Hörtip: “Die Influenzapandemie und das Medikament Tamiflu”

Am kommenden Montag, 23. November, sendet der Rundfunksender WDR5 um 20:05 eine interessante Sendung zum Thema Pandemie und Tamiflu:

In den nächsten Jahren wird es zu einer Influenzapandemie mit Millionen von Toten kommen, sagt die Weltgesundheitsorganisation. Sie scheint es ernst zu meinen: Seit 2004 bereiten sich große Teile der Weltgemeinschaft auf diese Pandemie vor. Nationale Notfallpläne werden erstellt und das antivirale Medikament Tamiflu wird in großen Mengen eingelagert.

Michael Lissek fragt, wie es zu der Warnung der WHO kam und welche Folgen diese hat. Wird Tamiflu überhaupt gegen einen noch unbekannten Pandemie-Virus schützen können? Oder ist die Bevorratung dieses Medikaments nicht doch eher ein pharmakologisches Tauschobjekt gegen medieninduzierte Todesfurcht?

Leider kann ich die Sendung nicht hören, da ich im Flieger sitze. Über Rückmeldungen oder einen Mitschnitt würde ich mich sehr freuen!

Hier die Frequenzen von WDR5:

WDR 5 Frequenzen
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Mit an Wahrscheinlichkeit grenzender Sicherheit tot nach Impfung

“Mann stirbt nach Schweinegrippe-Impfung”. So oder so ähnlich machen mehr aber insbesondere auch weniger seriöse Presseerzeugnisse gerade Schlagzeilen. Dies liest sich spektakulär und erzeugt Angst. Wenn man dies aber einmal etwas nüchterner betrachtet, verliert diese Meldung ganz schnell ihren Schrecken.

Jeden Tag sterben in Deutschland 2.200 Menschen. Je mehr Menschen derzeit geimpft werden, umso höher ist natürlich auch die Wahrscheinlichkeit, dass Menschen nach Impfungen sterben. Ohne dass die Impfung ursächlich für den Tod ist!

Wer sich dafür interessiert, wie mit Wahrheiten gelogen wird, der ist bei dem Buch “Mit an Wahrscheinlichkeit grenzender Sicherheit” von Privatdozent Dr. Hans-Herrmann Dubben und Prof. Dr. Hans-Peter Beck Bornholdt sehr gut aufgehoben. Nur eines ihrer Bücher über dieses Phänomen.

Frankurt setzt kommunalen Pandemieplan in Kraft

Die Stadt Frankfurt hat heute den kommunalen Pandemieplan in Kraft gesetzt. Hintergrund ist die massive Zunahme der Fälle in Frankfurt und die hieraus folgende Belastung der medizinischen Einrichtungen. Erste Engpässe bei der stationären Unterbringung sind laut Gesundheitsdezernentin Manuela Rottmann bereits aufgetreten. Die Stadt müsse damit rechnen, dass bis zu 30 Prozent der Bevölkerung so stark erkranke, dass sie vom Hausarzt oder auch stationär im Krankenhaus behandelt werden muss.

Mit dem Pandemieplan wird die Wahrnehmung der “lebensnotwendigen Aufgaben” durch medizinische Einrichtungen, Feuerwehr und Polizei auch bei Ausfall einer großen Zahl an Mitarbeitern sichergestellt.

Der kommunale Pandemieplan beruht auf dem nationalen Pandemieplan des RKI und enthält auch ein “Merkblatt “Business Continuity” für die Betriebe mit den elementaren Maßnahmen (siehe auch die mindmap Pandemie-Planung von bcm-news).

Einige Großunternehmen sind bereits dazu übergegangen, Impfungen für ihre Mitarbeiter anzubieten, nachdem die bestehenden Versorgungslücken mit dem Impfstoff in Verbindung mit dem massiven Andrang eine Impfung gegen Schweinegrippe auf privater Basis kurzfristig schwierig bis unmöglich machen.

