Wenn die Hacker über die Heizung einsteigen

"Steuern Sie Ihre Beleuchtung und Heizung in Zukunft ganz bequem mit nur einem Klick.", so der Werbespruch eines schwäbischen Energieversorgers. Die Fernsteuerung von Licht und Heizung per App ist voll im Trend. Bequem von unterwegs die Heizung auf Wohlfühltemperatur regeln, bevor man zu Hause ankommt und das Licht bereits vor der Einfahrt in den Hof anmachen. Hierzu werden einfach die Heizungsregler ausgetauscht und eine zentrale Steuerungseinheit an den Router gehängt. Die möglichen Energieeinsparungen sollen die Investitionen in neue Regler für die Heizungen und die Steuerungseinheit wett machen. Ein schönes Zusatzgeschäft für die Anbieter, ein Stück Komfort für die Nutzer und Kundenbindung in wettbewerbsintensiven Zeiten. Doch was, wenn Hacker in das System eindringen, die Wohnung auf arktische Temperaturen kühlen während die Beleuchtung Disko spielt? Unwahrscheinlich oder gar unmöglich? Gerade erst wurde eine Sicherheitslücke in den Fritzbox-Routern geschlossen, über die Hacker von fremden Anschlüssen für tausende Euro ins Ausland telefonierten. Schlimmer hat es die amerikanische Handelskette Target erwischt. Rund 40 Millionen Kundendaten von Kredit- und Debitkarteninhabern wurden von Hackern gestohlen. Eingedrungen sind die Hacker in das Netzwerk über die Zugangsdaten des Dienstleisters für Heizung und Klima. Dieser hatte einen Netzwerkzugang für die Wartung und Steuerung der Klimaanlage. Viele Netzwerkzugänge für die Heizung- und Klimasteuerung sind offensichtlich ungenügend gesichert. In Sotschi soll es nicht einmal ein Passwort für den Zugang geben. Nicht nur Unternehmen, auch bei den modernen Heizungsanlagen mit Fernzugang für Privathaushalte gab es bereits Sicherheitslücken. Die Kunden mussten erst einmal den Netzwerkstecker der Heizung ziehen, bis ein Techniker vorbeikam, um das Modul für eine sichere Übertragung einzubauen.

Die Beispiele zeigen, dass die Gefährdungen in der vernetzten Welt an ganz unerwarteten Stellen auftreten können. Über die vernetzte Heizung, den vernetzten Drucker, die IP-Telefonanlage oder das vernetzte Auto. Gewiefte Hacker machen das scheinbar Unmögliche möglich. Manchmal hilft bei der Abwägung zwischen Bequemlichkeit und Sicherheit zu hinterfragen, ob jedes Feature auch wirklich notwendig ist - wie die App zur Fernsteuerung von Heizung und Licht.

Europäischer Tag des Notrufs am Dienstag 11. Februar

Am 11. Februar findet zum sechsten Mal der „Europäische Tag des Notrufs“ statt. Mit dieser Aktion soll darauf aufmerksam gemacht werden, dass über die Notrufnummer "112" europaweit Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienste alarmiert werden können. Vielen der Menschen ist dies nicht bekannt. Auch über Fax können Notrufe per 112 übermittelt werden.

Die Rufnummern

112 für Feuerwehr und Rettungsdienst

110 für die Polizei

116 117 für den ärztlichen Bereitschaftsdienst

sind bundesweit einheitlich, kostenlos und funktionieren auch ohne Vorwahl. Die Notrufnummer 112 ist darüber hinaus europaweit gültig.

Ein Notruf an diese Schnellwahlnummern kann von jedem Telefon aus immer erfolgen – Münzen oder Telefonkarten sind nicht erforderlich. In Deutschland sind Notrufe von einem Handy nur mit einer betriebsbereiten SIM-Karte möglich. Die bis 2009 vorhandene Möglichkeit, Notrufe auch ohne SIM-Karte absetzen zu können, wurde gesperrt, um den Missbrauch der Notrufnummern zu verhindern. Mobiltelefone vieler Hersteller erlauben auch das Wählen von Notrufnummer bei aktivierter Tastensperre.

 

Poster für die Business Continuity Awareness Week

Vom 17. bis 21. März 2014 findet in diesem Jahr erneut die Business Continuity Awareness Week (BCAW) statt. Ziel ist es, in diesem Zeitraum durch Vorträge, Trainings und Marketingmaßnahmen ein breiteres Bewusstsein für das BCM bei den Mitarbeitern zu schaffen. Auch in diesem Jahr gibt es wieder spezielle Poster für die BCAW 2014, die einfach ausgedruckt und aufgehängt werden können. Leider nur in englisch, aber die Bilder und Überschriften sprechen für sich. Die Poster stehen als Download auf der Homepage der BCAW 2014 zur Verfügung. Andere Formate als DIN A4 können per Email auf der Seite angefordert werden.

BSI warnt vor Risiken auf Grund des Supportendes von Windows XP

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik führt hierzu im aktuellen BSI-Newsletter aus:

"Microsoft beendet zum 8. April dieses Jahres den Support für das Betriebssystem Windows XP und die
Bürosoftware Office 2003.
Das BSI befürchtet, dass neue in Windows XP gefundene Schwachstellen von Online-Kriminellen bewusst
zurückgehalten und erst nach Ende des Supports aktiv eingesetzt werden, um Gegenmaßnahmen zu
erschweren. Darüber hinaus ist anzunehmen, dass mancher zukünftig entdeckte Angriffsweg für moderne
Windows-Versionen auch bei Windows XP funktioniert und von Angreifern nutzbar gemacht wird.
Zusammen führt dies zu einer erhöhten Bedrohungslage für Systeme mit veralteten Betriebssystemen.
Zudem sind Sie bei zukünftigen Problem auf sich gestellt.
Das BSI rät deshalb dazu, bestehende Systeme zu migrieren."

Das BSI hat zwei Artikel für Privatanwender und Systemadministratoren zur Verfügung gestellt:
Privatanwender:
https://www.bsi-fuer-buerger.de/BSIFB/DE/Wissenswertes_Hilfreiches/Service/Aktuell/Meldungen/Support
-Ende-WinXP_04022014.html
Systemadministratoren:
https://www.allianz-fuer-cybersicherheit.de/ACS/DE/_downloads/anwender/software/BSI-CS_085.html

Bei einem Stromausfall in Berlin gäbe es nach sechs Stunden erste Tote

Ein Stromausfall in Berlin würde die Feuerwehr schnell an ihre Leistungsgrenze bringen, so das Ergebnis einer Studie, die vom Tagesspiegel zitiert wird. Lebensgefährlich wird ein Stromausfall nach wenigen Stunden für Dialyse- und Beatmungspatienten zu Hause. Gerade drei Tankstellen haben in Berlin einen Anschluss für eine Notstromversorgung, jedoch kein Aggregat. So kommt es schnell zu Engpässen bei der Versorgung von öffentlichen und privaten Einrichtungen mit Notstromaggregaten, gefolgt von der Problematik der Versorgung der Aggregate mit Treibstoff. In einer Befragung von 800 Personen hat sich gezeigt, dass ein Großteil der Bevölkerung rund drei bis vier Tage mit bevorrateten Lebensmitteln überbrücken kann. Feuerwehr, Polizei und Krankenhäuser wären die ersten bevorzugten Anlaufpunkte für die Bevölkerung. Die Bevölkerung Berlins zeigt sich in der Befragung sehr hilfsbereit. Allen voran Ältere, Berliner nichtdeutscher Herkunft und Familien mit Kindern. Auch Nachbarschaftshilfe wird in der Befragung groß geschrieben.