Honda Thailand fährt Produktion in Thailand nach Überflutung wieder an

Anfang Oktober 2011 wurde die Produktion von Honda Automobile Thailand (HATC) durch die schweren Überschwemmungen unter Wasser gesetzt. Erst Mitte April 2012, rund fünf Monate nach der Katastrophe, kann Honda seine Produktion mit einer Jahreskapazität von 240.000 Einheiten wieder hochfahren. Die Fertigung von HATC ist einer wichtigsten Fertigungsstätten von Honda in der Asien-Region. Die Produktion wurde von den Wassermassen völlig überschwemmt. Die Produktionsstätten der anderen Hersteller liegen höher und waren von den Fluten weniger stark getroffen. Sie konnten bereits Ende vergangenen Jahres wieder angefahren werden. Die Flut hatte schwere Einbußen der Wirtschaftsleistung Thailands im vierten Quartal 2011 zur Folge. Daneben war über die Lieferketten insbesondere die Festplatten- und Computerindustrie auf der ganzen Welt von Produktionseinschränkungen betroffen. Die Preise für Festplatten spiegeln nach wie vor die Lieferengpässe aus der katastrophalen Flut wieder. 

[BBC News]

Wie Pitney Bowes einen schweren Notfall bewältigt und dies fßr die PR nutzt

Pitney Bowes ist ein weltweit operierender Dienstleister für die physische und digitale Kommunikation mit 33.000 Mitarbeitern und einem Umsatz von 5,6 Mrd. Euro. Am 02. Februar 2011 brach im Mail Service Center Grand Prairie in den USA um 04:30 Uhr ein Feuer aus und zerstörte die gesamte Einheit, in der die Post von Hunderten kommerzieller Kunden bearbeitet wird. Zur Fortführung des Geschäfts musste bereits direkt am Morgen nach dem Ausbruch des Feuers die Post der Kunden in andere Lokationen von Pitney Bowes umgeleitet werden und die Transportrouten der Lastwagen entsprechend angepasst werden. Dies gelang den Mitarbeitern Dank eines 41-seitigen Business Continuity Plans, der erst kurz zuvor aktualisiert und getestet worden war.

(Fast) jedes Unternehmen wäre froh gewesen, diesen schweren Zwischenfall einigermaßen heil überstanden zu haben um danach wieder zur Tagesordnung zurückkehren zu können. Nicht so jedoch Pitney Bowes. In einem White Paper “Best practices in business continuity“, das über die Homepage von Pitney Bowes Mail Services verfügbar ist, stellt das Unternehmen am konkreten Beispiel der Ereignisse vom 07. Februar 2011 und den eigenen getroffenen Maßnahmen Best Practices für das BCM vor. Daneben ist dem Crisis Management ein eigener Punkt in der Unternehmensvorstellung gewidmet, in dem die Notfallvorsorge des Unternehmens vorgestellt wird. Ein gelungenes Beispiel, wie sich ein eingetretener und bewältigter Notfall für ein positives Marketing für das Unternehmen nutzen lässt, denn gerade die Robustheit gegenüber Störungen ist eines der wesentlichen Qualitätsmerkmale eines Post-Dienstleisters.

 

Pitney Bowes BCM
BCM auf der Homepage vonPitney Bowes Mail Services

Deutsche Bauern melden 16 Millionen Euro Schaden durch Ehec

Nach dem Einbruch des Marktes für Gemüse als Folge der Ehec-Epidemie haben die 10.000 deutschen Gemüsebauern einen Schaden von 16 Millionen Euro an die Landesbehörden gemeldet. Damit fallen die Schäden weit geringer aus als ursprünglich befürchtet. Der deutsche Bauernverband hatte mit Schäden von 75 Millionen Euro gerechnet. Europaweit stehen rund 210 Millionen Euro für Entschädigungen zur Verfügung. Hart hat es insbesondere auch die spanischen Anbauer von Gurken getroffen, die zunächst im Verdacht standen, die Ehec-Epidemie ausgelöst zu haben. Die spanischen Bauern schätzen ihre Einnahmeausfälle auf rund 200 Millionen Euro, die holländischen Produzenten sprechen gar von 350 Millionen Euro. Mittlerweile wurden Bockshornkleesamen aus Ägypten als Verursacher der Epidemie identifiziert. 48 Menschen starben, über 4.000 sind zum Teil schwer erkrankt und mit bleibenden Nierenschäden. Die Infektionswelle ist mittlerweile abgeflaut. Die letzte Erkrankung mit dem Erreger EHEC-O-104 war am 07. Juli diesen Jahres.

