Kernschmelze im AKW Fukushima 1 bestätigt

Nach aktuellen Medienberichten wurde eine Kernschmelze im AKW Fukushima 1 in Japan bestätigt. Wenn sich diese Meldungen bestätigen ist in Japan der GAU eingetreten.Die japanischen Behörden und Medien versuchen die Bevölkerung mit Aussagen zu beruhigen , dass für die Menschen ausserhalb des Evakuierungsradius keine Gefahr besteht. Bislang sind über 50.000 Menschen evakuiert worden. Eine Massenpanik von Millionen Menschen soll verhindert werden.

Aktuelle Informationen zur Situation in Japan

AlertNet informiert aktuell im Liveblog über die Situation in Japan. Die Lage ist dramatisch. Eine Kernschmelze im schwer beschädigten Atomkraftwerk scheint unmittelbar bevorzustehen, nachdem eine schwere Explosion Gebäudeteile zerstört hat und Radioaktivität austritt. Der Evakuierungsraum um die Anlage wurde auf 20 km ausgedehnt.

Ursache der Havarie des Atomkraftwerks ist der schwere Tsunami in Folge des Erdbebens, der die Notstromgeneratoren der Anlage zerstört hat.

Japan hat sich druch das Erdbeben um 2,4 Meter verschoben nach Angaben des U.S. Geological Survey!

Schweres Erdbeben der Stärke 7,9 erschüttert Japan, Tsunami-Warnung

In Japans Hauptstadt Tokio löste das schwere Beben Panik aus. Es wurde eine Tsunami-Warnung ausgegeben.

Der Flughafen von Tokio soll geschlossen worden sein, nach aktuellen Twitter-Meldungen aus Japan.
Update:
Das Erdbeben wurde auf 8,9 hochgestuft. Der Tsunami hat schwere Schäden angerichtet. Es gab Verletzte. Flugzeuge sind zur Aufklärung der Lage in Marsch gesetzt worden.

Aktuelle Informationen im BCM-Newsticker.

Christchurch (NZ): bislang 154 Tote, Identifizierung schwierig

Bislang sind in Christchurch (Neuseeland) nach dem Erdbeben 154 Opfer geborgen worden. Der Identifizierungsprozess der Toten ist jedoch schwierig und langwierig. Erst acht Opfer konnten identifiziert werden. Das internationale Forensik-Team besteht mittlerweile aus mehr als 170 Personen.

Es wird mit einer weiter steigenden Anzahl an Opfern gerechnet.

Heute gab es um 12:51 Uhr Ortszeit zwei Schweigeminuten in Neuseeland in Gedenken an die Opfer des Erdbebens vor einer Woche.

Mehr als 230 Arbeiter verlieren in Christchurch ihren Job nach dem Erdbeben

Zwei große Supermärkte werden ihren Betrieb nach dem Erdbeben nicht wieder aufnehmen. Die Zerstörungen der Märkte ist zu groß, um sie wiederherzustellen. Die 230 betroffenen Mitarbeiter erhalten eine Ausgleichszahlung von zwei Monatslöhnen und Einkaufsgutscheine.

Für die betroffenen Mitarbeiter ist dies der zweite große Schock nach dem Erdbeben selbst.

Erdbeben der Stärke 6,0 in Chile

Am Sonntag Abend hat es in Chile ein starkes Erdbeben der Stärke 6,0 gegeben. Chile ist noch im Wiederaufbau vom letzten verheerenden Erdbeben begriffen. Das Epizentrum des Bebens war 23 Meilen südlich der Stadt Concepcion im Süden Chiles in einer Tiefe von 16 Kilometern. Über Schäden liegen noch keine Informationen vor. Bitte beachten Sie Meldungen über den BCM-Newsticker.

Das Beben vor einem Jahr hatte die Stärke 8,8 und forderte über 520 Menschenleben.

Zahl der Opfer des Erdbebens in Christchurch korrigiert

Die Polizei hat die Zahl der Opfer und Vermissten in Christchurch korrigiert. Statt von 200 Vermissten wird jetzt von  50 Vermissten ausgegangen. Die Ursache für diese Korrektur ist trivial: die Toten wurden zu den Vermissten gezählt. Eine Ursache hierfür ist der langwierige Prozess zur eindeutigen Identifikation der Opfer. Ausländische Spezialisten unterstützen mittlerweile bei dieser schwierigen Arbeit.

Aktuell wird von insgesamt 200 Opfern des Erdbebens der Stärke 6,3 am 22. Februar 2011 ausgegangen.

