EU Komission stellt Entwurf fĂŒr Solvency II fĂŒr Versicherer vor

Analog Basel II bei den Finanzdienstleistern wird Solvency II bei den Versicherern das Risikomanagement grundlegend verÀndern und stÀrken.

Die Anforderungen an die Kapitalausstattung hÀngen mit der Umsetzung von Solvency II vom Risikoprofil der Versicherer ab.

Neben der quantitatven Festlegung der Kapitalausstattung (SĂ€ule I) wird das interne Risikomanagement geregelt (SĂ€ule II) und die Offenlegung sowie Marktdisziplin (SĂ€ule III).

Einen Überblick ĂŒber die Neuregelungen gibt der Artikel in der ftd.

Der bewusste Umgang mit den Risiken. Artikel in der ftd.

IT Grundschutzkataloge zukünftig mit Notfallmanagement

Am 2. Juli 2007 fand in Berlin der IT Grundschutztag des BSI (Bundesamt fĂŒr Sicherheit in der Informationstechnik – nicht zu verwechseln mit dem britischen BSi) statt. Vorgestellt wurde der neue Baustein Notfallmanagement. Das Notfallmanagement soll zum neuen Standard BS 100-4 werden. Inhaltliche Grundlage ist der britische Standard fĂŒr Notfallmanagement BS 25999-1. Der zweite Teil des britischen Standards 25999-2 (Zertifizierung) befindet sich gerade in der Anhörungsphase. Daher wurde der neue Notfallmanagementstandard des Bundesamtes fĂŒr Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) auf der Veranstaltung noch nicht veröffentlicht, um den BS 25999-2 noch berĂŒcksichtigen zu können. Mit einer Veröffentlichung ist gegen Ende des Jahres 2007 zu rechnen.

Wer nicht solange warten kann / möchte sollte direkt auf den britischen Standard BS 25999 zurĂŒckgreifen.

Homepage des BSI

Klinikum Fulda: erst Salmonellen, jetzt Legionellen

Im Trinkwasser der Klinik wurden bei einer Routine-Kontrolle Bakterien der LegionÀrskrankheit entdeckt. Erst im Mai kam es zu TodesfÀllen in der Klinik auf Grund von Salmonellen.

Die nachfolgende Schließung der KĂŒche und der damit verbundene Stillstand des Wassers in den Leitungen haben jetzt offensichtlich zu der Infektion mit Legionellen gefĂŒhrt. Die Bakterien können die LegionĂ€rskrankheit, eine schwere Form von LungenentzĂŒndung, hervorrufen.

Nach SchÀtzungen des Robert Koch-Instituts in Berlin erkranken jÀhrlich rund 6000 Menschen in Deutschland an der LegionÀrskrankheit.

Update (13.07.2007):

Der Vorstandsvorsitzende des Fuldaer Klinikums, Claus-Dieter Schad, hat sein Amt niedergelegt. Damit ĂŒbernahm er die Verantwortung dafĂŒr, dass das Legionellenvorkommen im Wasser zu spĂ€t an das Kreisgesundheitsamt gemeldet worden war.

London ist gegen den Terror gerüstet

In London werden tĂ€glich alleine im Devisenhandel mehr als 1,2 Bill. Dollar umgesetzt. Mehr als Frankfurt, Tokio und New York zusammen. Das Vertrauen in die Sicherheit dieser Finanzmetropole ist daher fĂŒr die StabilitĂ€t des weltweiten Finanzsystems von besonderer Bedeutung. Entsprechend hoch sind die Sicherheitsvorkehrungen. Die Stadt umschliesst ein sogenannter Ring aus Stahl, einem System aus Sperren und Überwachungskameras. Alle in die Metropole fahrenden Fahrzeuge und deren Fahrer werden fotografiert, 1.500 Überwachungskameras ermöglichen die lĂŒckenlose Überwachung. Die Aufnahmen werden computergestĂŒtzt ausgewertet.

Die Corporation of London unterhÀlt eine eigene Polizeitruppe mit 850 Beamten.

Jede Londoner Bank verfĂŒgt ĂŒber geheime HandelssĂ€le außerhalb der City.

Quelle: Handelsblatt vom 5.07.2007

SAP kämpft gegen massiven Reputationsschaden

Das EingestĂ€ndnis von SAP, dass das amerikanische Tochterunternehmen Tomorrow Now “unangemessen” auf Daten des Wettbewerbers zugegriffen hat, fĂŒhrte zu einem massiven Reputationsschaden. Daneben werden finanzielle SchĂ€den in noch nicht absehbarer Höhe durch Schadenersatz entstehen. Die Börse quittierte das EingestĂ€ndnis mit einem Kursverlust von 2 Prozent an einem Tag fĂŒr die Aktie, die dieses Jahr ohnehin noch nicht gut gelaufen ist und am Ende der Dax Performer steht.

SAP versucht eine Schadensbegrenzung durch eine Informationsoffensive. Eine eigene Webseite wurde hierfĂŒr eingerichtet (www.tnlawsuit.com).

“PR ist der Bereich, in dem diese Schlacht gewonnen oder verloren wird”, sagte Ovum-Analyst David Mitchell.

Artikel in der ftd.

Netcologne-Netz lag stundenlang lahm

Am Dienstag war das Netz von Netcologne stundenlang nicht verfĂŒgbar. Mehrere zehntausend Kunden konnten ihren Internet-Anschluss nicht mehr nutzen.

Ursache des Fehlers war nach Angaben von Netcologne ein Kurzschluss mit Rauchentwicklung in einem Server, der zu einer Zwangsabschaltung fĂŒhrte. Das vorhandene Redundanzsystem sprang nicht ein, was dazu fĂŒhrte, dass das System in einen undefinierten Zustand geriet und manuell wieder hochgefahren werden musste.

Artikel in heise

Der Hacker Markt

Bis zu 50.000 Dollar bieten Kriminelle auf dem Hacker Markt fĂŒr Hinweise auf Schwachstellen in Software und Betriebssystemen.

Mit Hilfe dieser Schwachstellen werden Computer gekapert und zu Botnets zusammengeschaltet. Mit Hilfe dieser Botnets wiederum können massenhaft Spam Mails versandt werden. FĂŒr 1.000 Klicks auf den Link in der Spam zahlt der Webseiten Betreiber 50 Dollar.

Hier hat sich ein richtiger Markt herausgebildet mit den Hinweisgebern, den Spam-Versendern, den Spam-Webseiten – und die Virensoftware Industrie lebt auch sehr gut davon.

(Quelle: FAS, 01.07.2007)

Brennender Geländewagen rast in Glasgows Airport

Die TerroranschlĂ€ge in Großbritannien gehen weiter. Ein brennender GelĂ€ndewagen ist in den Flughafen von Glasgow gerast, Schottlands grĂ¶ĂŸtem Flughafen.

Der Flughafen ist gesperrt. FĂŒr Großbritannien wurde die höchste Terrorwarnstufe ausgerufen. Die Notfallkommission “Cobra” ist in London zusammengetroffen.

Bei den TĂ€tern handelt es sich offenbar um Terroristen mit Verbindungen zur El Qaida.

Die britische Polizei fahndet mit einer Großrazzia nach den AttentĂ€tern.