2. deutsche BCI Konferenz am 18. und 19.9. in Frankfurt / Main

bcinewDas Motto für den diesjährigen Kongress lautet “Planung des Offensichtlichen – Management des Unerwarteten” Folgende Streams sind derzeit in der Planung:

Stream 1 – BCM, am Ende steht ein zu steuernder Prozess (Schwerpunkt Methodik)
Stream 2 – BCM im Kontext der Informationstechnologie (Schwerpunkt Disaster Recovery)
Stream 3 – Voneinander lernen, Parallelen zwischen BCM und Katastrophenschutz (Schwerpunkt Krisenmanagement).

Konferenzinformationen und Anmeldungen gibt es hier.

Das Programm:

Programm 2. deutschsprachiger BCI Kongress Frankfurt

Call for Papers:

bis zum 31.7. können noch Beiträge eingereicht werden!

Taliban töten beide deutschen Geiseln

Die radikal-islamischen Taliban haben nach eigenen Angaben beide deutsche Geiseln getötet.

Die Taliban forderten zuvor ultimativ den Abzug der deutschen Soldaten aus Afghanistan und die Freilassung aller Kameraden aus afghanischen Gefängnissen.

Die deutsche Bundesregierung hat diesen Erpressungsversuchen allerdings nicht nachgegeben.

Bei den Opfern handelt es sich um zwei Bauingenieure, die im Auftrag der Vereinten Nationen Bau- und Entwicklungsprojekte betreuten.

Update:

Die afghanische Regierung dementiert mittlerweile die Hinrichtung der Geiseln.

Eine der beiden in Afghanistan entführten deutschen Geiseln ist nach Angaben des Außenministeriums in Kabul tot. Der Mann sei an einem Herzinfarkt gestorben, teilte der Sprecher des Ministeriums, Sultan Ahmad Bahin, mit. Die zweite Geisel sei noch am Leben.

Computerpanne legt Antibabypillen-Produktion lahm

Im Berliner Werk von Bayer-Schering-Pharma ist es nach einer Computerpanne zu einem beispiellosen Produktionsstopp gekommen.

Wie eine Unternehmenssprecherin inzwischen gegenüber dem Tagesspiegel bestätigte, fielen bereits am Wochenende mehrere Schichten “aufgrund eines technischen Defekts im Datenverarbeitungssystem” aus. Viele der rund 700 Mitarbeiter wurden daraufhin nach Hause geschickt.

Artikel in heise

Na dann wollen wir mal hoffen, dass die Produktqualität nicht betroffen ist, sonst bekommen wir noch einen Babyboom. Kann man dann Schering für die Erziehungskosten haftbar machen? 😉

Vorstand stürzt über unzureichendes Krisenmanagement

Der Vorstand von Vattenfall Europe, Klaus Rauscher ist nach einem Kommunikationsdesaster zurückgetreten. Die beiden einzigen Kernkraftwerke von Vattenfall in Deutschland Krümmel und Brunsbüttel stehen still, die Betreibergenehmigung wackelt und bald täglich kommen neue Einzelheiten ans Tageslicht.

Die Störfälle selbst, aber insbesondere das absolut unzulängliche Kommunikationsmanagement, haben für Vattenfall in Deutschland und für die gesamte Kernkraft in der Folge einen enormen und nachhaltigen Reputationsschaden verursacht.

Selbst Bundeskanzlerin Merkel betont, Sie habe mit dem Unternehmen kein Mitleid.

Japans Autoproduktion nach Erdbeben gestoppt

Das Erdbeben in Japan zu Wochenbeginn hat die Autoindustrie hart getroffen. Die Produktion eines wichtigen Zulieferers wurde so stark beschädigt, dass er nicht mehr liefern kann. Durch die just-in-time-Produktion gibt es auch keine Zwischenlager mehr.

Daraufhin mussten die großen japanischen Hersteller Honda, Toyota, Suzuki und Mitsubishi ihre Produktion in einigen Fabriken komplett herunterfahren.

Artikel in der ftd.

Update:

Toyota fährt die Produktion in Japan wieder hoch und hilft dem betroffenen Zulieferer wieder auf die Beine.

Handelsblatt online

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Bundeswehrkrankenhaus Ulm nach Bombendrohung evakuiert

Nach einer Bombendrohung, wurde eines der größten Bundeswehrkrankenhäuser mit 55o Betten für Soldaten und Zivilisten sowie 1200 Angestellten vollständig geräumt. Die Bombendrohung ging bei der Neu-Ulmer Zeitung ein. Das Gebäude wurde daraufhin geräumt, da ein terroristischer Hintergrund nicht ausgeschlossen werden konnte. Das Krankenhaus betreut auch in Afghanistan eingesetzte deutsche Soldaten. Die Patienten wurden in umliegende Kliniken verlegt. Die Verlegung erolgte durch die Bundeswehr mit Unterstützung weiterer Rettungswagen aus der Region.

Quelle: Spiegel online

Je besser es den Unternehmen geht, desto teurer werden auch die Schäden

sagt Achim Hillgraf, Deutschland-Geschäftsführer des Industrieversicherers FM Global.

Vor dem Anspringen der Konjunktur konnten Unternehmen eher auf ungenutzte Kapazitäten zurückgreifen. Wenn die Produktionsanlagen komplett ausgelastet sind, geht das nicht.

