HintergrĂŒnde zur AufklĂ€rung des Tods der drei SĂ€uglinge in der Mainzer Uniklinik

Der tragische Tod der drei SĂ€uglinge in der Mainzer Uniklinik hat in den vergangenen Tagen fĂŒr sehr große mediale Aufmerksamkeit gesorgt und viel Wirbel auf der politischen BĂŒhne. Im Hintergrund haben die Experten fieberhaft daran gearbeitet, die Ursachen fĂŒr die Infektionen zu ermitteln. Weiterlesen…

Schuldzuweisungen ohne Ende in Duisburg – ein persönlicher Kommentar

Die Verantwortlichen sorry Beteiligten (es ist ja Keiner verantwortlich!?) in Duisburg geben derzeit ein katastrophales Bild nach aussen ab. WĂ€hrend die Staatsanwaltschaft in der Sache den Tathergang ermittelt und die tatsĂ€chlichen Verantwortlichkeiten danach in einem Gerichtsverfahren geklĂ€rt werden, können die gegenseitigen Schuldzuweisungen der beteiligten Parteien derzeit gar nicht schnell und öffentlich genug ausgesprochen werden. Die Stadtverwaltung beschuldigt die Polizei, diese wiederum den Veranstalter, das Sicherheitspersonal und die Stadt. Die Politik versucht einen BĂŒrgermeister im Amt zu halten, der sich nicht mehr ohne Polizeischutz in der Öffentlichkeit sehen lassen kann. Einzig der Veranstalter hat medial die Handbremse gezogen. Und das ist auch bestimmt gut so, denn im Hintergrund beobachten Staatsanwaltschaft und Versicherungen das Geschehen sehr genau. Denn in dieser tragischen Veranstaltung ist auch sehr viel Geld im Spiel, das entweder von der Versicherung und / oder den Verantwortlichen aufgebracht werden muß, um die Opfer und deren Angehörigen zu entschĂ€digen. FĂŒr die Öffentlichkeit (Regenbogenpresse ausgenommen) wĂ€re es sicher verstĂ€ndlich, wenn die Beteiligten  mit Hinweis auf die laufenden Ermittlungen zunĂ€chst einmal Stillschweigen bewahren. Auch in Respekt vor den Toten und Verletzten dieser Veranstaltung. Stattdessen wird, ohne die Ergebnisse der Ermittlungen abzuwarten, mit Halbwahrheiten und auf Basis ungesicherter Informationen Politik gemacht. Dies ist leider der zweite Skandal in dieser Geschichte und ein Beipiel fĂŒr völliges Versagen der Krisenkommunikation und SensibilitĂ€t fĂŒr die Situation.

Tragödie bei der Loveparade: Pressekonferenz im Duisburger Rathaus

Um 12:00 Uhr findet eine Pressekonferenz zur Massenpanik bei der Loveparade in Duisburg statt. Die Pressekonferenz wird auf N24 ĂŒbertragen. Einen Livestream gibt es auf der Internetseite von N24.

Hier eine kurze Zusammenfassung:

Die Tragödie hat 19 Tote und 340 verletzte Menschen gefordert, so Adolf Sauerland OB von Duisburg. Die Ermittlungen benötigen noch Zeit und es sollen keine voreiligen Schuldzuweisungen getĂ€tigt werden. Die Staatsanwaltschaft ermittelt. Der OB besucht nach der Pressekonferenz Überlebende in der Klinik.

Die Loveparade wird nicht weiter fortgesetzt werden, das ist das Ende der Loveparade, so der Veranstalter Rainer Schaller.Das Sicherheitskonzept sei mit der Polizei und der Stadt Duisburg abgestimmt. Es hÀtte keine Bedenken gegeben.

Wolfgang Rabe (Leiter des Krisenstabs):

Er hat alle Unterlagen an die Polizei ĂŒbergeben. Der Platz kann bis zu 350.000 Menschen aufnehmen. Er kalkuliert mit ca. 150.000 Menschen, die zu diesem Zeitpunkt auf dem Platz waren. Der Platz sei also nicht voll besetzt gewesen. Das ganze GelĂ€nde umfasste 240 Tausend Quadratmeter. Erstes Ziel der Arbeit des Krisenstabs war es, die Menschen ohne eine weitere Panik wieder nach Hause zu bringen. Um 02:00 Uhr war das GelĂ€nde gerĂ€umt.

Detlef von Schmeling, PolizeiprÀsident von Duisburg:

Im Tunnel sind keine Menschen zu Tode gekommen. Alle 16 Personen sind auf der Zugangsrampe oder bei der Treppe aufgefunden worden. 16 Opfer sind identifiziert und die Angehörigen sind informiert. Es sind auslĂ€ndische Personen (u.a. China, Australien, Italien,Niederlande)  unter den Todesopfern. Es konnten noch nicht alle Todesopfer identifiziert werden. Das Alter der Todesopfer liegt zwischen 20 und 40 Jahren. Die Besucheranzahl von 1,4 Millionen Besuchern kann vom PolizeiprĂ€sidenten nicht bestĂ€tigt werden. Zwischen 9:00 und 14:00 Uhr wurden von der Bahn 105.000 Personen zugefĂŒhrt. Die ĂŒberwiegende Zahl der GĂ€ste sei mit der Bahn angereist.

Der Veranstalter hat mit 1.000 Ordnern gesichert. Die Polizei war mit 4.000 KrĂ€ften im Einsatz. Über die Verantwortlichkeiten können heute keine Aussagen getroffen werden. Die Polizei hatte eine zweite Zugangsrampe geöffnet, bevor es zu dem Ereignis kam, um den Zugang durch den Tunnel zu entlasten.

Die Polizei hat den Zulauf zu dem GelĂ€nde ĂŒber den ganzen Tag geregelt. Bei zu großem Druck auf das VeranstaltungsgelĂ€nde seien ZugĂ€nge gesperrt worden. Nach den TodesfĂ€llen seien die ZugĂ€nge komplett gesperrt worden. “Die Polizei hat die ZugĂ€nge den ganzen Tag aktiv begleitet”. Ein Schußwaffengebrauch oder die Androhung eines Schußwaffengebrauchs kann nicht bestĂ€tigt werden. Der persönliche Eindruck von von Schmeling bestĂ€tigt den Eindruck einer Massenpanik nicht.