Google startet person finder fĂŒr Nepal

Das Erdbeben in Nepal, mit dem Epizentrum nur 80 Kilometer von Kathmandu entfernt, hat katastrophale Folgen. Über 1.100 Tote und 1.700 Verletzte sind mittlerweile leider bestätigt. Menschen versuchen in die Region zu kommen, um Angehörige zu finden, doch der Flughafen in Kathmandu ist für den normalen Flugverkehr geschlossen. Google hat erneut seine Leistungskraft in die Dienste der Katastrophenhilfe gestellt und den person finder für Nepal online gestellt. Mit Hilfe der Online-Datenbank können Informationen über vermisste und gerettete Menschen ausgetauscht werden. Auch ein Mitarbeiter von google ist am Mount Everest Opfer des Erdbebens geworden.

Erdbeben der StÀrke 6 im Norden Japans

Im Norden Japans gab es ein schweres Erdbeben der Stärke 6. Das Epizentrum des Bebens befand sich in der Region, in der ein Beben im März 2011 den Tsunami mit der anschließenden Havarie des AKW Fukushima auslöste. Der Betreiber des AKW Fukushima meldete nach dem Erdbeben keine Störungen. Eine Tsunamiwarnung wurde nicht herausgegeben.

Tepco kämpft derzeit im AKW Fukushima mit riesigen Mengen radioaktiv verseuchtem Wasser. Täglich sind 100 Tonnen radioaktiv verseuchtes Wasser abzupumpen und in Behältern sicher zu lagern. Tepco hat hierzu enorme Lagerkapazitäten in Fukushima aufgebaut. Doch die Speicher mit einer Kapazität von 380.000 Tonnen sind in absehbarer Zeit voll und eine Lösung nicht in Sicht.

Zwei Jahre nach der Katastrophe in Japan

… gelten immer noch über 2.000 Menschen als vermisst

… leben rund 315.000 Menschen in Notunterkünften

… sind noch immer nicht alle Leckagen im AKW Fukushima gefunden, aus denen radioaktives Material ins Meer gelangt

… wird es noch Jahrzehnte dauern, das zerstörte AKW in Fukushima abzubauen

… gibt es immer noch Spannungen zwischen Mitarbeitern, die dageblieben sind und denen, die “geflohen” sind.

Die 3/11-Katastrophe hat Japan nachhaltig getroffen, Auswirkungen auf die ganze Welt gehabt und sollte uns als Mahnung immer im Gedächtnis bleiben.

Eine völlig unzureichende Katastrophenvorsorge und ein miserables Krisenmanagement der Betreiber des AKW in Fukushima haben aus einer Naturkatastrophe ein “man-made disaster” gemacht.

72 Prozent der tĂŒrkischen Bevölkerung sind durch Erdbeben gefĂ€hrdet

96 Prozent der türkischen Landmasse und 72 Prozent der türkischen Bevölkerung sind einem Erdbebenrisiko ausgesetzt. 75 Prozent der türkischen Industrieanlagen liegen in erdbebengefährdeten Gebieten. Dies sind schon fast einschüchternde Zahlen des aktuellen Berichts, den das „Katastrophen- und Notfallmanagement Direktorats des Ministerpräsidialamtes“ AFAD vergangene Woche dem türkischen Kabinett vorgelegt hat. Auf Grund dieses Berichts hat das türkische Kabinett nun ein umfangreiches Maßnahmenpaket beschlossen, um die Katastrophenvorsorge zu verbessern. Nun ist es nicht so, dass sich die Verantwortlichen in der Türkei des Risikos nicht bewusst wären. 2009 habe ich selbst Vorträge zum BCM an der Universität Istanbul gehalten. Die Herausforderungen, denen sich das Land jedoch gegenübersieht sind enorm. Diese liegen in dem enormen Gefährdungspotential für weite Teile des Landes aber auch den bestehenden Strukturen, wie zum Beispiel großflächigem illegalen Wohnungsbau. Zudem sind sehr viele Gebäude nicht erdbebensicher aus Lehm errichtet. Schon kleine Beben verursachen hierdurch große Schäden. Sogar die Umsiedlung von Menschen aus besonders gefährdeten Gebieten in neu errichtete erdbebensichere Städte wird erwogen. Am Flughafen Istanbul ist 2009 das größte erdbebensichere Gebäude der Welt eröffnet worden. Die Türkei steht vor einer Mammutaufgabe, die nur zentral und koordiniert angegangen werden kann. Dies soll nun offensichtlich geschehen. Wäre dies nicht auch eine sehr gute Gelegenheit für eine intensive internationale Zusammenarbeit, die die Türkei dann auch wieder näher an Europa bringen würde?

Die aktuelle Studie von US-Geologen zeigt die zunehmende Gefährdung der Bevölkerung durch Erdbeben als Folge des Bevölkerungswachstums auf. In der Studie wurden katastrophale Erdbeben (Beben mit mehr als 50.000 Toten) seit 1.500 a.D. untersucht. Die Studie kommt zum Ergebnis, dass auf Grundlage der aktuellen Hochrechnungen für das Bevölkerungswachstum der UN für das 21. Jahrhundert mit 21 katastrophalen Erdbeben (mehr als 50.000 Tote) zu rechnen ist. Eine Verdreifachung gegenüber den sieben katastrophalen Beben im vorigen Jahrhundert. Die Anzahl der Todesopfer könnte sich auf 3,5 Millionen verdoppeln.

