Vogelgrippe (H5N1)-Todesfall in Vietnam

In Vietnam ist ein 12-j√§hriges M√§dchen an der Vogelgrippe gestorben. In diesem Fall handelt es sich um das Virus A(H5N1) und nicht um H7N9, das aktuell in China zu Infektionen und Todesf√§llen f√ľhrt. In diesem Monat sind in Vietnam bereits insgesamt drei Menschen an H5N1 gestorben. √úber 10.000 Mauersegler wurden gekeult, nachdem das Virus bei den V√∂geln identifiziert wurde. Die Nester der Mauersegler werden in Vietnam f√ľr Suppen verwendet.

 

Bereits 95 Schweinegrippe-Tote in Indien seit Jahresbeginn

Der H1N1-Virus “Schweinegrippe” hat in Indien seit Jahresbeginn 2013 bereits 95 Todesopfer gefordert. Insgesamt gab es nahezu 500 gemeldete H5N1-Infektionsf√§lle. Der Schwerpunkt der t√∂dlichen Infektionen liegt in der Provinz Rajasthan. Die Experten r√§tseln noch √ľber die Ursachen dieses starken Anstiegs der t√∂dlichen Infektionen. Eine der Ursachen wird in einem verl√§ngerten Winter in Morden Indiens vermutet, der die √úbertragung des Virus durch die Luft beg√ľnstigt haben k√∂nnte.

Quelle: timesofindia

Forschung am “H5N1-Killervirus” soll wiederaufgenommen werden

Vor rund einem Jahr erkl√§rten Wissenschaftler weltweit ein Moratorium f√ľr die weitere Forschung an mutierten H5N1-Viren, die sich wie das Schweinegrippe-Virus leicht √ľbertragen lassen und gleichzeitig die hohe Sterblichkeitsrate des Vogelgrippe-Virus besitzen. Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung FAS verf√ľgt jetzt √ľber Informationen, dass dieses Moratorium in der kommenden Woche beendet werden soll. In dem Beitrag der FAS, der es sogar auf die Titelseite gebracht hat “Forscher d√ľrfen Killerviren z√ľchten”, wird der amerikanische Risikoforscher Peter Sandman zitiert. Nach seinen Erkenntnissen k√§men Laborunf√§lle in den Biowissenschaften h√§ufig vor. Die meisten blieben geheim, so Sandman, und Beinahe-Unf√§lle w√ľrden weder gemeldet noch katalogisiert und ausgewertet. Eine Diskussion unter den Experten ist entbrannt, die zeigt, dass das einj√§hrige Moratorium offensichtlich nicht genutzt worden ist, um einen Konsens √ľber eine sichere Vorgehensweise in der Forschung mit “Killerviren” zu erzielen. Ausser Frage ist, dass sogenannte “Killer-Viren” wie SARS, Ebola oder Pocken in den falschen H√§nden eine verheerende Waffe darstellen. ¬†Demgegen√ľber steht der Erkenntnisgewinn aus der Forschung mit diesen Viren. Wieder stehen wir vor der schwierigen Situation des Risikomanagements: wieviele Risiken wollen wir akzeptieren, welche Strategien gibt es, diese Risiken zu mindern oder soll ganz auf “Vermeidung”, also “Forschungsstopp” gesetzt werden. Wieder hilft ein Blick in die Luftfahrt. Die Menschen wollen g√ľnstig und schnell in den Urlaub fliegen. Doch Fliegen ist potentiell gef√§hrlich und gar t√∂dlich (wenn auch nicht so gef√§hrlich wie die t√§gliche Fahrt mit dem Auto ūüėČ ). Die Luftfahrtbranche hat √ľber Jahre ein hoch wirksames Sicherheitssystem entwickelt, das dazu gef√ľhrt hat, dass 2012 als das Jahr mit den wenigsten Toten im zivilen Luftverkehr in die Geschichte eingeht. Trotz – oder vielleicht gerade wegen – der √∂ffentlichen Meldungen √ľber technische Probleme bei den aktuellen Neu-Entwicklungen von Airbus und Boeing. Wir k√∂nnen uns darauf verlassen, dass f√ľr die Sicherheit alles menschenm√∂gliche – und nicht nur alles wirtschaftliche – getan wird. Wenn man die jetzt aufkeimende Diskussion der Experten √ľber die Sicherheit in der Forschung mit “Killerviren” verfolgt, muss man zum Schlu√ü kommen, dass auch das Moratorium keine internationalen Standards und Sicherheitsmechanismen hervorgebracht hat. Solange aber nicht ein mindestens mit der Luftfahrt vergleichbares internationales Sicherheitssystem existiert, in dem Vorf√§lle gemeldet werden, unabh√§ngige Audits durchgef√ľhrt werden und nachweislich nicht nur das wirtschaftliche, sondern das menschenm√∂gliche f√ľr die Sicherheit unternommen wird, sollte das Moratorium verl√§ngert werden. Und diese Zeit mu√ü f√ľr die Entwicklung dieses Sicherheitssystems genutzt werden, wie auch f√ľr die glaubhafte Dokumentation dieser Ma√ünahmen an die √Ėffentlichkeit. Die Weltgesundheitsorganisation WHO steht hier in einer gro√üen Verantwortung, denn dies kann nur auf internationaler Ebene geschehen. Ein Flugzeugabsturz kann viele hunderte von Menschenleben kosten, ein “Killer-Virus” in den H√§nden von Terroristen bedroht Millionen von Menschen weltweit.

