Marketing mit BCM – Allianz zeigt wie´s geht

Die Aschewolke mit den tagelangen Flugausfällen hat viele Geschäftsreisende und Unternehmen in große Nöte gebracht. Mitarbeiter sind im Ausland über mehrere Tage festgesessen, Termine und Veranstaltungen konnten mangels Teilnehmer nicht durchgeführt werden, Lieferausfälle haben zu Produktionsunterbrechungen geführt. Unternehmen mit einem gut vorbereiteten BCM konnten die schlimmsten Folgen durch die vorbereiteten Maßnahmen im Rahmen des BCM abmildern. Wie man daraus im Marketing für das eigene Unternehmen dann auch noch Kapital schlagen kann, zeigt die Allianz auf dieser internationalen Webseite, auf der die eigenen vorbereitenden und begleitenden Maßnahmen für die Flugausfälle vorgestellt werden. “Tue Gutes und rede darüber”, ist der Spruch der Marketing-Fachleute. Die Allianz ist ein gutes Beispiel, wie man dieses Marketing-Credo für BCM nutzen kann. Herzlichen Glückwunsch an die Allianz und wir wünschen uns viele Nachahmer!

DFS will Luftraum heute schrittweise freigeben

Die deutsche Flugsicherung DFS will den Luftraum über Deutschland heute schrittweise wieder freigeben. Dann kann der Wiederanlauf in den normalen Flugbetrieb beginnen. Einen rießigen Rückstand an Flügen gilt es jetzt neben dem normalen Flugbetrieb aufzuholen. Über 100.000 Passagiere waren im Ausland “gestrandet” und die Warenlager im Ausland platzen vor Fracht, die dringend nach Deutschland muß, um die Produktion am Laufen zu halten oder wieder ans Laufen zu bringen, wie bei BMW oder Nissan. Diese “Nachwehen” werden uns noch einige Tage begleiten, bis wieder Normalbetrieb herrscht oder wieder ein Vulkan zum Leben erweckt.

Versandhändler Amazon ist von den Flugausfällen betroffen

Auch der Internet-Versandhändler Amazon ist von den Flugausfällen betroffen. Kunden mit offenen Lieferungen erhalten derzeit die folgende Nachricht zu ihren Bestellungen:

Guten Tag,

wir möchten Sie mit dieser E-Mail informieren, dass die Bestellung #028-…wegen des Vulkanausbruchs auf Island von Unterbrechungen des Transports betroffen sein kann für den Fall, dass der Händler bei dem sie die Ware bestellt haben diese aus dem europäischen Ausland oder generell aus dem Ausland versendet.

DFS verlängert Sperrung des Luftraums bis Dienstag 20:00 Uhr

Die Deutsche Flugsicherung DFS hat die Sperrung des deutschen Luftraums um weitere sechs Stunden bis 20:00 Uhr verlängert. Aktuell durchgeführte Flüge erfolgen unter Sondergenehmigung und unterhalb oder zwischen den gesperrten Lufträumen nach Sichtflugregeln. Die Lufthansa plant heute 140 Flüge ab Frankfurt durchzuführen. Condor und Air Berlin führen ebenfalls Flüge ab Frankfurt durch.

Nur gut dass derzeit optimales Flugwetter herrscht!

Wieder (Flug-) Bewegung am Frankfurter Flughafen

200 von sonst 1.400 Flügen werden heute vom Frankfurter Flughafen starten. Lufthansa möchte alle Interkontinentalflüge durchführen. Auch Air Berlin startet wieder aus Frankfurt.

Dennoch stehen bei Weitem noch nicht alle Kapazitäten wieder zur Verfügung. Der Luftraum über Großbritannien bleibt nach wie vor gesperrt. der Luftraum über Kontinentaleuropa wurde weitgehend freigegeben.

Die Fluggesellschaften informieren aktuell auf ihren Webseiten.

Die Flugverbote werden gelockert – die Lage beginnt sich zu entspannen

Nach harten verbalen öffentlichen Auseinandersetzungen zwischen der Lufthansa und Verkehrsminister Ramsauer beginnt sich nach der Lockerung des Flugverbots die Lage wieder etwas zu entspannen. Die ersten Opfer des Vulkanausbruchs drohten nicht in der Luft, sondern im Studio der ARD, als die beiden Parteien aufeinander trafen.

Es gilt zwischen der maximalen Sicherheit für die Passagiere und den existentiellen wirtschaftlichen Interessen der Luftfahrtbranche abzuwägen. Und dies auf einer sehr dünnen und umstrittenen Faktenlage. Eine typische Entscheidungs-Situation für einen Krisenstab im Notfall. Genau dies macht das Krisenmanagement so schwierig. “Entscheidung unter Unsicherheit” nennen dies die BWLer nüchtern.

