Erneut Ausfall der Amazon Cloud

Erneut ist das Cloud-Rechenzentrum US-East-1 in Virginia ausgefallen. Bereits im Juni hatte das Rechenzentrum mit AusfĂ€llen zu kĂ€mpfen. Betroffen von diesem aktuellen Ausfall waren zahlreiche Webdienste, darunter so populĂ€re Dienste wie Pinterest und Foursquare. Auch das BCM-Forum war von diesem Ausfall betroffen und fĂŒr mehrere Stunden nicht erreichbar.

Windows Clouddienst Azure stolpert ĂŒber den Schalttag

Das Y2K-Problem beim Jahr 2000-Wechsel, das dann gar keines mehr war ist mittlerweile in Vergessenheit geraten. Doch auch kleinere ZeitsprĂŒnge wie der Schalttag in diesem Jahr vermögen immer noch AusfĂ€lle von Services herbeizufĂŒhren, wenn die Software schlampig programmiert wurde und diese bekannten Besonderheiten nicht berĂŒcksichtigt sind. So traf es dieses Jahr am 29. Februar Windows mit dem Cloud-Service Azure. PĂŒnktlich zum Beginn des Schalttags kam es zu regionalen Störungen bei Windows Azure. Microsoft hat mittlerweile eingerĂ€umt, dass eine nicht korrekte Zeitberechnung fĂŒr die Störungen verantwortlich war.  Über einen Patch wurde das Problem schliesslich nach neun Stunden behoben.

Chancen und Risiken der Cloud fĂŒr das BCM

Die Cloud ist im Moment das Hype-Thema der IT. Als Wundermittel zur Senkung und Flexiblisierung der IT-Leistungen gepriesen, als offenes Datenleck verschrien. Dabei sind Cloud-Lösungen nur die RĂŒckbesinnung auf althergebrachte Host-Lösungen (Sie erinnern sich?) unter Nutzung der aktuellen Technologien zur Speicherung, Verteilung und PrĂ€sentation der Daten. FĂŒr das BCM ergeben sich aus Cloud-Lösungen Risiken und Chancen. Die Risiken bestehen in einem Ausfall der Cloud. Die großen offenen Cloud-Anbieter wie Amazon, Google und Microsoft waren in jĂŒngerer Zeit bereits von großen und lĂ€ngeren AusfĂ€llen heimgesucht worden. Daten und Anwendungen waren fĂŒr die Kunden ĂŒber Stunden nicht mehr verfĂŒgbar. Dies betrifft nicht nur die eigenen Anwendungen, sondern hĂ€ufig Anwendungen von Drittanbietern, von denen nicht einmal bekannt ist, ob und in welcher Cloud sie gehostet sind. FĂŒr kritische Daten und Anwendungen gibt es daher die private oder lokale Cloud, die einen (besseren) Datenschutz und die  direkte Steuerung und Kontrolle der Service Provider ermöglicht. Auf der anderen Seite ermöglichen Cloud-basierte Dienste im Notfall schnell die KapazitĂ€t und den Zugriff auf IT-Services zu erhöhen, um die Spitzenbelastungen in einem Notfall abzudecken. Ein Beispiel hierfĂŒr ist der neue Cloud-Dienst der SITA (SociĂ©té Internationale de TĂ©lĂ©communications AĂ©ronautiques), der es  Fluggesellschaften und FlughĂ€fen ermöglicht bei NotfĂ€llen und Störungen in kĂŒrzester Zeit auf Anwendungen, Programme, Prozesse und Daten der zentralen SITA-Rechenzentren zuzugreifen. Dadurch dass keine spezifischen Hardware-Anforderungen fĂŒr die Nutzung der Anwendungen erforderlich ist, können in kĂŒrzester Zeit eine Vielzahl von Mitarbeitern, unabhĂ€ngig vom Standort und spezifischer Hardware, auf die IT-Services zugreifen.  Die Abrechnung erfolgt auf Basis der tatsĂ€chlichen Nutzung, so dass sich die Kosten hierfĂŒr in Grenzen halten. Dies ist einer der Beispiele fĂŒr nutzenstiftende Anwendungen der neuen Cloud-Technologien aus Sicht des BCM.

[cio: Die zehn schlimmsten Cloud-AusfÀlle]

BYOD – ein Trend, der neue Optionen fĂŒr das BCM ermöglicht?