Studien zur Vogelgrippe werden nun doch veröffentlicht

Nach einer langandauernden Debatte¬†√ľber die Ver√∂ffentlichung zweier Forschungsergebnisse zu mutierten hochansteckenden¬†H5N1-Virenst√§mmen werden die Foschungsergebnisse¬†in modifizierter Form nun doch ver√∂ffentlicht. Nachdem die Ver√∂ffentlichung zuvor durch die amerikanische NSABB¬†(National Science¬†Advisory¬†Board for¬†Biosecurity) und die WHO aus Sicherheitsbedenken¬†abgelehnt wurde, d√ľrfen die ge√§nderten Fassungen jetzt ver√∂ffentlicht werden. Die Umst√§nde, die zu dieser Meinungs√§nderung¬†gef√ľhrt haben, sind jedoch alles andere als transparent. Zun√§chst hatten die Forscher selbst die Tragweite ihrer Ergebnisse relativiert und damit die Bedrohung durch die Verwendung der Ergebnisse durch Terroristen f√ľr einen Anschlag. Durch eine Mutation haben die Forscher H5N1-Virenst√§mme erzeugt, die leicht √ľbertragbar sind. Der bis heute auftretende H5N1-Virus weist zwar eine hohe Sterblichkeitsrate auf, ist jedoch nur schwer von Tier auf Menschen √ľbertragbar. Die 353 H5N1-Todesf√§lle betreffen vor allem¬†Personen, die in direktem engen Kontakt¬†mit infiziertem Gefl√ľgel standen. Ein ma√ügeblicher Beweggrund zur Freigabe der Forschungsergebnisse d√ľrfte jedoch politischer Natur sein, wie dieser Artikel¬†aufzeigt. Die WHO¬†bem√ľht sich eine internationale Allianz der Staaten zur Bek√§mpfung der Infektion zusammenzubringen. Indonesien und andere¬†Staaten weigern sich jedoch, Virenst√§mme¬†international f√ľr Forschungszwecke zur Verf√ľgung zu stellen.¬†W√ľrden die Forschungsergebnise¬†nicht ver√∂ffentlicht werden, erhielten diese Staaten Argumente f√ľr ihre Abwehrhaltung und die schwache internationale Zusammenarbeit bei der Forschung und Bek√§mpfung der Epidemien k√∂nnte zusammenbrechen.

WHO stoppt Forschung an mutierten Vogelgrippe-Viren und die Ver√∂ffentlichungen dar√ľber