Für Montag meldet die europäische Flugsicherheitsbehörde Eurocontrol noch den Ausfall von 70 Prozent von normalerweise 28.000 Verbindungen. Dank Sonderfluggenehmigungen für Lufthansa und Air Berlin sowie der Einrichtung von Luftkorridoren in aschefreien Zonen kann jetzt wieder mit einem eingeschränkten Flugbetrieb begonnen werden. Die Briten haben sogar ihre Flotte in Marsch gesetzt, um die Gestrandeten nach Hause zu holen. Ein Schaden von rund einer Milliarde Euro soll täglich entstanden sein. Die Versicherungen und Rückversicherungen bleiben dieses Mal verschont, denn der überwiegende Teil der Schäden ist nicht versichert. Im Gegenteil: manches Unternehmen wird jetzt über eine Versicherung für dieses – bislang als unwahrscheinlich betrachtetes – Szenario nachdenken.

DFS lockert Flugverbot über Deutschland – vorübergehend

Die Deutsche Flugsicherung DFS hat das Flugverbot im deutschen Luftraum vorübergehend gelockert. Der Frankfurter Flughafen, Frankfurt Hahn, die beiden Berliner Flughäfen, Hannover Erfurt und Leipzig werden, zum Teil mit Einschränkungen, vorübergehend für Flüge geöffnet. Zwei Drittel aller 22.000 geplanten Flüge sind am Samstag in Europa ausgefallen. Währenddessen hat die Tätigkeit des Vulkans mit dem für uns unaussprechlichen Namen hingegen zugenommen. Mit weiteren Einschränkungen ist daher zu rechnen.

Der Luftraum über Deutschland bleibt heute bis 20 Uhr geschlossen

Die Schließung des Luftraums über Deutschland weitet sich aus: eine Sprecherin der Deutschen Flugsicherung (DFS) gab heute bekannt, dass der Luftraum über Deutschland am heutigen Sonntag bis 20:00 Uhr geschlossen bleibt. Dies gilt zumindest für Passagierflüge. Die großen Luftfahrtgesellschaften fliegen derzeit mit leeren Maschinen wieder, um sie bei der Freigabe des Luftraums am richtigen Airport zu haben. Dies konnte ich selbst gestern abend im Luftraum über Frankfurt beobachten. Ich vermute, dass die Maschinen dann unter Flight Level 100 (10.000 feet) fliegen, um der Aschewolke aus dem Weg zu gehen.

Luftraum über Deutschland bleibt am Samstag bis 14:00 Uhr gesperrt

Der Luftraum über Deutschland bleibt am heutigen Samstag noch mindestens bis 14:00 Uhr gesperrt. Auf dem ganzen Kontinent sitzen die Passagiere seit gestern fest. Nichts geht mehr. Im Flughafen Frankfurt wurden 1.000 Feldbetten aufgestellt, die auch alle besetzt sind. Bei der Versorgung mit Feldbetten kommt es zu Engpässen, da viele nach Haiti gebracht wurden. In den Bahnen musste die Polizei für Ordnung sorgen, da der Ansturm die Kapazitäten weit übertroffen hat. Hotels sind ausgebucht und Taxifahrer machen das Geschäft ihres Lebens. Mietwagen sind ebenfalls kaum oder gar nicht mehr zu bekommen. Was des anderen Leid, ist des anderen Freud. Es gibt halt immer die zwei Seiten der Medaille. Die Luftfahrtbranche rechnet mit Kosten von 150 Millionen Euro pro Tag, so der Branchenverband IATA. Seit den Ereignissen des 11. September 2001 hat kein Ereignis den  Luftverkehr so eingeschränkt. Beim Betreiber des Frankfurter Flughafens Fraport entstehen ebenfalls Mehrkosten für die Versorgung der Passagiere. Auf der anderen Seite dürften die zusätzlichen Umsätze in den Shops am Flughafen die Bilanz wieder aufhellen.

Am heutigen Vormittag wird die Deutsche Flugsicherung entscheiden, ob die Sperrung des Luftraums verlängert werden soll. Währenddessen stößt der Vulkan auf Island weiter Wasserdampf und Asche aus. Die Rauchsäule reicht in eine Höhe bis acht Kilometer. Eine schnelle Entspannung der Lage ist also nicht in Sicht, zumal Menschen und Material nach der Freigabe des Luftraums erst wieder an die richtigen Einsatzplätze gebracht werden müssen.

Alle Flugplätze bis auf München geschlossen

(Fast) nichts geht mehr an den deutschen Flughäfen. Der einzige noch offene Airport derzeit ist München. Alle anderen Flughäfen wurden aufgrund mittlerweile geschlossen. Zu groß ist die Gefahr, dass es auf Grund der Asche-Wolke nach dem Vulkanausbruch auf Island zur Triebswerksausfällen und Beschädigungen der Cockpitfenster sowie der Flugzeughaut kommt. Es gab bereits vergleichbare Fälle in der Vergangenheit mit dem Ausfall aller Triebwerke von Maschinen, die in Asche-Wolken gerieten.

Safety first – auch wenn es superärgerlich für alle Passagiere ist, die jetzt irgendwo gestrandet ausharren müssen. Bis sich die Lage beruhigt, wird es einige Tage brauchen, da Maschinen und Besatzungen nicht mehr dort sind, wo sie eigentlich gebraucht werden sowie Flug- und Arbeitszeiten von Besatzungen überschritten sind.