Wie eine Krisenstabsübung entsteht

Übungen der Krisenstäbe zählen zu den wichtigsten Maßnahmen der Notfall- und Krisenprävention. Notfallpläne sind wichtig, sie können allerdings nicht alle möglichen Szenarien und Szenariokombinationen abdecken. Statt umfangreicher Notfallpläne - die im Notfall nicht gelesen werden - präferiere ich die Kombination von Notfallkonzepten und Notfallchecklisten. Das Krisenmanagement baut auf dieser präventiven Planung des BCM auf und setzt diese entsprechend der Lage um. Weiterlesen…

Rückblick auf die BCI World Conference & Exhibition 2015 in London

Die Unternehmung BCI World 2015 begann themengerecht mit einem Notfallplan. Da fliege ich einmal im Jahr (Bahn Comfort statt Frequent Traveller), dann streiken die Damen vom Kabinenpersonal der Lufthansa. Im meiner ersten Wut habe ich noch eine etwas deftigere Bezeichnung für die Damen aus dem FTL-Jargon gewählt. Also habe ich in einer Nacht-und-Nebel-Aktion auf British Airways umgebucht und noch einen der Plätze ergattert. Die Veranstaltung fand im Hilton in London statt. Weiterlesen…

Helmut Schmidt - "der Herr der Flut"

Nachrufe auf Politiker sind eigentlich nicht das Thema der BCM-News. Bei Helmut Schmidt ist das jedoch eine ganz andere Sache. Neben seinen persönlichen und politischen Verdiensten ist er mit seinen Leistungen als Katastrophenmanager in die Geschichte eingegangen. 1962 traf Hamburg eine verheerende Flut. Helmut Schmidt hat das Management dieser Katastrophe übernommen und trägt seitdem den Beinamen "Herr der Flut".

"Die Hansestadt Hamburg war führerlos und unfähig, einen Führer zu berufen, als die Sturmflut über sie kam. Der Führer berief sich selbst. Im bisher größten Katastropheneinsatz der Bundesrepublik übernahm der Innensenator und Bundeswehr-Reservehauptmann Helmut Schmidt, 43, das Oberkommando über eine - erst noch herbeizuzaubernde - Heerschar ziviler und militärischer Hilfskräfte."

Hier geht es zur passenden Ausgabe des Spiegel von 1962.

Auch ein Lehrstück für das Krisenmanagement - ob das heute noch so denkbar wäre?

Eearly Birds und Schwaben aufgepasst: Frühbucher sparen beim 1. Praxistag BCM & Krisenmanagement

Am 17. März 2016 findet in Karslruhe der 1. Praxistag BCM & Krisenmanagement statt. Alle Einzelheiten zur Veranstaltung und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie unter www.praxistag-bcm.de. Bei Buchung bis Ende November sparen Sie 15 Prozent, bei Buchung bis Dezember 2015 10 Prozent der Teilnehmergebühren. Die Teilnahme ist auf 25 Personen beschränkt.

Supply Chain Resilience Report 2015 erschienen

Auf der BCI World Conference 2015 in London wurde der diesjährige Supply Chain Continuity Report des Business Continuity Institute und Zurich veröffentlicht.

  • 74 Prozent der 537 Befragten aus 67 Ländern hatten mindestens eine Unterbrechung der Lieferkette
  • 72 Prozent der Befragten haben keine vollständige Sicht auf ihre Zulieferkette
  • 50 Prozent der Unterbrechungen haben ihren Ursprung in Tier 1 der Zulieferkette, die andere Hälfte nach dem originären Lieferanten
  • Die häufigsten Ursachen für Unterbrechungen der Lieferketten sind
    • ungeplante IT- und Telekommunikations-Ausfälle
    • Cyber-Attacken und Datenverluste
    • Wetterereignisse.

Der Supply Chain Resilience Report 2015 kann kostenfrei beim BCI bezogen werden.

Zur Absicherung der Lieferkette ist in diesem Jahr der neue ISO Standard ISO 22318:2015 supply chain continuity guidelines in Ergänzung zu ISO 22301:2012 erschienen.

Der Standard BS 11000 Collaborative Business Relationships hilft ebenfalls bei der Ausgestaltung der Zusammenarbeit mit Lieferanten und Dienstleistern. Aus dem BS 11000 wird wird in 2016 der ISO-Standard ISO 11000 werden. Dies zeigt die zunehmende Bedeutung der sicheren Ausgestaltung übergreifender Wertschöpfungsketten.

Spiegel online erläutert die technischen Hintergründe für den Ausfall am Samstag

Spannungsschwankungen im Netz, womöglich verursacht durch den Test von Netzersatzanlagen, waren die Ursache für die massiven Ausfälle in dem Rechenzentrum in Gütersloh. Die Server liefen, doch waren Geräte für die Netzanbindung durch die Spannungsschwankungen ausgefallen und mussten ersetzt werden. Leider war auch das Mobilfunknetz O2 betroffen, so dass die Mitarbeiter vor Ort kaum mehr kommunizieren konnten. So war der Test sicherlich nicht gedacht.

Auch die Telekom hat in der Vergangenheit bei einem großen Netzausfall die Erfahrung machen müssen, dass es nicht gut ist, wenn die Techniker nur im eigenen Netz telefonieren können. Seitdem sind die Techniker der Telekom redundant ausgestattet.

Hier die Erläuterungen von Spiegel online zum Ausfall. Schön, dass sich die Redaktion so umfangreich zu dem Ausfall äußert.