Dritter Fall von Vogelgrippe in Brandenburg

ParasitInnerhalb von zehn Tagen ist in Brandenburg jetzt bereits der dritte Fall von Vogelgrippe (H5N1) nachgewiesen worden.

Bei einem Halter von HĂŒhnern in Blumenthal bei Wittstock erkrankten mehrere Tiere in einem HĂŒhnerbestand mit 15 Tieren.

Das Friedrich-Loeffler-Institut hat den Virus H5N1 nachgewiesen. Der gesamte Bestand an HĂŒhnern wurde gekeult, wie auch der Bestand von 31 HĂŒhnern bei einem Nachbarn.

Im Umkreis von drei Kilometern wurde auch in diesem Fall ein Sperrbezirk eingerichtet.

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Zweiter Fall von Vogelgrippe in Brandenburg

Bild_SeucheIn der Gemeinde Bensdorf in Westbrandenburg ist einzweiter Fall von Vogelgrippe (H5N1) aufgetreten. Ein privater HĂŒhnerhalter hat nach dem Tod seines Federviehs den veterinĂ€rmedizinischen Dienst alarmiert. Dieser bestĂ€tigte den Verdacht auf den H5N1-Virus.

Alle 30 Tiere des Halters wurden getötet. Der einberufene Krisenstab hat einen Sperrbezirk eingerichtet. In diesem Sperrbezirk ist der Handel mit GeflĂŒgel und Eiern untersagt.

Der erste Fall von Vogelgrippe in Brandenburg war erst vor einer Woche aufgetreten (bcm-news berichtete).

Große Pandemie Übung in Deutschland

CommandcenterBund und LĂ€nder bereiten derzeit eine große Pandemie Übung vor.

Der Strategie-Übung „LĂŒkex 07“ (LĂ€nder Übergreifende KrisenmanagementĂŒbung (EXercise) liegt ein Szenario zugrunde, bei dem 27 Millionen Deutsche – ein Drittel der Bevölkerung – an Grippe erkranken. Im Laufe einer achtwöchigen Pandemie werden dem Szenario zufolge etwa 360 000 Kinder, Frauen und MĂ€nner in Kliniken eingeliefert, insgesamt 100 000 Deutsche sterben.

Die Übung wird am 7. und 8. November stattfinden.

Mehr Informationen zu der Übung gibt es auf der Homepage des Bundesamtes fĂŒr Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe.

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Land Hessen ist auf die Vogelgrippe vorbereitet

RenĂ© Gottschalk, Leiter des Frankfurter Gesundheitsamts, rechnet damit, dass der Erreger H5N1 in den nĂ€chsten Wochen Hessen erreicht. Die Gefahr, dass sich Menschen infizieren könnten, schĂ€tzt der Experte als sehr gering ein. Seit 2003 haben sich weltweit 317 Menschen angesteckt. Ausschliesslich Menschen aus armen und mangelernĂ€hrten Bevölkerungsschichten, die mit infiziertem GeflĂŒgel auf engstem Raum gelebt hĂ€tten. Alle Experten gingen allerdings davon aus, dass aufgrund von Mutationen zu einem Zeitpunkt X ein von Mensch zu Mensch ĂŒbertragbares, hoch ansteckendes “Super-Virus” entstehen werde.

FĂŒr den Krisenfall hat das Land Hessen rund 13,7 Millionen Euro in die Anschaffung von Tamiflu investiert. Die 1,23 Millionen Therapieeinheiten reichten fĂŒr 20 Prozent der hessischen Bevölkerung. Vor einer prophylaktischen Einnahme von Tamiflu wird wegen der hohen Nebenwirkungen dringend gewarnt. Neben Übelkeit und Erbrechen wird offensichtlich die Selbstmordgefahr erhöht. Dies zeigen Erfahrungen aus Japan, wo sich Kinder vor den Zug geworfen hĂ€tten oder vom Balkon gesprungen seien, die prophylaktisch mit Tamiflu behandelt wurden.

Der hessische Pandemieplan kann unter www.sozialministerium.hessen.de abgerufen werden.

Quelle: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung vom 15.07.2007