Algerien schaltet Internet und Facebook-Accounts ab

Die Machthaber in Algerien gehen mit brutaler Härte gegen die Demonstrationen für mehr Demokratie im Land vor. Wie auch in Ägypten wird in Algerien versucht durch die Abschaltung des Internets und Löschung von Facebook-Accounts die Kommunikation der Protestbewegung zu unterbinden.

Das Auswärtige Amt hat für Algerien eine (Teil-) Reisewarnung veröffentlicht und warnt konkret vor Entführungen und Anschlägen. "Gerade auch deutsche Staatsangehörige sind einer deutlich ansteigenden Anschlags- und Entführungsgefahr ausgesetzt."

Algerien ist ein wichtiger Lieferant für Erdöl, Erdgas und Raffinerieprodukte. Nahezu alle Deviseneinnahmen und 40 Prozent des BIP des Landes stammen aus dem Energiesektor.

Business Continuity Awareness Week 2011

Auch dieses Jahr findet wieder die Business Continuity Awareness Week (BCAW) statt. In Deutschland leider kaum beachtet, soll diese Veranstaltung vom 21. bis 25. März 2011 weltweit Awareness für das Thema BCM schaffen. Im vergangenen Jahr gab es hierzu bereits eine geballte Ladung an informativen Webcasts während der ganzen Woche.

Auch dieses Jahr wird es wieder - neben den lokalen Events in den Ländern - ein umfangreiches Online-Programm geben, über das die Webseite der BCAW Auskunft gibt. Die Webseite wird vom BCI betrieben.

Italien ruft den humanitären Notstand aus

Der Norden Afrikas befindet sich im politischen Umbruch. Erst Tunesien, dann Ägypten,  jetzt Algerien. Weitere Staaten werden folgen. Diese Entwicklung bleibt nicht ohne Folgen für die europäischen Nachbarländer, in denen viele Flüchtlinge aus den nordafrikanischen Staaten jetzt Zuflucht suchen. Spanien, Frankreich und Italien sind von diesen Flüchtlingswellen besonders betroffen. Italien sah sich jetzt gezwungen, angesichts eines nicht abreißenden Flüchtlingsstroms aus Nordafrika den humanitären Notstand auszurufen. Seit Mittwoch sind über 3.000 illegale Flüchtlinge aus Nordafrika, zum Teil in Booten aus Tunesien, ins Land gekommen. Der italienische Zivilschutz hat einen Krisenstab eingerichtet, um die Unterbringung der Flüchtlinge zu organisieren. Die Ausrufung des "humanitären Notstands" ermöglicht es den Zivilschutzbehörden, unverzüglich notwendige Maßnahmen einzuleiten.

Stromausfall legt New Yorker Flughafen Newark lahm

Ein Stromausfall hat am Montag zeitweise den zweitgrößten New Yorker Flughafen Newark lahmgelegt. Durch einen technischen Fehler beim Versorger fielen auf dem Flughafen und bei 20.000 Anwohnern der Strom aus.
Während die Flugzeuge weiter landen konnten, kam es bei der Bodenabfertigung zum Beispiel durch den fehlenden Strom für Durchleuchtungsgeräte und die Anzeigetafeln zu einem Totalausfall. Der Stromausfall dauerte eineinhalb Stunden.
Quelle: n24

Banken in Ägypten öffnen nach einer Woche wieder [Update]

Am Sonntag vormittag um 10:00 Uhr öffnen die Banken in Ägypten wieder. Eine Woche waren sie geschlossen und die Versorgung mit Bargeld wurde zu einem großen alltäglichen Problem. Die Börse in Kairo dementierte hingegen Aussagen über eine Wiedereröffnung am Montag. Der Börsenhandel wird erst später wieder zu einem normalen Betrieb zurückkehren.

Die Aufrechterhaltung des Zahlungsverkehrs ist einer der Gründe, warum Banken in Deutschland Teil der kritischen Infrastruktur KRITIS sind. In einer Katastrophensituation  hat die Verfügbarkeit von Bargeld als Zahlungsmittel eine besonders große Bedeutung. Insbesondere wenn Stromausfälle Bargeldautomaten, elektronische Kassen und Kartenterminals ausser Kraft setzen.

