BCM-News Daily Digest
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Laut einem Bericht des Handelsblatt wird die Frist für die Umstellung auf das einheitliche SEPA-Zahlungsverfahren der EU um sechs Monate verlängert. Ursprünglich hätten alle Unternehmen, Organisationen, Behörden und Vereine ihre Zahlungssyteme zum 01. Februar 2014 umstellen müssen. Viele Vereine, kleine und mittelständische Unternehmen sind mit der Umstellung ihrer Zahlungsverkehrssysteme jedoch im Verzug oder haben noch gar nicht begonnen. Prekär ist dies vor allem für die Umstellung von Lastschrifteinzugsverfahren. Jeder Lastschriftempfänger benötigt ein neues Mandat für den Einzug der Lastschriften sowie eine Gläubiger-Identifikationsnummer von der Deutschen Bundesbank. Ohne diese Umstellung können Lastschriften nicht mehr eingezogen werden. Einige Unternehmen und Vereine haben sich noch zeitlich Luft geschafft, indem Sie den Lastschrifteinzug auf Januar 2014 vorgezogen haben. Die Banken und Aufsichtsorgane warnen seit Monaten vor der zögerlichen Umstellung der Zahlungsverkehrssysteme bei den Kunden. Banken haben sich bereits auf deutliche manuelle Mehrarbeit nach dem 01. Februar 2014 eingestellt. Die ausbleibenden Zahlungseingänge hätten so manches Unternehmen und viele Vereine in Liquiditätsengpässe, im Extremfall in den Konkurs getrieben. Um ein Chaos zu vermeiden, hat die EU-Kommisiion nun beschlossen, die alten Verfahren für 6 Mionate parallel weiterlaufen zu lassen. Dies gibt den Zahlungsverkehrsteilnehmern noch einmal eine Chance für die Anpassung der Systeme.
Der Rückversicherer Munich RE hat am 07. Januar 2014 seine Naturkatastrophen-Bilanz für 2013 vorgestellt. Während die US-Amerikaner unter einer extremen Kältewelle leiden, stehen in Mitteleuropa die Skilifte bei frühsommerlichen Temperaturen still. Wiederum zeigt sich wie extrem Wetterverhältnisse sein können. Extreme Wetterverhältnisse prägen auch die Naturkatastrophen-Bilanz der Munich RE. Insgesamt liegen sowohl die direkten Gesamtschäden (rund 125 Mrd. USD) als auch die versicherten Schäden (31 Mrd. USD) unter dem Durchschnitt der vergangenen 10 Jahre. Bei einer reinen Betrachtung der gesamtwirtschaftlichen Schäden sind die schweren Überschwemmungen Anfang Juni in Deutschland mit einem Gesamtschaden von 11,7 Mrd. Euro die teuerste Katastrophe weltweit. Der versicherte Schaden betrug 2,3 Mrd. Euro. Wirtschaftlich lag der Taifun Haiyan im November 2013 auf den Philippinen mit einem Schaden von 10 Mrd. USD darunter, doch menschlich richtete der stärkste Tropensturm, der jemals auf Land traf mit über 6.000 Toten eine Tragödie an. Deutlich wird in den Statistiken der Munich RE der stark unterschiedliche Versicherungsgrad der Bevölkerung. Während der Taifun Haiyan lediglich zu einem versicherten Schaden in mittlerer dreistelliger Millionenhöhe führte, verursachten regionale Hagelstürme in einzelnen Regionen Deutschlands am 27. und 28. Juli einen versicherten Schaden von 2,8 Mrd. Euro.
Dass Naturkatastrophen nicht nur mit der wirtschaftlichen Brille betrachtet werden dürfen, zeigen die immensen Folgeschäden des Taifuns auf den Philippinen. Eine ganze Ernte wurde zerstört und Millionen Menschen haben Haus und Gut verloren. Wirkungen, die in keiner Statistik auftauchen. Zumal die betroffenen Menschen hierfür keinen Versicherungsschutz genießen und auf die Unterstützung von Hilfsorganisationen über eine lange Zeit angewiesen sein werden.
Weitergehende Informationen zur Naturkatastrophen-Bilanz 2013 finden sich auf der Webseite von Munich RE.
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