Großbrand im Londoner Finanzdistrikt

London - Der Rauch über Londons Himmel war kilometerweit zu sehen: Im Finanzdistrikt der britischen Hauptstadt ist am Donnerstagmorgen ein Großbrand in einem vierstöckigen Bürogebäude ausgebrochen.

Um 5.50 Uhr (MEZ) war der Notruf bei der Feuerwehr eingegangen. Auch Stunden später dauerten die Löscharbeiten noch an. Mehr als 100 Feuerwehrleute und 25 Feuerwehrautos waren im Einsatz. Ein Brandbekämpfer sagte der BBC, es gebe viel Feuer im Gebäude. Etwa die Hälfte des Daches stünde in Flammen.

Verletzt worden sei anscheinend niemand, sagte ein Feuerwehrsprecher. Aller Wahrscheinlichkeit nach seien beim Ausbruch des Feuers keine Personen in dem Gebäude gewesen, in dem neben Büros auch ein Restaurant untergebracht ist. Die Ursache des Brands war zunächst nicht bekannt.

Quelle: SpiegelOnline

Generalstreik lähmt Griechenland - alle Flüge gestrichen

Ein erneuter Generalstreik legt das öffentliche Leben in Griechenland lahm. Seit Mitternacht sind alle Flüge von und nach Griechenland gestrichen. Die Schulen bleiben geschlossen, Züge und Busse bleiben in den Depots. Auch die Fähren zwischen den Inseln verkehren nicht. Da auch die Fluglotsen in den Ausstand getreten sind, herrscht Stille im Flugraum über Griechenland. Dies ist schon der zweite Generalstreik in Griechenland innerhalb kurzer Zeit auf Grund der angekündigten Sparmaßnahmen der Regierung.

Blackout beim ZDF nach Stromausfall

Nach einem Stromausfall in Teilen des Mainzer Stromnetzes blieb die Mattscheibe auf dem Kanal des Zweiten Deutschen Fernsehens (ZDF) heute für rund eine halbe Stunde dunkel. Auch das Internetprogramm des Senders, 3sat und die digitalen Sendekanäle waren von dem Ausfall betroffen. Ursache waren zwei Stromausfälle in kurzer Folge. Der erste Stromausfall konnte durch die Notversorgung abgefangen werden, der zweite Stromausfall führte dann aber zum  Zusammenbruch der zentralen Computersysteme, die die Ausstrahlung der TV-Programme steuern. Das ZDF hat eine Pressemitteilung hierzu auf seiner Homepage veröffentlicht.

Über 50 Tote bei Erdbeben in der Türkei - steigende Verwundbarkeit durch Katastrophen

Das Erdbeben in der Türkei hat bislang mehr als 50 Todesopfer gefordert. Hauptursache für die hohe Zahl an Opfern ist offensichtlich die nicht erdbebensichere Bauweise mit Lehm in einer stark erdbebengefährdeten Region. Die bestätigte auch Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan. Er hat die Wohnungsbehörde angewiesen, dort nun erdbebensichere Gebäude zu errichten. Um 4:32 Uhr erschütterte das Erdbeben die Provinz Elazig. In der Zwischenzeit sind über 80 Nachbeben mit Stärken um 5.5 aufgetreten. Weiterlesen…

Rabatt für das Praxisforum MaRisk für Versicherungen

Am 20. und 21. Mai veranstaltet Euroforum in Düsseldorf die Konferenz "MaRisk für Versicherungen". Da die MaRisk VA auch Vorgaben für das Notfallmanagement machen, halte ich auf der Konferenz einen Vortrag zu diesem Thema.

Als Leser der bcm-news erhalten Sie einen Rabatt von 199 Euro auf die Teilnahmegebühr, wenn Sie sich mit diesem Anmeldeformular für diese Veranstaltung anmelden.

Sullenberger beendet seine Karriere als Flugkapitän

Chesley B. Sullenberger hat vor einem Jahr mit seiner spektakulären Notwasserung im Hudson nicht nur Fliegergeschichte geschrieben. Durch sein professionelles Krisenmanagement im Cockpit hat er 155 Menschen das Leben gerettet. Jetzt ist er mit 59 Jahren und drei Jahrzehnten Fliegerkarriere in den fliegerischen Ruhestand getreten. Seinen letzten Flug hatte er am vergangenen Mittwoch von Fort Lauderdale nach Charlotte. Mit dabei Kopilot Jeff Skiles, der am 15. Januar 2009 auch neben ihm saß und Stewardess Doreen Welsh, die bei der Notwasserung schwer verletzt wurde.

Sein Wissen und seine Erfahrung gibt "Sully" in seinem Beratungsunternehmen für Flugsicherheit weiter. Als Vorbild, wie mit guter Ausbildung, Training und Erfahrung sowie der notwendigen Portion "Coolness" eine lebensbedrohliche und zeitkritische Situation gemeistert werden kann, bleibt er in Erinnerung.

Ich nutze dieses Beispiel gerne in Trainings, um gutes Krisenmanagement, aber auch die Voraussetzungen hierfür, plakativ aufzuzeigen.

