Erster Vogelgrippe-Todesfall in Vietnam seit nahezu zwei Jahren

In Vietnam ist ein 18-jähriger an dem Vogelgrippe-Virus A/H5N1 gestorben. Es ist der erste Todesfall in Vietnam seit April 2010. Der junge Mann arbeitete in zwei Geflügelfarmen in Can Tho, in denen das Virus bislang jedoch nicht nachgewiesen werden konnte. Der Mann starb am Montag, nachdem er einen Tag zuvor in das Krankenhaus eingeliefert wurde. Sein Haus wurde desinfiziert und die Kontaktpersonen unter Beobachtung gestellt. Im Dezember wurde der H5N1-Virus bei Geflügel in Hongkong entdeckt.

[A/H5N1-Statistik des WHO, pdf]

BCM News Updates for 2012-01-18

Treffen der Regionalforen des Business Continuity Institute BCI im Januar

In Hamburg, Frankfurt, Stuttgart und München treffen sich in den BCI Regionalforen regelmäßig Personen, die sich mit BCM und ITSCM beschäftigen um sich zu vernetzen, untereinander auszutauschen und voneinander zu lernen. Die Regionalforen des BCI sind offene Gruppen, ohne feste Mitgliedschaft und die Teilnahme ist kostenfrei. Mit dem neuen Jahr ist die Saison der BCI Regionalforen auch wieder gestartet. Im Januar gibt es Treffen in Hamburg, Frankfurt und Stuttgart. Den Auftakt macht das Regionalforum Nord in Hamburg am 19.1.2012. Am 23. Januar folgt das "Grüpple" in Stuttgart und am 31. Januar das Regionalforum Mitte in Frankfurt. Damit die Gastgeber disponieren können und das Sicherheitsmanagement Gästeausweise aussstellen kann, ist unbedingt eine Anmeldung erforderlich. Alle Informationen zu den Regionalforen finden Sie im BCM-Kalender hier in den BCM-News.

Ergänzung:

Termine von Ihren BCM-Veranstaltungen können Sie gerne im iCal-Format aus dem Kalender exportieren und an admin@bcm-news.de senden. Dies erleichtert den fehlerfreien und zügigen Import in den BCM-Kalender.

BCM News Updates for 2012-01-17

BCM News Updates for 2012-01-16

Betriebsunterbrechungen, Naturkatastrophen und wirtschaftliche Risiken sind weltweit die größten Gefahren für Unternehmen

Die Industrieversicherungssparte der Allianz AGCS hat in einer Studie, die welt online exklusiv vorliegt, weltweit die größten Gefahren für Unternehmen erhoben. Neben den ökonomischen Risiken, die weltweit vorn liegen, werden die Gefahren von Betriebsunterbrechungen und Naturkatastrophen hoch eingeschätzt. Die Top 5 -Risiken für Deutschland sind

  1. Ökonomische Risiken
  2. Betriebsunterbrechung (inkl. Unterbrechung der Lieferketten)
  3. Komplexitätsrisiken
  4. Reputationsrisiken
  5. Legale / regulatorische Risiken.

Komplexitätsrisiken (Planungs-, Konstruktionsfehler, erhöhte Komplexität von Projekten und Organisationen) kommen nur in Deutschland unter die TOP 5 Risiken. Dafür wird in Deutschland die Gefahr von Naturkatastrophen nicht so hoch eingeschätzt wie zum Beispiel in den Nachbarländern Frankreich und Großbritannien. Die Gefahr von Betriebsunterbrechungen rangiert weltweit unter die TOP 3 Risiken.

[Studienergebnisse der AGCS (pdf)]

BCM News Updates for 2012-01-15

Marssonde Phobos-Grunt ist in den Pazifik gestürzt

Die russische Marssonde Phobos-Grunt soll heute Abend auf die Erde stürzen. Die Europäische Raumfahrtagentur rechnet mit einem Zeitfenster zwischen 16 und 20 Uhr MEZ. Der genaue Absturzort kann erst kurz vor dem Absturz ermittelt werden. In Frage kommen Europa, Südostasien, Australien und Südamerika. Phobos Grunt wiegt 13 Tonnen. Elf Tonnen hiervon sind Treibstoff, der beim Eintritt in die Erdatmosphäre verdampft. Experten rechnen mit maximal 200 Kilogramm Material, das auf die Erde stürzen könnte. Da 70 Prozent der Erde Wasseroberfläche sind, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass die Sonde genauso wie anderer Weltraumschrott zuvor, in den Ozeanen verschwindet. Hin und wieder wird doch auf bewohntes Gebiet abgestürzter Weltraumschrott gefunden. Der einzige verbürgte Schaden durch Weltraumschrott an Mensch oder Tier betraf eine Kuh auf Kuba, für die die Russen Schadenersatz geleistet haben.