BYOD “Bring Your Own Device” ist eines der aktuellen Modethemen in der IT. Dabei handelt es sich um die Möglichkeit fĂŒr Mitarbeiter, die eigene private IT wie Desktops, Laptops und Smartphones in den Firmennetzen zu nutzen. Diskutiert wird dieses Konzept derzeit vor allem unter dem Gesichtspunkt der AttraktivitĂ€t des Arbeitsplatzes fĂŒr die Mitarbeiter, wenn er die eigenen modernen und gewohnten GerĂ€te fĂŒr die Arbeit einsetzen kann. Vielfach sind Mitarbeiter privat technisch besser ausgestattet als an ihrem Arbeitsplatz und wĂŒrden nur zu gerne die eigenen GerĂ€te auch beruflich nutzen. FĂŒr die IT können sich hierbei Kosteneinsparungen fĂŒr die Anschaffung und den Betrieb von Hard- und Software ergeben. Das Konzept setzt dabei voraus, dass alle Daten und Anwendungen zentral gehostet werden. Mit einem Augenzwinkern denke ich dabei ĂŒbrigens an die “gute alte Host-Welt” zurĂŒck. Mit der Private Cloud stehen heute die Technologien zur VerfĂŒgung, dies sicher und performant realisieren zu können. FĂŒr das Business Continuity Management bringt diese Zentralisierung der Daten und Anwendungen verbunden mit einem flexiblen Zugriff auf die IT-Infrastruktur eine deutlich grĂ¶ĂŸere FlexibilitĂ€t. Im Notfall, wie zum Beispiel bei einem Ausfall von Standorten, GebĂ€uden und ArbeitsplĂ€tzen, können Mitarbeiter mit ihren eigenen GerĂ€ten von jedem Standort auf das Unternehmensnetzwerk mit den Anwendungen und Daten zugreifen. Nicht jeder Arbeitsplatz muss im Notfall aus GrĂŒnden der Datensicherheit oder weil fĂŒr die DurchfĂŒhrung des Prozesses physische Dokumente oder spezielle Hardware erfordert, an dedizierten Ausweichlokationen in eigenen oder gemieteten RĂ€umlichkeiten wiederhergestellt werden.  Das BYOD-Konzept, sicher und zuverlĂ€ssig umgesetzt, schafft – so ganz nebenbei – auch  neue flexible Möglichkeiten fĂŒr das BCM und ermöglicht ebenso die Senkung von AufwĂ€nden fĂŒr die Bereitstellung von NotfallarbeitsplĂ€tzen.

Zum BYOD-Konzept: “Die BĂŒchse der Pandora sinnvoll nutzen

Blitzschlag legt Cloud-Rechenzentren von Amazon und Microsoft in Dublin lahm

Ein Blitzschlag hat gestern die Rechenzentren der Cloud-Services von Amazon und Microsoft in Dublin lahmgelegt. Der Blitz schlug in einen Transformator ein und fĂŒhrte zu einer Explosion und einem Feuer. Die Explosion zog auch das Backup-System in Mitleidenschaft, so dass ein totaler Stromausfall die Folge war. Dieser dauerte fĂŒr die Amazon Cloud von 10:41 a.m. Pacific Time (19:41 Berlin) bis 01:47 p.m. Pacific Time. Microsoft und Amazon haben in Dublin ihre Rechenzentren fĂŒr die europĂ€ischen Cloud Services eingerichtet.

[datacenterknowledge.com, RSOE]

US-Geheimdienste greifen auf europÀische Google-Daten zu

Dass US-Geheimdienste auf die Daten von Google in den USA zugreifen können dĂŒrfte keine Überraschung sein. Laut dem Bericht der Wirtschaftswoche wiwo.de sind aber auch die europĂ€ischen Google-Server hiervon nicht ausgenommen. Google habe von US-Geheimdiensten bereits viele solcher Anfragen erhalten, die von Google vor der AusfĂŒhrung zunĂ€chst geprĂŒft wĂŒrden.

Vorsicht ist also geboten, wenn und welche Daten insbesondere in den Clouds der großen US-amerikanischen Anbietern gespeichert werden. Zudem ist der Kunde von der VerfĂŒgbarkeit des Cloud-Dienstleisters und dessen ausfallsicherer Infrastruktur abhĂ€ngig. Dass die Infrastruktur auch der renommierten Anbieter nicht ausfallsicher ist, zeigen diese Beispiele.

US-Cloud von Amazon gestört

Amazon ist weltweit einer der fĂŒhrenden Anbieter von Cloud-Services. Viele beliebte Internetdienste hosten ihren Service in der Amazon-Cloud. Die aktuellen Störungen in der Amazon-Cloud in den USA zeigen die AbhĂ€ngigkeit von diesem Dienst. Einige beliebte Webdienste sind von dieser Störung betroffen und stehen nicht oder nur eingeschrĂ€nkt zur VerfĂŒgung. Auch mein Twitter-Client Hootsuite ist von diesem Ausfall betroffen.