Co-Pilot entführt Maschine der Ethiopian Airlines nach Genf

Der Co-Pilot der Ethiopian Airlines Maschine ET702 mit Flugziel Rom hat heute früh seine eigene Maschine auf dem Flug von Adis Abbeba nach Genf entführt. Er nutzte den Toilettengang des Piloten, um die Maschine nach Genf zu entführen, wo er Asyl beantragte. Die Cockpits sind seit einigen Jahren durch Türen verschlossen und können nur durch die Piloten geöffnet werden. Dies nutzte der Co-Pilot aus und sperrte seinen Chef aus dem Cockpit aus. Die 202 Passagiere in der Boeing 767-300 kamen mit dem Schrecken davon. Die Maschine konnte per App "flightradar24" online verfolgt werden.

9. deutschsprachiger BCI-Kongress in Düsseldorf

Die BCM-News, Mediapartner des BCI-Kongresses, ermöglichen Ihnen ab sofort den schnellen Zugang zur Web-Seite des Kongresses via Banner in der rechten Seitenleiste.

Der 9. deutschsprachige BCI-Kongress findet am 11. und 12. September in Düsseldorf statt und steht unter dem Motto "When nothing goes right, go left" - Krisenmanagement, der geordnete Weg aus dem Chaos. Derzeit läuft der Call for paper. Details und die Kontaktdaten finden Sie auf der Webseite des Kongresses.

Wenn die Hacker über die Heizung einsteigen

"Steuern Sie Ihre Beleuchtung und Heizung in Zukunft ganz bequem mit nur einem Klick.", so der Werbespruch eines schwäbischen Energieversorgers. Die Fernsteuerung von Licht und Heizung per App ist voll im Trend. Bequem von unterwegs die Heizung auf Wohlfühltemperatur regeln, bevor man zu Hause ankommt und das Licht bereits vor der Einfahrt in den Hof anmachen. Hierzu werden einfach die Heizungsregler ausgetauscht und eine zentrale Steuerungseinheit an den Router gehängt. Die möglichen Energieeinsparungen sollen die Investitionen in neue Regler für die Heizungen und die Steuerungseinheit wett machen. Ein schönes Zusatzgeschäft für die Anbieter, ein Stück Komfort für die Nutzer und Kundenbindung in wettbewerbsintensiven Zeiten. Doch was, wenn Hacker in das System eindringen, die Wohnung auf arktische Temperaturen kühlen während die Beleuchtung Disko spielt? Unwahrscheinlich oder gar unmöglich? Gerade erst wurde eine Sicherheitslücke in den Fritzbox-Routern geschlossen, über die Hacker von fremden Anschlüssen für tausende Euro ins Ausland telefonierten. Schlimmer hat es die amerikanische Handelskette Target erwischt. Rund 40 Millionen Kundendaten von Kredit- und Debitkarteninhabern wurden von Hackern gestohlen. Eingedrungen sind die Hacker in das Netzwerk über die Zugangsdaten des Dienstleisters für Heizung und Klima. Dieser hatte einen Netzwerkzugang für die Wartung und Steuerung der Klimaanlage. Viele Netzwerkzugänge für die Heizung- und Klimasteuerung sind offensichtlich ungenügend gesichert. In Sotschi soll es nicht einmal ein Passwort für den Zugang geben. Nicht nur Unternehmen, auch bei den modernen Heizungsanlagen mit Fernzugang für Privathaushalte gab es bereits Sicherheitslücken. Die Kunden mussten erst einmal den Netzwerkstecker der Heizung ziehen, bis ein Techniker vorbeikam, um das Modul für eine sichere Übertragung einzubauen.

Die Beispiele zeigen, dass die Gefährdungen in der vernetzten Welt an ganz unerwarteten Stellen auftreten können. Über die vernetzte Heizung, den vernetzten Drucker, die IP-Telefonanlage oder das vernetzte Auto. Gewiefte Hacker machen das scheinbar Unmögliche möglich. Manchmal hilft bei der Abwägung zwischen Bequemlichkeit und Sicherheit zu hinterfragen, ob jedes Feature auch wirklich notwendig ist - wie die App zur Fernsteuerung von Heizung und Licht.