Ausbruch der Vogelgrippe in Japan befürchtet

In Japan scheint es einen erneuten Ausbruch der Vogelgrippe (H5N1) zu geben. Bei mehreren großen Geflügelzüchtern wurde der Vogelgrippevirus H5N1 festgestellt. Nach Schätzungen des Landwirtschaftsministeriums sind bereits rund eine halbe Million Hühner betroffen, denen die Notschlachtung droht. Die Infektionen sind über das ganze Land verteilt, was die zuständigen Behörden in Alarmbereitschaft versetzt hat. Es handelt sich um den dritten Ausbruch in diesem Jahr. Ministerpräsident Naoto Kan hat daher in der vergangenen Woche einen Krisenstab mit Vertretern der Gesundheitsbehörden, des Landwirtschaftsministeriums und den Sicherheitskräften einberufen. Die Weltgesundheitsorganisation WHO überwacht weltweit die menschlichen Infektionen mit dem H5N1-Virus, das lange im Verdacht stand, die weltweite Pandemie zu verursachen. Die weltweite Pandemiestufe der WHO wurde dann jedoch durch die Schweinegrippe A(H1N1) ausgelöst.

Scharfe Kritik des Gesundheitsausschusses der EU am Umgang mit der Schweinegrippe

Die Schweinegrippe A(H1N1) hat nach Angaben des Gesundheitsausschusses der EU in der Grippesaison 2009/2010 2.900 Menschenleben in Europa gefordert (Stand April 2010). Der Ausschuss kritisierte die unangemessene ("disproportionate")  Reaktion der EU-Mitgliedsländer auf den Ausbruch der Schweinegrippe vor zwei Jahren.  Den 2.900 Toten stehen 40.000 Tote im Verlauf einer normalen Influenza-Saison gegenüber. Kritik übte der Ausschuss auch an der Pandemie-Definition der Weltgesundheitsorganisation WHO. Die Mitgliedsländer der EU sollten sich bei einer Pandemie besser untereinander abstimmen, zum Beispiel beim Einkauf von Medikamenten.

Ägypten ist offline

Nach den zunehmenden Protesten in Ägypten seit mehreren Wochen sind nun die Internetverbindungen im Land weitgegehend gekappt. Monitoring-Dienste melden, dass  nahezu 90 Prozent des Internet-Verkehrs weggefallen ist. Die Maßnahmen der big four Internet Service Provider griffen am späten Donnerstag Abend. Auch die social networks facebook und twitter wurden bereits abgeschaltet. Facebook hatte sich als zentraler Informationsdienst für die Medien und Ägypter im Ausland bewährt. SMS-Dienste sind ebenfalls stark eingeschränkt.

Erneut schwerer Schneesturm an der Ostküste der USA

Ein schwerer Schneesturm hat erneut den Verkehr von New York und Connecticut vor schwere Herausforderungen gestellt. Amtrak musste die Zugverbindung von New York nach Boston einstellen. Weichen mussten von Hand vom Schnee befreit werden. Auch MetroNorth hat Verbindungen von New York nach Connecticut eingestellt. Der Schneesturm hatte 30 Zentimer Neuschneee gebracht.

An den drei New Yorker Flughäfen LaGuardia, Newark und New York JFK wurden tausende von Flügen wegen des Schneefalls gestrichen. Am Donnerstag abend konnten die Airports wieder zum regulären Betrieb zurückkehren.

In New Jersey sitzen über 10.000 Einwohner im Dunkeln, nachdem durch die Schneelast umgekippte Bäume Stromleitungen beschädigt hatten. Die Energieunternehmen arbeiten fieberhaft an der Wiederherstellung der Stromversorgung.

Aschewolken behindern den Flugverkehr nach Bali

Aschewolken nach dem Ausbruch des Vulkans Mount Bromo im Osten der indonesischen Insel Java behindern den Flugverkehr nach Bali. Der 2.300 Meter hohe Vulkan war Ende vergangenen Jahres ausgebrochen. Aschewolken, die bis in eine Höhe von 5.500 Metern reichen, haben jetzt Flugzeuge von Australien und Hongkong auf dem Weg nach Bali zur Umkehr gezwungen. Internationale Airlines strichen ihre Flüge in die Region.

Auch im Süden Japans schleudert der Krishima-Vulkan derzeit mächtige Aschewolken gen Himmel. 

Im November 2010 war Jakarta von einer Aschewolke betroffen,  im Mai 2010 hatte eine Aschewolke aus Island zu massiven Unterbrechungen des Flugbetriebs in Europa geführt.

