Ansturm auf Fernbusse auf Grund der Bahnstreiks – Webseiten der Anbieter brechen unter der Last zusammen

Streik_smallDer von der GDL angekündigte Streik der Lokführer von Samstag 02:00 Uhr bis Sonntag früh 04:00 Uhr hat zu einem Ansturm auf die Fernbusse geführt. Die Webseiten und Buchungssysteme sind unter der Last der Anfragen heute zeitweise in die Knie gegangen. Der Fernbus ist auch mein “Plan B” für die Fahrt zum Kunden am Sonntag Abend. Die Buchungsseite des ADAC Postbus war jedoch unter der Last der Anfragen nicht erreichbar und brach mehrmals zusammen. Schließlich ist mir dann doch eine Buchung geglückt und ich werde diese Alternative zur Bahn einem Praxistest unterziehen. Flexibles und schnelles Reagieren auf geänderte Rahmenbedingungen ist schließlich eine der Kernkompetenzen des BCM und Krisenmanagements. Auch die Fernbus-Anbieter reagieren mit einer Verstärkung der Busflotte und dem Einsatz größerer Busse auf die sprunghaft gestiegene Nachfrage. Das Leid des einen ist die Freud des anderen. Für die Bahn werden die aktuellen Streiks zu einer dauerhaften Abwanderung eines Teils der Kunden führen. Dies ist besonders schmerzhaft, da die Fernbusse bereits jetzt negative Spuren in den Erträgen der Bahn hinterlassen.

Lieber Herr Sitznachbar…

Es tut mir leid, dass der attraktive IPO-Deal an eine andere Bank verloren gegangen ist. Das Vorgehen war vielleicht doch etwas zu aggressiv und das Research hat wahrlich keine gute Figur bei diesem Deal abgegeben. Das kann ich aus diesen umfangreichen Schilderungen sehr gut nachvollziehen.
Ich biete an, dass wir direkt einen Workshop hier im Abteil aufsetzen. Wir werden sehr erfolgreich sein, denn aus den anderen Gesprächen an Bord entnehme ich, dass noch mehr kompetente Banker im Abteil sind. Vielleicht sogar der glückliche Mitbewerber!
Die NSA sollte den ganzen Technikkram verschrotten und dafür Netzkarten der Bahn kaufen. Ökologisch wäre dies obendrein noch. Nach dem Motto “green NSA”  ganz im Trend.
Soviel zum gelebten Datenschutz.

Meine Bahn

04:45 klingelt der Wecker. Um 06:01 geht es planmäßig los mit der HLB zum Frankfurter Hauptbahnhof. Von dort soll es um 06:50 Uhr mit dem ICE nach Stuttgart gehen. Um kurz nach 06:00 steht die Bahn vor Oberursel wegen einer Weichenstörung. Umstieg in die völlig überfüllte U-Bahn nach Frankfurt. Den ICE um 06:50 nach Stuttgart habe ich schnell aufgegeben. Der ICE um 07:50 hat eine halbe Stunde Verspätung. Um 10:00 Uhr werde ich wohl in Stuttgart ankommen. Macht vier Stunden reine Fahrzeit. Und dann geht der Arbeitstag erst los. Manchmal ist ein Montag nicht lustig.

BCM-Szenario “Personalausfall” bringt die Bahn unter Druck

Am Mainzer Bahnhof ist das BCM-Szenario “Personalausfall” Realität geworden. Die 15 Fahrdiesntleiter sind “Kopfmonopole” in Mainz. Über die Hälfte dieser Fahrdienstleiter sind derzeit krank oder in Urlaub. Dieser Personalengpass führt dazu, dass an dem wichtigen ICE-Haltepunkte Züge nicht mehr halten können. Züge fallen seit einer Woche aus oder müssen umgeleitet werden. Da Mitarbeiter erst in die Arbeit eingewiesen werden müssen, können nicht mal schnell Fahrdienstleister aus anderen Bahnhöfen abgezogen werden. Die Bahn erwägt nun, Mitarbeiter aus dem Urlaub zurückzuholen. Die Mitarbeiter sollen gebeten werden, freiwillig ihren Urlaub zu unterbrechen. Der Teamgeist der Eisenbahner wird beschworen. DB-Vorstand Hansjörg Hess, zuständig für Fahrdienstleiter und Stellwerke, soll laut Presseberichten wegen der Vorkommnisse in Mainz vor der Ablösung stehen.