Immer mehr Menschen leben durch das Bevölkerungswachstum in katastrophengefährdeten Regionen. Dies betrifft nicht nur Erdbeben, sondern auch Regionen, die durch Überschwemmungen, Tsunamis und Vulkanismus bedroht sind. Gerade haben diese viele Hausbesitzer beim Hurrikan Sandy in New York zu spüren bekommen, die in idyllischen aber stark gefährdeten Gebieten nahe am Wasser gebaut hatten.

Kommt zu diesen Gefährdungen noch ein nicht adäquater Baustil, weil es keine Bauvorschriften gibt, oder diese nicht eingehalten werden, kommt es zu katastrophalen Folgen. Da der Faktor Bevölkerungswachstum nicht gegeben ist, hilft nur in entsprechende Vorsorgemaßnahmen zu investieren und ausreichende Notfallkonzepte für Katastrophen verfügbar zu haben. Die Türkei will sich dieser Herausforderung jetzt stellen.

“Erdbebenschwarm” erschĂŒttert Westen der USA

Mehr als hundert dicht aufeinanderfolgende Erdbeben wurden im Süden Kaliforniens registriert. Die Stärke der Beben variierte zwischen 3,1 und 5,3. Die US-Behörde USGS rechnet mit weiteren solchen Ereignissen am Rande des San Andreas Graben.

 Kurz nach dem Erbebenschwarm in Kalifornien bebte in dem mittelamerikanischen El Salvador die Erde. Das Erdbeben der Stärke 7,3 hatte sein Epizentrum vor der Küste von El Salvador. Über Schäden gibt es noch keine Informationen. Die Tsunami-Warnung wurde mittlerweile wieder zurückgenommen.

Quellen:

welt online

USGS

Dutzende Verletzte in der TĂŒrkei nach schwerem Erdbeben

Ein Erdbeben der Stärke 6,0 hat am Sonntag die Südwestküste der Türkei erschüttert. Das Zentrum des Erdbebens war in der Nähe eines Touristenressorts in Fethiye. Viele Menschen gerieten in Panik. Verletzte gab es durch Menschen, die aus Panik von Balkonen und aus Fenstern sprangen. Über 50 Menschen mussten in Krankenhäuser eingeliefert werden. Diese Region wurde bereits mehrfach von schweren Erdbeben getroffen. Die Türkei liegt auf einer tektonischen Verwerfungszone mit extrem hohem Erdbebenrisiko.

Mindestens zehn Tote nach erneutem Beben im Norden Italiens

Bei einem schweren Erdbeben der Stärke 5,8 in der italienischen Region Modena (Emilia-Romagna ) kamen erneut Menschen ums Leben. Nach aktuellen Meldungen kam es zu mindestens zehn Todesopfern, mehrere Personen wurden verletzt. Gebäude, die bei dem Beben vor 10 Tagen mit sieben Todesopfern beschädigt wurden, stürzten nun ein. Das Mobilfunknetz ist zusammengebrochen und der Bahnverkehr in der Region musste unterbrochen werden. Am Nachmittag kam es zu einem weiteren schweren Beben in der Region.

http://earthquake.usgs.gov/earthquakes/recenteqsww/Quakes/usb000a1mn.php

Update:

Nach aktuellen Medienberichten gab es bei dem Erdbeben 15 Todesopfer.

Aktuelle Informationen zur Lage in Italien erhalten Sie im BCM-Newsticker.

Erdbeben der StĂ€rke 6,4 erschĂŒttert Argentinien

Ein heftiges Erdbeben hat den Norden Argentinies erschüttert. Der Erdstoß in den frühen Morgenstunden hatte nach Angaben der US-Erdbebenwarte USGS eine Stärke von 6,4. Das Zentrum lag rund 120 Kilometer von der Stadt Santiago del Estero entfernt. Über Schäden oder mögliche Opfer ist noch nichts bekannt.

http://www.gdacs.org/report.aspx?eventtype=EQ&eventid=117260

FĂŒnf Todesopfer durch das schwere Erdbeben in Indonesien

Fünf Menschen sind durch das schwere Erdbeben der Stärke 8,2 am Mittwoch in Indonesien ums Leben gekommen, ein Kind ist schwer verletzt worden. Die Schäden werden noch aufgenommen. Die Tsunami-Warnung konnte aufgehoben werden. Anders als bei dem Tsunami 2004 handelte es sich jetzt bei der Ursache des Bebens um eine horizontale Verschiebung der Kontinentalplatten, bei der keine Tsunamis entstehen.  Das nach dem verheerenden Tsunami 2004 mit 230.000 Todesopfern neu installierte Tsunami-Warnsystem wird von den Experten als Erfolg gewertet.

AlertNet