Die Weltgesundheitsbeh√∂rde WHO hat auf ihrer Sitzung am 16. und 17. Februar 2012 in Genf entschieden, dass die Forschungen an mutierten A(H5N1)-Virenst√§mmen √ľber das freiwillige 60-t√§gige Moratorium hinaus nicht weitergef√ľhrt werden. Die bereits fertig vorliegenden Ver√∂ffentlichungen der beiden Forschergruppen in Rotterdam und den USA sollen unver√∂ffentlicht bleiben. Die WHO bef√ľrchtet, dass die Erkenntnisse der Forschung in die H√§nde von Terroristen gelangen k√∂nnten. Denn nur mit f√ľnf Mutationen ist es m√∂glich, aus dem bislang von Mensch zu Mensch nicht √ľbertragbaren Virus eine h√∂chst ansteckende Variante zu produzieren, die wie Grippeviren √ľber die Luft √ľbertragen werden. Dieser Virus w√ľrde eine Sterblichkeitsquote von rund sechzig Prozent aufweisen. Die mutierten Virenst√§mme befinden sich in einem Hochsicherheitslabor mit der h√∂chsten Sicherheitsstufe unter Verschluss (BSL3+: Biosicherheitslevel 3 mit zus√§tzlichen Auflagen). √úber die Ver√∂ffentlichung der Forschungsergebnisse hatte es heftige Diskussionen gegeben. Das Interesse an der Ver√∂ffentlichung der Forschungsergebnisse f√ľr die Wissenschaft stand mit dem ¬†Interesse des Schutzes vor Terroristen im Widerspruch. Diesem Schutz wurde jetzt durch die WHO eine h√∂here Priorit√§t einger√§umt.

[WHO: technical consultation on H5N1 research issues]

Erster Vogelgrippe-Todesfall in Vietnam seit nahezu zwei Jahren

In Vietnam ist ein 18-j√§hriger an dem Vogelgrippe-Virus A/H5N1 gestorben. Es ist der erste Todesfall in Vietnam seit April 2010. Der junge Mann arbeitete in zwei Gefl√ľgelfarmen in Can Tho, in denen das Virus bislang jedoch nicht nachgewiesen werden konnte. Der Mann starb am Montag, nachdem er einen Tag zuvor in das Krankenhaus eingeliefert wurde. Sein Haus wurde desinfiziert und die Kontaktpersonen unter Beobachtung gestellt. Im Dezember wurde der H5N1-Virus bei Gefl√ľgel in Hongkong entdeckt.

[A/H5N1-Statistik des WHO, pdf]

Todesfälle nach Infektionen mit dem Vogelgrippe-Virus H5N1

Aus China wird ein Todesfall nach einer Infektion mit dem Vogelgrippe-Virus H5N1 gemeldet. Es ist der erste H5N1-Tote in China nach mehr als einem Jahr. Der 39 Jahre alte Busfahrer starb in der Stadt Shenzhen an der Grenze zu Hongkong. In Hongkong wurden erst vor Kurzem etwa 17.000 H√ľhner get√∂tet, nachdem drei von ihnen an H5N1 verendet waren. Der Verstorbene soll allerdings laut chinesischer Beh√∂rden nicht in Kontakt mit den H√ľhnern gewesen sein.

Auch aus Zimbabwe in Afrika wird ein Todesfall nach einer Vogelgrippe-Infektion gemeldet.

Auf Grund der Diskussion √ľber die Ver√∂ffentlichung von Forschungsergebnissen √ľber die hoch ansteckende Mutation eines H5N1-Virus ist das Virus wieder st√§rker in die √Ėffentlichkeit geraten. Tats√§chlich gibt es laufend H5N1-Todesf√§lle, allerdings auf niedrigem Niveau und lokal konzentriert. Ein Schwerpunkt der Todesf√§lle ist √Ągypten. Die WHO √ľberwacht weltweit die F√§lle von H5N1-Infektionen. Diese Vorsicht ist angebracht, denn nach einer Infektion sterben 60 Prozent der Patienten an dem H5N1-Virus.

WHO ist besorgt √ľber die Forschungen an einem leicht √ľbertragbaren H5N1-Virus

In einer Presseerkl√§rung¬†√§ussert¬†die Weltgesundheitsorganisation WHO¬†Bedenken¬†gegen√ľber der Forschung an einem leicht √ľbertragbaren H5N1-Virus. Die Ver√∂ffentlichung¬†der Forschungsergebnisse einer leicht √ľbertragbaren Mutation des H5N1-Virus ¬†ist derzeit heftig umstritten. Amerikanische Beh√∂rden versuchen aus Sorge um den Mi√übrauch durch Terroristen die Ver√∂ffentlichung der gesamten Forschungsergebnisse in Fachmagazinen zu verhindern.

