Explosionsgefahr in BP-Raffinerie in den USA nach Stromausfall

Nach einem kompletten Stromausfall in der größten ÖL- Raffinerie von BP in Texas City am Montag Abend herrscht akute Explosionsgefahr in der Anlage. Die Anwohner wurden aufgefordert die Häuser nicht zu verlassen und die Klimaanlagen auszuschalten. Ein angrenzendes Chemiewerk von Dow Chemical wurde vorsorglich geschlossen. Auch in diesem Werk soll der Strom ausgefallen sein. Das Öl in der Anlage wird abgefackelt, brennbare Kohlenwasserstoffgemische in die Luft abgelassen. In der Anlage hatte sich bereits 2005 eine Explosion ereignet, bei der 15 Arbeiter getötet und 170 weitere verletzt wurden. Die Anordnung, die angrenzenden Häuser nicht zu verlassen wurde mittlerweile aufgehoben. Es wurde niemand verletzt.

Status und Updates von RSOE

Effizienzsteigerung durch Selbstbeschränkung

(Gastbeitrag von Dr. Christian Zänker)

Die Umsetzung des Business Continuity Managements leidet oftmals an mangelnder Effizienz, weil seine Schnittstellen unzureichend genutzt und nicht eindeutig definiert sind.  Ungeklärte Verantwortlichkeiten und Kompetenzen zwischen den Steuerungsfunktionen im Unternehmen führen zu Reibungsverlusten und beeinträchtigen die Qualität der erhobenen Daten und der auf ihrer Basis ermittelten Anforderungen. Weiterlesen…

Japan startet gigantische Suchaktion im Katastrophengebiet

In Japan wurde eine gigantische Suchaktion im Katastrophengebiet gestartet. 24.800 Soldaten, 90 Hubschrauber, 50 Boote und 100 Taucher sind bei der Suchaktion im Einsatz. Stand 18.04.2011 gibt es 13.843 bestätigte Todesopfer und noch 14.030 Vermisste. Über 136.000 Menschen sind noch in Behelfsunterkünften untergebracht. Ziel der Suchaktion ist es, die Todesopfer zu bergen. Im Wasser wird in einem Radius von 20 Meilen (rund 35 km) mit Tauchern nach Todesopfern gesucht. Eine Identifikation der Todesopfer wird in vielen Fällen unmöglich bleiben. Ein zweites Ziel der Suchaktion gilt dem Viehbestand in der Katastrophenregion. Bei dem Erdbeben und dem Tsunami sind schätzungsweise 3.000 Kühe, 130.000 Schweine und 680.000 Hühner ums Leben gekommen. Wie mit den überlebenden Tieren umgegangen wird, ist von der Regierung noch nicht entschieden.

220.000 Haushalte sind nach wie vor ohne fließendes Wasser, über 81.000 Gebäude sind vollkommen zerstört. Die japanische Regierung schätzt den Gesamtschaden der Katastrophe auf 300 Milliarden Dollar. Nicht berücksichtigt sind hierbei die Schäden durch die Havarie der Reaktoren in Fukushima. Damit ist dies die teuerste Naturkatastrophe aller Zeiten. 135 Länder und 39 internationale Organisationen haben Japan ihre Unterstützung angeboten. Die japanische Regierung nimmt diese Unterstützung mittlerweile dankend an. Doch noch immer ist die Hilfe nicht überall im Land angekommen. Währenddessen erschüttern weitere schwere Erdbeben das Katastrophengebiet und Tokio.

Ein psychologisches Problem haben viele Expats, die Tokio nach dem Nuklearunfall verlassen haben und zwischenzeitlich wieder an ihre Arbeitsplätze zurückgekehrt sind. Bei den Japanern, die dageblieben sind und den Betrieb aufrechterhalten haben stossen sie auf Vorbehalte. Hier haben sich manche Gräben aufgetan, die erst wieder überwunden werden müssen. Nur einer der vielen Herausforderungen, denen sich Japan in seinen schwersten Zeiten stellen muss.

ZF kauft für 100 Millionen insolventen Zulieferer zur Absicherung der Supply Chain

ZF Friedrichshafen ist mit einem Umsatz von fast 13 Milliarden Euro und weltweit 64.000 Mitarbeiter ein bedeutender Zulieferer für Antriebs- und Fahrwerktechnik. Daneben baut ZF derzeit eine Fabrik für Windkraftanlagen. Für eine zuverlässige Produktion ist das Unternehmen als zentraler Zulieferer, und oft single supplier, für die Automobil- und LKW-Industrie auf das Funktionieren der Lieferkette angewiesen. Neben den aktuellen Lieferproblemen für Elektronikteilen aus Japan beschäftigt das Unternehmen auch immer wieder Finanzkrisen bei Zulieferern. So jetzt auch beim Lieferanten für die hochwertigen Alu-Gussteile für Getriebegehäuse der Honsel AG aus Meschede. Das Unternehmen mit 3.800 Mitarbeitern, 540 Millionen Euro Umsatz und weltweiten Standorten in Spanien, Mexiko und Brasilien musste am 25. Oktober 2010 den Insolvenzantrag stellen. Zur Absicherung der Lieferkette hat ZF Friedrichshafen jetzt ein Gebot zur Übernahme des Unternehmens in der Größenordnung von rund 100 Millionen Euro abgegeben. "Das ist pure, nackte Absicherung der Lieferkette. Wir gehorchen der Not.", so Vorstandschef Hans-Georg Härter zu dieser Entscheidung. Die Übernahme der Lieferanten ist das letzte Mittel zur Sicherung der Supply Chain, wenn Lieferanten ins Straucheln kommen. Doch gibt es oftmals keine andere Wahl, um die Versorgung mit den hochwertigen Zulieferteilen abzusichern.

