Ausbruch der Vogelgrippe in Japan befĂŒrchtet

In Japan scheint es einen erneuten Ausbruch der Vogelgrippe (H5N1) zu geben. Bei mehreren großen Geflügelzüchtern wurde der Vogelgrippevirus H5N1 festgestellt. Nach Schätzungen des Landwirtschaftsministeriums sind bereits rund eine halbe Million Hühner betroffen, denen die Notschlachtung droht. Die Infektionen sind über das ganze Land verteilt, was die zuständigen Behörden in Alarmbereitschaft versetzt hat. Es handelt sich um den dritten Ausbruch in diesem Jahr. Ministerpräsident Naoto Kan hat daher in der vergangenen Woche einen Krisenstab mit Vertretern der Gesundheitsbehörden, des Landwirtschaftsministeriums und den Sicherheitskräften einberufen. Die Weltgesundheitsorganisation WHO überwacht weltweit die menschlichen Infektionen mit dem H5N1-Virus, das lange im Verdacht stand, die weltweite Pandemie zu verursachen. Die weltweite Pandemiestufe der WHO wurde dann jedoch durch die Schweinegrippe A(H1N1) ausgelöst.

Aktuelle Informationen zur Schweinegrippe

Anlässlich der aktuellen kritischen Situation bei der Verbreitung des Schweinegrippe-Virus habe ich eine neue Link-Kategorie eingerichtet. In dieser Kategorie finden Sie Links zur aktuellen Lage mit Lagebildern des WHO, Robert Koch Institut RKI, ECDC und CDC.

Im bcm-newsticker gibt es aktuelle Informationen zum Thema. Der bcm-newsticker ist über twitter zu abonnieren: bcmnews

Zwischenfall mit H5N1-Viren in englischem Labor

Zwei Arbeiter in dem englischen Labor Veterinary Laboratories Agency (VLA) in Weybridge haben sich mit Nadeln verletzt und sich damit einer Infektion mit dem H5N1-Virus ausgesetzt. Beide wurden mit anti-viralen Medikamenten behandelt und auf eine Infektion getestet. Die Tests verliefen negativ – also keine Infektion mit dem Vogelgrippe-Virus.

Die Zwischenfälle wurden bei RIDDOR (The Reporting of Injuries, Diseases and Dangerous Occurrences Regulations 1995) registriert. Bei RIDDOR können Mitarbeiter bei einem Incident Contact Centre “health and safety incidents” unter einer kostenfreien Rufnummer melden.

Im Februar wurde bereits ein Labor-Zwischenfall mit H5N1-Viren bekannt, als ein österreichisches Labor versehentlich H5N1-verseuchtes Material versandt hat.

Quelle: RSOE Emergency and Disaster Information Service, Budapest, Hungary

Wohin mit dem Tamiflu?

Vor ein paar Jahren startete die große Welle der Pandemieplanungen. Bund, Länder, Kommunen und Unternehmen erstellten in Projektgruppen hektisch Pandemiepläne. Die Zulieferer von Hygienemitteln kamen mit ihren Lieferungen der Nachfrage nicht mehr nach. Konferenzen, Tagungen und Schulungen zum Thema überschlugen sich. Die Firma Roche erlebte eine Sonderkonjunktur mit dem Impfmittel Tamiflu als Quasi-Monopolist. Weiterlesen…

Laborsendung eines österreichischen Pharmaunternehmens versehentlich mit H5N1 infiziert

Eine östereichisches Pharma-Unternehmen hat eine versehentlich mit dem tödlichen H5N1-Virus verseuchte Sendung an ein tschechisches Bio-Labor versandt. Die 13 Mitarbeiter des Bio-Labors wurden vorsorglich mit Tamiflu behandelt und regelmäßig getestet. Es traten bislang keine Infektionen auf.