Große Fortschritte werden bei der Versorgung der Haushalte mit Strom gemacht. Über 80 Prozent der Haushalte haben jetzt wieder Strom. An diesem Beispiel wird wiederum deutlich wie elementar die Stromversorgung für das alltägliche Leben ist. Licht, Wasserversorgung, Heizung und Telekommunikation  aber auch die Bargeldversorgung hängen an der Stromversorgung. Auf der anderen Seite ist die sichere Wiederherstellung zerstörter Leitungsverbindungen extrem aufwändig und zeitraubend. Nur eine große Zahl an Notstromgeneratoren vermag zum Beispiel das Mobilfunknetz am Laufen halten.

Tag 5 in Christchurch (Neuseeland) nach dem Beben

Situation:

  • Die Anzahl der Toten ist auf 145 gestiegen
  • mehr als 200 Vermisste aus über 20 Staaten
  • keine Rettungen mehr
  • 600 Rettungskräfte aus der ganzen Welt sind im Einsatz und hoffen noch Überlebende zu finden: “search and rescue mode”
  • Die Identifizierung der Todesopfer geht nur langsam voran, Teams aus dem Ausland zur Identifikation der Opfer werden eingeflogen
  • Mit Helikoptern werden einsturzgefährdete Gebäude von oben überprüft

Transport und Verkehr:

  • Lyttelton Port ist wieder in Betrieb
  • Central Business District CBD ist nach wie vor Sperrzone

Versorgung:

  • 82 Prozent des Gebiets hat wieder Stromversorgung
  • Ein Drittel der Einwohner ist noch ohne Wasserversorgung (55.000 von 150.000 Haushalten; 62.500 Menschen)
  • Ein neues Welfare-Center wurde in einer Schule eröffnet
  • Die Versorgung mit Treibstoff ist gesichert

Tag 4 in Christchurch (Neuseeland) nach dem Erdbeben

Situation:

  • Die Anzahl der Toten ist auf 113 gestiegen.
  • 228 Vermisste, 70 Rettungen
  • 600 Rettungskräfte sind im Einsatz und hoffen noch Überlebende zu finden: “search and rescue mode”
  • Die Identifizierung der Todesopfer geht nur langsam voran: 4 Opfer wurden identifiziert und zwei weitere Namen werden erwartet
  • Unbekannte Personen geben sich als Helfer oder Offizielle aus. Vor diesen Personen wird gewarnt.

Transport und Verkehr:

  • Der internationale Flughafen von Christchurch ist wieder voll in Betrieb. Air New Zealand und Quantas fliegen mit großen Maschinen.

Versorgung:

  • Drei Viertel der Haushalte haben Stromversorgung
  • 40 Prozent der Haushalte haben Wasserversorgung
  • Die Versorgung mit Treibstoff ist gesichert, vor Hamsterkäufen wird gewarnt
  • Für die Rückkehrer werden bereits Notunterkünfte gebaut, um sie unterzubringen bis die Häuser wiederaufgebaut sind

Tag 3 in Christchurch (Neuseeland) nach dem Erdbeben

Situation:

  • 98 Todesopfer wurden geborgen, die ersten Toten wurden identifiziert und die Namen bekannt gegeben
  • 226 Vermisste.
  • Seit gestern wurde niemand mehr lebend gerettet, die Helfer sind dennoch noch im Rescue-Mode, also keine schweren Räumarbeiten
  • Im CTV-Gebäude werden 60-120 Vermisste vermutet

Es gab fünf Nachbeben mit einer Stärke größer 3 innerhalb von zwei Stunden.

Aktuelle Bilder aus Christchurch.

Transport und Verkehr:

  • Air New Zealand hat Shuttle-Flüge für die Einwohner und Angehörige eingerichtet
  • Zivil- und Militärmaschinen fliegen Touristen und Ausländer aus der Stadt aus
  • Der Flugverkehr über der Stadt ist eingeschränkt, um den Rettunsgkräften die Ortung von Verschütteten zu erleichtern

Komunikation:

  • Das Mobilfunknetz von Vodaone ist weitgehend wiederhergestellt
  • Es gibt nach wie vor große Probelme bei der Stromversorgung für die Mobilfunknetze, 60 Notstromaggragate wurden installiert
  • Es wurde ein WIFI-Netz eingerichtet

Versorgung:

  • Am Stadion wird ein Feld-Lazarett durch die Australier eingerichtet
  • Ein Welfare-Center für 1.000 Menschen wurde eröffnet
  • 40 Prozent der Haushalte haben wieder eine funktionierende Wasserversorgung, es wurden Wassertanks aufgestellt zur Versorgung
  • In 75 Prozent der Stadt ist die Stromversorgung wiederhergestellt
  • Die Versorgung mit Treibstoff ist angelaufen, vor Hamsterkäufen wird gewarnt
  • Kreditkartenzahlungen sind wieder möglich, auch EPOS
  • nur wenige ATMs sind funktionsfähig, vor allem am Stadtrand
  • Bankfilialen im Stadtzentrum sind geschlossen, ATMs im CBD vielfach zerstört

Tag 2 in Christchurch (Neuseeland) nach dem Erdbeben [Update]

Cathedral Christchurch NZ

[Update 06:00 GMT]

  • Die Opferzahl des Erdbebens liegt aktuell bei 75. 300 Menschen werden noch vermisst. In sieben Gebäuden sind noch Menschen eingeschlossen
  • Die Chancen noch Menschen aus den Gebäuden lebend zu retten sinken, Bergungen müssen wegen akuter Einsturzgefahr der Gebäude abgebrochen werden
  • Neuseeland hat den Nationale Notstand erklärt, das erste Mal in der Geschichte Neuseelands.
  • Mehrere Gebäude sind stark einsturzgefährdet, die Rettungsarbeiten mussten daher zum Teil unterbrochen werden. Dies betrifft insbesondere das stark beschädigte CTV-Gebäude
  • Mehr als 30 Nachbeben
  • Patienten aus den Krankenhäusern werden verlegt, um Kapazitäten für die Opfer des Bebens zu schaffen.
  • Ein Gefängnis wurde geräumt, die Insassen verlegt, um Übernachtungskapazitäten zu erhalten.
  • Strom- und Wasserversorgung nach wie vor unterbrochen: mehr als 50 Prozent der Haushalte haben keinen Strom, mehr als 80 Prozent der Haushalte haben keine Wasserversorgung
  • Telekommunikation steht nur sehr eingeschränkt zur Verfügung. Die Telekommunikationsunternehmen bitte die Einwohner Text-Messages zu senden statt zu telefonieren. Weitere 33 Stromgeneratoren und drei zusätzliche Mobilfunkzellen werden installiert, um die Kapazitäten zu erhöhen
  • Schulen bleiben weiterhin geschlossen
  • Nachts fallen die Temperaturen auf 8 Grad Celsius
  • Personen, die unbefugt die Sperrzone betreten werden verhaftet, Militär und Polizei kontrollieren die Absperrungen

Video über die Zerstörungen im CBD (Central Business District).

Aktuelle Fotos aus Christchurch.

Die Opferzahlen konnten zunächst auf 38 reduziert werden, doch sind bereits weitere Todesopfer unter den Trümmern bekannt. Große Teile der Infrastruktur der Stadt sind zerstört. Der Fokus liegt aber zunächst auf der Hilfe für die betroffenen Menschen.

Situation:

  • Die amtliche Zahl der Todesopfer wurde auf 38 reduziert; es wird aber erwartet, dass die Anzahl weiter steigt
  • 120 Menschen konnten gerettet werden
  • 200 Verletzte wurden in Krankenhäuser eingeliefert
  • Touristen wurden aus der Stadt ausgeflogen
  • Immer noch werden Menschen in den beschädigten und eingestürzten Gebäuden vermisst

Transport und Verkehr:

  • Air New Zealand hat Shuttle-Flüge für die Einwohner und Angehörige eingerichtet
  • Der Flughafen ist wieder für Inlandsflüge geöffnet worden

Komunikation:

  • Mobilfunkverbindungen werden mittels Stromgeneratoren im Stadtzentrum aufrechterhalten, damit Verschüttete mit Handys Kontakt zu den Bergeteams halten können; durch die Stromausfälle gibt es in den anderen Regionen kein Mobilfunknetz

Versorgung:

  • 80 Prozent der Stadt sind ohne funktionierende Wasserversorgung
  • Die Stromversorgung ist weitgehend ausgefallen, es wird Wochen dauern, bis die Stromversorgung wieder vollständig hergestellt ist
  • Lebensmittelgeschäfte sind stark beschädigt und überwiegend geschlossen
  • Auch Banken und damit der Zahlungsverkehr und die Bargeldversorgung (ATMs) sind ausgefallen

Das Parlament Neuseelands entscheidet heute über die Ausrufung des nationalen Notstands. Viele Länder haben ihre Hilfe angeboten.