Im Katastrophenfall ist der reine Sachschaden meistens das kleinere Problem. Kritischer ist der Betriebsstillstand. Unternehmen können zwar fortlaufende Kosten und entgangene Gewinne mit einer Betriebsunterbrechungsversicherung abdecken. Sie können sich aber nicht dagegen versichern, dass aufgrund von Lieferschwierigkeiten Kunden abspringen oder die Firma ihren guten Ruf verliert.

“Ein Großschaden führt bei vielen Unternehmen zu einer signifikanten Verschlechterung ihrer Wettbewerbsfähigkeit”, sagt Hillgraf. “Bei Aktiengesellschaften kann es negative Auswirkungen auf den Aktienkurs geben.”

Hans Kahlbrock von der Gossler, Gobert & Wolters Gruppe (Versicherungsmakler und Risikomanager vor allem für mittelständische Unternehmen) schätzt, dass 85 Prozent der gesamten Gefahren, denen ein Unternehmen ausgesetzt ist, nicht versicherbar sind.

Günter Schlicht, Geschäftsführer des Deutschen Versicherungs-Schutzverbands (DVS), bestätigt, dass gutes Risikomanagement zunehmend auch bei den Prämien für Verträge berücksichtigt wird.

Quelle: Artikel in der ftd

Land Hessen ist auf die Vogelgrippe vorbereitet

René Gottschalk, Leiter des Frankfurter Gesundheitsamts, rechnet damit, dass der Erreger H5N1 in den nächsten Wochen Hessen erreicht. Die Gefahr, dass sich Menschen infizieren könnten, schätzt der Experte als sehr gering ein. Seit 2003 haben sich weltweit 317 Menschen angesteckt. Ausschliesslich Menschen aus armen und mangelernährten Bevölkerungsschichten, die mit infiziertem Geflügel auf engstem Raum gelebt hätten. Alle Experten gingen allerdings davon aus, dass aufgrund von Mutationen zu einem Zeitpunkt X ein von Mensch zu Mensch übertragbares, hoch ansteckendes “Super-Virus” entstehen werde.

Für den Krisenfall hat das Land Hessen rund 13,7 Millionen Euro in die Anschaffung von Tamiflu investiert. Die 1,23 Millionen Therapieeinheiten reichten für 20 Prozent der hessischen Bevölkerung. Vor einer prophylaktischen Einnahme von Tamiflu wird wegen der hohen Nebenwirkungen dringend gewarnt. Neben Übelkeit und Erbrechen wird offensichtlich die Selbstmordgefahr erhöht. Dies zeigen Erfahrungen aus Japan, wo sich Kinder vor den Zug geworfen hätten oder vom Balkon gesprungen seien, die prophylaktisch mit Tamiflu behandelt wurden.

Der hessische Pandemieplan kann unter www.sozialministerium.hessen.de abgerufen werden.

Quelle: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung vom 15.07.2007

SAP Vorstand Kagermann stellt sich den Vorwürfen

Eine Kommunikationspolitik, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnte. Auf der einen Seite Vattenfall mit einer Kommunikationspolitik a la “Bulldozer”, die zum Ende der Kernkraftaktivitäten in Deutschland führen kann, auf er anderen Seite der öffentliche Umgang von SAP mit den Vorwürfen. Beiden Unternehmen wird vorgeworfen gegen gesetzliche Bestimmungen verstossen zu haben. Bei SAP ist es das Tochterunternehmen Tomorrow Now das illegal Daten beim Wettbewerber Oracle heruntergeladen hat.

SAP Vorstand Kagermann hat nun in einem Interview in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung zu den Vorwürfen Stellung genommen.

“Ich bitte hier um eine faire Beurteilung. Zum einen ist nicht bewiesen, ob und welcher Schaden für Oracle entstanden ist. Zum Zweiten erwarte ich, nicht von vornherein böse Absicht zu unterstellen. Ich gehe bisher davon aus, dass einzelne Mitarbeiter Fehler gemacht haben. Das ist bedauerlich und ärgerlich. Wir verfolgen Verstöße gegen Gesetze und gegen unsere internen Unternehmensrichtlinien konsequent” so Henning Kagermann in der FAS vom 15.07.2007.

Dies ist Schadensbegrenzung auf höchstem Niveau. Vattenfall würde gut daran tun, sich hieran ein Beispiel zu nehmen.

Citibank baut größtes Rechenzentrum ausserhalb USA in Frankfurt

Die hervorragende Energie- und Dateninfrastruktur sowie die hohen Sicherheitsstandards haben den Ausschlag für den Standort Frankfurt gegeben. Die deutschen alternativen Standorte sind aus Sicherheitsgründen weggefallen: Hamburg wegen Überschwemmungsgefahr und Düsseldorf wegen eines erhöhten Erdbebenrisikos.

Das neue Rechenzentrum für 170 Millionen Euro wird im Stadtteil Nieder-Eschbach gebaut. Es wird 4.000 Server beherbergen, die von 40 Mitarbeitern betrieben werden. Das Rechenzentrum soll durch ein speziell entwickeltes Kühlsystem mit einer Aufbereitung des Brauchwassers und durch Verwendung heimischen Holzes besonderen Wert auf Ökologie legen.

Quelle: FAZ