Bei Aerospace kann die Flugbahn der abstürzenden Marssonde mitverfolgt werden.

Nach aktuellen Meldungen soll die Marssonde um 20:15 Uhr deutscher Zeit über Argentinien abstürzen.

Nach Angaben der russischen Raumfahrtbehörde sind die Trümmer der Sonde in den Pazifik gestürzt.

Drei Jahre, zwei schwere Unglücke, zweimal Krisenmanagement - welch ein Unterschied

Heute genau vor drei Jahren, am 15. Januar 2009 um 15:26 Uhr Ortszeit hob der US-Airways-Flug AWE 1549 am LaGuardia-Flughafen ab. An Bord 150 Passagiere und fünf Crewmitglieder. Am Steuer C.B. Sullenberger mit seinem ersten Offizier J.B. Skiles. Wenige Minuten nach dem Start fielen durch Vogelschlag beide Triebwerke aus. Sechs Minuten nach dem Start landete Sullenberger  den Airbus in einer Bravourleistung im Hudson. Alle  Passagiere und Crewmitglieder überlebten das Unglück. Die Evakuierung der im Wasser schwimmenden Maschine verlief diszipliniert und Sullenberger kümmerte sich bis zum Schluss um die Sicherheit seiner Passagiere.

Drei Jahre später sind wir geschockt über die Nachrichten, die wir von dem vor der toskanischen Küste havarierten Kreuzfahrtschiff Costa Concordia erhalten. Drei Menschen sind gestorben und etwa 50 Menschen werden noch vermisst. Mehr als 24 Stunden nach der Havarie werden noch Überlebende aus den Kabinen geborgen. Doch die Hoffnungen schwinden. Dann die aktuelle Nachricht. Der Kapitän des Schiffs wurde vernommen und nach der Vernehmung verhaftet. Er soll das Schiff als einer der ersten verlassen haben. Sollte sich dies bewahrheiten hat er möglicherweise nicht nur einen schweren Navigationsfehler begangen, sondern er hat auch gegen die eiserne Regel aller Piloten und Kapitäne verstossen: erst von Bord zu gehen, wenn die Passagiere in Sicherheit sind. Größer könnte der Gegensatz des Krisenmanagements beider Ereignisse nicht sein. Sullenberger war ein erfahrener Pilot, der zuvor F-4 Phantom Jets geflogen war und andere Piloten im Sicherheitsmanagement ausbildete. Er wusste instinktiv aus Trainings, was in dieser Situation zu tun war. Und natürlich war auch das Glück des Tüchtigen auf seiner Seite. Auf der Costa Concordia soll es bis zum Zeitpunkt der Havarie noch keine Übung mit den Passagieren gegeben haben. An Bord brach nach Augenzeugenberichten Panik aus. Die italienischen Behörden machen einen überforderten Eindruck bei der Registrierung der Geretteten. Das Krisenmanagement beider Unglücke könnte unterschiedlicher nicht sein - wenn man bei der Costa Concordia überhaupt hiervon sprechen kann.

BCM News Updates for 2012-01-14

Mindestens drei Tote bei Havarie eines Kreuzfahrtschiffes vor Italien

Das Kreuzfahrtschiff "Costa Concordia" ist nahe vor der italienischen Westküste bei der Insel Giglio auf Grund gelaufen. Dabei sind nach ersten Meldungen mindestens drei Menschen ums Leben gekommen. An Bord waren 3.200 Passagiere und 1.000 Crew-Mitglieder, darunter 500 Passagiere aus Deutschland. Das Schiff liegt mit schwerer Schlagseite im Wasser wenige hundert Meter von der Insel Giglio entfernt. Das Unglück ereignete sich Freitag abend um 22:00 Uhr. Viele Passagiere waren zu dieser Zeit beim Abendessen. Der Strom fiel aus und auf dem Schiff brach Panik aus. Einige Passagiere sollen über Bord gesprungen sein. Das Kreuzfahrtschiff wurde 2006 gebaut und wird von der Kreuzfahrtgesellschaft Costa Crociere betrieben. Es zählt zu den modernen Kreuzfahrtschiffen.

Es sollen sich nach aktuellen Meldungen keine Deutschen unter den Todesopfern befinden.

Aktuelle Meldungen zu dem Unglück erhalten Sie im BCM-Newsticker.

BCM News Updates for 2012-01-13