Bei einem Stromausfall in Berlin gäbe es nach sechs Stunden erste Tote

Ein Stromausfall in Berlin würde die Feuerwehr schnell an ihre Leistungsgrenze bringen, so das Ergebnis einer Studie, die vom Tagesspiegel zitiert wird. Lebensgefährlich wird ein Stromausfall nach wenigen Stunden für Dialyse- und Beatmungspatienten zu Hause. Gerade drei Tankstellen haben in Berlin einen Anschluss für eine Notstromversorgung, jedoch kein Aggregat. So kommt es schnell zu Engpässen bei der Versorgung von öffentlichen und privaten Einrichtungen mit Notstromaggregaten, gefolgt von der Problematik der Versorgung der Aggregate mit Treibstoff. In einer Befragung von 800 Personen hat sich gezeigt, dass ein Großteil der Bevölkerung rund drei bis vier Tage mit bevorrateten Lebensmitteln überbrücken kann. Feuerwehr, Polizei und Krankenhäuser wären die ersten bevorzugten Anlaufpunkte für die Bevölkerung. Die Bevölkerung Berlins zeigt sich in der Befragung sehr hilfsbereit. Allen voran Ältere, Berliner nichtdeutscher Herkunft und Familien mit Kindern. Auch Nachbarschaftshilfe wird in der Befragung groß geschrieben.

Stromausfall der Berliner S-Bahn verursacht Schaden von 35 Millionen Euro

Die TU Berlin hat ein einer Studie den volkswirtschaftlichen Schaden des Ausfalls der Berliner S-Bahn nach einem mißglückten Notstromtest ermittelt. Die rund drei Stunden Ausfall haben laut der Studie einen volkwirtschaftlichen Schaden von 35 Millionen Euro verursacht. Der größte Teil des Schadens entstand durch Ausfallzeiten der Mitarbeiter als Arbeitskraft und Entschädigungsleistungen der Bahn. „Der Störfall führt die eminent hohe Bedeutung einer zuverlässigen Stromversorgung vor Augen“, so die TU Berlin zu der Studie.

[tagesspiegel]

Die Folgen eines längerandauernden überregionalen Stromausfalls wurden auch in dieser Studie untersucht – mit ernüchternden Erkenntnissen.

Strom- und Personalausfälle bei der Berliner S-Bahn

Die Berliner S-Bahn sollte eigentlich krisenerprobt sein, nach all den Zwischenfällen in diesem Jahr. In der vergangenen Woche wurden die Fahrgäste des ÖPNV in Berlin allerdings erneut auf eine harte Probe gestellt. Am Donnerstag fiel im zentralen Stellwerk in Berlin-Halensee der Strom aus. Ausgerechnet die Überprüfung der Notstromversorgung führte zum Stromausfall, nachdem auch die Reservesysteme ausgefallen waren. Aufgrund des Stromausfalls schalteten die Signale aus Sicherheitsgründen im Westen der Stadt auf Rot. Nichts ging mehr bei den S-Bahnen. Nur Busse, U-Bahnen und Trams waren noch unterwegs, konnten aber die liegengebliebenen Menschenmengen nicht bewältigen. Erst am Nachmittag normalisierte sich der Verkehr wieder. Kaum war dieser Notfall überstanden, wartete schon die nächste Herausforderung am Freitag auf die Bahn als Betreiberin der S-Bahn. Mehrere Fahrer waren am Freitag kurzfristig erkrankt. Fünf S-Bahnlinien konnten durch die Personalengpässe nur eingeschränkt bedient werden. Fahrzyklen wurden verlängert und Strecken verkürzt gefahren. Vermutlich hatte der Stress des vorangegangenen Notfalls durch den Stromausfall so manchen Fahrer an die Grenzen seiner Leistungsfähigkeit gebracht. Durch die, laut Aussage der Bahn ohnehin knappe Personaldecke, konnten die Personalausfälle nicht abgefedert werden.

Beim großen Stromausfall droht Berlin das Chaos

BCM-News hat bereits mehrfach über die Ergebnisse der Analyse eines großräumigen und langandauernden Stromausfalls durch das TAB (Büro für Technologiefolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag) berichtet. Wenig erstaunlich ist, dass die Schlussfolgerung des Berichts, dass ein derartiger Ausfall der Stromversorgung innerhalb kurzer Zeit zu chaotischen Zuständen führt, auch für die deutschen Großstädte gilt. Die Berliner Hochschule für Wirtschaft und Recht (HWR) hat im Auftrag des Bundesforschungsministeriums eine Studie über die Folgen eines Stromausfalls für die Stadt Berlin durchgeführt, deren Ergebnisse jetzt bekannt wurden. Demnach bleibt die Bevölkerung nach einem Stromausfall größtenteils ohne Information. Hinzu kommen massive Infrastrukturprobleme bei der Wasserversorgung und Polizei, Feuerwehr sowie Krankenhäuser. In ganz Berlin gibt es demnach nur zwei Tankstellen mit Notstromversorgung. Ein besonderes Risiko haben die Problembezirke der Stadt, die sich ohnehin benachteiligt fühlen. Plünderungen und Ausschreitungen sind die Folge hiervon.

