90 Prozent der IT-Manager halten ihre Daten im Katastrophenfall für nicht sicher

Dies ist eines der Ergebnisse der IT-Manager Studie 2012, die von Quantum in Auftrag gegeben wurde. Befragt wurden 500 IT-Entscheider aus USA, Europa und Asien. Nur 10 Prozent der Studienteilnehmer halten ihre Daten für katastrophensicher. 27 Prozent der Teilnehmer hatten einen Zwischenfall bei der Datensicherheit. Die Datensicherheit ist dabei weniger durch Naturkatastrophen bedroht, sondern durch Virenattacken und Betriebssysteme. Auf der positiven Seite vermerkt die Studie, dass Business Continuity und Disaster Recovery zu den wichtigsten Prioritäten in den IT-Budgets für 2012 zählen.

Quelle: IT-Business 

Keine E-Mails für Kunden von Alice

Kunden des Providers O2 mit den Alice-Tarifen können seit Tagen keine E-Mails senden und empfangen. Von dem Ausfall betroffen sind mehrere zehntausend Kunden von O2. Der Ausfall wurde von O2 bestätigt. Die Kunden müssen sich allerdings noch bis zur kommenden Woche gedulden, bis die Technik wieder am Laufen ist. Dann gilt es für die betroffenen Kunden erst einmal den Backlog an E-Mails abzuarbeiten sowie einen zweiten redundanten E-Mai Account zu beschaffen – soweit noch nicht vorhanden.

Quelle: cio

Netzaus nach Schaltsekunde: Sekunde legt Teile des Internets lahm – SPIEGEL ONLINE

Die Schaltsekunde, bei der am 1. Juli die Zeit um eine Sekunde zurückgestellt wurde, hat laut Bericht des Spiegel zu teilweise gravierenden Störungen in IT-Systemen geführt. Besonders betroffen war die australische Fluglinie Quantas, die 50 Flüge verschieben musste.

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/netzaus-nach-schaltsekunde-sekunde-legt-teile-des-internets-lahm-a-842031.html

Amazon Cloud: zwei Totalausfälle innerhalb von zwei Wochen

Amazons Cloud Dienst AWS (Amazon Web Services) kämpft mit dem zweiten Totalausfall des Rechenzentrums im Norden Virginias. Nach einem Gewitter war vor zwei Wochen die Stromversorgung ausgefallen. Die Notstromversorgung quittierte anschliessend ebenfalls ihren Dienst. Beliebte Webservices wie Instagram und Pinterest waren daraufhin für längere Zeit offline. Am vergangenen Freitag den 29.6. fiel dieses Rechenzentrum und damit der Cloud-Service von Amazon nun erneut aus. Dies wirft kein gutes Licht auf Amazon als IT Service-Betreiber. Stromausfälle sind in den USA sehr häufig. Gerade sind im Osten der USA wieder mehrere Millionen Haushalte ohne Strom, nachdem Stürme die Stromleitungen heruntergerissen haben. Die Amerikaner sind in ihren privaten Haushalten mit Notstromaggregaten und Nahrungsmittelvorräten gut gegen diese Störungen gewappnet. Von einem Rechenzentrumsbetreiber würde man ebenfalls eine besonders gute Vorsorge für das Risiko eines Stromausfalls erwarten. Hierzu gehören selbstverständlich regelmäßige Tests der Notstromversorgung. Dies scheint zumindest bei diesem Rechenzentrum von Amazon nicht der Fall gewesen zu sein. Auch für die prominenten Kunden ist dieser Vorfall peinlich. Sie haben ihre eigene Verfügbarkeit nicht ausreichend abgesichert und den kritischen Dienstleister hinsichtlich der Notfallvorsorge nicht überwacht.

NatWest (UK) öffnet am Wochenende wegen eines Computerproblems die Filialen für die Kunden

NatWest, eine Tochter der britischen Bank RBS, öffnet am Sonntag in Großbritannien ihre Filialen und verlängert am Samstag die Öffnungszeiten, um Kunden nach einem Computerfehler Zugriff auf ihre Konten zu geben. Viele Kunden haben nach einem Computerfehler, der mittlerweile behoben sein soll, keinen Zugriff auf ihre Konten und Kontensalden sind falsch. Damit Kunden trotzdem an Bargeld kommen, um dringende Zahlungen und Einkäufe leisten zu können, werden die Filialen am Wochenende geöffnet. 