Auch die WHO zeigt sich besorgt √ľber die von Forschern entwickelte gef√§hrliche Mutation:

H5N1 influenza viruses are a significant health risk to people for several reasons. Although this type of influenza does not infect humans often, when it does, approximately 60% of those infected die. In addition, because these viruses can cause such severe illness in people, scientists are especially concerned that this type of influenza could one day mutate so it spreads easily between people and causes a very serious influenza pandemic.

Zweiter Fund von Vogelgrippe in Hongkong

Innerhalb einer Woche wurde in Hongkong ein zweites Tier mit dem Vogelgrippevirus H5N1 identifiziert. Am Mittwoch waren 17.000 H√ľhner get√∂tet worden, nachdem bei einem Tier der Vogelgrippevirus gefunden wurde. Die Warnstufe f√ľr den Virus wurde nach dem zweiten Fund von der Regierung angehoben. Das H5N1-Virus macht derzeit Schlagzeilen. Forscher haben eine leicht √ľbertragbare Mutation des Virus entwickelt. Die USA versuchen eine Ver√∂ffentlichung der Forschungsergebnisse zu verhindern, um Anschl√§ge mit diesem mutierten Virus zu verhindern.

[wsj]

Vogelgrippe-Virus A/H5N1 in Hongkong entdeckt – 17.000 H√ľhner werden get√∂tet

In Hongkong ist bei einem Huhn von einem Gefl√ľgelmarkt der Vogelgrippevirus A/H5N1 entdeckt worden. Die Regierung hat ein Import- und Handelsverbot f√ľr lebende H√ľhner verh√§ngt. Etwa 17.000 H√ľhner werden notgeschlachtet. Mit diesen Ma√ünahmen will die Regierung verhindern, dass das gef√§hrliche Virus auf Menschen √ľbertragen wird. Der Vogelgrippevirus ist vor allem in √Ągypten und Asien weiterhin aktiv. Die Weltgesundheitsbeh√∂rde WHO √ľberwacht weltweit die Infektionen mit H5N1. F√ľr 2011 verzeichnet die WHO weltweit 30 Todesf√§lle auf Grund von H5N1 (Kambodscha: 8; √Ągypten: 13; Indonesien: 9).

[Reuters]

Einem Forscherteam um den niederl√§ndischen Virologen Ron Fouchier ist es gelungen eine Variante des A/H5N1-Virus zu entwickeln, das sich so einfach wie ein Schnupfen verbreiten kann. Der aktuelle Vogelgrippevirus ist zwar hochgef√§hrlich, aber wenig ansteckend. Das Gremium der US-Regierung f√ľr Biosicherheit (National Science Advisory Board for Biosecurity, NSABB) hat jetzt Wissenschaftszeitungen aufgefordert, die ¬†Ergebnisse nicht vollst√§ndig zu ver√∂ffentlichen. Es besteht die Bef√ľrchtung, dass Terroristen in den Besitz der Bauanleitung f√ľr diese hochgef√§hrliche Mutation des Virus kommen k√∂nnten. Die Herstellung eines solchen Virus w√§re dann relativ einfach m√∂glich.¬†“Die Ergebnisse zeigen, dass es viel leichter ist, das Virus in eine hochgef√§hrliche Variante zu verwandeln, als man je zuvor gedacht h√§tte.” so Alberts, der Chefredakteur des Wissenschaftsmagazins Science.

UN warnt vor einer neuen Variante des Vogelgrippe-Virus

in Vietnam und China ist eine neue Muatation des Vogelgrippe-Virus (H5N1) aufgetaucht, gegen die¬†bestehende Impfstoffe nicht wirksam sind. Der Vogelgrippe-Virus ist in Asien nach wie vor aktiv. Die letzten Todesf√§lle waren in Kambodscha, wo acht Menschen an dem Virus starben. Seit 2003 sind 565 Menschen an dem t√∂dlichen Virus erkrankt, 331 Menschen starben an der Infektion. Die WHO √ľberwacht weltweit den Verlauf der Infektionen(pdf) durch H5N1. 2006 wurde der Virus in V√∂geln in Europa nachgewiesen und n√§hrte die Bef√ľrchtungen vor einer Pandemie.¬†Massenkeulungen¬†in Gefl√ľgelbetrieben¬†waren die Folge. Weltweit wurden √ľber 400 Millionen Tiere get√∂tet. In Vietnam gab es zum Beispiel landesweit keine Gefl√ľgel mehr.

[CNN]