Google bietet Vorhersage von Grippe-Epidemien an

Einen interessanten neuen Dienst des “Datenkraken” Google stellt das ct-Magazin in seiner aktuellen November-Ausgabe (cÂŽt 2008, Heft 25 Seite 50) vor.

Mit Google Flu Trends (www.google.org/flutrends) analysiert Google die Suchanfragen zum Thema Grippe. FĂŒr die Erzeugung des Grippe-Vorhersagemodells wurden viele Milliarden Suchanfragen seit 2003 ausgewertet. Das Modell geht davon aus, dass an Orten, wo Grippewellen grassieren, die Suchanfragen zu diesem Thema zunehmen.

Im Vergleich mit den historischen Daten des U.S. Center for Diesease Control and Prevention (CDC) sollen die Daten ein bis zwei Wochen frĂŒher vorliegen.

Auf der Online-Seite sind die Daten fĂŒr die USA abrufbar.

Dieser Dienst lĂ€sst der Phantasie viel freien Raum, was sonst noch an (FrĂŒh-) Erkennung möglich wĂ€re – vorausgesetzt das Internet funktioniert.

Auch die FAZ hat ĂŒber diesen Service berichtet.

Erster Vogelgrippe-Fall in diesem Jahr

Lange Zeit war Ruhe an der Vogelgrippe-Front in Deutschland. Jetzt ist in Sachsen bei einer Ente das H5N1-Virus nachgewiesen worden. Dies ist der erste Vogelgrippe-Fall seit Dezember 2007.

Gleichzeitig macht die Forschung bei der Entwicklung neuer Impfstoffe weitere Fortschritte. Die bsiherigen Impfstoffe wirken nur gegen einen Erregerstamm und sind zeitaufwÀndig in der Herstellung und Anpassung auf die jeweiligen H5N1-StÀmme. Der neue DNA-Impfstoff soll ein breiteres Wirkungsspektrum besitzen und sind leichter und billiger herzustellen.
Mit der Krisenkommunikation bei einer Pandemie hat sich ein Workshop an der Akademie fĂŒr Krisenmanagement, Notfallplanung und Zivilschutz (AKNZ) des Bundesamtes fĂŒr Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) in Ahrweiler Anfang Oktober auseinandergesetzt.

Update:

Nach der Entdeckung eines neuen Falls von Vogelgrippe sind in der Nacht zum Freitag 1.400 Tiere eines GeflĂŒgelbestandes in Sachsen getötet worden. Zuvor wurden 150 Tiere eines Gehöfts in Markersdorf auf H5N1 untersucht, bei mehreren von ihnen besteht der Verdacht der Vogelgrippe, wie ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in Dresden sagte. Inzwischen sei ein Sperrgebiet im Radius von drei Kilometern eingerichtet worden, das Beobachtungsgebiet umfasse zehn Kilometer. In allen BestĂ€nden des Sperrbezirks erfolgt eine Untersuchung des GeflĂŒgels.

(Quelle: FAZ)

MĂŒnchener RĂŒck verbrieft erstmals Pandemierisiken

Die MĂŒnchener RĂŒck hat eine Anleiheprogramm in Höhe von 1,5 Milliarden US-Dollar aufgelegt. Eine erste Tranche hieraus in Höhe von 100 Millionen US-Dollar wurde jetzt an Investoren weitergegeben.
Mit dieser Transaktion sichert sich die MĂŒnchener RĂŒck gegen hohe SchĂ€den ab, die sich aus einem außerordentlichen Anstieg der Sterblichkeitsquoten nach schweren Pandemien oder Ă€hnlichen Ereignissen ergeben könnten. Der Schutz umfasst mögliche SchĂ€den in den USA, in Kanada, in England und Wales sowie in Deutschland.

Quelle: MĂŒnchener RĂŒck

After Action Report der Pandemic Flu Exercise 2007

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FĂŒr die weltgrĂ¶ĂŸte PandemieĂŒbung in der Finanzdienstleistungsindustrie, die im September 2007 in den USA stattfand liegt nun der After Action Report vor.

An der Übung nahmen 2.700 Finanzdienstleistungsunternehmen in den USA teil. Die Übung dauerte drei Wochen und simulierte eine weltweite Vogelgrippe Pandemie.

Der After Action Report kann auf der Homepage der Übung heruntergeladen werden.

Run auf Tamiflu beendet

tamifluDer Run auf das Grippemittel Tamiflu, das auch bei einer H5N1-Pandemie zum Schutz vor Infektionen eingesetzt werden kann ist vorĂŒber. Der schweizer Hersteller Roche erwartet fĂŒr das Medikament 2008 nur noch einen Umsatz von 300 Millionen Franken gegenĂŒber 2 Mrd. Franken in 2007. In diesen Zahlen zeigt sich, daß viele Regierungen, Behörden und Unternehmen ihre VorrĂ€te aufgebaut haben. Dieser Effekt hatte sich bereits Ende 2007 abgezeichnet und wird nun durch die aktuelle Veröffentlichung der Jahreszahlen von Roche bestĂ€tigt.

Da hat es auch nicht geholfen, daß der Autor dieses Beitrags anlĂ€sslich einer Grippeinfektion Ende vergangenen Jahres Tamiflu im Selbstversuch getestet hat (Es war keine Vogelgrippe!).

Quelle: Handelsblatt

H5N1 Infektion bei einer jungen Frau in Indonesien

H5N1_VirusDas Ministry of Health of Indonesia meldet die Infektion einer 16 jÀhrigen Frau mit dem Virus H5N1.

Die junge Frau wird seit dem 4. Januar 2008 im Krankenhaus behandelt. Bei Untersuchungen wurden TodesfĂ€lle bei HĂŒhnern in der Nachbarschaft kurz vor Auftreten der Symptome festgestellt.

Update:

Die Frau ist am 15. Januar an den Folgen der Virus-Infektion verstorben.

Die aktuelle Statistik der WHO zu den weltweiten H5N1-Infektionen:

H5N1_20080111_WHO

WHO bestĂ€tigt Fall von H5N1 Mensch-zu-Mensch Übertragung

H5N1Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat einen Fall der Mensch-zu-Mensch-Übertragung des Virus H5N1 bestĂ€tigt. Es handelt sich um einen Fall in Pakistan, bei dem sich ein Mann durch seinen Bruder angesteckt hat und im November 2007 verstorben ist.

Statement des WHO.

FĂŒr 2007 meldet das WHO 80 H5N1-Infektionen bei Menschen, davon 54 TodesfĂ€lle.

Der Schwerpunkt der Infektionen lag in Indonesien mit 41 FĂ€llen und Ägypten mit 21 FĂ€llen.