BCM-News Daily Digest
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An den Anblick leerer Abflughallen und Gates konnten wir uns ja schon auf Grund der Warnstreiks der Dienstleistungsgewerkschaft gewöhnen. Jetzt beginnen ab kommenden Mittwoch bis Freitag die Lufthansa-Piloten in den Ausstand zu treten, um für höhere Löhne und einen früheren Rentenbeginn zum kämpfen. Wer plant, mit dem Flieger in der kommenden Woche unterwegs zu sein, sollte sich rechtzeitig um Alternativen bemühen.
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Aktuell wird landauf landab das Land durch Streiks gelähmt. Öffentliche Verkehrsmittel, Kitas, Flughäfen und viele öffentliche Einrichtungen und Dienstleistungen sind durch Streikmaßnahmen massiv eingeschränkt. In den Großstädten sind die Mitarbeiter auf diese Services angewiesen, um die Arbeitsplätze zu erreichen und die Kinder während der Arbeit betreut zu haben. Alleine in Frankfurt sind täglich 500.000 Pendler unterwegs. Für die Unternehmen kann dies zur Folge haben, dass viele Mitarbeiter nicht zur Arbeit kommen können. Sei es, daß sie auf den ÖPNV angewiesen sind oder die Betreuung der Kinder. Eine Maßnahme, um die Folgen einer derartigen Situation abzumildern ist die Möglichkeit remote arbeiten zu können. Eine ganz einfache, aber sehr wirkungsvolle Möglichkeit bietet zum Beispiel Outlook Web Access (OWA). Ich habe mehrere Postfächer von Kunden, auf die ich per OWA zugreifen kann. So kann ich mit meinem kleinen Smartphone von unterwegs und vom Home Office die Mails lesen und auch direkt beantworten sowie auf die Terminkalender zugreifen und Termine bestätigen oder absagen. Eine weitere Möglichkeit ist es, Mitarbeiter mit Laptops und remote-Zugang via VPN auszustatten. Auf diesem Weg stehen nicht nur das Postfach und der Kalender, sondern zusätzlich auch IT-Anwendungen, Laufwerke und Dateien remote zur Bearbeitung zur Verfügung. Auch diese Variante habe ich für einen Kunden im praktischen Einsatz. Dies bedingt jedoch, den Laptop auch immer dabei zu haben. Der Laptop in der Dockingstation am Arbeitsplatz hilft wenig, wenn es keinen Zugang zum Arbeitsplatz mehr gibt. Sei es, daß der Zugang zum Gebäude unmöglich ist oder wie im aktuellen Fall die Anreise. Zudem benötigt der Laptop in der Regel aus Sicherheitsgründen einen LAN-Zugang und man kann sich nicht über öffentliche WLan einwählen. Dies schränkt die Nutzungsmöglichkeiten weiter ein. In den Hotels habe ich in der Regel nur einen WLan-Zugang, aber keine LAN-Buchse mehr. Eine weitere Variante ist das Home Office, bei dem zu Hause ein vollwertiger Arbeitsplatz eingerichtet ist. Dies ist jedoch keine kurzfristig zu realisierende Option. Die Nutzung des Home Office ist in Betriebsvereinbarungen geregelt und erfordert umfangreichere technische Einrichtungen mit entsprechendem zeitlichen Vorlauf. Eine weitere aktuell sehr diskutierte Variante ist "Bring Your Own Device (BYOD)". Dies ermöglicht dem Mitarbeiter, seine eigene IT-Umgebung zu nutzen und hierüber sicher auf die Arbeitsumgebung im Office zuzugreifen. Für BYOD gibt es mittlerweile sichere und zuverlässige IT-Middleware. Viele IT-Anwendungen unterstützen dieses Zugriffsverfahren. Für alle diese Lösungen gilt: ad-hoc sind sie in Notfällen nicht umzusetzen. Zum Teil ist die Umsetzbarkeit durch gesetzliche, interne betriebsverfassungsrechtliche und / oder technische Rahmenbedingungen eingeschränkt. Der Wertpapierhandel einer Bank kann und darf nicht vom Home Office druchgeführt werden. Auch datenschutzrechtliche Voraussetzungen müssen selbstverständlich bei all diesen Varianten eingehalten werden. Durch Tests und Übungen muß überprüft werden, ob die Lösung auch bei einer großen Anzahl an externen Zugriffen zur gleichen Zeit funktioniert. Die Anzahl an VPN-Zugängen oder die Performance können die Nutzungsmöglichkeiten limitieren. Die aktuellen Streiks sind ein guter Anlass, über die Einsatzmöglichkeiten einer oder mehrer dieser Optionen nachzudenken.
