissten ist nicht bekannt
  • Weitere Todesopfer wurden in den Trümmern entdeckt
  • Toursiten werden in zwei Maschinen aus der Stadt ausgeflogen

(Bildquelle: Getty Images by TVNZ)

Unternehmen holen Mitarbeiter aus Libyen zurück

Die Lage in Libyen eskaliert. Obwohl es kaum direkte Medienberichte aus dem Land gibt und das Internet nur eingeschränkt verfügbar ist, kommen immer bedrückendere Nachrichten aus dem Land. Außenminister Guido Westerwelle hat vor Reisen in das Land gewarnt und alle Bundesbürger, die sich noch in Libyen aufhalten, zur Ausreise aufgefordert. Von den ersten Unternehmen wird bekannt, dass sie Rückholaktionen ihrer Mitarbeiter aus Libyen durchführen. Hierzu gehören die deutschen Unternehmen Siemens, RWE, BASF, Wintershall und Bilfinger Berger. Die Lage stellt sich in Libyen etwas anders dar als in den anderen nordafrikanischen Staaten, in denen in jüngster Zeit Unruhen ausgebrochen sind. Die Erdöl- und Erdgasexploration und -produktion erfolgt in Form internationaler Joint Ventures mit der verstaatlichten Erdöl- und Erdgasindustrie des Landes. Ausländische Experten  unterstützen insbesondere bei der Exploration neuer Vorkommen, aber auch bei der Förderung von Erdöl und Erdgas. Libyen hat einen Anteil von zwei Prozent der weltweiten Ölförderung, ist jedoch Deutschlands drittgrößter Lieferant von Erdöl. Italien erhält Erdgas über eine Pipeline aus Libyen. Die Angst vor Lieferausfällen führt bereits zu einem starken Anstieg des Ölpreises und hat damit unmittelbare Auswirkungen auf die internationale Wirtschaft.

Ab Montag Warnstreiks der Lokführer, Bahn ist vorbereitet

Ab Montag wird es für Bahnkunden ungemütlich. Die Gewerkschaft der Lokführer hat für Montag die ersten Warnstreiks angekündigt, allerdings nicht bekanntgegeben wann und wo gestreikt werden soll. Der GDL-Vorsitzende Claus Weselsky sagte nur: „Der erste Arbeitskampf wird nicht länger als drei Stunden dauern, aber eine sehr wirksame Aktion sein.“

Die Bahn hat sich mit zusätzlichem Personal auf den Streik eingestellt und will so die Auswirkungen auf die Kunden möglichst gering halten. Die Streiks können alle Bahnunternehmen des Fern-, Nah- und Güterverkehr betreffen.

Die Bahn informiert über die  kostenlose Servicenummer 08000 99 66 33 und über die Webseite.

Kanadische Ministerien nach Hackerattacken vom Internet getrennt

Nach einem Bericht von CBC News wurden im Januar Ministerien der kanadischen Regierung von Hackern angegriffen. Die Hacker erlangten Zugriff zu geheimen Dokumenten. Zwei wichtige Ministerien mussten daraufhin vom Internet getrennt werden, um die Weiterleitung der geheimen Daten zu unterbinden. Der Hackerangriff soll nach Informationen der Zeitung  zu Computerservern in China zurückverfolgt worden sein. In dem Artikel von CBC News wird das Vorgehen der Hacker beschrieben. Sie drangen in die Rechner von hohen Regierungsangestellten ein und forderten per e mail von Administratoren Passworte und Netzwerkzugänge an.

Unruhen erreichen Ölförderland Libyen

Nach Tunesien, Ägypten und dem Jemen haben die Unruhen jetzt auch Libyen erreicht. Bei Zusammenstößen zwischen Demonstranten, Polizisten und Gaddafi-Anhängern kam es zu Verletzten.

Wie bereits in Tunesien und Ägypten organisieren sich die Demonstranten über Facebook und Twitter. Auch länderübergreifend werden Taktiken zur Durchführung der Demonstrationen ausgetauscht und die Bewegung organisiert. Damit erhalten die Demonstrationen eine neue Qualität. Statt spontaner Kundgebungen entsteht schnell eine gut organisierte Widerstandsbewegung. Aus der Not bleibt den Regimes dann nur noch das Mittel der Internetabschaltung und Löschen von Facebook-Accounts.

Libyen stand 2009 an vierter Stelle der deutschen Rohöllieferanten nach Russland, Norwegen und dem Vereinigten Königreich. Umgekehrt zählt Deutschland zu den Hauptabnehmern libyschen Öls, von dessen Förderung nahezu die gesamte Volkswirtschaft des Landes abhängt. Die National Oil Corporation (NOC) ist über zahlreiche Verträge zur Exploration und Produktion mit ausländischen Ölfirmen verbunden.

Insofern kommt der Stabilität des Landes eine besondere Bedeutung für die nationale und internationale Rohölversorgung zu.

Zwei Dell-Mitarbeiter nach Panik verhaftet

Zwei Dell-Mitarbeiter wurden verhaftet, nachdem Sie als Motorradrocker verkleidet eine Panik auf dem Dell-Betriebsgelände verursacht hatten. Zahlreiche Notrufe bei der Polizei führten zur Festnahme der Mitarbeiter nach einer verunglückten Werbemaßnahme. Neben Werbemaßnahmen können auch Notfallübungen schiefgehen und zu tatsächlichen oder vermeintlichen Notfällen führen, wie diese Beispiele zeigen.