Quelle: RSOE Emergency and Disaster Information Service, Budapest, Hungary

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Behörden in China warnen vor einer Epidemie

Die H5N1- Infektionen und Todesfälle in China haben in den vergangenen Wochen stark zugenommen. Innerhalb von zwei Wochen sind drei Menschen an der Vogelgrippe gestorben. Experten der nationalen Gesundheitsbehörde warnen daher vor einer Epidemie.

Verschärft wird die Situation durch das anstehende chinesische Neujahrsfest am 25. Januar. Zu diesem Fest werden traditionell Hühnergerüchte serviert. Die Menschen kommen daher verstärkt mit Geflügel in Berührung und Infektionen sind daher wahrscheinlicher.

ZweijÀhriges Kind in China mit H5N1 infiziert, H5N1-Statistik

In China wurde bei einem zweijährigen Kind der H5N1-Virus festgestellt. Es ist der zweite Fall einer Übertragung des H5N1-Virus auf einen Menschen in diesem jungen Jahr.

Gemäß der offziellen H5N1-Statistik der WHO sind die menschlichen Infektionsfälle mit dem H5N1-Virus zurückgegangen. Weiterlesen…

Erster Vogelgrippe-Fall in diesem Jahr

Lange Zeit war Ruhe an der Vogelgrippe-Front in Deutschland. Jetzt ist in Sachsen bei einer Ente das H5N1-Virus nachgewiesen worden. Dies ist der erste Vogelgrippe-Fall seit Dezember 2007.

Gleichzeitig macht die Forschung bei der Entwicklung neuer Impfstoffe weitere Fortschritte. Die bsiherigen Impfstoffe wirken nur gegen einen Erregerstamm und sind zeitaufwändig in der Herstellung und Anpassung auf die jeweiligen H5N1-Stämme. Der neue DNA-Impfstoff soll ein breiteres Wirkungsspektrum besitzen und sind leichter und billiger herzustellen.
Mit der Krisenkommunikation bei einer Pandemie hat sich ein Workshop an der Akademie für Krisenmanagement, Notfallplanung und Zivilschutz (AKNZ) des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) in Ahrweiler Anfang Oktober auseinandergesetzt.

Update:

Nach der Entdeckung eines neuen Falls von Vogelgrippe sind in der Nacht zum Freitag 1.400 Tiere eines Geflügelbestandes in Sachsen getötet worden. Zuvor wurden 150 Tiere eines Gehöfts in Markersdorf auf H5N1 untersucht, bei mehreren von ihnen besteht der Verdacht der Vogelgrippe, wie ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in Dresden sagte. Inzwischen sei ein Sperrgebiet im Radius von drei Kilometern eingerichtet worden, das Beobachtungsgebiet umfasse zehn Kilometer. In allen Beständen des Sperrbezirks erfolgt eine Untersuchung des Geflügels.

(Quelle: FAZ)

Neue Erkenntnisse zur Vogelgrippe vom Bodensee

Das länderübergreifende Forschungsprojekt “Constanze” am Bodensee hat neue Erkenntnisse zur Übertragung von Vogelgrippe von Wildvögel auf Hausgefügel veröffentlicht. Ursprünglich war man davon ausgegangen, dass das Vogelgrippe-Virus von Wildvögel auf Hausgeflügel übertragen wird. Die Forschungen am Bodensee belegen nun jedoch, dass es kaum Kontakte zwischen wild lebenden Enten und Hausgeflügel gibt.

Quelle: n-tv

WHO veröffentlicht update der H5N1-Statistik

Das WHO hat zum 28. Mai die offzielle H5N1-Statistik aktualisiert. In Bangladesch ist der erste H5N1-Fall bei Menschen aufgetreten. Bei einem 16-jährigen Junge wurde der Virus identifiziert. Der Junge überlebte die Virus-Infektion.

Ergänzend hierzu hat das WHO eine “timeline of major events” veröffentlicht. In dieser Übersicht werden die wichtigsten Ereignisse seit 1996 im Zusammenhang mit der Vogelgrippe aufgeführt.