BBC

Leider keine Service-Continuity bei Cloud-Services

Zumindest für Privatkunden gilt dies in besonderem Maße. Viele Internetnutzer steigen mittlerweile auf internetbasierte Dienste um. Sei es bei der Nachrichtenversorgung mit Newstickkern, RSS-Feeds und Apps, Online-Kalender und E-Mail. So werden diese Dienste immer kritischer für den Anwender und ein Ausfall würde den Nutzer empfindlich treffen. Auch die BCM-News bauen in Teilen auf internetbasierten Diensten auf. Dies gilt für den Newsticker, den BCM-Kalender und die Versorgung der Schnittstellen zu Twitter und Facebook. In den letzten Tagen hatten die BCM-news leider Nicht-Verfügbarkeiten bei diesen Schnittstellen des internetbasierten Services. Der Anbieter, über den diese Schnittstellenversorgung läuft, baut gerade um und offensichtlich laufen noch nicht alle Services wieder einwandfrei. Eine Kommunikation hierüber gibt es vom Anbieter an die Kunden nicht. Leider ist dies kein Einzelfall. Die Anbieter schalten Services für Wartungen und Umbauten ab, modifizieren kurzfristig AGBs, ändern kurzfristig und unangekündigt Serviceumfang, Aussehen und  Funktionalität oder schalten einfach Funktionen komplett ab. Bekannte Beispiele hierfür sind Facebook und Google mit dem Google Reader und Google+. Dies trifft nicht nur die – vermeintlich – kostenlosen Angebote, sondern auch Bezahldienstleistungen. Die Anbieter verfolgen ihre Ziele und der Kunde muss mitziehen oder sich einen anderen Anbieter suchen – und das dann sehr kurzfristig. Aus diesem Grund laufen die BCM-News nicht in einem sozialen Netzwerk, was durchaus möglich wäre, sondern auf einem gehosteten Server. Denn hier habe ich das Hausrecht, kann zum Beispiel über das Einspielen von Updates selbst bestimmen, muss mich keinen halsbrecherischen AGBs fügen und gestalte das Aussehen selbst. So schön und bequem die webbasierten Services sind, man sollte nicht die Abhängigkeit übersehen, in die man sich begibt. Viele der Angebote sind dann nicht mehr kosten- und schmerzfrei.

Windows Clouddienst Azure stolpert über den Schalttag

Das Y2K-Problem beim Jahr 2000-Wechsel, das dann gar keines mehr war ist mittlerweile in Vergessenheit geraten. Doch auch kleinere Zeitsprünge wie der Schalttag in diesem Jahr vermögen immer noch Ausfälle von Services herbeizuführen, wenn die Software schlampig programmiert wurde und diese bekannten Besonderheiten nicht berücksichtigt sind. So traf es dieses Jahr am 29. Februar Windows mit dem Cloud-Service Azure. Pünktlich zum Beginn des Schalttags kam es zu regionalen Störungen bei Windows Azure. Microsoft hat mittlerweile eingeräumt, dass eine nicht korrekte Zeitberechnung für die Störungen verantwortlich war.  Über einen Patch wurde das Problem schliesslich nach neun Stunden behoben.

Online-Shop wird mit Herabstufung bei Google-Suchergebnissen erpresst

Laut einem Bericht von Golem wird der Online-Shop Holzspielzeug- Discount.de derzeit von einem Erpresser mit der Herabstufung in den Google-Suchergebnissen erpresst. Zahlt der Shop die geforderten 5.000 Euro nicht, hat der Erpresser gedroht massenhaft Badlinks oder Spamlinks auf die Seite zu setzen. Dies führt dazu, dass Google die Seite schlechter bewertet und somit schlechter oder gar nicht mehr über Google auffindbar ist.

Dieses aktuelle Beispiel zeigt, dass Cyber Crime kein Thema nur für große Unternehmen ist. Die professionellen Kriminellen haben den Markt der kleinen und mittelständischen Unternehmen entdeckt, die zwingend für ihr Geschäftsmodell auf den Online-Shop bzw. die Erreichbarkeit über das Internet angewiesen sind. Mit der Drohung, die Seiten lahmzulegen werden im großen Stil ganze Branchen erpresst. Die Beträge sind bewusst relativ niedrig gehalten, so dass die Unternehmen geneigt sind, den Betrag zu bezahlen, um Ausfälle zu vermeiden. Die Umsatzverluste bei einem mehrtägigen Ausfall der Internetseiten wären deutlich höher als der erpresste Betrag. Kleine Unternehmen, die ihren Internetauftritt bei einem externen Dienstleister gehostet haben, stehen vor einer Zwickmühle. Eine DDoS-Attacke auf den Internetauftritt kann im schlimmsten Falle sogar dazu führen, dass der Hoster den Vertrag wegen des durch die Attacke verursachten Traffics fristlos kündigt oder eine Aufstockung des Vertrags einfordert. Auch sind viele kleine Unternehmen mangels Technik und Know How gar nicht in der Lage einen solchen Angriff abzuwehren. Vor Kurzem hat BCM-News über den DsiN-Blog berichtet, der Mittelständlern als Informationsplattform für solche Fälle dienen kann.