Jetzt auch Störungen der Blackberry-Services in den USA

Die Störungen bei den Blackberry-Services des Anbieters Research in Motion weiten sich mittlerweile weltweit aus. Nach Europa, Naher Osten und Afrika werden jetzt Ausfälle von E-Mail und Messenger des Blackberry in den USA gemeldet. Diese sind mittlerweile von RIM über twitter bestätigt worden (Blackberry Infos zu Störungen).

[breakingnews]

RIM hat die Ursache des Blackberry-Ausfalls gefunden

“The messaging & browsing delays being experienced by users were caused by a core switch failure within RIM’s infrastructure. As a result, a large backlog of data was generated and we are now working to clear that backlog.”

Besteht wieder Hoffnung für die Millionen  leidender und tobender  Blackberry-Nutzer? Apple und Android werden ein paar mehr Geräte verkaufen können nach zwei Tagen Ausfall für Millionen Nutzer in der gesamten EMEA-Region.

RIM erklärt Blackberry-Ausfälle für weitgehend behoben [Update]

[Update 11.10.2011]

Obwohl RIM heute früh Entwarnung gab und die Störungen als beendet erklärt hatte, kommt es nach wie vor oder erneut zu massiven Störungen. Vermutet werden Ausfälle im britischen Rechenzentrum Slough, das die EMEA-Region mit den Blackberry-Services versorgt. Nach wie vor hält sich RIM mit Informationen zu den Ausfällen bedeckt, was zu Proteststürmen der Kunden im Internet führt. [] 

Heute früh hat Research in Motion erklärt, dass die weitreichenden Blackberry-Ausfälle in der EMEA-Region behoben sind:

Blackberry Outage

Der Umgang des Unternehmens mit dem Ausfall führte zu massiver Kritik bei den Nutzern. Millionen von Blackberry-Nutzer erhielten nur spärliche Informationen über den Ausfall der Services und den Fortgang der Wiederherstellung. Erst heute früh erklärte RIM in einem offiziellen Statement die Probleme behoben zu haben. Auch die Mobilfunkunternehmen konnten ihren Kunden nicht weiterhelfen. Über die Ursachen des Ausfalls hat RIM bislang immer noch nicht informiert.

Ausfall der Blackberry Services in Europa, Afrika, Indien und Naher Osten

Die Blackberry Services E-Mail und Messenger von Research in Motion sind heute für mehrere Stunden großflächig in Europa, Afrika, Indien und dem Nahen Osten ausgefallen. Im vergangenen Monat war bereits der Blackberry Messenger Service in den USA ausgefallen. Microsoft meldet ebenfalls Störungen aufgrund des Blackberry-Ausfalls: “Microsoft: We are working with Research in Motion to understand the impact to our Business Productivity Online Suite (BPOS) customers”.

Die Ausfälle treffen RIM in einer schwierigen Zeit mit Absatzeinbrüchen und einer ausbleibenden Nachfrage nach dem neuen Playbook Tablet Computer. Die Blackberry-Services sind für viele Unternehmen mit mobilen Mitarbeitern in der Beratung und im Service die zentrale Kommunikationsplattform zum Austausch von E-Mail und Nachrichten und damit mittlerweile ein kritischer IT-Service. Ganz abgesehen von den zahlreichen Managern, die über ihre Blackberry mit aktuellen Informationen versorgt werden. Mittlerweile ziehen jedoch iPhone und iPad in das einst heilige Refugium von RIM ein. Die Ausfälle könnten diesen Trend noch weiter verstärken, denn Zuverlässigkeit und Sicherheit ist eines der Qualitätsmerkmale von Blackberry – gewesen? Kunden mit einem eigenen Blackberry Enterprise Server (BES) waren von den Ausfällen nicht betroffen.

RIM würde Messenger Services in UK auf Verlangen der Behörden abschalten

Bei den gewalttätigen Unruhen in Großbritannien soll der Messenger Service auf dem Blackberry von Resaerch in Motion (RIM) eine zentrale Rolle bei der Koordination der Gewalttäter gespielt haben. Im Gegensatz zu den sozialen Medien wie Facebook und Twitter erfolgt die Kommunikation über den RIM Messenger Service verschlüsselt. Eigentlich ein Qualitätsmerkmal dieses Services, doch ermöglichte dies den Gewalttätern anonym zu kommunizieren. Wie Reuters jetzt berichtet, hat sich RIM in Großbritannien dazu bereit erklärt, die Messenger-Services in einer vergleichbaren Situation auf Verlangen der Behörden abzuschalten. Dies ist nicht ganz überraschend, denn auch wenn die Gefahr besteht, dass Attentäter Bomben per Mobilfunknetz zünden, wird das Mobilfunknetz zumindest lokal zeitweise heruntergefahren.

Dies ist ein zweischneidiges Schwert, denn auch die betroffene Bevölkerung ist auf das Mobilfunknetz angewiesen, um Angehörige über die eigene Situation zu informieren. Man denke nur an die Lage bei 9/11 vor 10 Jahren, als die Mobilfunknetze unter der Last der Notrufe und Mitteilungen zusammengebrochen ist. Dies zeigt wieder einmal, dass  in einem Notfall nur bedingt auf die Kommunikation über Mobilfunknetze gebaut werden darf. Schwierig wird es dann aber weitere Alternativen für den Mobilfunk zu finden. Soweit Internetzugang besteht haben sich bei den großen Katastrophen in jüngster Zeit Facebook und Twitter bewährt. Google ist mittlerweile auch sehr schnell in der Einrichtung spezieller Vermisstensuchdienste bei Erdbeben und Tsunamis. Für die Sicherheitsorganisation in den Unternehmen verbleiben die klassische Funktechnik und Satellitentelefonie oder haben Sie andere bewährte Kommunikationsoptionen?