Kurklinik in Bad Homburg nach Chemieunfall evakuiert

In der Wicker-Klinik in Bad Homburg wurde am Montag durch einen Handlingfehler in der technischen Abteilung giftiges Chlorgas freigesetzt. Die Klinik mit 100 Patienten und Mitarbeitern musste daraufhin evakuiert werden und das Chlorgas durch die Einsatzkräfte gebunden werden. Chlorgas ist ein hochgiftiges Gas, das in entsprechender Konzentration tödlich wirkt. In Schwimmbädern, wo Chlorgas zur Wasserdesinfektion eingesetzt wird, stellt der Umgang mit diesem Gas ein besonderes Risiko mit zum Teil tödlichem Ausgang für die Bademeister dar.

[hr-online]

Giftiger Rauch über der australischen Hauptstadt Canberra nach Explosion in Chemiefabrik

Mehrere Explosionen in einem Chemieunternehmen am Rande der australischen Hauptstadt Canberra haben heute früh um 02:00 Uhr Ortszeit zu einer potentiell giftigen Wolke über der Stadt geführt. Die Feuerwehr konnte den Brand mittlerweile unter Kontrolle bringen. Um das Fabrikgelände wurde eine 10 km Evakuierungszone gezogen, die später verkleinert werden konnte. Mehrere Schulen wurden geschlossen und die Anwohner aufgefordert in den Häusern zu bleiben. In der Rauchwolke wird das hoch toxische Gas Phosgen (Kohlenoxiddichlorid) vermutet. In der Fabrik gab es keine Verletzten.

Schule in Frankfurt wegen allergischer Reaktionen geräumt

[Update 15.09.11]

Ein von einem Baum gefallenes Nest der Eichenprozessionsspinner ist vermutlich die Ursache der allergischen Reaktionen der Gymnasiasten. Die auf dem Schulgelände verteilten Brennhaare können die Hautreaktionen ausgelöst haben. Der Unterrichtsbetrieb soll heute wieder aufgenommen werden, nachdem die Nester entfernt wurden. []

[Update 14.09.11]

Die Schüler der Frankfurter Helmholtzschule können auch am heutigen Mittwoch zu Hause bleiben. Der Verursacher der allergischen Reaktion konnte noch nicht identifiziert werden. Das Gesundheitsamt hat die Schule schließen lassen und ein Notruftelefon für die Eltern und Angehörigen eingerichtet. Die Suche nach dem Verursacher geht weiter und das Gebäude wird einer Generalreinigung unterzogen. []

In einem Frankfurter Gymnasium haben am Dienstag rund 120 Schüler über Ausschlag und Juckreiz geklagt. Der Rettungsdienst war mit einem Großaufgebot im Einsatz.  Alle 1.000 Schüler des Gymnasiums wurden nach Hause geschickt. Vermutlich handelt es sich um eine harmlose Kontaktallergie auf ein Putzmittel, mit dem zuvor die Turnhalle gereinigt wurde.

Auch dies kann die Ursache für einen größeren Personalausfall in einem Unternehmen sein. Die nicht direkt vom Ausschlag betroffenen Schüler haben den schulfreien Tag sicherlich genossen.

[hr online]

Irene: Evakuierungsanordnung für NYC wird um 15 Uhr aufgehoben

Um 15:00 Uhr Ortszeit (21:00 Berlin) wird die Evakuierungsanordnung für New York aufgehoben. Die Menschen können dann aus den Notunterkünften wieder zurück in ihre Häuser und Wohnungen. Der Transport dürfte sich noch schwierig gestalten, da die Schienen zum Teil noch unter Wasser stehen. Der Transport erfolgt mit Bussen und Taxen.

Diskutiert wird bereits heftig, ob die Maßnahmen angemessen waren, nachdem die Auswirkungen nicht so heftig waren wie befürchtet.

