Blockupy – der angesagte Notfall fĂźr Frankfurts Banken

Am Freitag den 18. Mai wollen rund 40.000 Aktivisten von Blockupy die EZB und weitere Banken blockieren. Die Stadt Frankfurt hat die von Dienstag bis Samstag  im Herzen Frankfurts geplanten Veranstaltungen alle verboten. Grund der Verbote sind befürchtete Ausschreitungen wie bei der Anti-Kapitalismus Demonstration am 31. März, bei der mehrere Polizisten schwer verletzt wurden und Einzelhändler massive Sachbeschädigungen zu beklagen hatten. Ein Einigungsversuch am Samstag vor dem Verwaltungsgericht Frankfurt ist gescheitert. Am Montag wird nun die Entscheidung des Verwaltungsgerichts erwartet. Für die Banken in Frankfurt ist dies ein angekündigter Notfall. Die Blockade von Bankgebäuden führt zwingendermaßen zum Ausfall kritischer Geschäftsprozesse. Mitarbeiter können beim Weg zur Arbeit und nach Hause gefährdet werden. Massive Beeinträchtigungen und Unterbrechungen des Öffentlichen Personennahverkehrs sind zu erwarten. Die BCM- und Sicherheitsverantwortlichen der Banken in Frankfurt arbeiten daher seit mehreren Tagen mit Hochdruck an Vorsorge- und Sicherheitsmaßnahmen. Dies kann soweit gehen, dass gesamte Gebäude für den Blockadetag am 18. Mai teilweise oder gesamt geschlossen und die kritischen Prozesse an Ausweicharbeitsplätze verlagert werden. Die Planung der Maßnahmen erfolgt hierbei in enger Abstimmung zwischen den Banken und mit der Polizei. Ob und welche der geplanten Veranstaltungen in welcher Form genehmigt werden, entscheidet sich erst kurz vor dem geplanten Termin. Werden die Veranstaltungen nicht genehmigt, ist mit ungenehmigten Aktionen zu rechnen. Das BCM und Sicherheitsmanagement muß daher in der Vorbereitung vom “worst case” ausgehen. Gut, dass es Zeit für die Vorbereitung gibt. Eine gute Gelegenheit, alle Pläne noch einmal durchzugehen, die Ausweicharbeitsplätze zu begehen und die Systeme zu testen. Auch für eine ausführliche Kommunikation bleibt Zeit. Nicht jeder Notfall lässt dem BCM so viel Zeit, daher ist dies neben der Notfallvorsorge eine sehr gute Übung. Aus diesem Grund ist die Frequenz der Artikel in den BCM-News auch etwas niedriger als gewöhnlich.

17 Protestanten in New York in einer Bankfiliale festgenommen

In New York sind 17 Demonstranten in einer Filiale der Citibank festgenommen worden, nachdem sie im Rahmen der Occupy Wall Street Demonstrationen in die Filiale eingedrungen waren. Zwei Demonstranten wurden ausserhalb der Bank festgenommen. In Rom kam es bei Demonstrationen mit über 100.000 Teilnehmern zu schweren Ausschreitungen, in Berlin kam es bei 5.000 Teilnehmern zu Tumulten. Die ebenfalls rund 5.000 Demonstranten in Frankfurt verhielten sich friedlich.