Kommen Sie gut durch die streikbedingten Unannehmlichkeiten!
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Bei der Suche nach der vermissten Maschinen MH370 wird auch immer wieder die Pilotenregel für Notfälle "A-N-C" zitiert. In fliegerischen Notfällen legt diese Regel die absolute Priorität für die Handlungen fest. Zuerst kümmert sich der Pilot darum, dass der Vogel weiter fliegt, dann kümmert er sich um die Navigation und erst dann um die Kommunikation mit dem Boden und der Besatzung sowie den Passagieren.
Diese Regel lässt sich sehr schön für das Krisenmanagement verallgemeinern:
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Im Rahmen der Business Continuity Awareness Week 2014 hat das Business Continuity Institute BCI in einer Meta-Analyse die Kosten von Geschäftsunterbrechungen aus mehreren Quellen zusammengetragen. Wie immer bei solchen Zahlenwerken ist zu hinterfragen, woher sie kommen und wie sie zu interpretieren sind, bevor man sie verwendet. So wird in diesem Dokument die Behauptung wiederholt, dass 40 bis 60 Prozent der Unternehmen ohne Notfallplan nach einem Notfall nicht wieder öffnen. So schön und plakativ werbend diese Aussage für BCM ist, eine gesicherte und seriöse Quelle konnte für diese Aussage leider noch nicht identifiziert werden. Trotzdem gibt diese Zusammenstellung an Studienergebnissen einen guten Überblick über die Höhe von Ausfallkosten, Kostenarten sowie Ursachen, ergänzt um Branchenvergleiche. In einer Business Impact Analyse können Sie jedoch zu völlig anderen Größenordnungen kommen. Dies ist ganz stark davon abhängig, wie der finanzielle Schaden einer Geschäftsunterbrechung berechnet wird. So macht es zum Beispiel einen enormen Unterschied, ob Personalausfallkosten mit einbezogen werden und zu welchen kalkulatorischen Stunden- bzw. Tagessätzen dies erfolgt. Alternativ können zum Beispiel auch nur GuV-relevante Kostenfaktoren in die Schadenermittlung einbezogen werden. Die absoluten Werte sind in diesem Falle wesentlich geringer. Bei einer Business Impact Analyse ist weniger entscheidend, ob alle möglichen Kostenfaktoren mit einbezogen werden, sondern eine einheitliche und stringente Definition der zu berücksichtigenden Kosten, damit die Vergleichbarkeit gewährleistet wird:
Entscheidend in der BIA ist die Vergleichbarkeit der Impact-Einschätzungen zwischen den Prozessen. Schätzen die Prozessexperten auf unterschiedlicher Basis mit unterschiedlichen Prämissen und Kalkulationssätzen sind die Ergebnisse der BIA für die Prozesse nicht vergleichbar und die Ergebnisse der großen Mühen faktisch wertlos. Wichtig ist es daher auch, nicht nur absolute Werte zu erheben, sondern auch die jeweilige Herleitung mit den verwendeten Prämissen zu dokumentieren. Damit bleibt die Herleitung auch für spätere Aktualisierungen und bei Personalwechseln nachvollziehbar. Ansonsten setzt das große Rätselraten ein, wie denn die Zahlen zustande gekommen sein könnten. Dies wirft kein gutes Licht auf das BCM.