Explosion in französischer Atomanlage Marcoule

Mehrere Medien melden eine Explosion in der südfranzösischen Atomanlage Marcoule. Es bestehe die Gefahr, dass radioaktives Material austritt. Bei der Explosion gab es nach Angaben der französischen Behörden vier Verletzte und einen Toten.

Marcoule ist ein stillgelegtes Kernkraftwerk, etwa 30 Kilometer nördlich von Avignon.

Die Anlage wird zum Teil von dem staatlichen Atomkonzern Areva für die Aufarbeitung abgebrannter Uran-Brennstäbe genutzt, aus denen in Öfen das Uran-Plutonium-Gemisch MOX produziert wird.

 Um die Anlage wurde eine Sicherheitszone errichtet, da noch nicht klar ist, ob radioaktives Material ausgetreten ist.

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Hacker dringen in Rechner des französischen Finanzministeriums ein

Nachdem vor Kurzem bereits bekannt wurde, dass Hacker in die Rechner der kanadischen Regierung eingedrungen sind, wurde jetzt ein erfolgreicher Angriff auf Computer des französischen Finanzministeriums gemeldet. Unbekannte drangen im Dezember in rund hundert Computer des Ministerium sein, wie der Haushaltsminister François Baroin mitteilte. Die Hacker interessierten sich für Informationen über die G-20 Gruppe der führenden Industrie- und Schwellenländer. Die Urheber des Angriffs konnten noch nicht ermittelt werden. Spuren führen wiederum zur Rechnern in China, das auch bereits bei den kanadischen Hackerangriffen im Spiel war.

Demonstranten blockieren Flughafen von Marseille

Erneut haben die Demonstranten in Marseille gezielt kritische Punkte der Infrastruktur angegriffen. Nach der Blockade der Raffinerien und Benzindepots ist der Flughafen von Marseille zum Zielobjekt der Protestierenden geworden. Durch die Blockade von Zufahrtswegen, wie einem Kreisverkehr, wurde die Zufahrt zum Flughafen verhindert. Reisende ließen ihre Autos am Straßenrand stehen und versuchten zu Fuß zum Flughafen zu kommen. Der Flugbetrieb selbst in zunächst nicht betroffen. Zahlreiche Benzindepots sind weiterhin blockiert und es kommt zu Engpässen in der Versorgung. Auch der Zugverkehr in Frankreich ist durch die Blockademaßnahmen beeinträchtigt.

Mitarbeiter – die Achillesverse kritischer Infrastrukturen

Der aktuelle Rentenstreik in Frankreich lähmt mittlerweile fast eine ganze Nation. Die Blockade von Raffinerien, Treibstoffdepots und Tankstellen hat katastrophale Folgen. An rund 2.500 Tankstellen gibt es mittlerweile keinen Treibstoff mehr. An den Flughäfen drohte der Verkehr wegen Treibstoffmangel und Streik der Mitarbeiter in der Treibstoffversorgung zum Erliegen zu kommen. Spediteure können keine Fracht mehr transportieren und Mitarbeiter kommen nicht mehr mit dem Auto zur Arbeit. Die französische Regierung hat mittlerweile die strategischen Reserven freigegeben, die für rund 90 Tage halten sollen. Mit der Blockade der Treibstoffversorgung haben die Gewerkschaften einen zentralen Lebensnerv getroffen. Laut Angaben des Präsidenten der französischen Mittelstandsvereinigung CGPME Jean-Francois Roubaud beteiligen sich an den Blockaden der Treibstoffversorgung landsweit lediglich 400 Personen. Diese Zahl reicht aus, um die zwölf Raffinerien des Landes lahmzulegen.

Eine Studie des CIDRAP (Center for Infectious Disease Research  Policy) an der University of Minnesota hat bei der Auswirkungsanalyse der Pandemie auf die US-amerikanische Energie- und Kohleproduktion festgestellt, dass in 2007 rund 6.400 Arbeiter für 50 Prozent der Kohleproduktion der USA sorgen. Dem zentralen Energieträger in den USA.

Wie das aktuelle Beispiel in Frankreich zeigt, kann bereits der Ausfall einer relativ geringen Zahl an Mitarbeitern durch Streik, Krankheit oder Pandemie massive negative Effekte auf die Verfügbarkeit kritischer Infrastrukturen haben.