Irene: New York evakuiert 370.000 Bewohner, Obama bricht Urlaub ab

Für New York City steht der Evakuierungsplan als Vorbereitung auf den herannahenden Hurrikan “Irene”, der am Sonntag NYC erreichen wird. Der New Yorker Bürgermeister Michael R. Bloomberg hat jetzt die Evakuierung tieferliegender Gebiete in New York angeordnet. Betroffen hiervon sind rund 370.000 Menschen. Die betroffenen Bürger müssen bis 17:00 Uhr Ortszeit die Evakuierungszonen verlassen und Schutzgebäude aufsuchen. Patienten aus 22 Kliniken der Stadt wurden evakuiert. Ab Samstag nachmittag werden die Flughäfen von New York geschlossen. Es sind nur noch Starts erlaubt. Die US-Fluggesellschaften haben bereits zahlreiche Flüge gestrichen und ihre Maschinen aus der Küstennähe weggebracht. Auch die Lufthansa hat Flüge in die USA gestrichen. Es gibt Pläne den Personennahverkehr komplett zu stoppen. 468 Subway-Stationen und 840 Meilen Schienen wären von dieser Maßnahme betroffen. Das Subway-Netz von New York liegt unter dem Wasserspiegel und muß mit über 700 Pumpen trocken gehalten werden. Dies ist bereits ohne Hurrikan eine tägliche Herausforderung. Barack Obama sprach vor dem Abbruch seines Urlaubs von einem “historischen Hurrikan”, der wahrscheinlich extrem gefährlich und kostspielig werden wird. Die Bürger an der Ostküste bereiten sich mit Hamsterkäufen auf das Ereignis vor. Sie bereiten sich auf einen mehrtägigen Stromausfall vor. Notstromaggregate gibt es nur noch “one per person” und Lebensmittelgeschäfte werden für die Notvorräte leergekauft. Der Hurrikan mit dem hübschen Namen “Irene” hat die Größe Europas und bewegt sich mit einer Geschwindigkeit von 20 Stundenkilometer. In seinem Innern hat er Windgeschwindigkeiten bis 160 Stundenkilometer. Der Verlauf des Hurrikans kann auf dem Reuters Hurricane Tracker mitverfolgt werden. Im BCM-Newsticker gibt es laufend aktuelle Informationen zu “Irene”.

China: 500.000 Menschen vor Taifun evakuiert

Am Montag soll der Taifun Muifa die Küste Chinas erreichen. Vorsorglich hat die chinesische Regierung nahezu eine halbe Million Menschen in Sicherheit gebracht. Mehr als 30.000 Boote wurden in die Häfen zurückbeordert und vorsorglich Flüge gestrichen. Die Hochgeschwindigkeitszüge, durch einen Unfall ins Schlaglicht geraten, sollen langsamer fahren oder ganz stehen bleiben.

[GDACS,SPON,SZ]

Splitter fliegen bei Bombenentschärfung drei Kilometer weit in ein Wohnhaus

Bei der Entschärfung einer Fliegerbombe in Bad Harzburg sind Splitter bis zu drei Kilometer weit entfernt in ein Wohnhaus geflogen. Verletzt wurde bei dem Zwischenfall niemand. Mehrere Entschärfungen, für die ein Sicherheitsradius von 1.000 Meter festgelegt wurde, gingen im Vorfeld gut. Am vergangenen Donnerstag flogen die Splitter nach der Sprengung jedoch aus noch ungeklärten Gründen bis zu drei Kilomter weit, und damit weit über die Sperrzone hinaus, in bewohntes Gebiet. Die Sprengungen wurden sofort unterbrochen, zumal noch größere Fliegerbomben zur Sprengung anstehen. Wird der Sperrradius auf drei Kilometer erweitert, müssen jedoch mehrere Ortschaften in der Nachbarschaft evakuiert werden.

Die Evakuierung durch den Fund und die Sprengung von Fliegerbomben kann viele Unternehmen treffen und zu ungeplanten Betriebsunterbrechungen führen.

 

Nach Bombenfund 12.000 Menschen in Göttingen evakuiert [Update]

Bei Baggerarbeiten in Göttingen wurde eine Fliegerbombe entdeckt. Um 20:00 Uhr wurde wegen der Entschärfung durch den Kampfmittelräumdienst mit der Evakuierung von 12.000 Menschen in einem Radius von 1.000 Meter um den Fundort begonnen. Am 01. Juni 2010 ist wenige hundert Meter vom jetzigen Fundort entfernt eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg beim Entschärfen explodiert. Es kamen damals drei Menschen ums Leben.

[Update]

Die Fünf-Zentner-Bombe ist mittlerweile entschärft und die Anwohner konnten in ihre Häuser und Wohnungen zurückkehren. Die Evakuierung dauerte bis Mittwoch 01:00 Uhr. Rund 700 Einsatzkräfte der Feuerwehr, Polizei, Sanitätsdienste sowie der Stadtverwaltung waren im Einsatz.

SAP und Infineon evakuieren Mitarbeiter aus Tokio

In Tokio ging das Geschäftsleben bislang weitgehend normal weiter. Die AKW und das vom Tsunami betroffene Gebiet liegen 150 Kilometer nördlich von Tokio. Mit der Eskalation der Lage in den AKWs und dem Austritt radioaktiver Strahlungen, die wegen der gedrehten Windrichtung jetzt auch Tokio erreicht, ändert sich aber die Lage in Tokio. Familien bringen ihre Frauen und Kinder mit dem Schnellzug in den Süden des Landes und auch erste große Unternehmen evakuieren ihre Mitarbeiter aus Tokio. Hierzu zählen nach einem Bericht der FR auch die Unternehmen SAP und Infineon.