 

Auswirkungen des Erdbebens auf die Produktion großer japanischer Unternehmen

AlertNet hat eine Zusammenstellung der Auswirkungen der Umweltkatastrophen in Japan auf die Produktion großer japanischer Unternehmen veröffentlicht. Insbesondere große Elektronik- und Automobilunternehmen sind von tagelangen Produktionsausfällen betroffen. Kleine und mittelständische Unternehmen sind in der Aufstellung nicht genannt, doch dürften viele ihre komplette Existenz in der Katastrophe verloren haben.

Kurzarbeit bei Bombardier in Bautzen nach Überflutung

Welch nachhaltigen Schaden ein Hochwasser anrichten kann zeigt dieser Fall von Bomardier in Bautzen. Nach den schweren Überschwemmungen wird das Werk für Straßenbahnen für Monate nicht voll produzieren können und ein Teil der 1.200 Mitarbeiter in Kurzarbeit gehen. Bombardier ist ein finanzstarkes, international tätiges kanadisches Unternehmen mit mehreren Standorten. Für einen kleinen Mittelständler kann so eine Situation das Aus bedeuten.

Flugausfälle fßhren zu Produktionsunterbrechung bei BMW

Die Flugausfälle haben zu Lieferengpässen in der deutschen Industrie geführt. Ein erstes prominentes Opfer ist jetzt BMW. Auf Grund der fehlenden Lieferung von Elektronikbauteilen werden heute nachmittag die Bänder im Werk Dingolfing angehalten. Danach folgen die Werke in Regensburg und München. Betroffen ist die Fertigung von 7.000 Fahrzeugen, die verschoben werden muß.

Quelle: n-tv

Gewitter: drei Tote, Produktionsstopp bei Porsche und Flughafenausfall in DĂźsseldorf

Die schweren Unwetter am gestrigen Freitag haben massive Schäden angerichtet. Zwei Menschen kamen in der Nähe von Ludwigsburg in Baden Württemberg ums Leben, in Brandenburg wurde ein Mann vom Blitz erschlagen.

Am verkehrsreichsten Tag des Jahres, dem ersten Ferienwochenende, musste der Flughafen Düsseldorf wegen der Unwetter für eineinhalb Stunden geschlossen werden. Aufgrund einer Sondergenehmigung durften die Maschinen nach der Öffnung des Flughafens bis spät in die Nacht starten und Landen.

Im Porsche-Werk Stuttgart Zuffenhausen musste die Produktion wegen Überflutungen und Stromausfall gestoppt werden. Über das Wochenende soll die Produktion bis Montag wieder ans Laufen gebracht werden.

Schwerpunkte des Unwetters waren Rheinland Pfalz, Nordrhein Westfalen, Baden Württemberg, Saarland und Bayern. Das Unwetter brachte heftige Gewitter, Hagel und Wassermassen mit sich. Teilweise fielen 100 Liter Wasser je Quadratmeter.

Ausführlicher Bericht in der Welt online.

Artikel zu BCM in der Beilage “Consulting” der FAZ

Am Dienstag erschien in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung die Verlagsbeilage “Consulting”, in der Business Continuity Management sehr prominent mit zwei Beiträgen vertreten war. Dies zeigt, dass BCM zunehmend an Bedeutung in der öffentlichen Wahrnehmenung gewinnt. Im Beitrag “Master of Desaster” wird die Notwendigkeit eines BCM für Finanzdienstleister und Produktionsunternehmen erläutert (Produktionsausfall bei Porsche) sowie die Rolle von BCM-Beratern zur Erstellung eines BCM-Konzepts.

Der zweite Artikel “Schnelligkeit zahlt sich aus” behandelt das Notfall- und Krisenmanagement speziell in der Lebensmittelindustrie.