Notfallseelsorge als Teil des Care-Konzepts im BCM

Notfälle, bei denen es zu Verletzten oder Todesopfern kommt, stellen eine ganz besondere Herausforderung in der Notfallbewältigung dar. In solchen Situationen gilt es nicht nur, die Geschäftsfortführung und Wiederherstellung zu organisieren. Verletzte und Todesopfer versetzen Mitarbeiter und Angehörige in einen traumatischen Schockzustand. Schnelle und professionelle Hilfe in Form der Notfallseelsorge ist in diesen Situationen unabdingbar. Weiterlesen…

BfR: Samen von Bockshornklee mit hoher Wahrscheinlichkeit für EHEC O104:H4 Ausbruch verantwortlich

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat mit hoher Wahrscheinlichkeit den Verursacher der EHEC/HUS-Infektionen ausgemacht:

Die Rückverfolgung von Samenlieferungen in Deutschland und anderen EU-Staaten durch die deutschen Behörden und die Task Force der EFSA haben ergeben, dass bestimmte Chargen von Bockshornkleesamen mit den EHEC-Ausbrüchen in Deutschland und Frank-reich in Verbindung stehen, was durch die Risikobewertung der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) und des Europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) vom 29. Juni 2011 bestätigt wird. Nach Angaben der EF-SA wurden diese Chargen aus Ägypten importiert.

Deshalb hat das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) eine vorläufige Risikobewertung zur Bedeutung dieser Sprossen und Sprossensamen im Zusammenhang mit dem Aus-bruchsgeschehen von EHEC O104:H4 in Deutschland vorgenommen. Das BfR kommt zu dem Schluss, dass zur Sprossenherstellung verwendete Bockshornkleesamen mit großer Wahrscheinlichkeit Ursache des Ausbruchs waren.

Stellungnahme Nr. 022/2011 des BfR vom 30. Juni 2011

Aktualisierter Leitfaden des BMI "Schutz Kritischer Infrastrukturen

Das Bundesministerium des Inneren BMI hat im Juni einen aktualisierten Leitfaden "Schutz Kritischer Infrastrukturen - Risiko- und Krisenmanagement (Leitfaden für Unternehmen und Behörden)" veröffentlicht.

"Der Leitfaden richtet sich an die Betreiber Kritischer Infrastrukturen. Er soll ihnen Hilfestellungen beim Aufbau und der Weiterentwicklung ihres jeweiligen Risiko- und Krisenmanagements geben. Auf Grundlage der allgemeinen Empfehlungen des Basisschutzkonzeptes zum Schutz Kritischer Infrastrukturen (Bundesministerium des Innern, 2005) stellt er Methoden zur Umsetzung eines Risiko- und Krisenmanagements dar und ergänzt diese um praktische Handreichungen in Form von Beispielen und Checklisten."

Sparkassenversicherung kooperiert mit Katastrophenwarnsystem KATWARN

KATWARN ist ein Warnsystem verschiedener Landkreise und Städte, das bei Unglücksfällen zusätzlich zu den allgemeinen Radio-Information der Polizei und Feuerwehren die betroffenen Bürger direkt per SMS oder E-Mail informiert. Die Warnungen werden im Gefahrenfall von der entsprechenden Kommune oder Stadt ausgegeben und enthalten Kurzinformationen zur Gefahr (z.B. Sturmflut, Großbrand oder Gefahrengutunfall) sowie Verhaltensempfehlungen. KATWARN ist bereits für die Städte Frankfurt, Emden und die Landkreise Aurich, Leer und Witmund im Einsatz. Noch kämpft das Warnsystem mit technischen Problemen und einer geringen Verbreitung in der Bevölkerung. Die Sparkassenversicherung kooperiert nun mit der Feuerwehr Frankfurt bei der Probephase für das Stadtgebiet Frankfurt und informiert auf der eigenen Webseite über den Dienst. Die Beteiligung der Versicherung unterstützt sicherlich den geringen Bekanntheits- und Verbreitungsgrad zu verbessern. Die Versicherung verfolgt das Ziel durch die frühzeitige Information Schäden bei den Versicherten zu verringern. Hierzu bietet die SV auch umfangreiche Wetterinformationen und Unwetterwarnungen in Zusammenarbeit mit meteomedia an.

Fluggesellschaften erwägen Klage gegen DFS wegen Aschewolke

Die beiden Airlines Air Berlin und Condor erwägen wegen der Flugverbote nach dem Ausbruch des Vulkans Grimsvötn auf Island eine Klage gegen die Deutsche Flugsicherung (DFS). Die beiden Fluggesellschaften halten die Flugverbote für überzogen, da die Aschekonzentrationen unter den Grenzwerten lagen. Die DFS sieht möglichen Klagen gelassen entgegen und stützt sich in ihrer Argumentation auf die Prognosen des Vulkanaschebeobachtungszentrum (VAAC) in London.

