Scope

Geltungsbereich des Business Continuity Management Systems. Der Geltungsbereich kann definiert werden durch

  • Produkte, Services
  • GeschĂ€ftsprozesse
  • Standorte
  • Kunden.

Der Scope erlaubt eine begrenzte Implementierung des BCM. FĂŒr alle Produkte und Services im Scope mĂŒssen jedoch auch alle notwendigen Ressourcen wie VorgĂ€nger-, und UnterstĂŒtzungsprozesse, IT, Personal, Dienstleister etc. betrachtet werden, damit die Notfallvorsorge fĂŒr die Produkte und Services auch funktionsfĂ€hig ist.

Standards

Standards sind im Gegensatz zu Normen nicht an ein Regelwerk oder den Konsens aller interessierten Kreise gebunden. Standards sind oftmals die Grundlage fĂŒr die Entwicklung von Normen.

Störfall

Immer wieder begegnet mir in Unternehmen die Bezeichnung “Störfall” fĂŒr Störungen oder NotfĂ€lle. In nahezu allen FĂ€llen bin ich nicht glĂŒcklich ĂŒber diese Begriffswahl. Denn der Begriff “Störfall” ist eigentlich durch die Störfallverordnung (Zwölfte Verordnung zur DurchfĂŒhrung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (StörfallVerordnung – 12. BImSchV) geregelt. Betroffen von der Störfallverordnung sind Unternehmen, die gefĂ€hrliche Stoffe im Betriebsbereich in definierten Mengen lagern. Die Mengen sind in Anhang I der Störfallverordnung definiert. Unternehmen, die dieser Verordnung unterliegen, haben besondere Pflichten hinsichtlich Sicherheitsmaßnahmen, Alarm- und GefahrenabwehrplĂ€nen sowie Informations- und Mitteilungspflichten. Im Kontakt mit Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) kann dies zu MißverstĂ€ndissen fĂŒhren. Daher sollte der Begriff “Störfall” nur bei entsprechenden Unternehmen Anwendung finden. In den anderen Unternehmen und Organisationen sollte von “Störung” oder “Notfall” gesprochen werden.

Strategische BIA

Good Practice Guidelines (GPG) des Business Continuity Institute (BCI) wie auch der ISO Standard fĂŒr die BIA ISO 22317:215 unterscheiden zwischen strategischer, taktischer und operativer Business Impact Analyse (BIA).

Im Rahmen der strategischen BIA erfolgt die Priorisierung der Produkte und Prozesse durch das Top Management unter BerĂŒcksichtigung der betriebswirtschaftlichen Anforderungen des Unternehmens sowie der Anforderungen der interested parties. FĂŒr die Produkte und Prozesse wird die maximal tolerierbare Ausfallzeit festgelegt.

Im Rahmen der taktischen BIA werden die kritischen Prozesse identifiziert, deren ProzessabhÀngigkeiten, erforderliche AktivitÀten und Wiederanlaufanforderungen.

Im Rahmen der operativen BIA werden die erforderlichen Ressourcen fĂŒr jede AktivitĂ€t erhoben:

  • Personen, Skills, Rollen
  • GebĂ€ude
  • AusrĂŒstung
  • Dokumente
  • Finanzierung
  • IKT
  • Dienstleister
  • Andere Prozesse
  • Spezielle Anforderungen