So kommt die US-Studie zu dem Schluß, dass bereits eine Absenzquote von 30 Prozent bei den 6.400 Minenarbeitern zu einem signifikaten Einbruch in der Kohleförderung führen würde.

Interessant an diesen Fallbeispielen sind die geringen Zahlen an Mitarbeiterausfällen, die ausreichen, um katastrophale Wirkungen zu erzielen. Vergleichbare Wirkzusammenhänge gibt es auch im Verkehr (Piloten, Fluglotsen, Lokführer), bei (Kern-) Kraftwerken und natürlich nicht zu vergessen die “Kopf-Monopole in den vielen kritschen Bereichen der Unternehmen.

Krisenstab soll in Frankreich vor EnergieengpĂ€ssen schĂŒtzen

In Frankreich wurde von der Regierung ein Krisenstab eingesetzt, um das Land vor drohenden Energieengpässen zu schützen. Die Streiks gegen die Rentenreform, die in Frankeich seit einer Woche wüten, richten sich gezielt gegen die Raffinerien und Energieversorgung des Landes, neben dem Bahn-, Strassen- und Luftverkehr. Auf Grund der Blockade der Raffinerien gibt es bereits an rund 1.500 Tankstellen kein Benzin mehr. Die strategischen Energiereserven, die 90 Tage reichen, sind mittlerweile freigegeben worden. Auch Mitarbeiter von Atomkraftwerken sind im Streik. Verspätungen und Flugausfälle gibt es auch auf dem Flughafen Charles de Gaulle. Hier streiken Mitarbeiter der Treibstoff-Firmen. Die Gewerkschaften haben eine weitere Ausweitung der Streiks angekündigt.

Explosion in Fabrik bei Paris

Bei einer schweren Explosion in einem Kohleunternehmen nordwestlich von Paris ist am frühen Mittwochmorgen ein Mensch ums Leben gekommen. Elf weitere Personen wurden verletzt. Das teilte die französische Polizei mit.

Die Explosion habe sich demnach auf dem Unternehmensgelände der Firma “Carbone-Lorraine”, ein Karbon- und Graphit-Komponenten-Hersteller im Pariser Vorort Gennevilliers, ereignet. Unter den Verletzten befanden sich nach Polizeiangaben vier Feuerwehrleute und vier Polizisten.

Zunächst hatte es einen Brand gegeben, anschließend ereignete sich eine Explosion in einem Verbrennungsofen.

Quelle: RP Online

Streik bei SeaFrance behindert FĂ€hrverbindungen zwischen Dover und Calais

Ein Streik der Arbeiter von SeaFrance führt seit drei Tagen zu einer Unterbrechung der Fährverbindungen Dover-Calais des Betreibers der Fährverbindung über den Kanal. Normalerweise bietet SeaFrance 15 Überfahrten täglich an, doch seit Freitag die Arbeiter in den Streik getreten sind geht Nichts mehr.

Die Passagiere werden auf andere Betreiber umgeleitet, doch kommt es auf Grund des Streiks zu Verzögerungen im Hafen von Dover. Ein Ende des Streiks ist noch nicht absehbar.

Quelle: BBC

Wintersturm tobt ĂŒber Großbritannien und Frankreich

Ein Sturm mit Orkanböen bis 130 km/h wütet über Großbritannien und Frankreich. In Großbritannien traf der Sturm Wales und den Süden Englands. Der Hafen von Dover musste zeitweise geschlossen werden. Die Flughäfen Heathrow und Gatwick strichen insgesamt 50 Flüge. 10.000 Haushalte waren zeitweise ohne Strom, nachdem der Sturm die Stromleitungen beschädigt hatte. In Frankreich kam es ebenfalls zu Stromausfällen bei tausenden von Haushalten. In 34 Departements wurde die zweithöchste Unwetter-Warnstufe ausgerufen.

Auch Frankreichs Eisenbahner streiken

FrankreichFast alle Gewerkschaften der Staatsbahn SNCF, der staatlichen Pariser Transportgesellschaft SNCF und der Energiekonzerne EdF und GdF haben zu einem mehrtägigen Streik aufgerufen. Es geht um die geplante Rentenreformen der Regierung.

Der SNCF entstehen durch den Streik nach eigenen Angaben täglich Kosten von 20 Millionen Euro. Wenn in bestimmten Regionen ein zuvor vereinbartes Verkehrsniveau nicht aufrecht erhalten werden kann, drohen zusätzliche Strafzahlungen.

Quelle: FAZ