Wieder ein Beispiel, wie der Ausfall einer großen Zahl an Mitarbeitern oder “Kopfmonopolen” ein Unternehmen in Bedrängnis oder gar in Geschäftsbeeinträchtigungen und – unterbrechungen bringen kann. Ursachen für dieses Szenario “Personalausfall” gibt es zahllose. Angefangen bei Streik / Ausstand, über Erkrankungswellen, wie Norovirus oder Epidemien und Pandemien bis zu Verkehrsunterbrechungen. Daher ist es elementar, dieses Szenario im BCM mit zu berücksichtigen. Nicht für jede spezifische Ursache, sondern aus der Wirkungsfolge “Ausfall von Personal und/oder Kopfmonopolen” betrachtet. Jetzt ist es für die Bahn zu spät, weitere Mitarbeiter kurzfristig in die spezifischen Gegebenheiten in Mainz einzuweisen. Präventive Maßnahmen für Personalausfälle müssen langfristig vorbereitet und breit angelegt werden. Hierzu gehören klassische Personalmaßnahmen wie Dokumentationen, job rotation und der Einsatz von Springern sowie breit ausgebildete task forces und natürlich entsprechende Notfallpläne, in denen die Maßnahmen dokumentiert und abgestimmt sind. Die Bahn versucht zu retten, was noch zu retten ist, doch der Imageschaden ist bereits eingetreten, Spott und Beschimpfungen werden breit über die Bahn ausgeschüttet. Die Bahn wird auch dies überstehen, doch Unternehmen ohne Monopolsituation kann dies das Geschäft ruinieren. Vorsorge ist immer besser, als sich auf das Krisenmanagement zu verlassen – oder dass die verantwortlichen Vorstände dann das Unternehmen verlassen.

Kabelbrand fĂźhrt zu Ausfall des Bahnverkehrs im Osten Berlins

Aufgrund eines Kabelbrands im Verkehrsknotenpunkt Ostkreuz kam es zu einem Stromausfall bei der Bahn im Osten Berlins.  Im Regional- und Fernverkehr kommt es daher seit Montag früh zu massiven Ausfällen. Ein Ersatzverkehr mit Bussen kann wegen des Umfangs der Ausfälle durch die Bahn nicht geleistet werden.

Die Berliner S-Bahn meldet hierzu:

“infolge eines Brandes ist im östlichen Stadtgebiet/Umland die Versorgung mit Fahrstrom gestört und deshalb der Zugverkehr stark beeinträchtigt. Auch der Fern- und Regionalverkehr sind betroffen. Auf den Bahnhöfen sind Beschallung und Anzeigen ausgefallen. Bitte benutzen Sie die Verkehrsmittel der BVG .Wir bitten um Entschuldigung”

Ab Dienstag wieder Streik bei den Privatbahnen

Ab Dienstag 14:00 Uhr treten die Lokführer der privaten Bahnen erneut in einen 72-stündigen Warnstreik. Der Streik soll am Freitag um 14:00 Uhr enden. Die Deutsche Bahn DB ist von diesem Warnstreik nicht betroffen. Mit den hessischen Privatbahnen, wie der Hessischen Landesbahn und deren Tochterunternehmen, ist die GDL in Verhandlungen. Diese sind daher ebenfalls vom Streik ausgenommen.

Eilmeldung: LokfĂźhrer stimmen fĂźr Streik

Kunden der Bahnen müssen sich auf umfangreiche Behinderungen im Bahnverkehr einstellen. Die in der GDL organisierten Lokführer haben sich mit großer Mehrheit für einen unbefristeten Streik ausgesprochen. Neben dem Personenverkehr soll jetzt der Güterverkehr getroffen werden.

Der Deutsche Industrie- und Handelkammertag (DIHK) warnte bereits vor Produktionsstörungen auf Grund von Streiks im Güterverkehr.

Heute wieder Warnstreiks der LokfĂźhrer – Shuttle Service zur Cebit

Heute ist wieder Streiktag bei der Bahn. Zwischen 8:30 und 11:30 hat die GDL die Lokführer bundesweit zum Warnstreik aufgerufen. Besonders betroffen sind die Berufspendler und die Messe Cebit. Der Messeveranstalter hat mit einem Shuttle-Service auf den Streik reagiert. Von den Flughäfen in Frankfurt, Düsseldorf und Hamburg fahren Busse zur Messe. Informationen zu diesemService gibt es auf einer Webseite der Cebit.