ThyssenKrupp-Manager nach Betriebsunfall zu 16 Jahren Haft verurteilt

bcm-news hatte bereits über den Fall des Italien-Chefs des deutschen ThyssenKrupp-Werks Harald Espenhahn berichtet, der nach einem Betriebsunfall mit sieben Toten am 6. Dezember 2007 im italienischen Stahlwerk wegen vorsätzlicher Tötung angeklagt wurde. Ein Schwurgericht in Italien gab dem Manager jetzt die Schuld am Tod der Arbeiter und verurteilte ihn zu 16 Jahren Haft. Auch die übrigen fünf Angeklagten erhielten hohe Haftstrafen von 13 und 10 Jahren.

Das Gericht folgte den Anträgen der Staatsanwaltschaft und verurteilte die Angeklagten wegen Totschlags mit bedingtem Vorsatz. Nach Zeugenaussagen waren die Feuerlöscher nicht betriebsfähig und das Notruftelefon ausser Funktion. Das Werk wurde im März 2008 geschlossen.

Lesezeichen: Das Überraschende erwarten (Zeit Online - Wissen)

Ich möchte allen Notfall- und Krisenmanagern diesen Artikel aus Zeit Online Wissen über die Grenzen der Planbarkeit von Notfällen und Katastrophen von Ulrich Schnabel ans Herz legen. Aus meiner Sicht trifft dieser Artikel den Punkt, was die Grenzen der Notfallplanung und die Anforderungen an ein Krisen- und Katastrophenmanagement angeht. Ich teile den Pessimismus des Autors über die Prepardness in Deutschland vollkommen.

Update:

Ulrich Schnabel hat mir den Link zu einer weiteren Veröffentlichung von ihm zu Thema Risikowahrnehmung zur Verfügung gestellt. Auch sehr interessant!

Bau von Behelfswohnungen für 5.000 Familien in Christchurch (NZ)

Die Ereignisse von Japan haben die Erdbebenkatastrophe von Christchurch (Neuseeland) vollständig aus den Medien verdrängt. Auch in Neuseeland müssen nach den schweren Erdbeben gewaltige Anstrengungen für den Wiederaufbau unternommen werden. Viele Familien in Christchurch haben ihr Haus bei den Beben verloren und wohnen in Caravans oder anderen Behelfsunterkünften. Ein Konsortium aus neuseeländischen Unternehmen kann nun in wenigen Wochen die ersten 300 Behelfshäuser zur Verfügung stellen. Insgesamt werden für 5.000 Familien Behelfswohnungen bereitgestellt. Da in Neuseeland der Winter bevorsteht, ist besondere Dringlichkeit in der Umsetzung angesagt. Die Kosten für die Behelfsunterkünfte werden in den meisten Fällen von den Versicherungen übernommen.

Das BCM-Forum der bcm-news

Neben dem News-Blog bietet bcm-news auch ein anmeldepflichtiges Forum für BCM-Experten an. Das Forum nutzt Groupsite als Plattform. Neben Diskussionsforen, Dateiablage und Email-Funktionalität ist das Forum auch die elektronische Heimat des BCI Regionalforums Mitte und des BCM Grüpple. Dies sind jeweils geschlossene Untergruppen für die Mitglieder dieser Regionalforen zum Austausch von Präsentationen und zur Kommunikation innerhalb der Gruppen. BCM-Verantwortliche sind herzlich in das BCM-Forum eingeladen.

Anmeldung unter www.bcm-net.de

Gastbeiträge herzlich willkommen!

Sie haben Lust einmal einen kleinen Artikel zu einem BCM-relevanten Thema zu verfassen? Zu Ihren Erfahrungen, Meinungen oder aufgrund Ihrer Expertise in einem Thema. In den bcm-news sind Gastbeiträge herzlich willkommen. Senden Sie Ihre Idee oder den Entwurf des Beitrags einfach an admin@bcm-news.de. Der Beitrag erscheint unter Ihrem Namen in den bcm-news. Davon ausgenommen sind reine Werbebeiträge.

Veranstaltungen können Sie jetzt selbst in den BCM-Kalender eintragen. Auf der Seite des BCM-Kalenders finden Sie hierzu den Link. Die Veranstaltungen werden vor der Veröffentlichung durch den Admin freigeschaltet, um Spam zu verhindern.

Alternative Mobilfunkbasierte Kommunikationstechnologien für Katastrophen

Die Verfügbarkeit von Kommunikation ist in einem Notfall essentiell für ein Krisenmanagement. Doch gerade die Kommunikationstechnologien selbst können durch das Ereignis nicht mehr zur Verfügung stehen. Als Backup-Lösung für die Festnetztelefonie wird oftmals Mobilfunk angesehen. Doch gerade Mobilfunk ist bei Großschadenslagen besonders anfällig. Weiterlesen…

Sony erwägt zweiwöchige Betriebsschliessungen in Japan wegen Stromengpässen

Die Lage der stromversorgung in Japan ist nach wie vor prekär. Im Sommer steigt durch die Klimaanlagen der Strombedarf weiter an. Bei der Stromversorgung, die maßgeblich auf den AKWs beruht, ist jedoch kein Durchbruch in Sicht. Sony erwägt daher einige Standorte in Japan für zwei Wochen ganz zu schliessen, um Strom zu sparen. Sony wird den Angestellten hierzu zwei Wochen Urlaub geben.  Die Arbeitszeit soll nachgeholt werden, wenn sich die Lage wieder entspannt hat.  Zudem werden die täglichen Arbeitszeiten so angepasst, dass der Stromverbrauch minimiert wird. Alle Unternehmen in Japan sind aufgefordert, ihren Beitrag zur Senkung des Stromverbrauchs zu leisten.

Quelle: BBC News

Thin Ice Report der Business Interruptions 1. Qrt. 2011

Der Thin Ice Report über öffentlich berichtete BCM-Ereignisse ist einige Zeit nicht erschienen. In dieser Zeit hat sich das herausgebende Unternehmen neu benannt (RiskCentric) und der Survey wurde neu gestaltet. Eine der größten Änderungen ist die Umstellung der Kategorien für die BCM-Ereignisse. Von den zahllosen möglichen Ursachen, die zudem in Kombination auftreten, wurde die Sicht auf die Wirkungen der Ereignisse umgestellt. Aus meiner persönlichen Sicht leider nicht ganz konsequent. Zudem werden nur noch Ereignisse betrachtet, die die Aktivierung von Geschäftsfortführungsplänen zur Folge hatten. Der Survey kann natürlich nicht vollständig sein, gibt aber dennoch einen guten Überblick über die Anzahl und Struktur der BCM-Ereignisse, insbesondere im weiteren Verlauf über Änderungen im Zeitablauf. Thin Ice 1/2011 steht hier zum Download zur Verfügung. Leider gibt der Report selbst keine Angaben über die zugrunde liegende Datanbasis, wie betrachtete Länder und Quellenangaben. Auf die ergänzenden Einzelangaben der früheren Thin Ice Surveys wird in den neuen Reports leider verzichtet.

Toyota unterbricht nun auch Produktion in Europa

Nachdem es bereits in den USA Produktionsunterbrechungen bei Toyota wegen fehlender Teile aus Japan gibt, sind nun auch eruopäische Fabriken von Toyota betroffen. In fünf europäischen Werken steht für mehrere Tage die Produktion still weil ein Bauteil aus Japan fehlt. Es handelt sich um Werke in Großbritannien, Frankreich, Türkei und Polen.