Kommunikation nach der Krise am Beispiel der Fluglinie Etihad

Die Fluglinie Etihad Airways der Vereinigten Arabischen Emirate hat sich heute in einer ganzseitigen Anzeige in der FAZ an die Kunden, die eigenen Mitarbeiter und Mitarbeiter der FlughĂ€fen gewandt, um sich fĂŒr die Geduld und den großen Einsatz bei den vergangenen FlugausfĂ€llen durch die Aschewolke zu bedanken.

Auch dies ein Beispiel, wie erfolgreich ĂŒberstandene Krisen fĂŒr die Marketing-Kommunikation genutzt werden können.

DFS will Luftraum heute schrittweise freigeben

Die deutsche Flugsicherung DFS will den Luftraum ĂŒber Deutschland heute schrittweise wieder freigeben. Dann kann der Wiederanlauf in den normalen Flugbetrieb beginnen. Einen rießigen RĂŒckstand an FlĂŒgen gilt es jetzt neben dem normalen Flugbetrieb aufzuholen. Über 100.000 Passagiere waren im Ausland “gestrandet” und die Warenlager im Ausland platzen vor Fracht, die dringend nach Deutschland muß, um die Produktion am Laufen zu halten oder wieder ans Laufen zu bringen, wie bei BMW oder Nissan. Diese “Nachwehen” werden uns noch einige Tage begleiten, bis wieder Normalbetrieb herrscht oder wieder ein Vulkan zum Leben erweckt.

VersandhÀndler Amazon ist von den FlugausfÀllen betroffen

Auch der Internet-VersandhÀndler Amazon ist von den FlugausfÀllen betroffen. Kunden mit offenen Lieferungen erhalten derzeit die folgende Nachricht zu ihren Bestellungen:

Guten Tag,

wir möchten Sie mit dieser E-Mail informieren, dass die Bestellung #028-…wegen des Vulkanausbruchs auf Island von Unterbrechungen des Transports betroffen sein kann fĂŒr den Fall, dass der HĂ€ndler bei dem sie die Ware bestellt haben diese aus dem europĂ€ischen Ausland oder generell aus dem Ausland versendet.

DFS verlÀngert Sperrung des Luftraums bis Dienstag 20:00 Uhr

Die Deutsche Flugsicherung DFS hat die Sperrung des deutschen Luftraums um weitere sechs Stunden bis 20:00 Uhr verlĂ€ngert. Aktuell durchgefĂŒhrte FlĂŒge erfolgen unter Sondergenehmigung und unterhalb oder zwischen den gesperrten LuftrĂ€umen nach Sichtflugregeln. Die Lufthansa plant heute 140 FlĂŒge ab Frankfurt durchzufĂŒhren. Condor und Air Berlin fĂŒhren ebenfalls FlĂŒge ab Frankfurt durch.

Nur gut dass derzeit optimales Flugwetter herrscht!

Wieder (Flug-) Bewegung am Frankfurter Flughafen

200 von sonst 1.400 FlĂŒgen werden heute vom Frankfurter Flughafen starten. Lufthansa möchte alle InterkontinentalflĂŒge durchfĂŒhren. Auch Air Berlin startet wieder aus Frankfurt.

Dennoch stehen bei Weitem noch nicht alle KapazitĂ€ten wieder zur VerfĂŒgung. Der Luftraum ĂŒber Großbritannien bleibt nach wie vor gesperrt. der Luftraum ĂŒber Kontinentaleuropa wurde weitgehend freigegeben.

Die Fluggesellschaften informieren aktuell auf ihren Webseiten.

Die Flugverbote werden gelockert – die Lage beginnt sich zu entspannen

Nach harten verbalen öffentlichen Auseinandersetzungen zwischen der Lufthansa und Verkehrsminister Ramsauer beginnt sich nach der Lockerung des Flugverbots die Lage wieder etwas zu entspannen. Die ersten Opfer des Vulkanausbruchs drohten nicht in der Luft, sondern im Studio der ARD, als die beiden Parteien aufeinander trafen.

Es gilt zwischen der maximalen Sicherheit fĂŒr die Passagiere und den existentiellen wirtschaftlichen Interessen der Luftfahrtbranche abzuwĂ€gen. Und dies auf einer sehr dĂŒnnen und umstrittenen Faktenlage. Eine typische Entscheidungs-Situation fĂŒr einen Krisenstab im Notfall. Genau dies macht das Krisenmanagement so schwierig. “Entscheidung unter Unsicherheit” nennen dies die BWLer nĂŒchtern.

FĂŒr Montag meldet die europĂ€ische Flugsicherheitsbehörde Eurocontrol noch den Ausfall von 70 Prozent von normalerweise 28.000 Verbindungen. Dank Sonderfluggenehmigungen fĂŒr Lufthansa und Air Berlin sowie der Einrichtung von Luftkorridoren in aschefreien Zonen kann jetzt wieder mit einem eingeschrĂ€nkten Flugbetrieb begonnen werden. Die Briten haben sogar ihre Flotte in Marsch gesetzt, um die Gestrandeten nach Hause zu holen. Ein Schaden von rund einer Milliarde Euro soll tĂ€glich entstanden sein. Die Versicherungen und RĂŒckversicherungen bleiben dieses Mal verschont, denn der ĂŒberwiegende Teil der SchĂ€den ist nicht versichert. Im Gegenteil: manches Unternehmen wird jetzt ĂŒber eine Versicherung fĂŒr dieses – bislang als unwahrscheinlich betrachtetes – Szenario nachdenken.