Weitergehende Informationen zum Forschungsprojekt TankNotStrom gibt es auf der Webseite des Projekts.

[SPON]

Anschlag verursachte Ausfall der Berliner Bahnen

Der Brand in der Kabelleitung am Berliner Ostkreuz, der heute zu weitreichenden Ausfällen des Bahnverkehrs in Berlin geführt hatte, wurde durch einen gezielten Anschlag ausgelöst. Am Brandort wurde Brandbeschleuniger entdeckt. Ein im Internet veröffentlichtes Bekennerschreiben von Linksextremen wird von den Ermittlungsbehörden als echt eingestuft.

Die Täter hatten sich gezielt einen neuralgischen Punkt herausgesucht. Von dem Stromausfall waren neben weiten Strecken der Berliner S-Bahn auch der Regional- und Fernverkehr betroffen. Da der Brand auch Glasfaserkabel zerstörte waren auch Telefon- und Internetverbindungen gestört. Es wird noch mehrere Tage dauern bis alle Schäden repariert sind.

Kabelbrand führt zu Ausfall des Bahnverkehrs im Osten Berlins

Aufgrund eines Kabelbrands im Verkehrsknotenpunkt Ostkreuz kam es zu einem Stromausfall bei der Bahn im Osten Berlins.  Im Regional- und Fernverkehr kommt es daher seit Montag früh zu massiven Ausfällen. Ein Ersatzverkehr mit Bussen kann wegen des Umfangs der Ausfälle durch die Bahn nicht geleistet werden.

Die Berliner S-Bahn meldet hierzu:

“infolge eines Brandes ist im östlichen Stadtgebiet/Umland die Versorgung mit Fahrstrom gestört und deshalb der Zugverkehr stark beeinträchtigt. Auch der Fern- und Regionalverkehr sind betroffen. Auf den Bahnhöfen sind Beschallung und Anzeigen ausgefallen. Bitte benutzen Sie die Verkehrsmittel der BVG .Wir bitten um Entschuldigung”

Computerpanne führt zu massiven Störungen bei der Berliner U-Bahn

Eine Computerpanne hat am Montag massiv den Berliner U-Bahn-Verkehr behindert. Die Zugführer können seit den Mittagsstunden praktisch nur auf Sicht fahren, da die elektronischen Signalanlagen ausgefallen sind. Sie müssen sich für jeden Streckenabschnitt über Funk die Freigabe der Leitstelle einholen, wie die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) mitteilten. Betroffen sind alle U-Bahnlinien. Es kommt überall in den Tunneln zu Verspätungen. Der Grund für die Rechnerstörung, in dessen Folge sämtliche Stellwerke ausfielen, ist noch unklar. Wann wieder mit einer Normalisierung des Zugverkehrs zu rechnen ist, blieb am Nachmittag ebenfalls offen.

Quelle: dpa

10.000 Menschen nach Bombenfund in Berlin evakuiert

Am Berliner Bahnhof Ostkreuz wurde am Donnerstag Nachmittag bei Bauarbeiten eine 500 kg schwerer amerikanischer Blindgänger gefunden. Da die Bombe nur vor Ort entschärft werden konnte, wurde ein Sperrkreis mit 500 Metern Radius um den Fundort gezogen. Rund 10.000 Menschen waren von der Evakuierung betroffen und mussten ihre Häuser und Wohnungen verlassen. Sie wurden in Notunterkünften untergebracht. Der Regionalverkehr musste unterbrochen und ICE-Züge umgeleitet werden. Der Bahnhof wird derzeit saniert.

Vergleichbare Situationen sind in ganz Deutschland bei Bauarbeiten zu erwarten. Mit Hilfe von Luftbildern werden bei Großbaustellen Blindgänger geortet, um sich rechtzeitig auf die Gefährdungen vorbereiten zu können. Bei der umstrittenen Großbaustelle Stuttgart 21 wird zum Beispiel mit regelmäßigen Funden von Blindgängern gerechnet. In der unmittelbaren Nähe des Stuttgarter Hauptbahnhofs befinden sich zudem große Gebäude von Finanzdienstleistern und Hotels. Nicht immer können bei der Entschärfung von Blindgängern Evakuierungen vermieden werden wie dieses Beispiel zeigt. Im Juni starben in Göttingen drei Mitarbeiter des Kampfmittelbeseitigungsdienstes beim Versuch eine Fliegerbombe zu entschärfen.

Warnstreik legt in Berlin beide Flugplätze lahm

Ein Warnstreik der Gewerkschaft Verdi hat am Morgen die beiden Berliner Flughäfen Schönefeld und Tegel vorübergehend lahmgelegt.
Nach Angaben des Flughafenbetreibers fielen 56 Flüge aus. Da sich die Feuerwehr an dem Ausstand beteiligte, musste der Flugbetrieb aus Sicherheitsgründen über drei Stunden lang komplett eingestellt werden.
(Quelle: Handelsblatt News am Abend)