[Update]

Die Wiedereröffnung der Banken hat zu einem großen Ansturm mit langen Warteschlangen geführt. Auch der Devisenhandel wurde wieder aufgenommen. Am heutigen Sonntag beginnt die Arbeitswoche in Ägypten.

Kabeldiebstahl legt teuerstes Fußballstadion Südafrikas lahm

Das Soccer-City-Stadion in Soweto wurde durch Kabeldiebe lahmgelegt. Der Diebstahl von Stromkabel, in Südafrika verbreitet, hatte zu einem Kurzschluß geführt. Das Spitzenspiel der südafrikanischen Liga am Samstag musste daraufhin abgesagt werden. Der Diebstahl von Kupferkabel ist in den ärmeren Ländern weit verbreitet. Energie-, Bahn- und Telekommunikationsunternehmen mit wertvollen Kupferkabel gehören regelmäßig zu den Opfern der dreisten Diebe, die häufig beim Diebstahl ihr Leben durch Stromschlag riskieren. Die steigenden Preise für die Rohstoffe machen den Diebstahl attraktiv. Auch in Deutschland sind Kabeldiebe kein unbekanntes Phänomen, wie dieses Beispiel zeigt.

Bild: M. Hämmerle

Scharfe Kritik am Krisenmanagement der deutschen Botschaft in Kairo

In einer Krise, wie sie Ägypten derzeit erlebt, sind die Botschaften vor Ort für die Deutschen im Ausland ein zentraler Anlaufpunkt. Aktuelle Informationen, Unterstützung bei der Ausreise, medizinische Hilfe in Notfällen sind wichtige Hilfeleistungen in einer solchen Situation. Während in den Medien gemeldet wird, dass die deutsche Botschaft in Kairo sichere Konvois an den Flughafen organisieren würde, wird von Deutschen in Kairo massive Kritik an der Arbeit der Botschaft geübt. Sie sei nicht erreichbar gewesen und würde auch bei der Ausreise nicht unterstützen, so die Aussagen.   Wer sich für seine Mitarbeiter im Ausland nicht auf die Arbeit von Botschaften und Behörden verlassen möchte, kann auch selber Vorsorge treffen. Ein Unternehmen, dass medizinische Hilfeleistungen, aber auch Evakuierungen aus Krisengebieten anbietet ist International SOS in Neu-Isenburg, deren Arbeit heute in der FAZ vorgestellt wird. Auch die spezialisierten Anbieter Result Group und Control Risks unterstützen die Unternehmen an den Auslandsstandorten bei der Rückführung der Mitarbeiter.

Siemens-Technopark Nürnberg nach Fund einer Fliegerbombe evakuiert

Der Arbeitstag für 2.ooo Mitarbeiter im Nürnberger Technopark endete abrupt und früher als geplant. Bei Baggerarbeiten wurde eine 500 Kilogramm schwere Fliegerbombe gefunden. Der südliche Teil des Parks wurde daraufhin sofort von der Feuerwehr geräumt. Auch 1.400 Anwohner mussten ihre Häuser und Wohnungen verlassen und wurden von einem Shuttle-Service der Nürnberger Verkehrsgesellschaft in Notunterkünfte gebracht. Um 01:00 Uhr Nachts hatte der Spuk ein Ende: die Fliegerbombe konnte entschärft werden.

Bei dem Einsatz waren 360 Helfer von Polizei, Rettungsdienst, Feuerwehr und Technischem Hilfswerk im Einsatz. Auch Notfallseelsorger standen zur Verfügung.

Dieses Beispiel zeigt wieder einmal deutlich die Gefährdung durch Funde alter Fliegerbomben für den Geschäftsbetrieb. Bei Baustellen auf und um das Firmengelände ist daher erhöhte Aufmerksamkeit und Vorsorge angesagt. Bei Großbaustellen wie Stuttgart 21 werden vor den Baumaßnahmen Luftbilder ausgewertet, um mögliche Blindgänger zu orten. Entschärfungen können dann auf das Wochenende gelegt werden. Bei kleineren Baustellen ist dies nicht der Fall und solche Überraschungsfunde nie ausgeschlossen.

Quelle: sueddeutsche