CareNews Juni 2011 von CareLink

CareLink hat den aktuellen Newsletter CareNews veröffentlicht. Diese Ausgabe der CareNews widmet ihren Schwerpunkt dem Thema Stress und bietet dazu drei Beiträge: Psychologin Sabrina Alberti beleuchtet zuerst verschiedene Stresssituationen und definiert positiven und negativen Stress. Im zweiten Artikel analysiert sie Eigenschaften und Auswirkungen zweier Stresstypen und zeigt im dritten schliesslich Wege auf, wie sich negative Belastung abbauen lässt.

Zudem wurde der Jahresbericht 2010 veröffentlicht.

Zwei Drittel der neuseeländischen Unternehmen sind von Erdbeben betroffen

Von den Erdbeben am 4. September 2010 und 22. Februar 2011 in Neuseeland sind zwei Drittel der neuseeländischen Unternehmen direkt oder indirekt betroffen. 18 Prozent der Unternehmen erlitten einen lang anhalten den Schaden, 26 Prozent mittelfristig und 20 Prozent der Unternehmen waren kurzfristig betroffen. Dies ist das Ergebnis einer Umfrage von Grant Thornton, einem neuseeländischen Prüfungs- und Beratungsunternehmen. In Christchurch selbst wurden die Unternehmen durch die Zerstörungen in der Folge der Beben direkt betroffen. Das Central Busines District CBD ist einer der am stärksten betroffenen Zonen in Christchurch. 48 Prozent der betroffenen Unternehmen erlitten Nachfrageeinbrüche, 26 Prozent waren durch Zerstörungen der Infrastruktur und Verkehrswege betroffen. 24 Prozent der betroffenen Unternehmen erlitten einen Verlust an Mitarbeitern und eine Beeinträchtigung der Arbeitsmoral.

Einer der großen Herausforderungen für die Unternehmen in Christchurch ist der zunehmende Mangel an qualifizierten Arbeitskräften und Managern, da die Motivation aus den nicht zerstörten Gebieten nach Christchurch zu ziehen gering ist. Dies hat wiederum inflationäre Auswirkungen auf das Gehaltsniveau in Christchurch.

Einige Stadtteile werden nach einer ersten Analyse nicht mehr bebaut werden. Bei weiteren Sektoren der Stadt ist die endgültige Entscheidung noch offen. Auch führt verstärkt zu einem Wegzug von Einwohnern und damit auch Arbeitskräften, die im Rahmen des Wiederaufbaus dringend benötigt werden.

Zwei Atomanlagen in den USA durch Feuer und Hochwasser bedroht

Gleich zwei Atomanlagen sind in den USA derzeit durch heftige Naturereignisse bedroht. Das Forschungszentrum Los Alamos in New Mexico wurde wegen eines Großbrandes als Vorsorgemaßnahme geschlossen und radioaktives Material in Sicherheit gebracht.

Im Bundesstaat Nebraska rollt eine Flutwelle des Missouri auf ein AKW zu. Nach dem Bruch eines Schutzwalls sind Nebengebäude bereits von Wassermassen umgeben.

[focus]

Die Konferenz der Internationalen Atomenergie-Agentur (IAEA) zur Nuklearsicherheit, die in Folge des Nuklearunfalls in Japan stattfand, identifizierte deutliches Verbesserungspotential bei der Atomsicherheit. So gibt es keine international verpflichtende Sicherheitsstandards und Stresstests. Jedes Land regelt dies eigenverantwortlich und es gibt kein internationales Kontrollsystem. Die IAEA hat eine rein beratende Funktion und keine Kontrollbefugnisse.

Behörden schliessen Grundschule nach EHEC-Ausbruch

Nachdem drei Schüler an der Grundschule im ostwestfälischen Altenbeken an EHEC/HUS erkrankten und bei weiteren Mitarbeitern der Essensausgabe und des Caterers EHEC nachgewiesen wurde, entschlossen sich die Behörden in Abstimmung mit dem Robert Koch Institut zur Schließung der Schule für eine Woche. Die Ursache der Infektionen ist noch unklar.
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Dies bestätigt die Aussage des Präsidenten des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR), Andreas Hensel, dass auch in Zukunft weiter mit EHEC-Infektionen zu rechnen ist. Auch das RKI gibt keine Entwarnung „Mit einigen Neuinfektionen ist in jedem Fall zu rechnen, da der Erreger durch Schmierinfektion auf andere Menschen übertragen werden kann, wenn Menschen den Erreger ausscheiden und sich die Hände nicht waschen“, so RKI-Präsident Reinhard Burger.

Das Umweltbundesamt schließt eine Gefahr für das Trinkwasser durch den aggressiven Ehec-Keim aus und warnt vor Panikmache.

Seit Ausbruch der Epidemie sind 43 Personen an EHEC/HUS gestorben. Auch in Frankreich gibt es Infektionsfälle. Zehn Franzosen in Bordeaux leiden an einer EHEC-Infektion.