Dem Impftourismus ins benachbarte Österreich versucht die dortige Regierung einen Riegel vorzuschieben.

Auch die Meldepflicht bei Verdachtsfällen von Schweinegrippe durch die Ärzte ist mittlerweile gekippt.

Meine Nachfrage bei Ärzten ergab, dass ohnehin nicht durchgehend auf Schweinegrippe getestet wurde, da die einfachen Tests eine hohe Fehlerquote hätten und die zuverlässigen Tests mit rund 150 Euro sehr teuer sind und kaum ein Patient gewillt sei, dies zu berappen. Die Statistiken gaben daher ohnehin kein reales Bild wieder, was auch die Änderung der Zählmethode in den USA gezeigt hat.

Zu betonen bleibt, dass der Großteil der Infektionen nach wie vor mild verläuft, gerade auch im Vergleich zur saisonalen Influenza, an der jährlich nach Schätzungen mindestens 10.000 Menschen in Deutschland sterben.

Obama erklÀrt Schweinegrippe zum nationalen Notstand

Nach mehr als 1.000 Toten in den USA hat Präsident Obama den nationalen Notstand für die Schweinegrippe erklärt. Obama unterschrieb eine entsprechende Anordnung in der Nacht zum Samstag. Durch diese Verordnung können die Gesunheitsbehörden bei einem Ansturm an Patienten bestehende Regularien umgehen.

Die Auslieferung des Impfstoffs verläuft in den USA schleppend, während die Anzahl der Infizierten stark zunimmt. Nahezu alle Bundesstaaten sind mittlerweile betroffen. Geplante Masenimpfungen mussten bereits verschoben werden.

Neue Infoseiten des Bundes zur Impfung gegen die Schweinegrippe

Am 26. Oktober soll es losgehen mit der bundesweiten Massenimpfung gegen die Schweinegrippe. Je näher dieser Zeitpunkt rückt, umso größer wird die Unsicherheit hingegen, ob die Impfung mit den derzeitig zugelassenen Impfstoffen mit Verstärkerstoffen bedenklich ist oder nicht.

Die Zeitung mit den vier Buchstaben machte gestern in großen Lettern mit dem Aufmacher auf “Ist der Impfstoff wirklich sicher?”.

Um diese Verunsicherung abzubauen hat der Bund jetzt eine neue Internetseite mit Informationen über die Schweinegrippe und zu den Impfplänen in den einzelnen Bundesländern eingerichtet.

Unter www.neuegrippe.bund.de gibt es umfangreiche Informationen zu jedem Bundesland.

Google Grippe-Trends jetzt auch in Deutschland

Bereits vor rund einem Jahr berichteten die bcm-news über das Grippe-Vorhersagemodell von Google “google flutrends”. Jetzt bietet Google diese Funktionalität auch für Deutschland an. Das Vorhersagemodell wird von Google für jedes Land gesondert auf Basis der lokalen Google-Suchabfragen entwickelt. Welche Suchabfragen dies sind, ist Geschäftsgeheimnis von Google. Eine Veröffentlichung der relevanten Suchbegriffe würde die Prognosequalität beeinträchtigen. Kein Geheimnis ist jedoch laut Google die hohe Prognosequalität und vor allem die Schnelligkeit der Prognose der Grippetrends. In der anstehenden saisonalen Grippesaison wird sich die Qualität der Prognosen zeigen. Google plant weitere Dienste auf Basis dieser Technologie. Lassen wir uns überraschen.

Erster Schweinegrippe-Todesfall in Deutschland, Impfung startet

Die am 25. September im Uniklinikum Essen an Lungen- und Multiorganversagen verstorbene Frau ist nachweislich an der Schweinegrippe gestorben. Dies berichtete jetzt das Essener Universitätsklinikum nach umfangreichen Tests. Die stark übergewichtige Raucherin war nach einer verschleppten Grippe in ein Krankenhaus eingeliefert und später von dort auf die Uniklinik Essen verlegt worden. Zehn Tage nach der Einlieferung in die Uniklinik verstarb sie. Es ist unklar, wo sich die Frau mit der Schweinegrippe infiziert hat.