US-Cloud von Amazon gestört

Amazon ist weltweit einer der führenden Anbieter von Cloud-Services. Viele beliebte Internetdienste hosten ihren Service in der Amazon-Cloud. Die aktuellen Störungen in der Amazon-Cloud in den USA zeigen die Abhängigkeit von diesem Dienst. Einige beliebte Webdienste sind von dieser Störung betroffen und stehen nicht oder nur eingeschränkt zur Verfügung. Auch mein Twitter-Client Hootsuite ist von diesem Ausfall betroffen.

Strom - das komplexe Lebenselixier

Derzeit wird als Folge des Nuklearunfalls in Japan viel über die Notwendigkeit der Kernkraft für die Stromversorgung diskutiert. Die Abschaltung der AKWs im Rahmen des Moratoriums hat gezeigt, dass europaweit ein ausreichend grosses Angebot an Strom vorhanden ist, um diese Lücke zu decken. In der heftig geführten Diskussion um die Kernenergie gehen leider die für das Business Continuity Management zentralen Aspekte oftmals verloren. Weiterlesen…

Planungshilfe und Leitfaden für Betriebssichere Rechenzentren vom BITKOM

BITKOM, der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V., hat einen Leitfaden und eine Planungshilfematrix für betriebssichere Rechenzentren zum kostenlosen Download auf der Webseite zur Verfügung gestellt.

Die Planungshilfe für betriebssichere Rechenzentren ermöglicht einen schnellen Überblick über die Maßnahmen, die zur Gewährleistung einer gewünschten Verfügbarkeitsklasse ergriffen werden müssen. Eine Einteilung in 4 Kategorien erleichtert die Zuordnung und Einschätzung des eigenen Rechenzentrums.

Der BITKOM-Leitfaden „Betriebssichere Rechenzentren" bietet detaillierte Hilfestellung bei der Planung und Implementierung von Rechenzentren. In kompakter Form werden die Themen Verfügbarkeit, IT-Infrastruktur, Energieversorung, Klimatisierung und Brandschutz. Die englische Fassung des Leitfadens steht Ihnen ebenfalls als Download zur Verfügung.

Quelle: BITKOM

Task Force "Aschewolke" legt Handlungsempfehlungen vor

Die Flugausfälle nach dem Vulkanausbruch auf Island im April vergangenen Jahres haben tiefe Spuren in den Bilanzen der Fluggesellschaften hinterlassen und die Zerbrechlichkeit der internationalen Supply Chains aufgezeigt. Heftiger - über die Medien ausgetragener - Streit ist zwischen den staatlichen Stellen und den Fluggesellschaften über das Vorhandensein und die Wirkung der Aschewolke ausgebrochen. Das Fehlen von eindeutigen Zuständigkeiten, Regel- und Grenzwerten für diese Situationen wurde offensichtlich. Erst im "Tiefflug" konnten die Airlines ihre Maschinen wieder in die Luft bringen. Umso erstaunlicher, als durch Vulkanausbrüche ausgelöste Aschewolken in der Luft international kein unbekanntes Phänomen sind. Lediglich Europa war bislang verschont geblieben.

Vor diesem Hintergrund hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) die Task Force "Aschewolke" gegründet. Sie hat nun einen Katalog von Handlungsempfehlungen für künftige Notfallsituationen vorgelegt.

Zu den Maßnahmenempfehlungen zählt die Festlegung einheitlicher Grenzwerte, die Regelung der Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten im europäischen Luftraum sowie die engere Verzahnung unterschiedlicher Verkehrsträger. Die unterschiedlichen Stellen sind jetzt gefordert, diesen Strauß an Maßnahmen umzusetzen. Mit einem weiteren Ausbruch auf Island oder Stromboli ist jederzeit zu rechnen.

Stürme im Süden der USA führen zum shutdown zweier Reaktoren

Als Folge der schwersten Stürme aller Zeiten im Süden der USA mit mittlerweile mindestens 44 Todesopfern mussten in Virginia auch zwei AKW-Reaktoren heruntergefahren werden. Ein Tornado beschädigte die Stromzufuhr zu den Reaktoren. Daraufhin sprang die Notstromversorgung an und versorgte die Kühlung der Reaktoren. Es wurde keine Radioaktivität freigesetzt.

Quelle: guardian