Einsatz eines SMS-Service auf Haiti für das Katastrophenmanagement

Ein sehr interessantes Posting zum Einsatz eines SMS-Service für die Kommunikation zwischen Hilfesuchenden und Rettern von Patrick Meier auf Haiti Rewired. Ein großes Problem in Katastrophensituationen wie dem Erdbeben auf Haiti ist die Lokation der Hilfesuchenden und die Koordination  der Mitarbeiter der Hilfsorganisationen. Erschwert wird dies durch die Sprachbarrieren. Patrick Meier beschreibt in diesem Artikel, wie ein SMS-Service mit einer toll-free-Nummer “4636” auf Haiti erfolgreich eingesetzt wurde. Die Hilfesuchenden konnten bereits vier Tage nach dem Erdbeben eine SMS an diese Nummer senden. Die Nachricht wurde erfasst und ausgewertet.  Mehrere Tausend Freiwillige haben die Übersetzung der Nachricht aus dem Kreolischen oder Französischem über eine Schnittstelle ins Englische in diesem System vorgenommen. Über den SMS-Service können Nachfragen an den Sender geschickt werden, wenn zum Beispiel die Lokation unklar ist. Die Retter wiederum können im System angeben, wie sie benachrichtigt werden wollen und über welche Meldungen. Zum Beispiel in welcher Region und welche Hilfe benötigt wird.

Ein sehr interessanter Service für die Krisenkommunikation in Katastrophensituationen. Voraussetzung ist natürlich ein funktionierendes Mobilfunknetz für Textnachrichten. Die Software ist OpenSource und kann auf der Homepage kostenfrei heruntergeladen werden. Sehr interessant und lesenswert sind die Ursprünge dieses Projektes in Kenia.

2 Responses

  1. Julian

    Schön, dass solche Dienste, die sonst meist nur Unwichtiges transportieren, in Krisenregionen bei der Rettung von Menschenleben helfen können. Eine sehr gute Idee, die sich verbreiten könnte, um auch in anderen Gegenden schnell Hilfe zu ermöglichen.

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