Pentagon nach Schießerei geschlossen

Der rießige Gebäudekomplex des Pentagon in Washington wurde am Donnerstag abend nach einer Schießerei in einer Metro-Station vor dem Gebäude geschlossen. Alle Eingänge des Gebäuds wurden nach dem Vorfall geschlossen. Bei der Schießerei sind nach Augenzeugenberichten drei Menschen verletzt worden. An dem Schußwechsel sollen auch Sicherheitsbeamte des Pentagon beteiligt gewesen sein.

Reuters

Das fünfeckige Verwaltungsgebäude gilt mit seinen 280 Meter langen Außenwänden als fünftgrößtes Gebäude der Welt. Rund 23.000 Mitarbeiter arbeiten in dem Gebäudekomplex mit 340.000 Quadratmeter Bürofläche. Bei dem Terrorangriff auf das Pentagon am 11. September 2001 kamen 125 Menschen ums Leben.

Erdbeben im Süden Taiwans führt zu Stromausfällen in der Hauptstadt Taipeh

Der Süden Taiwans wurde heute früh durch ein schweres Erdbeben erschüttert. Das Beben hatte eine Stärke von 6.4. Das Zentrum lag 70 km südlich von Kaohsiung. Als Folge des Bebens kam es in der Hauptstadt zu Strom- und Telefonausfällen sowie zum Ausfall der Hochgeschwindigkeitsbahn im Süden des Landes. Mehrere Brände brachen aus. Berichtet werden Verletzte durch herabstürzende Gebäudeteile aber bislang keine Todesfälle.

Bereits vor vier Jahren gab es in dieser Region ein Erdbeben der Stärke 6.7, das zum Ausfall von Telefon- und Internetverbindungen im asiatischen Raum führte.

Bahn stoppt überfüllte ICE

Es mehren sich derzeit die Meldungen, dass die Bahn völlig überfüllte ICEs an Bahnhöfen stoppt und nicht weiterfährt bis Reisende den Zug verlassen haben. Dies geschieht zum Teil unter Zuhilfenahme der Polizei, wie vor Kurzem im Fernbahnhof Frankfurt, oder durch das "Locken" mit Gutscheinen, wie es sich bei der Fliegerei bereits bewährt hat.

Für die Kunden der Bahn ist dies natürlich ein absolutes Ärgernis. Zumal die Bahn derzeit nicht mit Pünktlichkeit glänzt. Auch die Kapazitätsprobleme sind hausgemacht und den Achsproblemen geschuldet. Ich habe in mehreren Postings die Bahn wegen ihres für mich nicht sichtbaren Sicherheitsmanagements in den Zügen kritisiert. An dieser Stelle muß ich aber eine Lanze für diese Maßnahme der Bahn brechen. Keiner von uns ist mit Sicherheit in einem Flugzeug abgeflogen, in dem aus Platzgründen noch Passagiere im Gang standen. Ein überfüllter ICE stellt ein enormes Risiko dar und bei einem Unglück mit einem überfüllten ICE wären die Vorwürfe an die Bahn massiv und berechtigt. Leider zieht sich der Austausch der Achsen und Züge noch über mehrere Jahre hin, so dass wir diese Situationen in Stoßzeiten immer öfter erleben werden. Auch ich werde mich in einer solchen Situation natürlich massiv ärgern. Doch objektiv betrachtet sind diese Maßnahmen richtig. Aus Marketinggesichtspunkten ist die Motivation zum Verlassen eines ICE mittels eines Gutscheins aber sicherlich der Polizeigewalt vorzuziehen. Hier sollte die Bahn bei der Fliegerei noch einmal in die Lehre gehen!

Plünderungen in Chile

In Chile wiederholt sich gerade das, was wir auch bei anderen Katastrophen schon gesehen haben: Plünderungen von Geschäften. Selbst aus New Orleans gab es diese Bilder. Im Fernsehen laufen Aufnahmen von Menschen, die Lebensmittelgeschäfte plündern, aber auch Elektroartikel und andere Gegenstände werden davongeschleppt. Die Polizei geht mit Wasserwerfern und Rauchgranaten gegen die Plünderer vor. Dies sieht allerdings auf den Bildern eher hilflos aus. Jetzt mag man denken, dies ist ein Entwicklungsland und die Menschen sind vielleicht etwas einfacher und gewalttätiger. Aber man stelle sich einmal eine vergleichbare Situation in Deutschland vor. Nach einer Katastrophe werden Lebensmittel und Benzin, Heizöl sowie andere lebensnotwendigen Dinge knapp. Die Läden sind voll, doch mangels Mitarbeiter oder einfach weil kein Strom für die Kassen mehr da ist, können diese Waren nicht mehr verkauft werden. Wenn ich mir dazu noch die Kampfszenen aus Schlußverkäufen oder Eröffnungen von Mediamärkten hier in Deutschland vorstelle, halte ich es für sehr wahrscheinlich, dass wir auch in unserem hochentwickelten und "zivilisierten" (was auch immer das ist!) Deutschland in einem vergleichbaren Szenario ähnliche Bilder erleben müssen. Oder was meinen Sie?