SAP kämpft gegen massiven Reputationsschaden

Das Eingeständnis von SAP, dass das amerikanische Tochterunternehmen Tomorrow Now “unangemessen” auf Daten des Wettbewerbers zugegriffen hat, führte zu einem massiven Reputationsschaden. Daneben werden finanzielle Schäden in noch nicht absehbarer Höhe durch Schadenersatz entstehen. Die Börse quittierte das Eingeständnis mit einem Kursverlust von 2 Prozent an einem Tag für die Aktie, die dieses Jahr ohnehin noch nicht gut gelaufen ist und am Ende der Dax Performer steht.

SAP versucht eine Schadensbegrenzung durch eine Informationsoffensive. Eine eigene Webseite wurde hierfür eingerichtet (www.tnlawsuit.com).

“PR ist der Bereich, in dem diese Schlacht gewonnen oder verloren wird”, sagte Ovum-Analyst David Mitchell.

Artikel in der ftd.

Netcologne-Netz lag stundenlang lahm

Am Dienstag war das Netz von Netcologne stundenlang nicht verfügbar. Mehrere zehntausend Kunden konnten ihren Internet-Anschluss nicht mehr nutzen.

Ursache des Fehlers war nach Angaben von Netcologne ein Kurzschluss mit Rauchentwicklung in einem Server, der zu einer Zwangsabschaltung führte. Das vorhandene Redundanzsystem sprang nicht ein, was dazu führte, dass das System in einen undefinierten Zustand geriet und manuell wieder hochgefahren werden musste.

Artikel in heise

Der Hacker Markt

Bis zu 50.000 Dollar bieten Kriminelle auf dem Hacker Markt für Hinweise auf Schwachstellen in Software und Betriebssystemen.

Mit Hilfe dieser Schwachstellen werden Computer gekapert und zu Botnets zusammengeschaltet. Mit Hilfe dieser Botnets wiederum können massenhaft Spam Mails versandt werden. Für 1.000 Klicks auf den Link in der Spam zahlt der Webseiten Betreiber 50 Dollar.

Hier hat sich ein richtiger Markt herausgebildet mit den Hinweisgebern, den Spam-Versendern, den Spam-Webseiten – und die Virensoftware Industrie lebt auch sehr gut davon.

(Quelle: FAS, 01.07.2007)

Brennender Geländewagen rast in Glasgows Airport

Die Terroranschläge in Großbritannien gehen weiter. Ein brennender Geländewagen ist in den Flughafen von Glasgow gerast, Schottlands größtem Flughafen.

Der Flughafen ist gesperrt. Für Großbritannien wurde die höchste Terrorwarnstufe ausgerufen. Die Notfallkommission “Cobra” ist in London zusammengetroffen.

Bei den Tätern handelt es sich offenbar um Terroristen mit Verbindungen zur El Qaida.

Die britische Polizei fahndet mit einer Großrazzia nach den Attentätern.

Einbruch in Systeme mit Hilfe “verlorener” USB Sticks

Ein Mitarbeiter der amerikanischen Sicherheitsfirma Secure Network Technologies hat auf dem Firmengelände eines amerikanischen Finanzdienstleistungsunternehmen 20 USB Sticks “verloren”. Diese USB Sticks waren allerdings mit Keyloggern ausgestattet. Von den 20 USB Sticks wurden 15 anschliessend durch Mitarbeiter in den firmeneigenen Rechnern benutzt. Per Email landeten die ausspionierten Passwörter der Mitarbeiter anschliessend im Postfach des Mitarbeiters der Sicherheitsfirma.

Der Coup war zwar nur ein Test, aber so einfach kann der Zugang zu Firmendaten sein.

Ein weiteres aktuelles Problem scheint das Hacken der Telefonanlage zu sein. Ziel ist es, in der Telefonanlage Rufnummern freizuschalten, um diese für Auslandsgespräche zu nutzen. Hierdurch entstanden Schäden in Höhe von 100.000 Euro und mehr.

Artikel in der ftd

Bombenanschläge in London verhindert

Sicherheitskräfte haben in der Londoner City eine Autobombe entschärft. Der vor einem Nachtclub abgestellte Mercedes war randvoll mit Treibstoff, Nägeln und Gasflaschen. Die rollende Bombe hätte nach Einschätzung der Polizei viele Menschen töten oder verletzen können. In dem Wagen seien “mehrere große Gasflaschen”, Benzin und auch viele Nägel gefunden worden, so der Anti-Terror-Chef von Scotland Yard, Peter Clarke.

Update:

Mittlerweile wurde ein zweiter – gleich aufgebauter – Sprengsatz in der Nähe des Hyde Parks gefunden.

In London herrscht höchste Alarmstufe.

3 Mrd. Euro Schaden durch Wintersturm “Kyrill”

Der Branchenverband der Versicherer GDV schätzt die entstandenen Schäden aus dem Winterorkan “Kyrill” mittlerweile auf drei Mrd. Euro. Orkan “Lothar” hatte 1999 noch Schäden von nur rund 700 Mio Euro verursacht.

Die Schäden werden tiefe Spuren in den Gewinnen der Versicherer hinterlassen. So sollen sich die Gewinne (Differenz aus Schäden und Aufwendungen gegenüber Prämieneinnahmen) von 3,6 Mrd. im Jahre 2006 auf 1,3 Mrd. Euro verringern.
(Quelle: Handelsblatt)

Terrorgefahr in Rhein-Main-Gebiet so hoch wie nie zuvor

Laut Aussagen des hessischen Innenministers Volker Bouffier ist die Bedrohungslage in Deutschland “höher als gemeinhin gedacht”. Laut Rhein-Main Zeitung vom 23.06.2007 liegen den Sicherheitsbehörden in Berlin aktuelle Erkenntnisse über Extremisten mit Bezügen ins Rhein-Main-Gebiet vor. Der Präsident des Bundeskriminalamts in Wiesbaden, Jörg Ziercke, äußerte sich “besorgt und beunruhigt” über mögliche Pläne für Anschläge auf Deutsche im In- und Ausland.

Berliner Klinik übt den Notfall

Die Ärzte eines Berliner Klinikums proben die Dekontamination von Personen, die Opfer eines Giftgasanschlages wurden. Das Szenario wurde von Wissenschaftlern des Robert Koch Institutes erarbeitet. Bei der Übung wurden Erfahrungen aus dem Giftgasanschlag der Aum-Sekte in Tokio vor zwölf Jahren verarbeitet. Dort hatten Betroffene selbständig Krankenhäuser aufgesucht und hatten damit zu einer schnellen Verbreitung beigetragen. Das Konzept sieht daher vor, dass sich Kliniken selbst sehr schnell schützen. Dies gelingt nur durch regelmäßige Notfallübungen.

Artikel im Handelsblatt am 19.06.2007