Lieferengpässe bei den Lieferanten zwingen VW zum Produktionsstopp

Die Automobilindustrie ist kaum wie eine andere Industrie von dem reibungslosen Funktionieren der gesamten  Wertschöpfungskette "Supply Chain" abhängig. Just-in-time-Produktion, rollende Lager und ein extrem hoher Outsourcing-Anteil erhöhen die Abhängigkeiten vom Funktionieren der Lieferkette. Die Aschewolke in 2009 hat bereits manche Produktion für Tage zum Erliegen gebracht, wie auch der Ausfall einzelner Single-Source-Lieferanten für Bauteile. Gerade in Boomzeiten, wenn die Produktion voll ausgelastet ist, ist die Anfälligkeit für Störungen und das Schadenspotential am höchsten. Dies bekommt aktuell VW zu spüren. Die Produktion der Modell Golf, Tiguan und Touran läuft an der Kapazitätsgrenze. Lange Lieferfristen sind die Folge. Engpässe bei einzelnen Lieferanten bremsen die Produktion derzeit jedoch stark ein und führen zu tageweisen Produktionsstopps. Bitter, wenn das Geschäft nach einer langen Durststrecke wieder so super läuft. Überlange Lieferzeiten können doch den einen oder anderen Kunden zum Wettbewerb bewegen und das Geschäft ist dann verloren. Hier rächt sich, dass auch die Zulieferer angesichts dünner Margen nicht in eine Lagerhaltung investieren können. Produktivität und Effizienz auf der einen Seite, Sicherheit und Redundanz auf der anderen Seite sind eben doch die zwei konkurrierenden Seiten einer Medaille.

2010 war das tödlichste Jahr auf Grund von Naturkatastrophen

Die Vereinten Nationen haben die Opferzahlen auf Grund von Naturkatastrophen in 2010 veröffentlicht. Die Zahlen stellen einen neuen traurigen Negativ-Rekord dar:

  • 300.000 Menschen starben in der Folge von 373 Naturkatastrophen, alleine 222.500 in Haiti und 56.ooo in Russland
  • 207 Millionen Menschen waren von den Katastrophen betroffen
  • Es entstanden Schäden von nahezu 110 Milliarden US-Dollar.

Doch die Perspektiven sind laut UN noch negativer: die zunehmende Urbanisierung und Wetterkatastrophen auf Grund des Klimawandels lassen noh mehr große Katastrophen in der Zukunft erwarten:

"These figures are bad, but could be seen as benign in years to come," said Margareta Wahlström, UN Secretary-General for Special Representative for Disaster Reduce. "Unless we act now, we will see more and more disasters due to unplanned urbanization and environmental degradation. And weather-related disasters are sure to rise in the future, due to factors that include climate change."

Eine Übersicht über die Folgen der Naturkatastrophen liefert die Darstellung "2010 disasters in numbers" auf Basis der International Disaster Database.

Markt für Katastrophenanleihen boomt

Das Volumen neu aufgelegter Katastropenanleihen soll von fünf Milliarden in 2010 auf 5,5 bis 6 Milliarden Dollar in 2011 ansteigen, so Munich Re.
Der Schwerpunkt der Anleihen liegt auf Hurrikan-Risiken in den USA und zunehmend Windrisiken in Europa.
Der Verzinsung der Anleihen hängt davon ab, ob die erwarteten Schäden niedriger oder höher als erwartet ausfallen.

GPS-Sender an Fahrzeug eines hochrangigen Frankfurter Bank-Managers entdeckt

An dem Auto eines hochrangigen Frankfurter Bank-Managers hat der Chauffeur am Freitag morgen einen GPS-Sender entdeckt. Es soll sich dabei um das Fahrzeug des stellvertrenden Vorsitzenden des Vorstands der Sparda Bank Hans-Joachim Hellhake handeln. Zunächst wurde bei dem verdächtigen Metallkästchen im Auto Sprengstoff vermutet. Untersuchungen der Polizei ergaben aber, dass ein GPS-Sender im Motorraum des Fahrzeugs montiert wurde. Ob es sich hierbei um einen Entführungsversuch handelte, wird von der Polizei noch mit Zurückhaltung kommentiert. Es sei vorerst nur Spekulation, dass die Entführung des Mannes geplant worden sei.

Ganzes Dorf nach Sprengstoff-Fund geräumt

In Rheinland Pfalz müssen die Einwohner des 500-Seelendorfes Becherbach heute nachmittag ihr Dorf räumen. Im Schuppen eines Einwohners wurden Waffen und Sprengstoff gefunden. Darunter auch 50 Kilogramm Nitroglycerin. Der Sprengstoff soll auf einem Feld kontrolliert gesprengt werden.
Neben Blindgängern, die bei Bauarbeiten auftauchen können, stellen natürlich auch Mitmenschen mit derartig gemeingefährlichen Sammelleidenschaften eine Gefährdung dar, die zu großräumigen Evakuierungen und damit zu Produktionsunterbrechungen und Ausfällen führen können.
Wissen Sie zum Beispiel, welche gefährlichen Stoffe in den Lagerhallen der Betriebe in der Nachbarschaft gelagert werden? Hierzu gehören neben Sprengstoffen auch gefährliche chemische Stoffe, wie zum Beispiel Chlor. Ein regelmäßiger Rundgang um das eigene Betriebsgelände mit einem wachen Auge auf Gefahrgutkennzeichnungen hilft Quellen für Gefährdungen für das eigene Unternehmen zu identifizieren.