DFS lockert Flugverbot ĂŒber Deutschland – vorĂŒbergehend

Die Deutsche Flugsicherung DFS hat das Flugverbot im deutschen Luftraum vorĂŒbergehend gelockert. Der Frankfurter Flughafen, Frankfurt Hahn, die beiden Berliner FlughĂ€fen, Hannover Erfurt und Leipzig werden, zum Teil mit EinschrĂ€nkungen, vorĂŒbergehend fĂŒr FlĂŒge geöffnet. Zwei Drittel aller 22.000 geplanten FlĂŒge sind am Samstag in Europa ausgefallen. WĂ€hrenddessen hat die TĂ€tigkeit des Vulkans mit dem fĂŒr uns unaussprechlichen Namen hingegen zugenommen. Mit weiteren EinschrĂ€nkungen ist daher zu rechnen.

Der Luftraum ĂŒber Deutschland bleibt heute bis 20 Uhr geschlossen

Die Schließung des Luftraums ĂŒber Deutschland weitet sich aus: eine Sprecherin der Deutschen Flugsicherung (DFS) gab heute bekannt, dass der Luftraum ĂŒber Deutschland am heutigen Sonntag bis 20:00 Uhr geschlossen bleibt. Dies gilt zumindest fĂŒr PassagierflĂŒge. Die großen Luftfahrtgesellschaften fliegen derzeit mit leeren Maschinen wieder, um sie bei der Freigabe des Luftraums am richtigen Airport zu haben. Dies konnte ich selbst gestern abend im Luftraum ĂŒber Frankfurt beobachten. Ich vermute, dass die Maschinen dann unter Flight Level 100 (10.000 feet) fliegen, um der Aschewolke aus dem Weg zu gehen.

Luftraum ĂŒber Deutschland bleibt am Samstag bis 14:00 Uhr gesperrt

Der Luftraum ĂŒber Deutschland bleibt am heutigen Samstag noch mindestens bis 14:00 Uhr gesperrt. Auf dem ganzen Kontinent sitzen die Passagiere seit gestern fest. Nichts geht mehr. Im Flughafen Frankfurt wurden 1.000 Feldbetten aufgestellt, die auch alle besetzt sind. Bei der Versorgung mit Feldbetten kommt es zu EngpĂ€ssen, da viele nach Haiti gebracht wurden. In den Bahnen musste die Polizei fĂŒr Ordnung sorgen, da der Ansturm die KapazitĂ€ten weit ĂŒbertroffen hat. Hotels sind ausgebucht und Taxifahrer machen das GeschĂ€ft ihres Lebens. Mietwagen sind ebenfalls kaum oder gar nicht mehr zu bekommen. Was des anderen Leid, ist des anderen Freud. Es gibt halt immer die zwei Seiten der Medaille. Die Luftfahrtbranche rechnet mit Kosten von 150 Millionen Euro pro Tag, so der Branchenverband IATA. Seit den Ereignissen des 11. September 2001 hat kein Ereignis den  Luftverkehr so eingeschrĂ€nkt. Beim Betreiber des Frankfurter Flughafens Fraport entstehen ebenfalls Mehrkosten fĂŒr die Versorgung der Passagiere. Auf der anderen Seite dĂŒrften die zusĂ€tzlichen UmsĂ€tze in den Shops am Flughafen die Bilanz wieder aufhellen.

Am heutigen Vormittag wird die Deutsche Flugsicherung entscheiden, ob die Sperrung des Luftraums verlĂ€ngert werden soll. WĂ€hrenddessen stĂ¶ĂŸt der Vulkan auf Island weiter Wasserdampf und Asche aus. Die RauchsĂ€ule reicht in eine Höhe bis acht Kilometer. Eine schnelle Entspannung der Lage ist also nicht in Sicht, zumal Menschen und Material nach der Freigabe des Luftraums erst wieder an die richtigen EinsatzplĂ€tze gebracht werden mĂŒssen.

Vulkanausbruch auf Island: Ausnahmezustand ausgerufen [Update]

Kurz nach Mitternacht kam es zum Ausbruch eines Vulkans unter dem Eyjafjalla-Gletscher im SĂŒden Islands. Die Behörden haben daraufhin fĂŒr die sĂŒdlichen Landesteile den Ausnahmezustand ausgerufen. Anwohner in drei Ortschaften am Gletscher wurden evakuiert. Der komplette Flugverkehr auf dem internationalen und den nationalen FlughĂ€fen ist eingestellt. Der internationale Flugverkehr im Luftraum ĂŒber Island wird weitrĂ€umig umgeleitet. Eine besondere Bedrohung geht von Überschwemmungen durch das Schmelzwasser aus.

Aktuelle Infos hierzu gibt es auf dem Twitter-Channel von bcm-news.

Update [21.03.10 19:00]:

Der Luftraum ist mittlerweile wieder freigegeben und es wurde teilweise Entwarnung gegeben. Es handelt sich offenbar um einen kleinen Ausbruch des Vulkans unter dem Eyjafjalla-Gletscher, der 1823 das letzte Mal aktiv war. Die Rauchwolke ĂŒber dem Vulkan erreichte eine Höhe bis zu einem Kilometer.