Am 26. Oktober kann die Impfung gegen die Schweinegrippe starten. Die beiden Impfstoffe der Hersteller Novartis und GlaxoSmithKline wurden von der europäischen Arzneimittelzulassungsbehörde genehmigt. Die Verteilung des Impfstoffs und die Durchführung der Impfungen liegt in der Verantwortung der einzelnen Bundesländer. Zunächst wird Schlüsselpersonal wie Polizisten, Feuerwehrleute, Ärzte und Pflegekräfte sowie die Risikogruppen geimpft. Zu diesen zählen Beschäftigte in Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege mit Kontakt zu Patienten oder infektiösem Maaterial, chronisch Kranke und Schwangere. Die Empfehlungen zur Impfung gegen die Neue Influenza wurden von der STIKO (Ständige Impfkommission) am Robert Koch Institut veröffentlicht. Für den großen Teil der Bevölkerung kann es dann ab Ende November losgehen.

Aktuelle News zur Pandemie gibt es immer auf der Seite “Pandemie” auf den bcm-news.

Thementag “Pandemie” auf hr-iNFO

Was würde der Ausbruch einer Pandemie für Hessen bedeuten? Der Radiosender hr-iNFO beleuchtet am Donnerstag, den 1. Oktober von 06:45 bis 20:00 Uhr die Folgen einer Pandemie am Beispiel einer fiktiven Familie aus Mainz-Kastell in ihrem Alltag.

Grundlage ist ein Krisenszenario der Hessischen Landesregierung, in dem über 1,2 Millionen Menschen an einem Grippevirus erkranken. Mehrere tausend Menschen sind bereits gestorben. Der öffentliche Nahverkehr liegt lahm …

Ergänzt wird dieser fiktive Pandemie-Tag durch Interviews und aktuelle Informationen über die Pandemievorsorge in Hessen.

Wer nicht live dabei sein kann, dem stehen die  Beiträge auch auf der Internetseite des Senders zum Nachhören zur Verfügung.

Hier die Frequenzen von HR-iNFO.

Es gibt natürlich auch ein Livestream.

Kostenloses eLearning “Pandemie” der Swiss Infosec AG

Das  schweizer Consulting-Unternehmen Swiss Infsec AG bietet im Internet ein kostenfreies eLearning Modul “Pandemie” an. Es ist unter der Adresse http://pandemie.be-aware.ch erreichbar. Allerdings ist vor der Nutzung eine Anmeldung erforderlich!

Ohne Anmeldung und deutlich attraktiver in der medialen Aufbereitung ist das ebenfalls kostenlose eLearning zur Schweinegrippe von cogni.net, das hier in den bcm-news bereits vorgestellt wurde. Der Link findet sich unter den H1N1-Links. Das Modul ist mit eigenem Firmenlogo individualisierbar.

Die GebĂ€udereiniger drohen mit Streik – rechtzeitig zur erwarteten Pandemie-Welle

Die Gebäudereiniger gehören in einer Pandemie zu der begehrten Spezies. Reinigungszyklen werden erhöht und die Gebäudereinigung intensiviert. Dafür wird mehr Personal benötigt. Auf der anderen Seite wird diese personalintensive Branche besonders bei einer Pandemie von Personalausfällen betroffen sein.

Als wenn dies nicht genug wäre, drohen jetzt die 850.000 Gebäudereiniger im Tarifkonflikt mit Streik. Die Streikvorbereitungen laufen auf vollen Touren und ab 1. Oktober soll es eine Urabstimmung über den Streik geben.

Ein Unglück kommt eben selten alleine … oder um Murphy zu zitieren „Whatever can go wrong, will go wrong.“